Rollerfahrer schwer verletzt; Auseinandersetzung in Asylunterkunft; und weitere Meldungen aus dem Landkreis

Ingersheim: Rollerfahrer bei Unfall schwer verletzt

Ein schwer verletzter Rollerfahrer und ein Sachschaden von rund 9.500 Euro sind die Bilanz eines Unfalls, der sich am Dienstag gegen 13.40 Uhr in der Pleidelsheimer Straße in Ingersheim ereignete. Ein 53-jähriger Ford-Fahrer der aus Richtung Pleidelsheim kam, hielt zunächst auf Höhe der Kreuzung mit dem Baumwasenweg an, um einem PKW-Lenker die Ausfahrt von einem Grundstück zu ermöglichen. Als der 53-Jährige schließlich wieder anfuhr und nach links in den Baumwasenweg abbiegen wollte, übersah er mutmaßlich einen gleichaltrigen Rollerlenker, der ihm entgegen kam. Die beiden Fahrzeuglenker stießen zusammen und der 53 Jahre alte Rollerfahrer wurde schwer verletzt. Er musste durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht werden. Sein Honda-Roller wie auch der Ford waren aufgrund des Unfalls nicht mehr fahrbereit. Während der Unfallaufnahme war die Pleidelsheimer Straße in Richtung Pleidelsheim bis gegen 15.20 Uhr gesperrt.

Bönnigheim: Unfallflucht

Das Polizeirevier Bietigheim-Bissingen, Tel. 07142/405-0, sucht Zeugen, die am Dienstag zwischen 11.00 Uhr und 12.30 Uhr in der Kirchstraße in Bönnigheim eine Unfallflucht beobachtet haben. Vermutlich beim Ein- oder Ausparken prallte ein noch unbekannter Fahrzeuglenker gegen die Front eines Mercedes, der in der Kirchstraße auf einem Parkplatz gegenüber einer Bäckerei abgestellt worden war. Ohne sich um den entstandene Sachschaden in Höhe von rund 1.000 Euro zu kümmern, setzte der Unbekannte seine Fahrt anschließend fort. Am Mercedes konnten Spuren festgestellt werden, die auf ein silbernes Verursacherfahrzeug hindeuten.

Asperg: BMW beschädigt – Verursacher geflüchtet

Nach einer Unfallflucht, die zwischen Montag 18:00 Uhr und Dienstag 07:00 Uhr in Asperg begangen wurde, sucht die Polizei nach Zeugen. Ein BMW, der in der Filsstraße abgestellt war, wurde vermutlich beim Vorbeifahren durch einen noch unbekannten Fahrzeuglenker beschädigt. Hierbei entstand an der Fahrerseite des BMW ein Streifschaden von rund 2.000 Euro. Ohne sich im Anschluss um den angerichteten Sachschaden zu kümmern, suchte der Verursacher das Weite. Zeugen, die sachdienliche Hinweise zum Unfallgeschehen geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeirevier Kornwestheim unter der Tel. 07154 1313-0 in Verbindung zu setzen.

Ditzingen: Autofahrt endet an Baum

Vermutlich aufgrund eines gesundheitlichen Problems ereignete sich am Dienstag gegen 09:10 Uhr auf der Kreisstraße 1688 ein Unfall. Ein 79 Jahre alter Opel-Lenker kam aus Richtung Eberdingen und war auf der K 1688 in Richtung der Landesstraße 1177 (Weissach/Heimerdingen) unterwegs. Infolge des Gesundheitsproblems kam der 79-jährige Autofahrer in einer leichten Linkskurve nach rechts von der Fahrbahn ab. Dort prallte der Opel im weiteren Verlauf gegen einen Baum, wurde von dort abgewiesen und blieb letztendlich auf einer steil abfallenden Böschung stehen. Der 79-jährige Fahrer erlitt durch den Unfall leichte Verletzungen und musste durch den hinzugezogenen Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht werden. Der Opel, an dem ein Sachschaden von rund 10.000 Euro entstand, war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Zur Bergung des Fahrzeugs musste ein Kranwagen angefordert werden. Für die Dauer der Bergungsmaßnahmen war die K 1688 für etwa 20 Minuten voll gesperrt. Hierdurch bildete sich ein geringer Rückstau.

