Reifenplatzer – und was dann?

Ein bei hoher Geschwindigkeit platzender Reifen bringt die meisten Autofahrer an den Rand ihrer Belastbarkeit. Dabei sind gerade wenn das Auto scheinbar außer Kontrolle gerät, Ruhe und besonnenes Reagieren gefordert, um nicht in der Leitplanke oder irgendwo abseits der Straße zu landen.

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Meist, und das ist die gute Nachricht, kündigt sich eine Reifenpanne vorher an: Der aufmerksame Autofahrer nimmt wahr, dass sein Fahrzeug immer stärker in eine Richtung zieht und sich beim Fahren “schwammig” anfühlt. Das liegt in der Regel daran, dass ein Reifen Luft verliert. Wenn sich das Verhalten des Wagens beim Fahren verändert, er sich also anders als normal anfühlt, sollte man so schnell wie möglich den Reifendruck kontrollieren, so das Goslar-Institut der HUK Coburg.

Ändert sich das Fahrverhalten schlagartig, ist Feingefühl gefragt. Denn wer in einer solchen Situation mit heftigem Bremsen oder hektischen Lenkbewegungen reagiert, kann leicht die Gewalt über das Fahrzeug verlieren, es schleudert unkontrolliert und kommt häufig von der Straße ab.

Unter Kontrolle halten lässt sich ein Auto bei einem plötzlichen Reifendruckverlust nur mit Nervenstärke und Besonnenheit. Also indem man versucht, das Steuer möglichst ruhig in Geradeausstellung zu halten und den Wagen, wenn er stabil in der Spur bleibt, vorsichtig an den Fahrbahnrand zu lenken. Gerät das Fahrzeug jedoch ins Schleudern, sollte man vorsichtig gegenlenken, also in die andere Richtung als das Auto selbst “will”. Dabei ist Fingerspitzengefühl gefordert, weil schon ein wenig zu viel Lenkradeinschlag den Wagen in noch heftigere und nur noch schwer kontrollierbare Schleuderbewegungen versetzen kann.

Ganz wichtig dabei: Bloß kein wildes Kurbeln, wie es oft in Action-Filmen gezeigt wird! Fängt sich das Auto wieder, kann man zart bremsen. Wenn das Auto jedoch richtig ins Schleudern gerät, empfehlen Experten als Ultima Ratio, “voll in die Eisen zu steigen”.

Laut ADAC erleben Autofahrer im Schnitt alle zehn Jahre eine Reifenpanne. Als häufigste Ursache gilt ein zu niedriger Druck. Als wichtigste Präventionsmaßnahme gegen Reifenpannen raten Experten deshalb auch dringend zu regelmäßigen Kontrollen, und zwar alle 14 Tage.

Rudolf Huber / glp

Seniorin verliert auf Parkplatz Kontrolle über ihr Auto – Zeugen gesucht

Nachdem eine 87-jährige VW-Lenkerin am Donnerstag gegen 11:35 Uhr auf dem Parkplatz des “Breuninger Land” in der Heinkelstraße in Ludwigsburg die Kontrolle über ihr Fahrzeug verloren hatte, sucht die Polizei weitere Zeugen des Vorfalls.

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Dem bisherigen Ermittlungsstand nach fuhr die Seniorin mit ihrem schwarzen VW-Polo mit Ludwigsburger Kennzeichen (LB) auf den Parkplatz “P4i” des Einkaufszentrums auf und suchte dort einen Stellplatz. Die 87-Jährige beschleunigte dann unvermittelt ihren Pkw, fuhr quer über mehrere Stellplätze und kollidierte mit einem ordnungsgemäß abgestellten BMW. Im weiteren Verlauf stieß ihr VW dann noch gegen mehrere Bordsteine, wobei die Reifen beschädigt wurden. Vermutlich aufgrund der ganzen Beschädigungen am Wagen und der überhöhten Geschwindigkeit verlor die 87-Jährige dann die Kontrolle über den VW und landete nach einer Rechtskurve in einem Grünstreifen. Dabei überfuhr sie noch ein Metallschild und prallte final gegen einen etwa 300 Kilogramm schweren Begrenzungsstein, der durch die Wucht der Kollision etwa sechs Meter versetzt wurde. Die 87-Jährige konnte sich an den Unfallhergang nicht mehr erinnern und wurde leicht verletzt. Ein Rettungswagen versorgte sie vor Ort. Der BMW befand sich zum Zeitpunkt der Unfallaufnahme nicht mehr vor Ort. Dieser müsste nach Zeugenaussagen im Bereich des vorderen linken Kotflügels beschädigt sein.

Es soll sich um einen BMW mit Ludwigsburger Kennzeichen und einem hellen Lack gehandelt haben. Der VW der Seniorin war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Die bisher bekannten Sachschäden wurden auf etwa 8.500 Euro geschätzt. Zeugen können sich unter Tel. 07141 18 5353 an das Polizeirevier Ludwigsburg wenden.

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg