Supermarkteinbrecher nach Serie von Diebstählen in Mundelsheim festgenommen

Bei einem Einsatz unter Federführung des Polizeipräsidiums Reutlingen ist es in der Nacht zum Montag (25.10.2021) gelungen, vier mutmaßliche Mitglieder einer Einbrecherbande bei einem Einbruch in einen Einkaufsmarkt in Mundelsheim auf frischer Tat festzunehmen.

Den kosovarischen Staatsangehörigen im Alter zwischen 26 und 45 Jahren wird vorgeworfen, für eine schon seit dem vergangenen Jahr andauernde Serie von Einbrüchen in Supermärkte in Baden-Württemberg verantwortlich zu sein. Dabei sollen die äußerst konspirativ agierenden Männer die jeweiligen Märkte intensiv ausbaldowert haben, bevor sie dann nachts jeweils über das Dach in die Gebäude einstiegen, in den Büroräumen die Tresore aufflexten und das darin befindliche Bargeld entwendeten. Als Drahtzieher der Bande gilt ein 45-jähriger Kosovare aus Stuttgart.

Der jetzigen Festnahme waren langwierige und intensive Ermittlungen einer auf die Bekämpfung der Eigentumskriminalität spezialisierten Ermittlungsgruppe der zum Polizeipräsidium Reutlingen gehörenden Kriminalpolizeidirektion Esslingen vorausgegangen, die im Sommer 2021 die nun festgenommenen Beschuldigten ins Visier genommen hatte. Nach und nach erhärtete sich der Tatverdacht gegen die Männer, gegen die die Staatsanwaltschaft Tübingen ein entsprechendes Sammelverfahren führt.

In der Nacht zum 25.10.2021 konnten die vier Verdächtigen, darunter auch der 45-jährige, mutmaßliche Kopf der Bande, von Spezialkräften des Polizeipräsidiums Einsatz in Mundelsheim (Lkrs. Ludwigsburg) festgenommen werden. Zwei von ihnen waren dort über das Dach in die Filiale eines Discounters eingestiegen, während ihre Komplizen Schmiere gestanden hatten. Fluchtversuche, die die Verdächtigen vor ihrer Festnahme teilweise noch unternahmen, scheiterten.

Bei den anschließend durchgeführten Wohnungsdurchsuchungen konnten unter anderem Beweismittel wie Einbruchswerkzeug, Maskierungsmittel und Funkgeräte aufgefunden werden.

Die vier Beschuldigten (45-Jähriger aus Stuttgart, 40-Jähriger ohne festen Wohnsitz, 32-Jähriger und 26-Jähriger aus Weinstadt) sollen im Laufe des Montags dem Haftrichter beim Amtsgericht Tübingen vorgeführt werden.

Nach dem jetzigen Ermittlungsstand werden der Bande, die in wechselnder Besetzung aktiv war, mindestens sieben weitere Einbrüche bzw. versuchte Einbrüche in Supermarktfilialen in Baden-Württemberg – unter anderem in den Landkreisen Reutlingen, Calw, Ludwigsburg, Böblingen, Schwäbisch Hall, dem Alb-Donau-Kreis und dem Ostalbkreis, vorgeworfen. Zu möglichen weiteren Einbrüchen und möglichen weiteren Mittätern dauern die Ermittlungen noch an

Quelle: Polizeipräsidium Reutlingen

20-Jähriger und sein Vater leisten heftigen Widerstand gegen die Polizei

Eine Verkehrs- und Personenkontrolle endete am Sonntag im Bereich des Verkehrsübungsgeländes in Asperg mit Widerstandhandlungen eines 20- und eines 37-Jährigen gegen die Polizei.

Gegen 00.45 Uhr wollten Polizeibeamte die Insassen eines Fahrzeugs kontrollieren, das mit eingeschaltetem Abblendlicht aus Höhe des Geländes abgestellt war. Auf dem Gelände selbst fand zu diesem Zeitpunkt eine genehmigte Veranstaltung statt. Im Umfeld um den PKW hatten die Beamten nach Angaben Marihuanageruch wahrgenommen. Während der Maßnahme näherte sich ein unbeteiligter 20 Jahre alter Mann der Kontrollsituation und störte diese. Die Aufforderung sich zu entfernen und auch einem Platzverweis soll der junge Mann nicht gefolgt sein. Stattdessen soll er den Polizisten damit gedroht haben, sich Unterstützung in Form seiner Freunde holen zu wollen. Im weiteren Verlauf soll sich die Aggressivität des 20-Jährigen immer mehr gesteigert haben. Zeitgleich alarmierten die Polizisten weitere Streifenwagenbesatzungen.

