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Sommerferien: Mega-Staus bleiben aus

Auf der Reise in den Urlaub bleiben deutschen Autofahrern im Sommer 2020 Mega-Staus weitgehend erspart. Dennoch sollten sich Reisende, die nun in den Urlaub starten oder bereits die Rückreise antreten, auf etwas verlängerte Fahrzeiten einstellen. In Baden-Württemberg beginnen erst jetzt die Ferien, Bayern startet in die zweite Ferienwoche. In Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Berlin, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und anderen nordeuropäischen Ländern enden in Kürze die Sommerferien.

Insgesamt ergibt sich aus ADAC-Analysen die Erwartung, dass der private Reiseverkehr auf den Fernstraßen wegen der Corona-Krise weiterhin deutlich unter dem Niveau des Vorjahres bleiben wird. An den vergangenen Ferienwochenenden lag das Verkehrsaufkommen bis zu 20 Prozent unter den vergleichbaren Tagen der Vorjahre, heißt es beim Automobilclub.

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Weil viele Deutsche Urlaub in der Heimat machen, rechnet der ADAC jedoch mit einer deutlichen Stauzunahme auf den Zufahrten der Erholungsgebiete. Besonders bei schönem Wetter wälzen sich die Autoschlangen durch kleine Orte. Wegen Überfüllung können die Behörden Zufahrtssperren erlassen.

Die Fahrt durchs Ausland wird störungsfreier verlaufen als in den Vorjahren. Denn deutlich weniger Urlauber besuchen 2020 Ziele im Ausland. Trotzdem herrscht auf den klassischen Urlauberrouten zu den italienischen, kroatischen und französischen Küsten nicht immer freie Fahrt.

Ralf Loweg

Immer mehr Menschen können sich keine Krankenversicherung leisten

Die Zahl der Menschen ohne Krankenversicherung ist in Deutschland in den vergangenen fünf Jahren deutlich gestiegen. 2019 hatten 143.000 Menschen keine Krankenversicherung, 2015 waren es noch rund 79.000. Das geht aus Daten hervor, die das Statistische Bundesamt veröffentlicht hat. In den alten Bundesländern waren es zuletzt 117.000, in den neuen Ländern 26.000 Betroffene. 78,94 Millionen Krankenversicherte gab es demnach 2019, berichtet “tagesschau.de” und die “Saarbrücker Zeitung’ in ihrer Freitagsausgabe.

Die AOK verbuchte im ersten Halbjahr 2020 einen Überschuss. Einem Bericht des “RedaktionsNetzwerks Deutschland” (RND) zufolge erzielten die AOK-Kassen bis Ende Juni ein Plus von 320 Millionen Euro, nach einem Defizit von 435 Millionen im ersten Quartal. Ursache sei ein bisher noch nie dagewesener Einbruch bei der Inanspruchnahme von medizinischen Leistungen nach Beginn der Pandemie.

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So seien im Frühjahr 2020 praktisch alle planbaren Operationen verschoben worden, um Intensivbetten für Corona-Patienten frei zu halten. Aus Angst vor einer Ansteckung hätten zudem viele Versicherte den Arzt-Besuch vermieden. Die Daten der anderen gesetzlichen Kassen fehlen noch. Im Mai hatten die Krankenkassen noch wegen der Corona-Krise mehr Ausgaben und weniger Einnahmen durch Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit erwartet.

Ralf Loweg / wid