Oberstenfeld: Auseinandersetzung in Asylunterkunft

Am Dienstag gegen 21:55 Uhr kam es in einer Asylunterkunft in der Straße “In den Schafwiesen” in Oberstenfeld zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Bewohnern. Nach bisherigen Erkenntnissen soll ein 29 Jahre alter Mann von einem gleichaltrigen Mitbewohner Geld gefordert haben. Dieser Forderung verleiht er Nachdruck, indem er mit einem Ventilator auf sein Opfer zuging. Mit dem Fuß des Ventilators soll er schließlich in das Gesicht des Mitbewohners geschlagen haben. Nachdem die Geldforderung verneint wurde, schlug der Angreifer mutmaßlich mit einem Besenstiel auf den Hinterkopf des Geschädigten. Die alarmierte Polizei, darunter Beamte des Polizeipräsidiums Ludwigsburg und des Polizeipräsidiums Heilbronn, konnten schließlich vor Ort den Querulanten auf dem Gelände der Asylunterkunft antreffen und vorläufig festnehmen. Da der 29-jährige Angreifer, vermutlich unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen stand, wurde sein Zimmer in der Unterkunft durchsucht. Hierbei wurde der Rest eines Joints aufgefunden und sichergestellt. Im weiteren Verlauf hatte sich der 29-Jährige weiterhin aggressiv verhalten, woraufhin er die Nacht in der Gewahrsamseinrichtung des Polizeireviers Marbach verbringen musste. Das gleichaltrige Opfer, das durch den Angriff leicht verletzt wurde, wurde an der Örtlichkeit durch einen Arzt angeschaut. Es stellte sich jedoch heraus, dass eine medizinische Behandlung nicht notwendig war.

Quelle: Polizei Ludwigsburg

Die Angst vor dem Facharzt

Fachärzte sind in der Corona-Krise offenbar nicht gefragt. Viele Patienten verzichten aus Angst vor einer Infektion mit dem Virus auf einen Besuch oder sagen bereits vereinbarte Termine ab. In einer bundesweiten Umfrage des NDR äußerten Vertreter von Berufsverbänden, Kassenärztlichen und Kassenzahnärztlichen Vereinigungen jetzt die Sorge, der Ausfall von Terminen könne zu lebensbedrohlichen Verschlechterungen der Gesundheit der Patienten geführt haben.

Kardiologen und Onkologen melden für ihre Patienten, die in der Regel zu einer Risikogruppe gehören, Rückgänge der Termine zwischen 30 und 50 Prozent. Zahnärzte verzeichnen sogar ein Minus von bis zu 80 Prozent. Bei vielen Termin-Servicestellen der Kassenärztlichen Vereinigungen nahmen die Anfragen laut der NDR-Umfrage um bis zu 50 Prozent ab.

Besonders stark war der Rückgang Mitte März 2020 bis Anfang Mai, als viele den Gang zum Arzt aus Sorge über eine Corona-Infektion mieden. Alle Vereinigungen wiesen darauf hin, dass es sich bei den Zahlen nur um Schätzungen handele, bis das laufende Quartal abgerechnet sei. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) befürchtet, dass sich Krankheiten durch den Ausfall von Terminen verschlimmert haben könnten.

Die Kardiologin Kristina Brinkmann aus Hamburg erzählt, dass ihre Praxis etwa 30 Prozent weniger Patienten als im gleichen Zeitraum des Vorjahres gehabt habe. Oft seien sie einfach nicht erschienen – wie zum Beispiel ein junger Mann, der sich vor dem Lockdown mit Herzbeschwerden vorgestellt hatte, seinen Folgetermin aber nicht wahrnahm.

Ralf Loweg