20-Jähriger überlebt Überschlag: Schwerer Verkehrsunfall bei Schwieberdingen

Schwieberdingen/Hemmingen – In der Nacht zum Samstag, den 22. Juni 2024, ereignete sich gegen 23:30 Uhr auf der Landesstraße 1140 (L1140) zwischen Schwieberdingen-West und Hemmingen ein schwerer Verkehrsunfall. Ein 20-jähriger Fahrer eines Skoda kam aus bislang ungeklärten Gründen von der Fahrbahn ab und überschlug sich im Grünstreifen.

Unfallhergang und Sofortmaßnahmen

Der junge Fahrer war auf der L1140 von der Bundesstraße 10 (B10) kommend in Richtung Hemmingen unterwegs, als er plötzlich die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor. Das Auto kam von der Straße ab und überschlug sich mehrfach im Grünstreifen. Glücklicherweise konnte sich der 20-Jährige unverletzt aus dem Wrack befreien. Nachfolgende Verkehrsteilnehmer bemerkten den Unfall sofort, sicherten die Unfallstelle und alarmierten die Rettungskräfte.

Rettungseinsatz und Fahrbahnsperrung

Der unverletzte Fahrer wurde zur vorsorglichen Untersuchung in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht. Der Skoda war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf etwa 4.100 Euro. Während der Unfallaufnahme und den anschließenden Aufräumarbeiten musste die L1140 zeitweise komplett gesperrt werden. Gegen 01:25 Uhr war die Strecke wieder vollständig befahrbar.

Polizeiliche Ermittlungen

Zwei Streifenbesatzungen des Polizeipräsidiums Ludwigsburg sowie der Rettungsdienst waren vor Ort im Einsatz. Die Ermittlungen zur Unfallursache hat das Polizeirevier Ditzingen übernommen. Noch ist unklar, warum der junge Fahrer von der Straße abkam. Weitere Untersuchungen sollen Aufschluss über den genauen Unfallhergang geben.

red

Liefer-Streit eskaliert: Prügelei auf Parkplatz in Steinheim an der Murr

Steinheim an der Murr – Eine gewöhnliche Lieferung endete in einer handfesten Auseinandersetzung: Am Freitag, den 21. Juni 2024, musste eine Streifenwagenbesatzung des Polizeipostens Steinheim an der Murr gegen 11:20 Uhr zu einer Schlägerei auf dem Parkplatz der Post in der Ludwigsburger Straße ausrücken.

Streit um Parkposition eskaliert

Ein 58-jähriger Fahrer eines Lieferdienstes hatte sein Fahrzeug auf dem Parkplatz abgestellt, um Pakete zuzustellen. Währenddessen wollte ein 34-jähriger Lkw-Fahrer ebenfalls auf den Parkplatz einfahren und hupte mehrfach, um den 58-Jährigen zur Weiterfahrt zu bewegen. Als dieser nicht sofort reagierte, entwickelte sich ein verbaler Streit zwischen den beiden Männern.

Handgreiflichkeiten und Verletzungen

Der Wortwechsel eskalierte schnell, und der 34-Jährige schlug seinem Kontrahenten mehrfach mit der Faust ins Gesicht. Der 58-Jährige erlitt leichte Verletzungen im Gesicht, die vor Ort vom Rettungsdienst versorgt wurden. Anschließend begab er sich selbstständig in ärztliche Behandlung. Der 34-Jährige blieb unverletzt, jedoch wurde sein T-Shirt während der Auseinandersetzung zerrissen.

red

Parkverstoß-Foto löst Schlägerei aus – Ehefrau mittendrin

Leonberg – Was als ein gewöhnlicher Streit über einen Parkverstoß begann, endete in einer handfesten Auseinandersetzung: Am Donnerstag, den 20. Juni 2024, gerieten in der Klosterstraße in Leonberg ein 46-Jähriger und ein 41-jähriger Autofahrer heftig aneinander. Gegen 15:10 Uhr eskalierte der Streit derart, dass die Polizei mit drei Streifenwagen anrücken musste, um die Lage zu beruhigen.

Ein einfacher Auslöser

Auslöser der Auseinandersetzung war ein Parkverstoß, den der 46-Jährige dokumentieren wollte. Während er versuchte, ein Foto des vermeintlichen Vergehens zu machen, entwickelte sich ein verbaler Streit mit dem 41-jährigen Fahrer des parkenden Fahrzeugs. Was zunächst mit Worten begann, mündete schnell in körperlicher Gewalt, als beide Männer gegenseitig aufeinander einschlugen.