Der 20-Jährige ging nun zurück in Richtung des Veranstaltungsgeländes, auf dem Besucher bereits auf die Situation aufmerksam geworden waren. Nachdem sich weitere Beamte vor Ort befanden, kam der 20-Jährige in Begleitung seines 37 Jahre alten Vaters sowie eines weiteren Mannes und einer Frau zurück zu den Polizisten. Als der 20-Jährige in Gewahrsam genommen werden sollte, soll sich der der 37-Jährige aggressiv verhalten haben und versuchte die Polizisten an der Durchführung ihrer Maßnahme zu hindern, indem er sich zwischen sie und seinen Sohn stellte. Aufgrund dessen wurde auch ihm die Gewahrsamnahme eröffnet. Beide Männer sowie ein noch Unbekannter sollen nun versucht haben die Maßnahmen der Beamten und Beamtinnen zu verhindern, wobei sie sich aktiv wehrten und insbesondere der Ältere auch in Richtung des Kopfes eines Polzisten geschlagen haben soll. Hierauf setzte ein Polizist seinen Einsatzschlagstock gegen den Arm des 37-Jährigen ein, um dessen Schlag abzuwehren. Der Tatverdächtige wurde anschließend zu Boden gebracht und ihm wurden Handschließen angelegt.

Mithilfe des Unbekannten, der währenddessen einen anderen Beamten wegstieß, gelang dem 20-Jährigen, obwohl der Polizist Pfefferspray einsetzte, die Flucht zurück auf das Veranstaltungsgelände. Auf Beamte, die die Verfolgung aufgenommen hatten, soll er dann erneut in kämpferische Weise zugegangen sein. Im Zuge eines zweiten, polizeilichen Pfeffersprayeinsatzes konnte er, trotz weiterer Gegenwehr, zu Boden gebracht werden. Auch dem 20-Jährigen, der leichte Verletzungen erlitt, wurden Handschließen angelegt.

Zwischenzeitlich soll sich ein 40 Jahre alter Mann genähert, der einen Beamten und dessen Kollegin beleidigt haben soll und sie aufforderte, das Verkehrsübungsgelände zu verlassen. Der 20-Jährige, der aufgrund des Pfeffersprayeinsatzes durch den Rettungsdienst behandelt wurde, und der 37 Jahre alte Mann, die beide unter Alkoholeinwirkung standen, wurden im Anschluss zum Polizeirevier Kornwestheim gebracht. Nach Durchführung der polizeilichen Maßnahmen mussten sie den Rest der Nacht in der Gewahrsamseinrichtung bleiben und wurden am Sonntagmorgen auf freien Fuß entlassen.

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg

Landrat stellt Entwurf Haushalt 2022 vor: Allgaier will keine neuen Schulden – ab 2023 wird die Lage kompliziert

Von Uwe Roth

Landrat Dietmar Allgaier (CDU) hat am Freitag dem Kreistag den Entwurf für den Haushaltsplan 2022 vorgestellt. Im nächsten Jahr sind Ausgaben von rund 766 Millionen Euro vorgesehen. Aufwendungen in Höhe von 460 Millionen Euro für die Bereiche Soziales und Jugend sind dabei wie jedes Jahr der größte Posten. Sie haben einen Budgetanteil von 64 Prozent. Darauf folgen mit 136 Millionen Euro Kosten für „die Gestaltung für die Umwelt“, wie es im Planentwurf bezeichnet wird. Der Ausgabenseite stehen erwartete Einnahmen des Landkreises von 757 Millionen Euro gegenüber. Es bleibt folglich ein Minus. Nach heutiger Schätzung der Finanzdezernentin Bettina Beck könnten es aufgerundet neun Millionen Euro werden. Die Kreisverantwortlichen bringt dieser Fehlbetrag nicht aus der Fassung.

