„Landkreisfeschd“ und “Marktplatzfest”: Ludwigsburg hat am Wochenende viel zu feiern

Ludwigsburg – An diesem Wochenende können die Menschen in Ludwigsburg durchfeiern. Die Stadt und das Landratsamt sind die beiden großen Partymacher, die Freitag, Samstag und Sonntag eine Menge Besucher und Verkehr anlocken dürften. Auch das Blühende Barock rechnet mit einem ersten Ansturm auf die Sandkunst-Ausstellung. In dieser Woche haben die Künstlerinnen und Künstler ihre sandigen Werke vollendet, die noch bis zum 20. August im Nordteil des Parks zu sehen sein werden. Während Besucher dafür Eintritt zahlen, ist der Zutritt zum „Landkreisfeschd“ und Marktplatfest, die eigentlichen Events an diesem Wochenende, umsonst.

Los geht es am Freitagabend am Sitz der Kreisverwaltung in der Hindenburgstraße. Dort spielen zum Auftakt des „Landkreisfeschd“ keine schwäbischen Musikanten, wie der Veranstaltungsname vermuten lassen könnte, sondern die Kölner Karnevalsband Die Höhner („Viva Colonia“). Das Konzert mit Rheinflair und freiem Eintritt findet auf dem Gelände des Gesundheitsamtes in der Hindenburgstraße 20 statt. Laut Internetseite der Kreisverwaltung sind wenige Stunde vor dem Gig „noch ausreichend Karten für das Konzert vorhanden!“. Samstag und Sonntag geht es auf dem weitläufigen Gelände der Kreisverwaltung unter dem Motto „Landratsamt BACKSTAGE“ weiter.

Anlass ist das 50jährige Bestehen des Landkreises Ludwigsburg in seiner heutigen Form. Es soll für die Kreisbewohner die Möglichkeit sein, die Aufgaben der Kreisverwaltung kennenzulernen. Am Samstag startet das Bühnenprogramm um zehn Uhr mit einem Blaulichtgottesdienst mit dem Blaulicht-Posaunenchor und Kreisspielmannszug, der im Anschluss für die musikalische Unterhaltung sorgt. Im Innenhof des Gesundheitsamtes zeigen die Blaulichtorganisationen um 11.30 Uhr eine Schauübung mit historischen Fahrzeugen. Am Sonntag geht es ab elf Uhr mit Zumba- und Line Dance-Kursen der Schiller-Volkshochschule los – mitmachen ist ausdrücklich erwünscht. Direkt im Anschluss erklingt englische und israelische Musik, gespielt von „The Clore Modern Quintet“ aus dem Oberen Galiläa, einer Partnerregion des Landkreises Ludwigsburg.

Auch das Marktplatzfest am Samstag in Ludwigsburg hat internationales Flair. Um 14.30 Uhr eröffnet der „Multi Kulti Paritätsverein“ das offizielle Programm. Die eigentliche Eröffnung ist um 17 Uhr mit Oberbürgermeister Matthias Knecht. Um Mitternacht ist in der Innenstadt Schicht. So lange präsentieren sich rund 50 Ludwigsburger Vereine „in einem bunten und multikulturellen Rahmen und verwöhnen ihre Gäste mit kulinarischen Spezialitäten“, wie es in der Ankündigung heißt.

Wer es ruhiger mag, geht zu den Ludwigsburger Schlossfestspielen: Am Freitag spielt um 18 Uhr die Band BRTHR auf dem Marktplatz (kostenfrei). Die zweiköpfige Band war bereits 2022 Teil der Frei Luft Musik. Philipp Eissler und Joscha Brettschneider verbinden Soul, Folk und Reggae und strahlen mit ihren Songs eine unvergleichliche Ruhe und Wärme aus. Am Samstag erwartet Kulturinteressierte um 20 Uhr im Forum am Schlosspark ein multimediales Sinfoniekonzert mit Barbara Hannigan, welche schon 2021 bei den Schlossfestspielen begeisterte. Sie ist Sopranistin und Dirigentin zugleich und bringt mit dem Orchester der Schlossfestspiele eine fesselnde Inszenierung von Francis Poulencs lyrischer Tragödie »La Voix Humaine« auf die Bühne. Eintrittskarten gibt es noch.

