Teure Treue zum Internet-Provider

24 Prozent der Verbraucher sind in Zeiten von vermehrtem Home-Office oder -Schooling mit der Geschwindigkeit ihres Internets unzufrieden. Und jeder Fünfte (22 Prozent) gibt an, dass er mit seiner Internetgeschwindigkeit „sehr zufrieden“ ist, etwa 48 Prozent sind „eher zufrieden“. Das geht aus einer repräsentativen YouGov-Umfrage im Auftrag von Check24 hervor.

Ein weiteres Ergebnis: Fast die Hälfte der Verbraucher (44 Prozent) ist in den vergangenen zehn Jahren ihren Internetanbieter treu geblieben. Ein Viertel hat lediglich einmal, 14 Prozent zweimal gewechselt. „Und auch aktuell denken lediglich 13 Prozent der Verbraucher darüber nach, ihren Anbieter zu wechseln“, heißt es bei dem Vergleichsportal.

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Dabei lohne sich die Treue zum Internetanbieter definitiv nicht. Denn durch einen Wechsel könnten die Verbraucher über die 24-monatige Vertragslaufzeit bis zu 814 Euro sparen. Und das bei einer Erhöhung der Geschwindigkeit von 50 auf 200 MBit/s. Ein Sprecher: „Im Schnitt der betrachteten Provider zahlen Internetkunden 300 Euro weniger, wenn sie von ihrem alten Vertrag mit 50 MBit/s in einen neuen Vertrag mit einer Geschwindigkeit von mindestens 100 MBit/s wechseln.“

Ralf Loweg

 

Mit dem Smartphone in der Kostenfalle

Die Mobilität in der digitalen Welt hat ihren Preis. Schließlich wollen wir immer und überall erreichbar sein. Dazu braucht es natürlich ein mobiles Telefon. Doch das muss ja irgendwie bezahlt werden. Und dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Wer ein Smartphone über den Handy-Vertrag finanziert, stottert das Gerät über höhere monatliche Grundgebühren ab. Diese Mehrkosten können viel höher sein als die eigentliche Tarifgebühr – und fallen in den meisten Verträgen auch nach der regulären Laufzeit weiter an, obwohl das Gerät längst abbezahlt ist. Das zeigt eine Verivox-Analyse von Smartphone-Kombitarifen der deutschen Mobilfunk-Netzbetreiber.

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Bei Kombi-Tarifen mit Smartphone werden die Gerätekosten auf 24 Monate verteilt: Somit steigen die monatlichen Gebühren. Kunden von Telekom und Vodafone zahlen dafür bis zu 50 Euro mehr im Monat, bei O2 können sogar mehr als 60 Euro zusätzlich anfallen. Teilweise sind die Zusatzkosten höher als die eigentlichen Tarifkosten.

Nach 24 Monaten ist das Smartphone abbezahlt, doch die Zusatzkosten laufen in der gleichen Höhe weiter, wenn der Kunde nichts unternimmt und seinen Vertrag weiterlaufen lässt.

In der Regel erfahren Kunden ohne aktive Recherche nicht, was sie das Gerät eigentlich kostet: Bei Bündeltarifen verschmelzen Hardware- und Tarifkosten. Lediglich Vodafone weist im Warenkorb beide Summen separat aus. „Aufgrund der zumeist intransparenten Darstellung dürften die wenigsten Kunden wissen, dass es einen Kostenbestandteil gibt, der nach 24 Monaten entfallen müsste“, sagt Jens-Uwe Theumer, Vice President Telecommunications bei Verivox.

Meistens lohnt es sich, Tarif und Gerät getrennt zu kaufen. Das Sparpotenzial ist groß: Bei hiesigen Discount-Anbietern gibt es eine Allnet-Flat mit 3 Gigabyte Datenvolumen schon ab fünf Euro im Monat – die günstigsten Allnet-Flats der Netzbetreiber liegen bei rund 20 Euro. Abhängig vom gewählten Smartphone lassen sich laut Experten so bis zu 500 Euro über eine Laufzeit von 24 Monaten sparen.

Ralf Loweg / glp