Schuldenfalle Handy-Vertrag

Ein alarmierender Anstieg: In den letzten fünf Jahren haben sich die Verbraucherschulden bei Telekommunikations-Unternehmen um gut 41 Prozent erhöht. 2015 lag die durchschnittliche Schuldenhöhe laut Statistischem Bundesamt bei 811 Euro, 2019 waren es bereits 1.144 Euro. Im selben Zeitraum stieg der durchschnittliche Preis eines in Deutschland verkauften Smartphones laut Bitkom Research von 395 Euro auf 519 Euro.

Die höchsten einschlägigen Schulden haben Verbraucher zwischen 20 und 35 Jahren, diese Altersgruppe hat auch am häufigsten Schuldnerberatungen konsultiert. Ein Hauptgrund ist die weitverbreitete Möglichkeit, ein neues Smartphone über höhere Monatsgebühren für den Mobilfunkvertrag abzuzahlen. Sie erweist sich nämlich insbesondere für junge, unerfahrene Verbraucher häufig als problematisch, so die Experten von Verivox.

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„In dieser Altersgruppe beobachten wir eine besonders hohe Affinität zu Smartphone-Topmodellen, die im Schnitt deutlich über 900 Euro kosten“, sagt Jens-Uwe Theumer, Vice President Telecommunications bei Verivox. „Um den Einmalpreis eines Geräts so niedrig wie möglich zu halten, binden sich viele Kunden an hochpreisige Laufzeittarife.“

Und diese Smartphones produzieren sogar dann noch Kosten, wenn sie längst abbezahlt sind: Die Kostenfalle tut nach Ablauf von zwei Jahren auf, wenn ein sogenannter Bundle-Vertrag mit finanziertem Smartphone unverändert weiterläuft. Denn die monatliche Grundgebühr sinkt nach 24 Monaten nicht, obwohl das Gerät dann abgelöst ist.

„Die Mobilfunkprovider sehen die Zusatzkosten nicht als Abzahlung des Smartphones, sondern als Vertragsbestandteil“, sagt Theumer. „Kunden sollten vor Ablauf der zwei Jahre kündigen – sonst zahlen sie bis zu 20 Euro im Monat zusätzlich, ohne eine Gegenleistung dafür zu erhalten.“

Rudolf Huber / glp

Medizinische Masken in Bus und Bahnen werden ab Montag Pflicht

Die neue Corona-Verordnung des Landes sieht eine Tragepflicht von medizinischen Masken (FFP2- oder OP-Masken) im öffentlichen Personennahverkehr und beim Einkaufen vor. Ab Montag, 25. Januar, 0 Uhr, gilt in allen Bahnhöfen und Haltestellen im gesamten VVS die neue Regelung. Stoffmasken, Kinnvisiere, Schals, Buffs und ähnliches sind damit während der Fahrt und beim Warten nicht mehr erlaubt. Medizinische Masken filtern Viren und haben deshalb haben eine höhere Schutzwirkung als Alltagsmasken sowohl für den Träger selbst und auch für andere. Dies ist gerade vor dem Hintergrund möglicher besonders ansteckender Mutationen des Virus entscheidend.

VVS, S-Bahn, SSB und die regionalen Busunternehmen werden Fahrgäste über ihre Medien, in der Dynamischen Fahrgastinformation (DFI) und mit Durchsagen auf die Pflicht hinweisen.

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Die Bahnen und Busse im VVS fahren weiterhin in vollem Umfang (nur mit geringen Einschränkungen im Nacht- und Schülerverkehr). Damit können wichtige Wege zum Einkaufen, zum Arzt oder zur Apotheke auch weiterhin mit Öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt werden. Auch Fahrgäste in systemrelevanten Berufen sowie Pendler können sich damit auf Bus und Bahn verlassen. S- Bahnen und viele Stadtbahnen werden viel weniger genutzt als früher, vor allem auch weil keine Schüler fahren. Teilweise sind Bahnen und Busse nur noch zu einem Drittel besetzt. Dadurch haben Fahrgäste sehr viel Platz in den Fahrzeugen und können weitgehend den Abstand untereinander einhalten.

red