red

Dunja Hayali kommt nach Kornwestheim

Kornwestheim erwartet am Freitagabend, dem 23. Juni 2023, ab 19:00 Uhr im Kultur- und Kongresszentrum Das K ein ganz besonderes Event. Die deutschlandweit bekannte Journalistin und Moderatorin Dunja Hayali wird im Rahmen einer Veranstaltung der Schiller-Volkshochschule Landkreis Ludwigsburg über das Thema “Wie wollen wir zusammen leben?” sprechen.

In einer Welt, die sich zunehmend polarisiert, beobachten wir Entwicklungen, die durch die Pandemie und wachsenden Nationalismus geprägt sind. Doch was trennt uns wirklich und was verbindet uns? Wie können wir diese Entwicklungen besser verstehen? Und vor allem, wie können wir gemeinsam als Gesellschaft widerstandsfähiger gegen Ungerechtigkeit und Fehlentwicklungen werden und mehr Verantwortung für ein gutes Miteinander übernehmen? Diese und viele weitere Fragen wirft die Moderatorin Dunja Hayali auf und gibt Einblicke in ihre ganz persönlichen Antworten.

Dunja Hayalis Karriere verlief bislang rasant und sie ist nicht nur im Fernsehstudio, sondern auch außerhalb davon eine wahre Energiebombe. Ob Bungee-Jumping, Fallschirmfliegen oder Surfen – ihre Begeisterung für Sport und Abenteuer ist ansteckend. Dies ist einer der Gründe, warum Dunja Hayali heute zu den bekanntesten deutschen Fernsehgesichtern zählt. Sie ist als Moderatorin beim ZDF-Morgenmagazin und zuletzt auch beim Aktuellen Sportstudio zu sehen.

Tickets für die Veranstaltung können noch auf der Homepage der Schiller-Volkshochschule unter www.schiller-vhs.de mit der Kursnummer 23A040122 erworben werden.

red

Auf die Räder, fertig, los! Ludwigsburg nimmt an ‘Stadtradeln’ teil

Ludwigsburg beteiligt sich auch in diesem Jahr als teilnehmende Kommune des Landkreises an der Aktion “Stadtradeln”. Ziel dieser Initiative ist es, möglichst viele Menschen im Alltag für den Umstieg auf das Fahrrad zu gewinnen und dadurch einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Bürgerinnen und Bürger, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Vereinsmitglieder sowie Schülerinnen und Schüler sind herzlich eingeladen, sich dem Klima-Bündnis anzuschließen und während des Aktionszeitraums möglichst viele Rad-Kilometer zu sammeln. Die Anmeldung zur Teilnahme ist unter www.stadtradeln.de/ludwigsburg möglich.

Bereits seit 2008 treten Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker sowie engagierte Bürgerinnen und Bürger bei “Stadtradeln” in die Pedale. Die Aktion verfolgt das Ziel, den Fahrradverkehr im Alltag zu fördern und somit einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung klimaschädlicher Emissionen zu leisten. In Deutschland entstehen rund ein Fünftel der CO2-Emissionen durch den Verkehr, wobei der Innerortsverkehr allein für ein Viertel dieser Emissionen verantwortlich ist. Durch die vermehrte Nutzung des Fahrrads für Kurzstrecken bis zu einer Entfernung von sechs Kilometern könnten etwa 7,5 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden.

In diesem Jahr wird in Baden-Württemberg erstmals im Rahmen des Landesprogramms “MOVERS – Aktiv zur Schule” die Sonderkategorie “Schulradeln” eingeführt. Mit dieser Initiative werden gezielt Schülerinnen und Schüler zur Teilnahme am deutschlandweiten Radfahrwettbewerb aufgerufen.

