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Deutschlandtakt für Bahnverkehr: Spürbare Verbesserungen für den Landkreis Ludwigsburg

Der Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Ludwigsburg, Steffen Bilger (CDU), hat sich anlässlich des heute vorgestellten „Masterplans Schienenverkehr“ erfreut über die konkreten Auswirkungen für die Region  Stuttgart und den Landkreis Ludwigsburg gezeigt: „Mit dem sogenannten Deutschlandtakt wird der Bahnverkehr im ganzen Bundesgebiet gestärkt, besser vertaktet, aber auch zuverlässiger und noch klimafreundlicher. Neben diesen Aspekten überzeugen natürlich aber auch die regionalen Auswirkungen für den Bahnknoten rund um Stuttgart, welche auch für die Mobilität im Landkreis Ludwigsburg spürbare Verbesserungen bedeuten.“

Die Unterzeichnung des „Schienenpaktes“ durch die Bundesregierung und Vertreter der Bahnwirtschaft erfolgte am Dienstag (30.06.) in Berlin. Der Bahnverkehr soll schrittweise auf einen bundesweiten Taktfahrplan umgestellt werden. Ziel ist ein im gesamten Land aufeinander abgestimmter Zugfahrplan, der den Bahnverkehr planbarer, verlässlicher und damit – etwa durch bequemere Umstiegsmöglichkeiten in Bahnhöfen – auch attraktiver für die Fahrgäste machen soll. Auf den großen Hauptverkehrsadern soll dabei ein 30-Minuten-Takt eingeführt werden. Der Deutschland-Takt wurde bereits im Koalitionsvertrag vereinbart.

Aus Sicht des Bundestagsabgeordneten und Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesverkehrsministerium bringt dieser nun vereinbarte „Deutschlandtakt“ aber auch ganz konkrete Vorteile für die Region Stuttgart: „In den vergangenen beiden Jahren konnten wesentliche Verbesserungen rund um Stuttgart 21 erreicht werden. Durch die sogenannte Große Wendlinger Kurve wird der Zulauf Richtung Stuttgart bei Wendlingen optimiert. Durch den Zuschlag für Stuttgart als bundesweites Modellprojekt für die Realisierung eines digitalen Bahnknotens mit modernster Leit- und Signaltechnik wird die Kapazität erhöht. Nun kommen weitere Verbesserungen durch den Deutschlandtakt hinzu. So stärken wir die Schiene in unserer Region massiv. Ich freue mich außerordentlich über diese gute Entwicklung“, so Steffen Bilger weiter.

Mit dem Deutschlandtakt kommt eine neue Anbindung der Gäubahn (Zürich-Stuttgart) an den Landesflughafen über einen zwölf Kilometer langen Tunnel hinzu. Zudem wird in eine Fahrzeitbeschleunigung beim Nordzulauf der Schnellbahnstrecke von Mannheim über Feuerbach investiert.

„All diese Maßnahmen und Investitionen werden nicht nur den Stuttgarter Bahnhof stärken, sondern auch den Landkreis Ludwigsburg und dessen Anbindung in alle Richtungen immens verbessern. Mit dem Deutschlandtakt wird die Attraktivität des Bahnfahrens auch hier vor Ort noch weiter steigen, gleichzeitig ist diese ideale Anbindung des Bahnknotens Stuttgart aber auch ein großer Vorteil für alle Pendler und ein wesentlicher Standortfaktor für unsere Unternehmen und Kommunen im Kreis Ludwigsburg.“, so Bilger abschließend.

red

Fachkräftemangel wird zur Gefahr für Baubranche im Kreis Ludwigsburg

Handwerker gesucht: Der Mangel an Fachkräften könnte für Baufirmen im Landkreis Ludwigsburg in den nächsten Jahren zu einem ernsten Problem werden. Davor warnt die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) und verweist auf eine Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Danach gibt es in den Bauberufen immer größere Schwierigkeiten, Personal für offene Stellen zu finden. Laut der Gewerkschaft blieben im vergangenen Jahr im Kreis Ludwigsburg 73 Stellen in der Branche länger als 90 Tage unbesetzt. 2017 waren es 57 Stellen.

„Ob es um den Bau von Wohnungen und Straßen oder die Sanierung von Brücken geht – viele Firmen arbeiten wegen der anziehenden Nachfrage längst am Limit. Und das sogar in Zeiten von Corona. Um die Aufträge zu bewältigen, müssen sie jetzt in die Fachleute von morgen investieren“, sagt Mike Paul, Bezirksvorsitzender der IG BAU Stuttgart. Die Branche müsse jedoch deutlich attraktiver werden. Das fange bei einer besseren Bezahlung an, so Paul. In der laufenden Tarifrunde für das Bauhauptgewerbe fordert die Gewerkschaft ein kräftiges Lohn-Plus. Außerdem soll die lange, bislang meist unbezahlte Fahrerei zur Baustelle entschädigt werden.

„Aktuell erleben wir einen regelrechten Facharbeiter-Schwund. Drei Jahre nach der Ausbildung haben im Schnitt zwei von drei Bauarbeitern ihre Branche verlassen. Der Trend muss unbedingt gestoppt werden“, betont Paul. Neben höheren Löhnen und besseren Arbeitsbedingungen komme es dabei auch auf ein gesundes Betriebsklima an. Beschäftigte vermissten häufig Respekt und Anerkennung für ihre Leistung. „Kein Wunder, dass sich da mancher nach einem anderen Beruf umschaut“, so Paul.

Wie sehr der Fachkräftebedarf in Zukunft anwachsen könnte, zeigt eine Studie der Sozialkassen des Baugewerbes (SOKA-BAU). Danach dürften in den nächsten zehn Jahren bundesweit 150.000 Bau-Beschäftigte in Rente gehen. Das ist jeder sechste Arbeitnehmer in der Branche.

red