So sehen die aktuellen Corona-Zahlen für Deutschland aus

Die Gesundheitsämter meldeten am Mittwoch dem Robert-Koch-Institut binnen 24 Stunden insgesamt 9.677 Corona-Neuinfektionen. Außerdem wurden innerhalb eines Tages weitere 298 Menschen, die im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben sind verzeichnet. Im Vergleich zum vergangenen Mittwoch ist die Zahl damit um mehr als 7.300 gesunken. Vor genau einer Woche waren 17.051 Neuinfektionen und 249 Todesfälle registriert worden. Gestern waren es 6.885 Fälle. (Stand: 07.04.)

Anm.: Rund um die Osterfeiertage sind die Infektionszahlen weniger aussagekräftig, da weniger Tests durchgeführt und gemeldet werden.

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Der Höchstwert von 1.244 neuen gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden – darin waren jedoch 3.500 Nachmeldungen enthalten.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) sinkt laut RKI auf 110,1 (Vortag: 123). In der Vorwoche am Mittwoch lag der Wert bei 132. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

Insgesamt haben sich seit Beginn der Corona-Krise laut RKI mindestens 2.910.445 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 77.401. Das sind 298 mehr als am Vortag. Rund 2.614.500 (+17.400) Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. (Stand: 07.04.)

 

red

Russischer Impfstoff auch für Deutschland

Die Impfkampagne in Deutschland nimmt nach einem Stotterstart immer mehr an Fahrt auf. So sei geplant, dass 30 Millionen Dosen des russischen Impfstoffs Sputnik V erworben werden. Das sagte der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU).

„Wir wollen dreimal zehn Millionen Dosen – im Juni, Juli und im August – Sputnik V kaufen“, sagte Kretschmer nach einem Gespräch mit dem russischen Gesundheitsminister Michail Muraschko in Moskau. Voraussetzung sei die Zulassung durch die EU-Arzneimittelbehörde EMA.

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Die EMA-Zulassung bilde die nötige Vertrauensbasis. Es wäre ein großer Erfolg, wenn die Zulassung im Mai erfolgen würde, so Kretschmer. Derzeit befinde sich eine EMA-Delegation in Moskau. Man wolle gemeinsam diese Zulassung erreichen, habe der russische Gesundheitsminister versichert. „Der Minister ist guter Dinge, wir auch.“

Kretschmer geht davon aus, dass der russische Impfstoff in Sachsen eine große Zustimmung genießen wird. Sollte die Lieferung klappen, würde das Bundesland nach dem Verteilschlüssel der Bundesländer in den drei Monaten jeweils 500.000 Dosen bekommen. „Wir werden sehen, ob die Zustimmung überall so hoch ist wie in Sachsen und den neuen Ländern für den Impfstoff – vielleicht kriegen wir dann auch mehr“, sagte Kretschmer.

Kretschmer selbst will sich mit dem Vakzin von AstraZeneca impfen lassen. Er wolle ganz bewusst zeigen, dass dieser Impfstoff sicher sei, erklärte er.

Ralf Loweg / glp