Im vergangenen Jahr nahmen in Ludwigsburg insgesamt 1.964 Teilnehmende in 75 Teams am “Stadtradeln” teil. Gemeinsam legten sie eine beeindruckende Strecke von 395.577 Kilometern zurück und konnten damit zur Vermeidung von 61 Tonnen CO2 beitragen. Bürgermeister Sebastian Mannl zeigt sich stolz über das Engagement der Bürgerinnen und Bürger und betont: “Es erfüllt mich mit Stolz, dass bereits viele Menschen in Ludwigsburg regelmäßig das Fahrrad im Alltag nutzen. Unsere Stadt bietet hervorragende Bedingungen dafür. Mit der Aktion ‘Stadtradeln’ möchten wir auch diejenigen begeistern, die bislang noch nicht die Vorzüge dieses nachhaltigen Fortbewegungsmittels entdeckt haben.”

Den Teilnehmenden bietet sich bereits am ersten Wochenende des Aktionszeitraums eine besondere Gelegenheit, Kilometer für die Aktion zu sammeln. Am Sonntag, den 2. Juli, findet in Bietigheim-Bissingen der Fahrradaktionstag statt. Von 13 bis 18 Uhr können Besucherinnen und Besucher am Kronenplatz bis zum Enzpavillon an einer Vielzahl von Aktivitäten teilnehmen. Höhepunkte des Programms sind die Einweihung des Metter-Radwegs sowie ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit musikalischen Darbietungen und anderen Unterhaltungseinlagen. Des Weiteren stehen Fahrradcodierung und eine Fahrradwaschanlage zur Verfügung. Informationsstände rund um das Thema Fahrrad sowie ein bewachter Fahrradparkplatz komplettieren das Angebot. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt, dank eines gastronomischen Angebots. Zudem erhalten die ersten 100 registrierten Teilnehmenden von “Stadtradeln”, die sich am Stand des Landratsamtes Ludwigsburg einfinden, einen Verzehrgutschein. Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Interessierte unter www.bietigheim-bissingen.de.

“Stadtradeln” ist eine internationale Kampagne des Klima-Bündnisses, das sich seit 30 Jahren gemeinsam mit seinen Mitgliedskommunen und indigenen Partnern für das Weltklima einsetzt.

Weitere Informationen zur Aktion “Stadtradeln” sind im Internet unter www.stadtradeln.de verfügbar oder können per E-Mail an stadtradeln@ludwigsburg.de angefragt werden.

red

22. Ludwigsburger Citylauf findet statt: Ludwigsburg24 im Gespräch mit Veranstalter Roy Fischer

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Bereits in 2020 fiel der Ludwigsburger Citylauf der Pandemie zum Opfer. Auch 2021 hat der weit über die Stadtgrenze bekannte Lauf aufgrund von Corona nicht stattgefunden. Umso größer ist die Freude beim Veranstalter “Tempomacher”, als klar wurde, dass der Event in 2022 wieder durchgeführt werden darf. Ludwigsburg24 sprach mit Geschäftsführer Roy Fischer.

Ein Interview von Ayhan Güneş

Ludwigsburg24: Hallo Herr Fischer, nach zwei Jahren Pause kann der Ludwigsburger Citylauf wieder stattfinden. Der Termin steht. Wie fühlen Sie sich?

Roy Fischer: Das ist einfach großartig, und wir sind super froh. Gleichzeitig heißt es jetzt, alle Kräfte zu sammeln und mit Vollgas die Vorbereitungen voranzutreiben, denn es ist nicht mehr viel Zeit. Am 9. Juli wird der 22. Ludwigsburger Citylauf stattfinden. Das ist unser traditioneller Termin, 2. Samstag im Juli.

Wie war die Resonanz auf die Nachricht, dass es dieses Jahr wieder einen Citylauf gibt?

Sehr gut! Einfach alle Sportlerinnen und Sportler freuen sich, unsere Sponsorenpartner und die Event-Dienstleister genauso. Wir haben schon so viele Anfragen erhalten, wann man sich anmelden kann, dass man direkt spürt, wie sehr die Leute die Möglichkeit herbeigesehnt haben, endlich wieder bei Events laufen zu dürfen. Die Topathleten fragen schon seit Monaten nach, ob es den Ludwigsburger Citylauf wieder gibt, und gleich nach Ostern, als klar war, dass wir es machen können, hatte ich die Zusagen von Sabrina Mockenhaupt und dem Ehepaar Sebastian & Kristina Hendel auf dem Tisch, also unseren beiden letzten Siegern 2019, und da  kommen noch eine ganze Reihe mehr dazu. Die sind alle heiß!

