Rapper dreht illegal Video-Clip und löst großen Polizeieinsatz aus und weitere Meldungen aus der Region

Video-Dreh führt zu Polizeieinsatz

Am Donnerstagabend gegen 21:00 Uhr erhielt die Polizei über soziale Medien und durch Anrufe von Kunden einer Tankstelle an der B 464 in Magstadt Kenntnis von einer größeren Personenansammlung auf dem Tankstellengelände. Da Hinweisgeber von bis zu 200 Personen sprachen, fuhren mehrere Streifenwagenbesatzungen des Polizeireviers Sindelfingen und benachbarter Polizeireviere, unterstützt durch die Polizeihundeführerstaffel und Kräfte des Polizeipräsidiums Einsatz zur Tankstelle, wo sie 20 Personen und mehrere PS-starke Fahrzeuge antrafen. Die Einsatzkräfte sperrten die Zufahrten zur Tankstelle ab und führten anschließend Personenkontrollen durch. Wie sich herausstellte, wollte ein Rapper dort einen Video-Clip drehen. Nach Medienberichten soll es sich dabei um den Ludwigsburger Rapper „Azet“ handeln.

Eine Genehmigung dafür konnte der 28-Jährige jedoch nicht vorweisen. Zur Versorgung der Akteure war bereits ein Pizza-Lieferdienst eingetroffen. Alle angetroffenen Personen erhielten Platzverweise und werden wegen Verstoßes gegen die Corona-Verordnung angezeigt. Die polizeilichen Maßnahmen waren gegen 23:00 Uhr angeschlossen.

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Ludwigsburg: Unbekannte feiern Party im „Eisturm“ und vermüllen Areal

Bislang unbekannte Täter feierten offensichtlich am vergangenen Wochenende eine Party im ehemaligen „Eisturm“. Der „Eisturm“ befindet sich in einem Biergarten hinter einem Kino in der Stuttgarter Straße in Ludwigsburg. Die Paletten, mit denen der Turm abgesperrt war, wurden zur Seite geräumt. In dem dahinterliegenden Raum fanden sich viele Verkpackungsreste von Mahlzeiten diverser Schnellrestaurants und Zigarettenstummel. An der Außenwand wurden auch zwei Graffitischriftzüge angebracht.

Das Polizeirevier Ludwigsburg nimmt sachdienliche Hinweise unter Tel. 07141 18 5353 entgegen.

 

Hessigheim: Unfall mit 15.000 Euro Sachschaden

Am Donnerstag kam es gegen 08.00 Uhr in der Ottmarsheimer Straße in Hessigheim zu einem Unfall zwischen einem Ford Focus und einem Ford Transit, bei dem eine 60-Jährige leicht verletzt wurde und ein Sachschaden von etwa 15.000 Euro entstand. Beide Fahrzeuge waren in Richtung Hessigheim unterwegs, als der vorausfahrende 24 Jahre alte Transit-Fahrer auf Höhe der Straße „Im Fetzer“ vermutlich wenden wollte. Gemäß den derzeitigen Ermittlungen soll der 24-Jährige den Blinker zwar nach rechts gesetzt haben, sei dann jedoch nach links in Richtung eines Feldwegs abgebogen. Als die 60-Jährige das nach rechts blinkende Fahrzeug überholen wollte, kam es zum Zusammenstoß der beiden Ford. Die Frau wurde durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und wurden abgeschleppt.

 

Vaihingen an der Enz: falsche Polizeibeamte – Kind als Anrufer

Eine neue Masche im Zusammenhang mit dem Phänomen „Falsche Polizeibeamte“ registrierte das Polizeirevier Vaihingen an der Enz am Donnerstagmittag. Zwei Seniorinnen waren kurz nacheinander angerufen worden. Nachdem die Damen das Telefon abgenommen hatten, meldete sich ein schluchzendes Mädchen. Das vermeintliche Kind gab an, dass es sich bei der Polizei befinden würde und etwas Schlimmes passiert sei. Anschließend übernahm eine Frau, die sich als Kriminalkommissarin oder Kriminalbeamtin ausgab, das Gespräch. Diese versuchte nun persönliche Daten von den beiden Seniorinnen in Erfahrung zu bringen. Beide Frauen wurden jedoch stutzig und beendeten das Gespräch zügig.

Die Polizei rät, lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis. Die Polizei wird Sie NIE um Geldbeträge bitten.

 

Vaihingen an der Enz: Rollerfahrer flüchtet vor Kontrolle

Ein 15-jähriger Rollerfahrer flüchtete am Donnerstag gegen 15:50 Uhr im Wohngebiet Steinbeissstraße in Vaihingen an der Enz erfolglos vor einer Polizeistreife.