Eine schlichte Geste mit Folgen

Inmitten der Auseinandersetzung versuchte die 45-jährige Ehefrau des 46-Jährigen, die Situation zu entschärfen. Ihr Versuch, die Streithähne zu trennen, führte jedoch dazu, dass sie selbst einen Schlag abbekam. In der Hoffnung, die Eskalation zu stoppen, alarmierte sie die Polizei.

Einsatz der Polizei

Drei Streifenwagen des Polizeireviers Leonberg rückten an, um die Situation unter Kontrolle zu bringen. Den Beamtinnen und Beamten gelang es schließlich, die Streitenden zu trennen und die Lage zu beruhigen. Nach der Kontrolle der Beteiligten erwartet die beiden Männer nun jeweils eine Anzeige wegen Körperverletzung.

red

Rentenansprüche für Eltern oft nicht bekannt: Spart der Staat auf Kosten der Familien ?

Ludwigsburg – Mütter und Väter haben Anspruch auf besondere Leistungen bei der gesetzlichen Rente, wie Kindererziehungszeiten, Berücksichtigungszeiten, Mütterrente und Kinderzuschlag. Doch viele Eltern wissen nichts von ihren Ansprüchen. Ist dies Absicht, um Staatskosten zu senken?

Kindererziehung: Das Ad-On für die Rente

Kindererziehungszeiten können bis zu 3 Jahre pro Kind betragen und wirken sich positiv auf die Rente aus. Die Beantragung erfolgt durch eine Kontenklärung bei der Rentenversicherung. Ein Elternteil kann diese Zeiten in Anspruch nehmen, wobei gemeinsam erziehende Eltern eine Erklärung abgeben können, wem die Zeiten angerechnet werden sollen.

Kindererziehung im Detail

Kindererziehung wird wie eigene Beitragszahlungen zur Rentenversicherung angerechnet. Ein Jahr Kindererziehungszeit bringt etwa 37,60 Euro Rente pro Monat. Eltern, die neben der Erziehung arbeiten, erhalten diese Beiträge zusätzlich zu ihren eigenen Einzahlungen.

Wer profitiert?

Nur ein Elternteil kann die Kindererziehungszeiten in Anspruch nehmen. Auch Adoptiv-, Stief- oder Pflegeeltern sowie Großeltern können diese Zeiten erhalten. Keine Anrechnung erfolgt bei Personen, die bereits eine Altersvollrente oder Pension beziehen oder nie gesetzlich rentenversichert waren.

Gleichgeschlechtliche Eltern

Der leibliche Elternteil erhält vorrangig die Erziehungszeiten. Bei gleichgeschlechtlichen Eltern ohne leiblichen Elternteil erfolgt die Zuordnung zu gleichen Teilen im monatlichen Wechsel.

Vergleich mit anderen Ländern

Während in Deutschland Elterngeld und Mütterrente spezifische Leistungen bieten, zeigen Länder wie die Niederlande, Schweden und Spanien, wie unterschiedlich staatliche Unterstützung aussehen kann. Dort erhalten Eltern 80 Prozent des letzten Nettoeinkommens für 12 Monate nach der Geburt, gefolgt von einer einheitlichen Leistung für weitere 4 Monate. Deutschland könnte hier von einer besseren Informationspolitik und klareren Regelungen profitieren, um die finanziellen Belastungen der Familien transparenter und gerechter zu gestalten.

Kommentar der Redaktion

Es ist ein Unding, dass viele Eltern um diese finanzielle Unterstützung nicht wissen! Eltern sollten sich informieren, um ihre Rentenansprüche geltend zu machen. Der Staat könnte von der Unwissenheit der Eltern profitieren, indem er Rentenkosten spart. Ein Vergleich mit anderen Ländern zeigt, dass eine bessere Aufklärung und Unterstützung möglich wäre, um Familien finanziell zu entlasten.

red

Preisträgerin Teresa Bücker begeistert bei Diskussion und Lesung in Marbach am Neckar

Marbach am Neckar, 20. Juni 2024 – Tagsüber noch auf einer Konferenz bei der Gewerkschaft Verdi zum Thema Arbeitszeiten in Karlsruhe, saß Teresa Bücker heute am Abend auf der Bühne der Stadthalle Marbach am Neckar. Die Autorin und Journalistin stellte ihr Sachbuch „ALLE_ZEIT – eine Frage von Macht und Gerechtigkeit“ vor, das 2023 mit dem NDR Sachbuchpreis ausgezeichnet wurde.