Stichwort Strecke: Sie präsentieren für dieses Jahr eine neue Strecke – warum?

Das hat mehrere Gründe. Der gravierendste sind die Baustellen in der Stadt. Die Baustellenplanung war über den Winter zwar nicht abgeschlossen, aber es war damals schon klar, dass wir mindestens um den Arsenal- und Schillerplatz und am Stern im Sommer größere Baustellen zu erwarten haben. Also haben wir gemeinsam mit der zuständigen Straßenverkehrsbehörde nach Möglichkeiten gesucht, die Strecke zu verlegen. Das ist gar nicht so einfach, weil man sofort eine ganze Kettenreaktion an Umleitungen auslöst, wenn man die Strecke nur einen Straßenzug weiter verlegen möchte. Man denke nur an Buslinien, Zufahrten zu Parkhäusern oder den Rettungswegen.

In der Innenstadt wurde es also schwierig. Uns fehlten so viele Meter, dass wir die nur in der Oststadt anhängen könnten. Dort ist die Oststraße aber eine imaginäre Grenze, weil sie gleichzeitig die Zufahrt zum Klinikum darstellt. Über die Oststraße hinaus konnten wir also auch nicht gehen. Als dann auch noch der BlüBa-Direktor Volker Kugel meinte, dass wir die fehlenden Meter im Schlossgarten nicht zusammenbringen, da war klar: Zehn Kilometer am Stück in einer Schleife schaffen wir nicht. Die Runde muss kürzer werden.

Können Sie uns die neue Streckenführung schildern?

Start und Ziel bleiben beim Rathaus auf der Wilhelmstraße. Allerdings starten wir nun direkt Richtung Sternkreuzung. Nach einer Schleife über die Bärenwiese und die Schorndorfer Straße geht es durch den Südgarten des Blühenden Barocks. Zurück in der Innenstadt drehen wir noch eine Runde über den Marktplatz zum Holzmarkt und durch die Fußgängerzone zur Kreissparkasse, von dort um einen Wendepunkt zurück zum Ziel am Rathaus.

Der Teamlauf & Walking führt über eine Runde, die 10km-Läufer dürfen diese Runde zweimal laufen.

Wie beurteilen Sie die neue Strecke? Hat sie Vorteile?

Nach der Pandemie hat sich die Situation im Veranstaltungsgewerbe stark verändert. Viele Firmen haben Mitarbeiter verloren und können nicht mehr die Leistungen anbieten wie früher. Wir haben das quasi bei allen Dienstleistern zu spüren bekommen. Ob das die Verkehrssicherung, die Absperrung oder die Security ist, genauso die Beschallungs- und Bühnentechnik, niemand hat ausreichend Kapazitäten, um die benötigten Leistungen selbständig zu erbringen. Alle müssen sich neue Kooperationspartner mit ins Boot holen. Der Aufwand, dies alles zu organisieren, ist enorm gestiegen.

Da ist es natürlich schon auch ein Kostenfaktor, wenn die Strecke etwas kürzer und die Sicherungsmaßnahmen dadurch geringer werden. So können wir die enormen Preissteigerungen in diesem Bereich zumindest teilweise abfedern.

Sportlich gesehen ist die neue Strecke aus unserer Sicht sogar ein Gewinn! Sie ist super zuschauerfreundlich und richtig abwechslungsreich, man kann die Läufer mehrmals pro Runde sehen und anfeuern, an der Bärenwiese, vor dem Blüba, am Marktplatz und auf der Wilhelmstraße, die ehemals eher ruhigen Bereiche in der Oststadt oder hinter der Kreissparkasse fallen weg, ebenso müssen die Läufer nicht mehr den 800 Meter langen Anstieg am Schlossberg meistern, das ist schon eine große Erleichterung. Ganz sicher ist die Strecke dadurch leichter und auch schneller geworden.

