Unbekannter Radfahrer attackiert älteres Ehepaar und weitere Meldungen aus dem Landkreis

Gerlingen: Radfahrer schlägt zu

Mit einem aggressiven Radfahrer-Paar hatte es ein Ehepaar am Sonntagnachmittag auf einem Waldweg zwischen der Waldsiedlung und dem Bannwaldweg in Gerlingen zu tun. Der 81-Jährige und seine 71-Jährige Frau gingen gegen 14:00 Uhr auf dem Weg, als der unbekannte Radfahrer und auch seine Begleiterin sehr knapp an der 71-Jährigen vorbeifuhren. Nachdem die Fußgängerin darauf in barschem Ton reagiert hatte, hielt die Radfahrerin an und rief ihrem Begleiter zu, dass sie beleidigt worden war. Der soll daraufhin den 81-Jährigen zur Rede gestellt und mit seinem Rad nach ihm geschlagen haben. Dem Angriff habe er aber ausweichen können. Als die 71-Jährige die Szene mit dem Handy fotografieren wollte, soll der Radfahrer sie ins Gesicht geschlagen und zu Boden gestoßen haben. Dabei wurde sie leicht verletzt. Der Polizeiposten Gerlingen ermittelt wegen Körperverletzung und versuchter gefährlicher Körperverletzung.

 

Markgröningen: Trickdiebstahl durch angebliche Pflegedienst-Mitarbeiterin

Als Mitarbeiterin eines Pflegedienstes hat sich eine unbekannte Täterin am Samstagnachmittag gegen 16:00 Uhr bei einer 81-jährigen Frau in Markgröningen vorgestellt. Während ihres Aufenthalts in der Wohnung platzierte sie die 81-Jährige zunächst auf einem Stuhl im Eingangsbereich und anschließend auf der Terrasse. Als die Frau Verdacht schöpfte und nach dem Rechten sehen wollte, war die Täterin verschwunden und hatte Bargeld und Schmuck im Wert von mehreren tausend Euro gestohlen.

ANZEIGE

 

Vaihingen/Enz-Kleinglattbach: Geschwindigkeitsmessanlage beschädigt

In der Bahnhofstraße in Kleinglattbach hat ein Unbekannter in der Nacht zum Sonntag zwischen 22:00 und 03:00 Uhr die Glasscheibe einer mobilen Geschwindigkeitsmessanlage vollständig mit weißer Farbe besprüht. Personen, die verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben, werden gebeten, sich beim Polizeirevier Vaihingen/Enz, Tel. 07042/941-0, zu melden.

 

Korntal-Münchingen: Sachbeschädigung am Feuerwehrhaus

Ein unbekannter Täter hat zwischen Samstag 12:00 Uhr und Sonntag 13:00 Uhr die Lamellen einer Jalousie am Feuerwehrhaus Korntal verbogen und dadurch etwa 1.000 Euro Sachschaden angerichtet. Der Polizeiposten Korntal-Münchingen, Tel. 0711 839902-0, bittet um Hinweise.

 

Hemmingen: Fensterscheiben am Bahnhof eingeworfen

Zwei bislang unbekannte Täter haben in der Nacht zum Sonntag gegen 01:50 Uhr mit vorgefundenen Steinen die Fensterscheiben des Wartebereichs am Bahnhof in Hemmingen eingeworfen. Einer der Täter war komplett weiß gekleidet, der andere trug eine dunkle Trainingshose und eine dunkle Trainingsjacke mit roten Streifen. Der Polizeiposten Schwieberdingen, Tel. 07150/383753-0, bittet um sachdienliche Hinweise.

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg

So kommen Sie stressfrei durch den Stau

Es dürfte an diesem Wochenende voll werden auf den deutschen Autobahnen. Denn für zwei Tage befinden sich alle Bundesländer in den Ferien. Das Stauniveau der Sommerreisezeit vor der Pandemie dürfte wohl nicht erreicht werden. Der ADAC gibt Tipps, wie man stressfrei durch den Stau und ans Reiseziel kommt.

Wichtig gerade für Familien mit Kindern ist eine gute Reiseplanung. Mit ausreichend Pausen kann Stress durch Behinderungen und Staus vermieden werden. Auf einer längeren Urlaubsfahrt sollten vor allem ausreichend Getränke und kleine Snacks im Auto sein, aber auch Beschäftigung für die mitreisenden Kinder. Wer kann, sollte die staureichen Wochenenden meiden und lieber an einem Dienstag oder Mittwoch in den Urlaub starten oder zurückfahren.

ANZEIGE

Steht man tatsächlich im Stau, heißt es Ruhe bewahren. Aussteigen ist zwar auf der Autobahn verboten, aber bei längeren Störungen reagiert die Polizei mit Nachsicht, wenn es im Fahrzeug zum Beispiel zu heiß wird.

Rechts überholen ist im Stau nur dann erlaubt, wenn der Verkehr auf dem linken Fahrstreifen steht oder mit maximal 60 km/h fährt. An stehendem Verkehr darf man rechts mit maximal 20 km/h vorbeifahren. Auf der Autobahn rückwärts zu fahren oder zu wenden ist hingegen immer verboten – außer die Polizei fordert die Autofahrer, zum Beispiel bei einer Vollsperrung, dazu auf.

Der Standstreifen darf auch im Stau nicht befahren werden, er ist für Pannenfahrzeuge reserviert. Wer sich nicht daran hält und etwa zur nächsten Ausfahrt oder dem nächstgelegenen Rastplatz über den Pannenstreifen fährt, riskiert 75 Euro Bußgeld und einen Punkt.

Telefonieren im Auto ohne Freisprechanlage ist auch im Stau verboten. Nur wenn der Motor abgeschaltet ist, darf der Fahrer das Gerät in die Hand nehmen. Ein Verstoß kostet zwischen 100 bis 200 Euro, bringt zwei Punkte in Flensburg und einen Monat Fahrverbot.

Ganz wichtig: Bereits bevor ein Stau entsteht, also bei stockendem Verkehr, müssen Autofahrer eine Rettungsgasse bilden – immer zwischen dem äußersten linken und den übrigen Fahrstreifen. Die Bußgelder für Autofahrer, die sich hier nicht an die Regeln halten, wurden drastisch erhöht: auf 200 bis 320 Euro.

Andreas Reiners / glp