Nach Darstellung von Allgaier in einem Gespräch mit Medienvertretern hat die Kreisverwaltung mit großer finanzieller Unterstützung des Landes und des Bundes die Corona-Zeit 2020/2021 bislang ohne Kreditaufnahme gut überstanden. Mit einer Kreditermächtigung des Kreistags wären im laufenden Jahr zusätzliche Schulden von 20 Millionen Euro möglich gewesen. „Sie wurde 2021 nicht in Anspruch genommen“, teilt der Landrat dem Kreistag mit. Dieses Polster auf Abruf steht 2022 zur Verfügung.

Hebesatz der Kreisumlage bleibt gleich

Um zusätzliche Einnahmen zu generieren, könnte die Kreisverwaltung an der Schraube für den Hebesatz der Kreisumlage drehen. Darüber legt der Kreistag jährlich die Anteile der Einnahmen fest, die die 39 Kreiskommunen an den Kreishaushalt abführen müssen. Auf diese Weise sollen im nächsten Jahr rund 254 Millionen Euro zusammenkommen. Aber an dieser Schraube möchte der Landrat nicht drehen. Der Hebesatz von 27,5 Prozentpunkten soll weder erhöht noch gesenkt werden. Da im Kreistag einige Oberbürgermeister, Bürgermeister und Gemeinderäte ein Mandat haben, kommt gewöhnlich die Forderung, den Hebesatz niedrig zu halten oder am besten noch zu senken, damit möglichst viel Geld bei den Städten und Gemeinden bleibt.

Warum eine Senkung schädlich wäre, erklärt der Landrat so: Die Einnahme über die Kreisumlage wird nächstes Jahr voraussichtlich nur um 400000 Euro höher liegen als die im laufenden Jahr. „Zum Vergleich: Allein der Sozialetat im gleichen Zeitraum ist um 9,5 Millionen Euro angestiegen“, so Allgaier. Er sieht in der geplanten Nullrunde ein Signal an die Städte und Gemeinden, die Bürger ihrerseits von einer Anhebung der Steuern und Gebühren weitgehend zu verschonen.

Steuerkraftsumme schwächelt wegen Konjunkturdelle

Wie sich die finanzielle Situation des Landkreises nach der Konjunkturdelle durch Corona entwickeln wird, werde sich im Laufe des kommenden Jahres zeigen, begründet Allgaier die vagen Prognosen. Ein Hinweis, dass es schwierig werden könnte, zeigt die Entwicklung der Steuerkraftsumme. Sie soll im nächsten Jahr höchstes um 0,2 Prozent steigen. Vergleichbare Landkreise erwarten laut Allgaier Steigerungen von bis zu 14 Prozent. Er leitet daraus ab, „dass der wirtschaftliche Einbruch durch die Corona-Pandemie den Landkreis Ludwigsburg besonders hart trifft“. Ursache sei ein „großes Maß an der vorwiegenden Exportorientierung der Unternehmen im Kreis“. Ohne die Bundes- und Landeszuschüsse hätte es wohl ein Minus in der Steuerkraftsumme gegeben.

Sparen statt Schulden machen, ist die Devise. Der Landrat hat seine Verwaltung in die Pflicht genommen. 185 Sparvorschläge mit einem Volumen von knapp sechs Millionen Euro haben im Haushaltsplanentwurf ihren Niederschlag gefunden. So seien unter anderem Versicherungs- und Telefontarife unter die Lupe genommen worden. Außerdem erhöht die Verwaltung die Miete von kreiseigenen Sportstätten. Diese seien 30 Jahre unverändert geblieben.