Was bedeutet die neue Runde für den Ablauf des Events? Wird es da nicht eng auf dem Kurs?

Das ist natürlich eine andere Situation als auf einem großen Zehn-Kilometer-Rundkurs. Wir sind ja schon früher eine fünf Kilometer-Runde gelaufen, haben das dann wegen der steigenden Teilnehmerzahlen und der daraus resultierenden Überrundungen aufgegeben. Jetzt, wo es eine baulich erzwungene Entscheidung für eine fünf Kilometer-Runde gibt, mussten wir uns etwas überlegen. Wir haben natürlich gerechnet und geplant, wie das auf der verkürzten Strecke funktionieren kann, wenn die Topläufer für zehn Kilometer 30 Minuten brauchen, und wir wie bisher einen Zielschluss bei etwa 90 Minuten haben. Da würden die Ersten zweimal überrunden, das Feld läuft komplett ineinander rein, das kann nicht funktionieren. Wir mussten also das Feld teilen. Zwei getrennte Zehn-Kilometer-Läufe mit unterschiedlichen Zeitbereichen hätten aber sehr viel Zeit in Anspruch genommen. Das ist in der Innenstadt mit dem Handel und der Gastronomie am Samstag schwer vermittelbar. Die Analyse der Ergebnisse aus den Vorjahren zeigt, dass 90 Prozent der Finisher die zehn Kilometer in 65 Minuten oder schneller absolvierten, und nur zehn Prozent benötigten dazu 65 bis 90 Minuten.

Da kam Ihnen die Idee mit dem fünf Kilometer Teamlauf?

Tatsächlich gab es schon länger Gedanken in diese Richtung. Seit vielen Jahren beobachte ich zwei Dinge: zum einen gibt es viele Walker, die gerne beim Citylauf mitmachen möchten, die aber einfach nicht schnell genug sind, um in der vorgegebenen Zeit die Zehn-Kilometer-Strecke zu schaffen. Wir konnten aber nie eine separate Walkingstrecke anbieten, weil uns dann die Sperrzeiten für die Straßen in der Stadt aus dem Ruder gelaufen wären. Zum zweiten kenne ich so viele Hobbyläufer, die sich bei unserem bisherigen Zehner zu sehr unter Druck gesetzt fühlten und lieber gar nicht liefen, als sich „die Blöße“ zu geben, gegen die Topläufer schlecht auszusehen. Oder denen die Strecke zu schwer war mit dem langen Schlossberg. Unsere Kompromisslösung, die fünf plus fünf Kilometer-Teamstaffel, wurde zwar ganz gut angenommen, aber so richtig etabliert hat sie sich nicht. Viele Hobbysportler wollen ja dann gerne mit „ihrem Buddy“ zusammen laufen, aber das ging in diesem Format natürlich nicht.  Mit dem neuen fünf Kilometer-Teamlauf & Walking erweitern wir das Angebot für Hobbyläufer und Breitensportler. Wir bieten ihnen die Möglichkeit, ebenfalls das Citylauf-Flair zu erleben und gemeinsam mit Freunden und Kollegen ohne Leistungsdruck den Lauf zu genießen.

Wie lösen Sie das Thema Mindestzeit? Wer darf am Zehn-Kilometer-Lauf teilnehmen? Muss man sich qualifizieren?

Nein, vorneweg: Wir wollen natürlich niemanden ausschließen. Es ist einfach so, dass wir bei einer Großveranstaltung mitten in der Stadt äußere Vorgaben haben, an die wir uns halten müssen. Dazu gehört neben der möglichen Streckenführung auch die Frage, wie lange wir durch unsere notwendigen Absperrungen den öffentlichen Verkehrsfluss behindern.

