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Schlappe für Deutsche Bank: Wenn das Basiskonto zu teuer ist

Seit vier Jahren sind alle Banken gesetzlich dazu verpflichtet, jedem zumindest ein sogenanntes Basiskonto anzubieten. Damit sollen auch sozial schwache Menschen, etwa Obdachlose oder Sozialhilfeempfänger, die Möglichkeit haben, Bankgeschäfte zu tätigen. Die Gebühren für ein solches Basiskonto müssen laut Gesetz “angemessen” sein.

Nach dem Urteil des BGH muss dabei immer berücksichtigt werden, dass ein Basiskonto für einkommensschwache Verbraucher gedacht ist. Dies dürfe nicht durch zu hohe Gebühren unterlaufen werden, berichtet “tagesschau.de”. Und deshalb darf eine Bank den Mehraufwand für die Kontoführung nicht ausschließlich auf die Inhaber der Basiskonten abwälzen.

Im konkreten Fall hatten Verbraucherschützer die Deutsche Bank verklagt und Recht bekommen. Die Deutsche Bank verlangt für ein Basiskonto bisher 8,99 Euro im Monat. Für das Einlösen von Schecks in einer Filiale oder das Einrichten eines Dauerauftrags bei einem Bankmitarbeiter müssen die Kunden nochmal jeweils 1,50 Euro zahlen. Solche Gebühren seien unangemessen hoch, so der BGH. Die Deutsche Bank muss nun ihr Basiskonto günstiger anbieten.

Ralf Loweg

Hacker-Angriff auf Promi-Twitter-Konten

Unbekannte Hacker haben sich Zugriff auf Twitter-Konten von amerikanischen Prominenten, wie beispielsweise Ex US-Präsident Barack Obama, verschafft, um dubiose Bitcoin-Deals anzubieten. Über die Accounts der Betroffenen wurden gefälschte Tweets abgesetzt, die umgerechnet fast 2.000 Euro versprachen, die an eine bestimmte Bitcoin-Adresse geschickt würden.

Der Kurznachrichtendienst erklärte, man untersuche den Vorfall. Der Gründer und Chef des Unternehmens, Jack Dorsey, versprach Aufklärung. Sobald die Firma “ein besseres Verständnis” von dem habe, was passiert sei, werde man die Öffentlichkeit so ausführlich wie möglich darüber informieren, erklärte Dorsey über Twitter. “Wir alle bedauern, dass dies passiert ist”, schrieb er. “Ein harter Tag für uns bei Twitter.”

Die Bundespolizei FBI gab an, über die Sicherheitslücke bei Twitter informiert zu sein, lehnte einen weiteren Kommentar jedoch ab. Es gibt keine Belege, dass die Inhaber dieser Konten selbst ins Visier geraten sind. Vielmehr sollten deren Follower dazu verleitet werden, Geld an die anonyme Bitcoin-Adresse zu schicken, berichtet “tagesschau.de”.

Ralf Loweg