Solche Einsparbeträge werden nicht reichen, um in Zukunft Kreditaufnahmen zu verhindern. Vor allem die kreiseigenen Kliniken brauchen Geld. Viel Geld. 2020 hat das Land ausgeholfen. Die Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim gGmbH erwirtschafteten einen Gewinn von 2,4 Millionen Euro. Doch Finanzspritzen wegen Corona sind Vergangenheit. „Für die kommenden Jahre bis 2032 stehen Brutto-Investitionen im gesamten Klinikbereich von rund 360 Millionen Euro an“, rechnet der Landrat dem Kreistag vor. Das betrifft die Standorte Ludwigsburg, Bietigheim und Marbach. Allein das Krankenhaus Ludwigsburg verbraucht in den nächsten Jahren rund 160 Millionen Euro unter anderem für die Sanierung von Stationen, die Erweiterung des Parkhauses oder den Neubau eines Hubschrauberlandesplatzes. Für Neu- und Umbauten im Klinikum Bietigheim sind sogar 170 Millionen Euro vorgesehen.

Landrat schlägt Gründung Bürgergenossenschaft Wohnen vor

Der Landrat will sich im kommenden Jahr aber nicht allein mit Pflichtaufgaben beschäftigen, sondern auch kreativ sein: Um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, hat er die Gründung einer Bürgergenossenschaft Wohnen vorgeschlagen. Die Städte und Gemeinden im Landkreis sollen Grundstücke als Genossenschaftsanteile einbringen. Die Vermarktung und Bebauung sollen in einem ersten Schritt die Wohnungsbau Ludwigsburg GmbH übernehmen. Die Kreissparkasse will 1,5 Millionen Euro einbringen. Vom Landkreis sollen 400000 Euro kommen. Nähere Details wird der Landrat mit dem Kreistag aushandeln. In der Vergangenheit hat dieser die Schaffung einer Kreisbaugesellschaft immer wieder abgelehnt.

Auszeichnungen für Mustafa Temel und den Ökumenischen Arbeitskreis Asyl Kornwestheim

Kornwestheim. Zwei Auszeichnungen hat Oberbürgermeisterin Ursula Keck bei einer Feierstunde im Kornwestheimer Rathausfoyer verliehen. Mustafa Temel hat das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten. Mit der Städtischen „Gedenkmünze für besonders soziales Wirken“ wurde der Ökumenische Arbeitskreis Asyl geehrt.

Ursula Keck überreichte die Auszeichnungen in Anwesenheit einiger Wegbegleiter/-innen. Dazu gehörten auch Mitglieder des Gemeinderates sowie die Grünen-Landtagsabgeordnete Silke Gericke. „Wir ehren Personen, die sich seit vielen Jahren für das gesellschaftliche Zusammenleben stark machen, sich für ihre Mitmenschen einsetzen und denen Integration und Teilhabe eine Herzensangelegenheit sind“, wies die Oberbürgermeisterin auf das verbindende Element der beiden Ehrungen hin.

Initiator deutsch-türkischer Fußballprojekte

Mustafa Temel ist im Jahr 1960 in der Türkei geboren und war 14 Jahre alt, als er nach Kornwestheim zog. Bereits vier Jahre später gründete er den Türkischen Sportclub, in dem er in verschiedenen Funktionen mehr als 40 Jahre lang tätig war. Temel, selbst ein begeisterter Fußballer, initiierte unter anderem deutsch-türkische Fußballprojekte. Aus dem Türkischen Sportclub wurde im Jahr 1981 der Türkische Kulturverein und damit der Grundstein für die interkulturelle Vereinsarbeit gelegt. Mustafa Temel gehörte 30 Jahre lang dem Ausländerbeirat der Stadt Kornwestheim an. Bei der Salamander AG fand er seine berufliche Heimat. Dort war er bis zur Schließung tätig, zuletzt als Betriebsrat.

Wegbereiter einer multikulturellen Gesellschaft 

„Sie gehörten zu den Wegbereitern einer offenen, multikulturellen und vielschichtigen Gesellschaft, lange bevor es Begriffe wie ,Willkommenskultur, Diversity oder Chancengleichheit‘ überhaupt gab“, richtete sich Ursula Keck an den Geehrten. Sie betonte auch, dass der Alltag nicht funktionieren würde, ohne die Menschen, die als Gastarbeiter/-innen nach Deutschland gezogen seien. Temel sei es gelungen, seine türkische Identität zu pflegen und gleichzeitig eine offene Stadtkultur zu definieren. „Wir wollen gemeinsam dafür eintreten, unseren Frieden zu bewahren und uns zu dieser Gesellschaft zu bekennen“, appellierte Oberbürgermeisterin Ursula Keck an die Gäste im Rathausfoyer, bevor sie dem 61-Jährigen den Verdienstorden ans Revers steckte und die Urkunde überreichte. Zu den Gratulanten gehörte auch Landrat Dietmar Allgaier, der seine Glückwünsche in einer sehr persönlichen Videobotschaft übermittelte.