Um die Zehn-Kilometer-Strecke laufen zu können, benötigt man keine Vorleistung, man muss auch keine Zielzeit angeben bei der Anmeldung. Jeder soll sich einfach selbst hinterfragen, ob er die Strecke in etwa 65 bis 70 Minuten schafft. Das ist ja auch tagesformabhängig. Wir bieten wieder unseren Zugläufer-Service an, da laufen erfahrene Lauftreffgruppenleiter mit einer sichtbaren Fahne am Rucksack ein konstantes Tempo für die auf ihrer Fahne markierte Zielzeit von zum Beispiel 60 oder 65 Minuten. An diesem Zugläufer kann man sich orientieren, und auch wenn man ein Stückchen dahinter ist, werden wir niemanden von der Strecke nehmen.

Damit wird es bereits zu Überrundungen kommen, aber die finden in einem Bereich statt, der breit genug ist, dass die Schnellen gut dran vorbei kommen, ohne zu sehr behindert zu werden. Da geht es ja dann schon ganz schön zur Sache, wenn die Topläufer mit mehr als 20 Stundenkilometer um den Sieg fighten. Und die Zuschauer wollen und sollen einen klaren Blick auf die Spitze haben.

Jeder, der sich diese Zeit nicht zutraut oder keinen Stress mit Überrundungen haben will, ist herzlich eingeladen, den fünf Kilometer Teamlauf & Walking auszuwählen. Ein ideales Angebot an alle Einsteiger und Genussläufer auf der gleichen Strecke, mit der gleichen Stimmung und Unterstützung durch die Zuschauer. Somit haben wir für alle ein passendes Angebot.

Was ändert sich noch?

Durch den neuen Kurs verändern wir auch unser Versorgungskonzept auf der Strecke. Es wird nur noch eine Wasserstelle auf der Runde geben, direkt am Stern, wo die Läufer aber insgesamt viermal beim zehn Kilometer-Lauf und zweimal beim fünf Kilometer-Lauf vorbeikommen.

Wie wirkt sich der neu eingeführte Teamlauf auf den Zeitplan aus?

Wir haben den Zeitplan um eine Stunde nach hinten geschoben. Aus dem Handel kam von LUIS schon länger der Wunsch, später zu laufen, um so das Einkaufen am Samstag weniger zu behindern. Dies haben wir umgesetzt. Wir starten um 17.30 Uhr mit dem traditionellen Kreissparkassen-Bambini-Lauf.

Danach folgen der Handicaplauf und die Schüler- und Jugendläufe wie gewohnt. Um 19.30 Uhr startet dann der MANN+HUMMEL fünf Kilometer-Teamlauf & Walking. Dafür haben wir ein Zeitlimit von ca. 60 Minuten angesetzt, was jeder normal geübte Walker schaffen kann.

Um 21 Uhr, also eine Stunde später als, sonst, gibt es zum Abschluss den SWLB-Lauf über zehn Kilometer. Wegen der gegen Ende einsetzenden Dämmerung erwarte ich hier eine ganz besondere Stimmung an der Strecke und im Ziel. Die ganz hohen Temperaturen werden wir selbst an einem heißen Tag dann vermutlich umgehen.

Neue Strecke, neuer Lauf, neuer Zeitplan … gibt es auch Altbewährtes beim Citylauf ?

Es gibt Altbewährtes, zum Beispiel unsere Zielversorgung auf dem Rathausplatz, das Rahmenprogramm mit Ausstellern, Catering und einem komplett für alle Gäste kostenfreien Livekonzert im Anschluss an den Hauptlauf. Dieses Jahr spielen wie schon 2018 die GOOD NEWS, was ja zu den guten Nachrichten der letzten Wochen passt. Und sie spielen bereits ab der Zielankunft der Fünf-Kilometer-Läufer, es wird also eine richtig heiße Partynacht geben, Livekonzert und parallel dazu den Zehn-Kilometer-Lauf. Das hatten wir so noch nie.

Überhaupt setzen wir darauf, die Erfolgsgeschichte des Ludwigsburger Citylaufs fortzuschreiben. In den Zeiten des Lockdowns haben viele Menschen zum Laufen gefunden. Aber es gab keine Lauf-Events. Nun dürfen sie sich endlich wieder treffen, gemeinsam laufen und sich mit anderen messen. Der Nachholbedarf ist enorm groß, und auch bei den Zuschauern glauben wir, dass das Interesse nach der Pause ungebrochen ist. Die Begeisterung für den Citylauf war immer etwas Besonderes, und diese Begeisterung wollen wir wieder auf die Straße bringen.