Über Zeit und Gerechtigkeit

In ihrem Buch behandelt Bücker die Fragen, warum wir uns oft gehetzt fühlen und ob Zeit gerecht verteilt ist. Wäre eine Vier-Tage-Woche nicht viel besser? Warum wird Gerechtigkeit meist an Geld gemessen, obwohl Zeit genauso wertvoll ist? Diese und weitere Themen wurden an diesem Abend intensiv diskutiert.

Neue Zeitkonzepte

Bücker stellte verschiedene Ideen vor, wie wir Zeit besser nutzen und gerecht verteilen können. Sie betonte, dass umfassende politische und gesellschaftliche Veränderungen notwendig sind, um Zeitnot effektiv zu bekämpfen. Ein Recht auf genügend frei gestaltbare Freizeit – qualitativ hochwertige, individuelle Freizeit – sollte ein politisches Anliegen werden.

Die Veranstaltung

Moderiert wurde der Abend von Christina Häußler, Host des Bücher-Podcasts „Die Leserinnen“. Wortgewandt und kurzweilig führte sie durch die Diskussion und stellte viele Fragen, die den Rahmen des Abends bildeten. Die Veranstaltung wurde vom Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen Marbach am Neckar gemeinsam mit den Ortsverbänden Asperg und dem Kreisverband Ludwigsburg organisiert, um mit möglichst vielen Menschen zum Thema Gleichstellung, Gleichbehandlung und Zusammenhalt in Austausch zu kommen, da gerade in unserer Zeit dies oft eine Zeitfrage ist, erläuterte frisch in den Kreistag gewählte Asperger Politikerin Karin Lakotta bei Ihrer Begrüßung. Die Organisatoren freuten sich über das große Interesse.

Kommentar der Redaktion:

Klar ist: Die Diskussion und Lesung war ein voller Erfolg und bot viele neue Gedankenanstöße zu unserer Zeitkultur in unserer Gesellschaft – für Frauen, aber auch für Männer. Teresa Bücker zeigte am heutigen Abend, dass es wichtig ist, über unsere Zeitnutzung nachzudenken und Veränderungen anzustreben, um mehr Zeit für gesellschaftliches Engagement und persönliche Erholung zu haben. Teresa Bückers Buch „ALLE_ZEIT“ regt zum Nachdenken über unsere Gesellschaft an und spricht viele Menschen an, die sich mit dem Thema Zeitgerechtigkeit auseinandersetzen möchten.

red

Polizeibilanz nach EM-Spiel: 30 Strafanzeigen und Verkehrschaos in Stuttgart

Stuttgart – Die Deutsche Nationalmannschaft hat mit dem 2:0-Sieg am Mittwoch gegen Ungarn den Einzug ins Achtelfinale der Europameisterschaft geschafft. Doch während auf dem Rasen gejubelt wurde, hatte die Polizei im Vorfeld alle Hände voll zu tun. Die Polizei Stuttgart zieht nun Bilanz zu ihrem Einsatz rund um das Spiel.

Bereits am Dienstag waren die Einsatzkräfte in Alarmbereitschaft, als Gruppen von Hooligans aus Deutschland und Ungarn in der Stuttgarter Innenstadt beobachtet wurden. Dank einer starken Polizeipräsenz und gezielter Kontrollen im Cityring konnten größere Zwischenfälle verhindert werden.

Am Spieltag selbst sammelten sich die Fans beider Mannschaften in den Mittleren Schlossgartenanlagen und im Stadtgarten. Rund 8.000 ungarische Fans zogen ab 14:00 Uhr in einem farbenfrohen, jedoch von Nebeltöpfen begleiteten Fanmarsch über die Cannstatter Straße zur Arena. Etwa 5.000 deutsche Fans folgten eine halbe Stunde später vom Stadtgarten aus, ebenfalls mit Nebeltöpfen ausgestattet.

Ein Vorfall ereignete sich, als ein deutscher Fan auf der Plattform eines Fanbusses während der Fahrt durch den Schwanenplatztunnel Kabel von der Decke riss. Die Polizei nahm den Täter am Stadion vorläufig fest, und der Tunnel musste bis 18:15 Uhr wegen Reparaturarbeiten gesperrt werden. Durch diese Sperrung kam es zeitweise zu einem erheblichen Verkehrschaos.

