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Teure Treue zum Internet-Provider

24 Prozent der Verbraucher sind in Zeiten von vermehrtem Home-Office oder -Schooling mit der Geschwindigkeit ihres Internets unzufrieden. Und jeder Fünfte (22 Prozent) gibt an, dass er mit seiner Internetgeschwindigkeit “sehr zufrieden” ist, etwa 48 Prozent sind “eher zufrieden”. Das geht aus einer repräsentativen YouGov-Umfrage im Auftrag von Check24 hervor.

Ein weiteres Ergebnis: Fast die Hälfte der Verbraucher (44 Prozent) ist in den vergangenen zehn Jahren ihren Internetanbieter treu geblieben. Ein Viertel hat lediglich einmal, 14 Prozent zweimal gewechselt. “Und auch aktuell denken lediglich 13 Prozent der Verbraucher darüber nach, ihren Anbieter zu wechseln”, heißt es bei dem Vergleichsportal.

Dabei lohne sich die Treue zum Internetanbieter definitiv nicht. Denn durch einen Wechsel könnten die Verbraucher über die 24-monatige Vertragslaufzeit bis zu 814 Euro sparen. Und das bei einer Erhöhung der Geschwindigkeit von 50 auf 200 MBit/s. Ein Sprecher: “Im Schnitt der betrachteten Provider zahlen Internetkunden 300 Euro weniger, wenn sie von ihrem alten Vertrag mit 50 MBit/s in einen neuen Vertrag mit einer Geschwindigkeit von mindestens 100 MBit/s wechseln.”

Ralf Loweg

 

Windenergie erlebt Umsatzeinbruch

Zum Erreichen der Klimaziele in Deutschland soll der Stromanteil aus erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2035 auf 60 Prozent steigen. Dazu ist jedoch der Bau zusätzlicher Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen erforderlich. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, sank der Umsatz mit der Produktion von Gütern, Technologien und Dienstleistungen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Jahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 19,0 Prozent auf 19,8 Milliarden Euro. Dieser Rückgang ist fast ausschließlich auf den Umsatzeinbruch in der Windenergiebranche zurückzuführen: Der Umsatz mit der Herstellung, Installation und Wartung von Windkraftanlagen sank gegenüber 2017 um 29,9 Prozent auf 12,7 Milliarden Euro.

Die Windenergiebranche in Deutschland ist auf den Inlandsmarkt ausgerichtet. 71,0 Prozent der Umsätze (9,0 Milliarden Euro) mit Windkraftanlagen (Waren, Bau- und Dienstleistungen) erwirtschafteten die Betriebe des Produzierenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors 2018 mit inländischen Abnehmern.

Im Vergleich zum Jahr 2017 sanken diese Umsätze um 29,8 Prozent. Der Bau von Windkraftanlagen in Deutschland und die damit erzielten Umsätze sind dabei von vielen Faktoren beeinflusst, etwa von Genehmigungsverfahren, Mindestabstandsregeln zwischen Wohnsiedlungen und Windkraftanlagen oder auch der Akzeptanz in der Bevölkerung.

Ralf Loweg