Wie sieht es mit den Sponsoren aus? Sind wieder alle Partner an Bord, oder war das nach der langen Pause auch schwieriger?

Wir können in Ludwigsburg wirklich stolz auf unsere Sponsorenpartner sein. Fast alle Sponsoren sind seit vielen Jahren treu dabei, haben uns auch in der schwierigen Phase den Rücken gestärkt, ob das die Stadtwerke oder MANN+HUMMEL waren, oder Hahn Automobile, die seit 20 Jahren unser Partner sind genauso wie die Kreissparkasse. Das Speditionsunternehmen DSV verstärkt seine Präsenz in diesem Jahr und wird Partner des Jugendlaufes. Die Stadt Ludwigsburg und zahlreiche weitere Partner helfen mit, weil sie alle den Wert einer solchen Breitensportveranstaltung für den Standort Ludwigsburg erkennen und schätzen. Die Städte haben in der Pandemie alle an den Onlinehandel verloren, jetzt gilt es, verlorenen Boden zurückzuholen. Und am Ende ist eine attraktive Veranstaltung auch immer eine positive Visitenkarte für den Partner, der sich und sein Unternehmen für Kunden und Mitarbeiter in ein gutes Licht rücken möchte.

Herr Fischer, wir danken Ihnen für das Gespräch.

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Fanta-Vier-Manager “Bär Läsker” und “Jochen Laube” sind neue Teilhaber der Scala Ludwigsburg

Von Uwe Roth

Fanta -Vier-Promi “Bär Läsker” und Filmproduzent “Jochen Laube” sind Teilhaber der Scala GmbH geworden. Das war am Freitagabend für die Gäste im historischen Saal an der Stuttgarter Straße eine Riesenüberraschung. Denn Anlass der Veranstaltung war ein völlig anderer: Die Scala GmbH ist neues Mitglied im Ludwigsburger Innenstadt e.V. (LUIS). Die Eventmacher wollten den rund 100 anwesenden LUIS-Mitgliedern unter dem Motto des Abends „Cinéma & Délices“ zeigen, was sie als neuer Akteur zur Belebung der Innenstadt beitragen können. Das ist den Veranstaltern mit der Vorstellung der neuen Gesellschaft tatsächlich gelungen. Bär Läsker – eigentlich Andreas Läsker – ist 1963 in Ludwigsburg geboren und dort aufs Friedrich-Schiller-Gymnasium gegangen. Seit 1989 managt er die sehr erfolgreiche Band “Die Fantastischen Vier”. Jochen Laube ist ebenfalls gebürtiger Ludwigsburger. 1978 kam er dort auf die Welt und blieb bis heute in der Barockstadt: Laube studierte an der Filmakademie Baden-Württemberg Produktion. Er ist Mitglied der Deutschen und der Europäischen Filmakademie.

Das Scala existiert schon seit nunmehr 120 Jahren, war Operettenbühne, Premierenkino in den 1950er Jahren und in den 1970er Jahren ein Filmtheater für Erotikfilme. Kurz vor dem endgültigen Aus wurde Anfang der 1980er Jahre das SCALA immer mehr zu einem breit gefächerten Kulturhaus. Heute, nach zahlreichen Neupositionierungen, ist es ein moderner Kulturbetrieb mit herausragender Digitaltechnik in bester Innenstadtlage. Nicht ohne Grund wird das Scala mit seinen jährlich etwa 150 Konzert-, Comedy-, Film- und Soziokultur Events als das “kulturelle Wohnzimmer“ der Barockstadt bezeichnet. Dazu kommt der Theatersommer im Clussgarten, der in den warmen Monaten die Zuschauer mit exzellentem Freilichttheater verwöhnt. Rund 100 000 Zuschauer und Gäste kommen jährlich zu den Veranstaltungen

 

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