Twitter und die magische Milliarde

Wenn schon der mächtigste Mann der Welt immer und überall wie ein Vöglein “zwitschert”, ist das die beste Werbung. Ob Donald Trump aber allein für den rasanten geschäftlichen Aufstieg von Twitter verantwortlich ist, darf bezweifelt werden. Fest steht allerdings: Der Kurznachrichtendienst hat erstmals in einem Quartal mehr als eine Milliarde Dollar umgesetzt.

“Wir haben einen neuen Meilenstein erreicht”, sagt Vorstandschef Jack Dorsey. In den drei Monaten bis Ende Dezember 2019 kletterte der Umsatz im Jahresvergleich um elf Prozent auf 1,01 Milliarden Dollar. Analysten hatten im Schnitt Twitter “nur” 996,7 Millionen Dollar zugetraut.

Auch bei der Zahl der täglichen Nutzer schnitt Twitter mit einem Wert von 152 Millionen besser als erwartet ab. Hier lagen die Erwartungen der Experten bei 147,5. Dieser Wert gibt die Zahl der mindestens einmal im Monat aktiven User an, denen auch tatsächlich Werbung gezeigt werden kann.

Ralf Loweg

So wenig Verkehrstote wie noch nie

 Autos werden immer sicherer. Und das lässt sich jetzt auch eindrucksvoll an Zahlen ablesen. Im Jahr 2019 starben laut vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamts (Destatis) 3.059 Menschen im Straßenverkehr. Eines vorweg: Natürlich ist jeder Tote einer zuviel. Aber: Im Vergleich zu 2018 ist das ein Rückgang um deutliche 6,6 Prozent. Das bedeutet: Damit gab es seit der Erfassung von Verkehrsunfällen vor über 60 Jahren nie weniger Verkehrstote in einem Jahr. Auch die Zahl der Verletzten sank um drei Prozent auf 384.000.

“Noch nie mussten so wenige Menschen im Straßenverkehr Ihr Leben lassen. Das ist erfreulich und zeigt, wie wichtig eine gute Präventionsarbeit ist”, sagt Prof. Klaus Bodewig, Präsident der Deutschen Verkehrswacht (DVW).

Rund 2,7 Millionen Unfälle registrierte die Polizei 2019, das entspricht einem Plus von 1,9 Prozent. Damit ereignete sich laut der Statistiker etwa alle zwölf Sekunden ein Unfall auf Deutschlands Straßen. Bodewig merkt daher auch kritisch an: “Die Unfallzahlen sind insgesamt zu hoch. Besonders Radverkehr bleibt eine Herausforderung. Hier dürfen wir nicht nachlassen.”

Ralf Loweg