Große soziale Verantwortung

Stellvertretend für den gesamten Ökumenischen Arbeitskreis Asyl überreichte Ursula Keck dessen Sprecherinnen Martha Albinger, Waltraud Wieland und Gabi Blatter-Federoff die „Gedenkmünze für besonderes soziales Wirken“ der Stadt Kornwestheim. „Ihre Motivation ist ein Zeichen einer großen sozialen Verantwortung, einer hohen Selbstmotivation und einer inneren, humanitären Haltung“, so die Oberbürgermeisterin in ihrer Laudatio.

Die Ehrenamtlichen des Arbeitskreises Asyl bringen nicht nur viel Zeit, Mühe und Wissen in Ihre Arbeit mit Flüchtlingen ein. „Nein, es ist sogar noch viel dramatischer. Sie arbeiten in einem ehrenamtlichen Bereich, der oft hinterfragt oder angefeindet wird“, so Keck. Zweifelhafte Stimmungsmacher würden die humanitäre Arbeit ablehnen, obwohl sie selbst keine Antwort darauf hätten, wie man mit den Menschen, die hier ankommen, umgehen solle. „Wir werden Migrationsbewegungen nicht verhindern können. Die gab es zu jeder Zeit“, zeigte sich die Rednerin überzeugt.

Engagement strahlt wie ein Leuchtturm

„Die Stadt Kornwestheim kann sich glücklich schätzen, dass sie viele Menschen hat, die sich ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagieren“, sagte die Oberbürgermeisterin. Das Engagement des Arbeitskreises Asyl strahle „wie ein Leuchtturm in die Stadtgesellschaft“ hinein. Sie ließ in ihrer Rede nicht außer Acht, dass dieses Engagement angesichts unklarer Lebensperspektiven der Betreuten oft mit einer emotionalen Belastung verbunden ist. Nach der Übergabe individueller Urkunden an jedes ehrenamtliche Mitglied des Arbeitskreises bedankte sich Marianne Geiger stellvertretend für die besondere Auszeichnung. Sie wies noch einmal auf die vielfältigen Aktivitäten des Arbeitskreises hin. Neue Mitglieder seien jederzeit willkommen.

Glückwünsche per Videobotschaft übermittelte Renate Schwaderer, Mitbegründerin und langjährige Förderin des Arbeitskreises Asyl, die vor wenigen Monaten für ihr Engagement mit der Philipp-Matthäus-Hahn-Medaille der Stadt Kornwestheim ausgezeichnet worden ist.

Für die musikalische Umrahmung der Feierstunde sorgte Cemil Aydemir von der Musik- und Kunstschule Mosaik in Esslingen, mit einer Tanzdarbietung begeisterte Murat Yilmaz von der AHENK Dance Academy.

 

Interaktiver Bericht zu Inklusion und Teilhabe im Kreis Ludwigsburg übergeben

LUDWIGSBURG. Einen neuen Ansatz verfolgt der aktuelle Bericht „Inklusion und Teilhabe gestalten“ des Landratsamtes. Neben der gedruckten Ausgabe gibt es ein in- teraktives Dokument, das als digitaler Wegweiser Fachinformationen mit direkt hinter- legten Karten koppelt.

„Teilhabe und Inklusion von Menschen mit Behinderung sind erfreulicherweise als Themen mitten in der Gesellschaft angekommen“. Mit diesen Worten stellte Landrat Dietmar Allgaier den rund 80-seitigen Bericht im Sozialausschuss des Kreistags vor. Die Kreistagsmitglieder lobten den Leitfaden als „echtes Meisterwerk“. Der im Dezernat Soziales, Jugend und Familie unter Beteiligung verschiedenster Akteure und des „Beirats Landkreis Ludwigsburg inklusiv“ erstellte Bericht gibt Antworten auf zentrale Fragen in wichtigen Lebensbereichen gleicher- maßen für Betroffene und ihre Familien wie für die Politik und die Fachöffentlichkeit. In manchen Bereichen sei der Landkreis bereits gut aufgestellt. Heiner Pfrommer, Sozialdezer- nent verwies hier besonders auf die Konzeption „Inklusive Kita“. Christiane Keuter, Sozial- planerin beim Landkreis führte aus, wie Weichen für mehr Inklusion gestellt werden können. Dazu gehören flexiblere Unterstützungsangebote ebenso wie eine offene Haltung gegenüber Menschen mit Behinderung.

