Stadt Ludwigsburg übergibt Notebooks und Tablets für Online-Unterricht an Schulen

Aktuell können aufgrund der Corona-Pandemie nicht alle Schülerinnen und Schüler am Präsenzunterricht teilnehmen und sind auf Online-Unterrichtsangebote der Schulen angewiesen. Während der Schulschließungen im Frühjahr standen nicht allen Schülerinnen und Schülern ein Notebook oder ein Tablet für das digitale Fernlernen zur Verfügung.

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Mit Geldern des so genannten Sofortausstattungsprogramms von Bund und Ländern hat die Stadtverwaltung Ludwigsburg deshalb rund 1.200 Tablets und 220 Notebooks beschafft. Diese werden an Schülerinnen und Schüler ohne digitale Endgeräte verliehen.

Die Verteilung an die Schulen hat jetzt begonnen. Als eine der ersten Schulen erhielt die Elly-Heuss-Knapp-Realschule die Leihgeräte. Erster Bürgermeister Konrad Seigfried übergab sie an Heidrun Gross, Schulleiterin der Elly-Heuss-Knapp-Realschule.

„Mit den neuen Leihgeräten stärken wir die Bildungsgerechtigkeit und setzen unsere 2017 begonnene Digitalisierung der Ludwigsburger Schulen konsequent fort“, freut sich Konrad Seigfried. Und Heidrin Gross ergänzt: „Wir sind sehr dankbar, die Leihgeräte zu erhalten. Durch die neuen Geräte können wir unsere Schülerinnen und Schüler in der Pandemie noch besser unterstützen und die Medienbildung als Auftrag aus dem Bildungsplan stärker im Unterricht umsetzen.“

Die Schulleitungen wählen die Schülerinnen und Schüler aus, die die Leihgeräte erhalten. Die Schüler müssen einen Leihvertrag unterschreiben. Auf allen Notebooks ist ein Antivirenprogramm mit einem Jugendschutzfilter installiert. Die Tablets werden mithilfe von Jamf-School, einer bundesweit etablierten und vom Kreismedienzentrum empfohlene Mobile-Device- Management-Lösung, verwaltet. Mit Hilfe dieser Lösung können alle Geräte leicht mit den von den Schulen gewünschten Apps sowie mit einheitlichen Jugendschutzeinstellungen ausgestattet werden. Die Mobile-Device- Management-Lösung wird zentral von der Stadtverwaltung verwaltet. Zusätzlich schult die Stadt Lehrerinnen und Lehrer als Administratoren, damit die Schulen die Geräte an ihren Bedarf anpassen können.

Beim Sofortausstattungsprogramm werden vom Land Baden-Württemberg insgesamt 130 Millionen Euro an die Schulträger verteilt. Die Stadt Ludwigsburg hat rund 820.000 Euro erhalten.

red

Nächtliche Ausgangssperren und mehr: Diese verschärften Corona-Regeln gelten in Baden-Württemberg

Nächtliche Corona-Ausgangssperre in Baden-Württemberg: In Hotspots sollen die Menschen im Bundesland nachts das Haus nur noch aus bestimmten Gründen verlassen. Hunderttausende Menschen im Land könnten hiervon betroffen sein. Diese und weitere verschärfte Regeln hat die Landesregierung beschlossen.

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Bei einer 7-Tages-Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern müssen Kommunen unter anderem nächtliche Ausgangsbeschränkungen, ein Veranstaltungsverbot und das Schließen von Friseurbetrieben anordnen. Das teilte das Staatsministerium in Baden-Württemberg am Freitag mit. In sogenannten Corona-Hotspots dürfen die Menschen künftig nachts nur noch aus triftigen Gründen das Haus verlassen. Ausnahmen würden bspw. für medizinische Notfälle oder aus Arbeitsgründen gelten.