Die Zivilstreife des Polizeireviers Vaihingen an der Enz war gerade auf der Rückfahrt von einem anderen Einsatz, als sie den jungen Mann und seinen Sozius im Bereich einer Tankstelle antrafen. Als die Beamten die Jugendlichen kontrollieren wollten, gab der 15-Jährige Gas. Auf Höhe des Friedhofes konnte den beiden der Weg abgeschnitten werden, woraufhin sie weiter zu Fuß flüchteten. Der 14-jährige Sozius wurde anschließend im Bereich des Friedhofes und der 15-jährige Fahrer in der Graf-Gottfried-Straße gestellt.

Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass der 15-Jährige eine mutmaßlich unterschlagene EC-Karte mit sich führte und keine Fahrerlaubnis hatte. Desweiteren hatte es den Anschein, dass der Roller technisch verändert worden war. Weitere Ermittlungen in Bezug auf den Roller ergaben, dass das Fahrzeug selbst auf eine andere Person eingetragen ist und das Kennzeichen zu einem anderen Fahrzeug gehörte. Die Beamten beschlagnahmten den Roller zur weiteren Klärung der Eigentumsverhältnisse.

 

Bietigheim-Bissingen: Alkoholisierter 43-Jähriger greift Radfahrer an

Mehrere Streifenwagenbesatzungen fahndeten am Mittwoch gegen 19:05 Uhr im Bereich der Carl-Benz-Straße in Bissingen nach einem Tatverdächtigen. Ein Anrufer hatte mitgeteilt, dass ein Betrunkener einen Radfahrer angegriffen habe und es vor Ort zu einem Tumult gekommen sei.

Die Polizisten trafen zunächst nur auf den 33-jährigen Geschädigten und einen Zeugen. Dieser schilderte den Beamten, dass er gerade auf dem Nachhauseweg vom Bahnhof war, als ihn in der Carl-Benz-Straße ein augenscheinlich alkoholisierter Fußgänger im Vorbeifahren unvermittelt angegriffen hätte. Der Unbekannte, der den 33-Jährigen gepackt und geschlagen habe, sei nach der Attacke in Richtung Daimlerstraße gelaufen.

Polizeikräfte entdeckten in der Daimlerstraße dann einen offensichtlich alkoholisierten 43-Jährigen, der sich hinter einem Gebüsch versteckte. Gegenüber den Beamten räumte der Mann den Angriff ein, der aufgrund der Hautfarbe des 33-Jährigen erfolgt sein soll.

Die Beamten nahmen den Tatverdächtigen auf richterliche Anordnung über Nacht in Gewahrsam und brachten ihn auf die Dienststelle. Der 43-Jährige, der einen Atemalkoholtest verweigerte und auch in der Zelle randalierte, verhielt sich während den gesamten polizeilichen Maßnahmen gegenüber den Polizisten unkooperativ und sehr aggressiv. Die Ermittlungen dauern an.

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg

Update zu Tötungsdelikt: Mutter tötet ihre zwei Kinder und begeht Suizid

Noch ungeklärt sind die näheren Umstände eines mutmaßlichen zweifachen Tötungsdelikts mit anschließendem Suizid, das sich am Dienstag in Vaihingen an der Enz zugetragen hat.

Gegen 11:00 Uhr wurde eine Polizeistreife von einer Joggerin informiert, nachdem sie neben der Holzgartenstraße an der Enz mehrere Kleidungsstücke, abgestellte Schuhe und einen Rucksack mit den Ausweispapieren einer 28-jährigen Frau und ihrer beiden drei und sieben Jahre alten Kinder aufgefunden hatte. Die Polizei leitete daraufhin umgehend eine groß angelegte Suchaktion ein, die von einem Polizeihubschrauber sowie von Einsatzkräften der Feuerwehr Vaihingen/Enz, des DRK und der DLRG unterstützt wurde. Im Verlauf der Suche konnten die Frau und ihre beiden drei und sieben Jahre alten Töchter nur noch tot aus der Enz geborgen werden. Die eritreische Familie mit anerkanntem Flüchtlingsstatus war bisher in einer städtischen Unterkunft in Vaihingen/Enz untergebracht. Der Nachzug des Vaters hatte sich zuletzt aufgrund der Pandemie verzögert.

Die Kriminalpolizei Ludwigsburg hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Bislang haben sich keine Hinweise auf eine mögliche Einwirkung Dritter ergeben.

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red