Am Kreisverkehr Deckerstraße kontrollierten Beamte gegen 18:10 Uhr eine Gruppe von 64 deutschen Hooligans. Bei 12 Personen wurden Passivbewaffnung und Vermummungsmaterial gefunden, woraufhin ein Richter zur Verhinderung von Gewalttaten den Gewahrsam anordnete.

Während des gesamten Einsatzes nahm die Polizei über 30 Strafanzeigen auf, darunter Körperverletzungsdelikte, Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz und das Zeigen des Hitlergrußes durch ungarische Fans.

“Unsere Strategie aus offensiver Gefahrenvorsorge und fokussierter Präsenz ging auf. Wir konnten deutsche Hooligans vor der Begehung von Gewaltdelikten aus dem Spiel nehmen. Auch die ungarische Hooliganszene stand heute im Abseits, so dass alle deutschen und ungarischen Fans ein friedliches und faires Landerspiel feierten,” so der Einsatzleiter Carsten Höfler.

Insgesamt betrachtet, konnten durch das besonnene Handeln der Polizei größere Eskalationen vermieden werden, sodass das Fußballfest in Stuttgart weitgehend störungsfrei verlief. Die Strategie der Polizei, durch sichtbare Präsenz und präventive Maßnahmen die Sicherheit zu gewährleisten, hat sich als erfolgreich erwiesen.

red

Deutschland steht im Achtelfinale: Der EM-Tag im Überblick

Deutschland sichert sich Achtelfinalplatz mit Sieg gegen Ungarn

Stuttgart – Die Deutsche Nationalmannschaft hat am Mittwoch ihr zweites EM-Vorrundenspiel gegen Ungarn mit 2:0 gewonnen und steht damit sicher im Achtelfinale. In einer kniffligen Partie führte Deutschland zur Pause etwas glücklich, gewann am Ende aber verdient.

Der Sieg war jedoch lange Zeit ungewiss. Ungarn zeigte sich im Vergleich zum ersten Spiel gegen die Schweiz deutlich verbessert und startete mit den besseren Chancen ins Spiel. Doch Deutschland erarbeitete sich schließlich den Führungstreffer, als Jamal Musiala in der 22. Minute traf. Kurz vor dem Halbzeitpfiff brachte Ungarn den Ball ins deutsche Tor, doch das Tor wurde wegen Abseits aberkannt.

Im zweiten Durchgang trat Deutschland zunehmend souveräner auf. Ilkay Gündogan sorgte in der 67. Minute für die Vorentscheidung. Der Kapitän der Nationalmannschaft wurde für seine Leistung von der UEFA zum Spieler des Spiels gekürt. Die Ungarn konnten ihre Gefährlichkeit aus der ersten Halbzeit nicht mehr aufrechterhalten.

Mit dem Sieg sichert sich Deutschland als Gruppenerster den Einzug ins Achtelfinale. Die DFB-Elf würde am 29. Juni in Dortmund gegen den Zweiten der Gruppe C spielen. Als Gruppenzweiter würde das Team am selben Tag in Berlin gegen den Zweiten der Gruppe B antreten.

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Fußball-EM: Kroatien und Albanien unentschieden

Hamburg – Bei der Fußball-Europameisterschaft haben sich Kroatien und Albanien mit einem 2:2 unentschieden getrennt.

Die Albaner sahen lange so aus, als könnten sie für eine echte Überraschung sorgen: Qazim Laci brachte die Mannschaft in der 11. Minute in Führung, erst spät in der zweiten Halbzeit kam Kroatien dann mit Macht zurück: Andrej Kramaric erzielte in der 74. Minute den Ausgleich und Albaniens Klaus Gjasula fabrizierte in der 76. Minute mit seinem ersten Ballkontakt ein Eigentor. Gjasula machte seinen Fehler aber wieder wett, in der vierten Minute der Nachspielzeit erzielte er den erneuten Ausgleich.

Das Unentschieden dürfte den mitgereisten Fans gefallen, die hatten schon vorher in der Stadt friedlich zusammen gefeiert, für die Tabellensituation ist es aber für beide Teams fatal: Albanien und Kroatien hatten ihre jeweils ersten Spiele verloren und sind nun auf Platz drei und vier der Tabelle von Gruppe B, Spanien und Italien drohen davonzuziehen.