Und so sehen die genauen Maßnahmen aus:

Die Gesundheitsämter werden verpflichtet, regelmäßig ab einer 7-Tages-Inzidenz von 200/100.000 Einwohnern pro Woche und gleichzeitig diffusem Infektionsgeschehen, für die Stadt- und Landkreise im jeweiligen Stadt- beziehungsweise Landkreis nachfolgende Maßnahmen per Allgemeinverfügung zu regeln, sofern dieser Inzidenzwert mindestens in den letzten drei Tagen in Folge überschritten ist:

  • Im öffentlichen und privaten Raum dürfen sich nur noch Personen zweier Haushalte treffen, maximal jedoch 5 Personen. Kinder des jeweiligen Haushaltes bis einschließlich 14 Jahren sind hiervon ausgenommen. Verwandte in gerader Linie, Ehegatten, Lebenspartner oder Lebensgefährten in nicht ehelicher Lebensgemeinschaft, die nicht Teil dieser Haushalte sind, dürfen an den Ansammlungen und privaten Veranstaltungen nicht mehr teilnehmen.
  • Veranstaltungsverbot: Verboten werden alle Veranstaltungen, ausgenommen von Religions-, Glaubens- und Weltanschauungsgemeinschaften zur Religionsausübung (einschließlich Bestattungen, Urnenbeisetzungen und Totengebeten). Ebenfalls ausgenommen sind unter anderem auch die Teilnahme an Gerichtsterminen, Aussagen bei Polizei oder Staatsanwaltschaft, Sitzungen kommunaler Gremien sowie Wahlen und Abstimmungen. Das Verbot gilt ebenso nicht für Veranstaltungen, die für die Aufrechterhaltung des Arbeits-, Dienst- oder Geschäftsbetriebs, der öffentlichen Sicherheit und Ordnung oder der sozialen Fürsorge zwingend erforderlich sind und nicht aufgeschoben werden können.
  • Das Verlassen der Wohnung zwischen 21 und 5 Uhr ist nur aus triftigen Gründen erlaubt; Triftige Gründe sind insbesondere
    • die Ausübung beruflicher Tätigkeiten, einschließlich der Teilnahme Ehrenamtlicher an Einsätzen von Feuerwehr, Katastrophenschutz und Rettungsdienst,
    • die Inanspruchnahme medizinischer, therapeutischer und veterinärmedizinischer Versorgungsleistungen,
    • die Begleitung von unterstützungsbedürftigen Personen und Minderjährigen,
    • die Begleitung Sterbender und von Personen in akut lebensbedrohlichen Zuständen und
    • Handlungen zur Versorgung von Tieren.
  • Eine nicht-medizinische Alltagsmaske oder vergleichbare Mund-Nasen-Bedeckung muss auf Baustellen auch im Freien getragen werden, soweit der Abstand von 1,5 Metern zu anderen Personen nicht sicher eingehalten werden kann.
  • Friseurbetriebe sowie Barbershops und Sonnenstudios werden geschlossen.
  • Öffentliche und private Sportstätten, Schwimm-, Hallen-, Thermal-, Spaßbäder und sonstige Bäder werden abweichend von der Corona-Verordnung auch für den Schulsport, Studienbetrieb sowie Freizeit- und Individualsport geschlossen.
  • Medizinische Behandlungen (zum Beispiel Physio- oder Ergotherapie, Psychotherapie, Logopädie, Podologie, medizinische Fußpflege sowie Massagen) bleiben möglich, sofern medizinisch notwendig. Arztbesuche bleiben generell erlaubt; gegebenenfalls ist die Ärztin oder der Arzt vorab telefonisch zu kontaktieren.
  • Besuch in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen nur nach vorherigem negativem Antigentest oder mit FFP2-Atemschutzmaske bzw. vergleichbarem Standard.
  • Einzelhandel: Verbote von besonderen Verkaufsaktionen (zum Beispiel Räumungs- oder Schlussverkäufe, besondere Rabattaktionen), bei denen unter anderem aufgrund des Eventcharakters oder erwarteten zusätzlichen Publikumsverkehrs ein größerer Zustrom von Menschenmengen erwartet werden kann. Ebenfalls verboten sind Märkte, welche nicht der Deckung des täglichen Lebensbedarfs dienen (zum Beispiel Flohmärkte, Jahrmärkte).

red