Inklusion in der Kindheit stellt Fragen von Betreuung und Bildung in den Mittelpunkt. Selbstbestimmte Wohnformen und Arbeit sind zentrale Fragen für junge Erwachsene, wäh- rend das Kapitel „Älter werden mit Behinderung“ ein bislang wenig beachtetes Problemfeld erschließt. Die „Teilhabe am gesellschaftlichen, kulturellen und digitalisierten Leben“ ist ein Lebensbereich, der für alle Bevölkerungsgruppen relevant ist. Spezielle Kapitel befassen sich mit der Situation „Leben mit einer psychischen Erkrankung“ und „Leben mit einer geistigen und/oder körperlichen Behinderung“.

Erstmals wurden im Teilhabebericht die Fachinformationen mit interaktiven Karten gekop- pelt. So werden in übersichtlicher Form die Angebote im Landkreis Ludwigsburg mit allen Kontaktdaten und weiterführenden Informationen dargestellt. „Damit bieten wir die Voraus- setzungen für eine lebendige Informationsplattform und laden ein, diese gemeinsam zu nut- zen“, stellt Landrat Allgaier fest.

Der Bericht „Inklusion und Teilhabe gestalten mit interaktiven Karten und weiterführenden Links ist auf der Homepage des Landkreises www.landkreis-ludwigsburg.de/de/soziales- jugend-familie/behinderung-psychiatrieerfahrung/inklusion/ abrufbar.

29-Jähriger Audi-Fahrer stirbt nach Frontalzusammenstoß mit Lkw

Ein Todesopfer und zwei Schwerverletzte sowie rund 90.000 Euro Sachschaden forderte am Mittwochmorgen ein Verkehrsunfall auf der K 1685 zwischen Enzweihingen und Oberriexingen.

Der 29-jährige Fahrer eines Audi war den polizeilichen Ermittlungen zufolge gegen 07:30 Uhr von der B 10 kommend in Richtung Oberriexingen unterwegs. Nach etwa 400 Metern setzte er im Verlauf einer langgezogenen Rechtskurve zum Überholen eines vorausfahrenden Sattelzuges an und prallte dabei vermutlich ungebremst mit dem entgegenkommenden Lkw eines 57-Jährigen zusammen. Beide Fahrer wurden in ihren Fahrzeugen eingeklemmt und mussten von der Feuerwehr befreit werden. Der 29-Jährige zog sich schwerste Verletzungen zu und verstarb wenig später in einem Krankenhaus. Der schwerverletzte Lkw-Fahrer und der 44-jährige Beifahrer im Audi wurden vom Rettungsdienst in Krankenhäuser gebracht.

An der Unfallstelle waren neben der Polizei 51 Einsatzkräfte der Feuerwehr mit zehn Fahrzeugen, drei Rettungswagen, ein Notarzt und ein Rettungshubschrauber im Einsatz. Mitarbeitende der Straßenmeisterei Vaihingen an der Enz übernahmen die Absperrungsmaßnahmen. Für die Dauer der Unfallaufnahme, der Bergungs- und Reinigungsarbeiten war die K 1685 bis gegen 12:30 Uhr in beiden Richtungen gesperrt.

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg

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Schwerer Verkehrsunfall zwischen Ludwigsburg und Marbach

Am heutigen Nachmittag, gegen 16:55 Uhr, kam es auf der L1100 zwischen Ludwigsburg und Marbach auf Höhe Neckarweihingen zu einem Verkehrsunfall mit zwei verletzten Personen.