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Fußball-EM: Schottland und Schweiz teilen sich Punkte 

Köln – Bei der Fußball-Europameisterschaft haben sich Schottland und die Schweiz mit einem 1:1 unentschieden getrennt.

Die Partie war auf insgesamt mäßigem Niveau, Tore fielen trotzdem: Ein formal Fabian Schär als Eigentor zugerechneter Treffer brachte die Schotten in der 13. Minute in Führung, der Eidgenosse Xherdan Shaqiri glich in der 26. Minute mit einem Traumtor aus.

In der Tabelle von EM-Gruppe A ist damit nach jeweils zwei von drei Vorrundenspielen Deutschland mit sechs Punkten auf Platz eins und schon sicher im Achtelfinale, die Schweiz mit vier Punkten auf der zwei, es folgen Schottland mit einem und Ungarn mit null Punkten.

red

 

Mega-Schlag gegen Drogenbande: 35,5 Tonnen im Wert von 2,6 Milliarden sichergestellt

Stuttgart – Ein bedeutender Erfolg im Kampf gegen die organisierte Drogenkriminalität: Durch koordinierte Durchsuchungen in sieben Bundesländern konnte die Polizei insgesamt 35,5 Tonnen Kokain im Wert von rund 2,6 Milliarden Euro sicherstellen.

In einem von der Zentral- und Ansprechstelle für die Verfolgung Organisierter Straftaten in Nordrhein-Westfalen (ZeOS NRW) geführten Ermittlungsverfahren gelang es, zusammen mit den Gemeinsamen Ermittlungsgruppen Rauschgift Stuttgart und Karlsruhe des Zollfahndungsamtes Stuttgart und des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg, einen großen Schlag gegen die Drogenkriminalität zu landen. Die Operation, die unter dem Namen “OP Plexus” geführt wurde, richtete sich gegen ein internationales Netzwerk von Drogenhändlern.

Komplexe Ermittlungen führen zum Erfolg

Die Ermittlungen konzentrierten sich auf acht Hauptbeschuldigte aus Deutschland, Aserbaidschan, Bulgarien, Marokko, der Türkei und der Ukraine. Den Beschuldigten wird vorgeworfen, zwischen April und September 2023 den Transport von zehn Seecontainern mit großen Mengen Kokain aus Lateinamerika nach Europa organisiert zu haben. Diese Container wurden über Scheinfirmen nach Europa geschmuggelt.

Dank eines Hinweises kolumbianischer Strafverfolgungsbehörden und der Unterstützung von Europol sowie weiterer internationaler Partner konnten neun dieser Container identifiziert und kontrolliert werden. Dabei wurden rund 35,5 Tonnen Kokain sichergestellt, darunter fast drei Tonnen in Guayaquil/Ecuador, etwa acht Tonnen im Hafen von Rotterdam und knapp 25 Tonnen im Hamburger Hafen. Diese Menge stellt die größte jemals in einem deutschen Ermittlungsverfahren sichergestellte Kokainmenge dar.

Umfangreiche Zugriffs- und Durchsuchungsmaßnahmen

Am 31. Mai und 5. Juni 2024 führten 150 Einsatzkräfte umfangreiche Zugriffs- und Durchsuchungsmaßnahmen in Nordrhein-Westfalen, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen und Niedersachsen durch. Sieben Haftbefehle wurden vollstreckt, und dabei eine Schreckschusswaffe, eine Schusswaffe der Marke Glock sowie zahlreiche Mobiltelefone, Laptops und weiteres Beweismaterial sichergestellt. Zudem wurden im Rahmen von Vermögensabschöpfungsmaßnahmen fünf Goldbarren, 23.300 Euro in bar, ein Porsche 911 Turbo S im Wert von etwa 250.000 Euro und verschiedene Luxusartikel beschlagnahmt.

Strenge Strafen für bandenmäßigen Drogenhandel

Das Gesetz sieht für jeden Fall des bandenmäßigen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge Freiheitsstrafen von fünf bis 15 Jahren vor. Die Ermittlungen, insbesondere die Auswertung der sichergestellten Beweismittel, dauern an.

red

Stuttgarter Polizei lobt friedlichen Auftakt der EM in der Stuttgart Arena

Stuttgart – Strahlender Sonnenschein und eine ausgelassene Stimmung begleiteten den erfolgreichen Start der Fußball-Europameisterschaft in der Stuttgart Arena am gestrigen Sonntag. Die Polizei Stuttgart zieht nach dem ersten EM-Spiel eine positive Bilanz und lobt die Fans für ihr friedliches Verhalten.

Bereits am Vormittag strömten Tausende Fußballfans in die Stuttgarter Innenstadt, um sich auf das Spiel zwischen Dänemark und Slowenien einzustimmen. Die Stimmung war ausgelassen, die Fans feierten friedlich, teilte das Polizeipräsidium mit. Gegen 14.00 Uhr setzten sich die dänischen Anhänger von ihrem Fan Meeting Point im Stadtgarten in Richtung Stadion in Bewegung. Der Zustrom war so groß, dass der Zugang zur Arnulf-Klett-Passage kurzzeitig gesperrt werden musste, um die Sicherheit zu gewährleisten.

Kurz darauf begaben sich auch die slowenischen Fans vom Schlossplatz aus mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Stuttgart Arena. Die Polizei hatte die Fanbewegungen genau im Blick und sorgte für einen reibungslosen Ablauf. “Wir sind sehr zufrieden mit dem heutigen Einsatzverlauf, unsere intensiven und monatelangen Vorbereitungen haben sich heute ausgezahlt,” sagte Einsatzleiter Carsten Höfler.

Harmonisches Miteinander und ein störungsfreies Spiel

Der Weg der Fans zum Stadion, das Spiel selbst und auch der Rückweg verliefen ohne besondere polizeiliche Vorkommnisse. Einziger Wermutstropfen waren drei Personen, die im Bereich des Stadions, trotz bestehender Vorschriften, Drohnen steigen ließen. Diese Personen wurden identifiziert und wegen Straftaten nach dem Luftverkehrsgesetz angezeigt.

Ein sicherer EM-Start dank umfassender Vorbereitung

Das Stadiongelände wurde an Spieltagen als Flugbeschränkungsgebiet ausgewiesen, um die Sicherheit aller Besucher zu gewährleisten. Die Polizei hatte im Vorfeld umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen getroffen und diese auch während des Einsatzes konsequent durchgesetzt. “Wir sind sehr zufrieden mit dem heutigen Einsatzverlauf, unsere intensiven und monatelangen Vorbereitungen haben sich heute ausgezahlt,” betonte Höfler.

red

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Brandtest im Engelbergtunnel: Sicherheitscheck bestanden – Tunnel bereit für den Verkehr

Ludwigsburg – Ein nächtlicher Brandrauchversuch im Engelbergtunnel hat die Funktionsfähigkeit des neuen Systems zur Branderkennung und Brandlüftung bestätigt. Die Tests, die unter realen Bedingungen durchgeführt wurden, verliefen erfolgreich und sind ein entscheidender Schritt zum Abschluss der Bauarbeiten an der Weströhre.

Sicherheitsprobe bestanden

Am vergangenen Wochenende führte die Autobahn GmbH Niederlassung Südwest mehrere Rauch- und Brandversuche durch, um die Effizienz der neuen Lüftungs- und Brandmeldesysteme zu überprüfen. Die Tests umfassten fünf Rauchversuche zur Evaluierung der Lüftung und einen Brandversuch zur Kontrolle der Brandmeldeanlage. Alle Systeme funktionierten einwandfrei, wie bereits in den vorangegangenen Simulationen erwartet.

Feuerwehren üben den Ernstfall

Die Feuerwehren aus Gerlingen, Leonberg und Ditzingen waren ebenfalls vor Ort und beobachteten die Reaktionen des neuen Systems. Diese enge Zusammenarbeit ermöglicht es den Einsatzkräften, ihre Taktiken für zukünftige Einsätze genau anzupassen und die Sicherheit im Tunnel weiter zu erhöhen. Die Beobachtung der Rauchbewegungen unter den neuen Lüftungsbedingungen liefert wertvolle Informationen für die Planung von Rettungsmaßnahmen.

Minimale Beeinträchtigung für Verkehrsteilnehmer

Um den Verkehr möglichst wenig zu stören, fanden die Tests in der verkehrsarmen Nachtzeit und am Wochenende statt. Bereits gegen 7.00 Uhr am Sonntagmorgen konnte der Engelbergtunnel wieder für den Verkehr freigegeben werden, rechtzeitig für die Anreise der Fußballfans zum EM-Spiel „Slowenien – Dänemark“ in Stuttgart.

red