Dabei fuhr ein 26-jähriger Seat-Lenker, der in Richtung Marbach unterwegs war, aus bisher ungeklärter Ursache auf die Gegenfahrbahn und kollidierte frontal mit einer 79-jährigen Fiat-Lenkerin. Anschließend streifte der 26-Jährige noch seitlich einen BMW, der von einem 20-Jährigen gelenkt wurde. Dieser wurde nicht verletzt. Der 26-jährige Seat-Lenker kam anschließend von der Fahrbahn ab, kollidierte mit einem Baum und wurde dabei leicht verletzt. Die 79-jährige Fiat-Lenkerin wurde beim Aufprall schwer verletzt und musste von der Feuerwehr Ludwigsburg, die mit 7 Fahrzeugen und 44 Einsatzkräften vor Ort war, aus dem Fahrzeug befreit werden. Die beiden Verletzten wurden vom Rettungsdienst, der mit zwei Rettungswagen und einem Notarzt im Einsatz war, in Krankenhäuser eingeliefert.

Die L1100 zwischen Ludwigsburg und Marbach wurde während der Unfallaufnahme komplett gesperrt. Es kam daraufhin zu Verkehrsbehinderungen rund um Neckarweihingen. Beim Unfall entstand insgesamt ein Sachschaden von ca. 33.000 Euro.

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg

Kornwestheim: Festgenommener 16-Jähriger stellt sich als Vermisster heraus

Am Montag stellten Beamte des Polizeireviers Kornwestheim gegen 22:30 Uhr im Rahmen einer Streifenfahrt drei Personen in der Hermannstraße in Kornwestheim fest. Einer der Jugendlichen war zuvor als Vermisst gemeldet.

Ein 16-Jähriger aus der Gruppe ergriff bei einer Personenkontrolle der Polizei auf einem grauen Mountainbike die Flucht. Bei der Verfolgungsfahrt stellten sich die beiden anderen Personen aus der Gruppe vor den Streifenwagen, sodass die Beamten den jungen Radfahrer zunächst aus den Augen verloren. Als die Personen vor dem Streifenwagen schließlich den Weg freimachten, konnte die Verfolgung wiederaufgenommen werden. Das Fahrrad wurde schließlich auf dem Gehweg in der Friedrichstraße liegend aufgefunden. Im Rahmen der Fahndung wurde der 16-Jährige in einem Hinterhof in einem Treppenabgang sitzend entdeckt und vorläufig festgenommen. Bei der Fahrt zum Revier räumte der Jugendliche einen Fahrraddiebstahl ein. In der Folge wurde festgestellt, dass der Jugendliche, der derzeit in einer Wohngruppe untergebracht ist, vermisst wird. Der Jugendliche wurde noch in der Nacht zu seiner Wohngruppe gebracht.

Der Besitzer des Mountainbikes, ein graues Cube, Typ levelnine race 318, ist derzeit noch nicht bekannt. Dieser wird gebeten, sich beim Polizeirevier Kornwestheim, Tel. 07154 1313-0, zu melden.

Quelle: Polizeipräsidium:

Mit 210 km/h unterwegs: Polizei unterbindet Rennen auf Autobahn und weitere Meldungen aus der Region

BAB 81/ Möglingen: Kraftfahrzeugrennen unterbunden

Im Rahmen einer Laser-Geschwindigkeitsmessung wurde am Sonntag gegen 23:55 Uhr auf der Bundesautobahn 81 zwischen den Anschlussstellen Ludwigsburg Süd und Ludwigsburg Nord ein vermeintliches Fahrzeugrennen unterbunden. Ein 23-jähriger BMW-Fahrer wurde bei erlaubten 120 km/h dicht gefolgt von einem anderen PKW mit über 210 km/h gemessen. Bei beiden PKW handelt es sich vermutlich um Mietwagen. Der 23-Jährige wurde im Bereich der Anschlussstelle Ludwigsburg-Nord gestoppt und kontrolliert. Gegen ihn wird wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens ermittelt. Da der Fahrer eine ausländische Staatsangehörigkeit besitzt, wurde eine Sicherheitsleistung von 950 Euro erhoben.

 

Oberriexingen: Unfall auf der Kreisstraße 1639

Das Polizeirevier Vaihingen an der Enz, Tel. 07042 941-0, sucht dringend Zeugen, die einen Unfall beobachten konnten, der sich bereits am 08. Oktober gegen 14.10 Uhr auf der Kreisstraße 1639 zwischen Großsachsenheim und Oberriexingen ereignete. Ein 21 Jahre alter BMW-Fahrer soll hinter drei weiteren Fahrzeugen in Richtung Oberriexingen unterwegs gewesen sein und diese im Bereich einer Kurve überholt haben. Es kam zu einem Zusammenstoß zwischen dem BMW-Fahrer und einem ihm entgegenkommenden 33-jähriger Skoda-Lenker. Beide Fahrzeuge waren im Anschluss nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Es entstand ein Sachschaden von etwa 12.500 Euro. Aufgrund unterschiedlicher Angaben zum Unfallhergang bittet die Polizei insbesondere die drei Fahrzeuglenker, die überholt worden sein sollen, sich zu melden.

 

Ludwigsburg-Poppenweiler: Straßenlaterne abgeknickt – Unfallflucht

Eine umgeknickte Straßenlaterne im Einmündungsbereich der Lammgasse und der Haldenstraße in Poppenweiler hinterließ ein unbekannter Fahrzeuglenker am Montag zwischen 07:10 Uhr und 08:10 Uhr. Die Laterne hing derart in eine Grundstückseinfahrt, dass es den Anwohnern nicht möglich war, mit ihren Fahrzeugen auszufahren. Zeugen gaben an, sie hätten im fraglichen Zeitraum einen Lkw gehört. Eventuell hat dieser Lkw beim Rangieren die Laterne umgefahren und sich anschließend ohne Weiteres vom Unfallort entfernt. Das Polizeirevier Ludwigsburg, Tel. 07141 18-5353, bittet Zeugen, die Angaben zum Verursacher machen können, sich zu melden.

 

Erligheim: Wohnungseinbruch

In der Nacht zum Montag wurde in der Nähe des Spielplatzes Fuchsloch am Ortsrand Erligheims in eine Wohnung eingebrochen. Die unbekannten Täter machten sich zunächst an einer Terrassentür zu schaffen, an der jedoch der Rollladen herunter gelassen war. Vermutlich aufgrund dessen ließen sie von dieser Tür ab und hebelten letztlich eine Tür im Untergeschoss auf. Anschließend durchsuchten sie die Wohnung. Hinter dem Haus wurden einige Sparschweine aufgebrochen aufgefunden. Diese dürften aus dem Einbruch stammen. Der genaue Wert des Diebesguts ist bislang noch nicht bekannt. Der entstandene Sachschaden dürfte sich auf mehreren Hundert Euro belaufen. Zeugen, die verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben, werden gebeten, sich beim Polizeiposten Kirchheim am Neckar, Tel. 07143 891060, zu melden.

 

Korntal-Münchingen: Display einer Paketbox entwendet

In der Nacht zum Montag wurden das Display und die Steuerung einer Paketbox in der Mirander Straße in Korntal entwendet. Das Diebesgut hat einen Wert von knapp 600 Euro. Der Polizeiposten Korntal-Münchingen, Tel. 0711 8399020, bittet Zeugen, die verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben, sich zu melden.

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg

Ausschreitungen bei Fußball-Spiel in Höpfigheim

Am Sonntag kam es gegen 15.00 Uhr zu einem Tumult auf dem Fußballplatz in Höpfigheim. Die Mannschaften des GSV Höpfigheim und des FC Marbach waren gegeneinander angetreten.

Vermutlich nach einem Foul in der Nachspielzeit soll es zu Streitereien zwischen den Spielern gekommen sein. Nachdem sich auch Betreuer und Zuschauer auf das Spielfeld begaben und es zu tumultartigen Szenen gekommen sei, wurde das Spiel abgepfiffen. Zunächst lösten sich die Ausschreitungen auf. Doch kurze Zeit später kam es zu einer weiteren Auseinandersetzung unter den Spielern, wobei ein 18-Jähriger von einem noch unbekannten Spieler ins Gesicht geschlagen und verletzt wurde. Ein Rettungswagen musste hinzugezogen werden. Die polizeilichen Ermittlungen dauern an.

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg

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