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Urlaub 2020: Hurra, wir leihen uns ein Wohnmobil

Der Urlaubswunsch ist gerade in der Corona-Krise bei vielen Menschen besonders stark ausgeprägt. Doch Fernreisen sind aufgrund der unterschiedlichen Bestimmung in den einzelnen Ländern vorerst nicht möglich. Auch finanziell können sich das wohl die meisten Menschen in dieser schwierigen Zeit kaum leisten. Und so werden Ferien in der Heimat im Wohnmobil oder Camper für viele Autofahrer plötzlich interessant.

Voraussichtlich am 30. Mai 2020 dürfen die Campingplätze wieder öffnen. Entsprechend könnten sich fast zwei Drittel der deutschen Autohalter vorstellen, mit dem Wohnmobil oder Camper auf große Fahrt zu gehen. Das geht aus einer aktuellen Umfrage von AutoScout24 hervor.

Vor allem jüngere Autofahrer zieht die Freiheit des Camper-Lebens offenbar an. So finden 73 Prozent der unter 40-Jährigen die Idee, mit dem Wohnmobil unterwegs zu sein, spannend. Bei den über 40 Jahre alten sieht es etwas anders aus, doch immerhin gut jeden Zweiten (54 Prozent) reizt die Aussicht auf mobilen Selbstversorger-Urlaub.

Mit 45 Prozent würde sich knapp die Hälfte der Befragten für den Urlaub zwar keinen nagelneuen Camper kaufen – ausleihen aber schon. Auch beim Thema Wohnmobil-Verleih sind es eher die Jüngeren, die auf einen Roadtrip mit dem Camper abfahren. So sagt die Mehrheit der 18- bis 39-Jährigen, dass sie sich vorstellen können, 2020 mit dem Wohnmobil in Urlaub zu fahren.

Ralf Loweg

Windenergie erlebt Umsatzeinbruch

Zum Erreichen der Klimaziele in Deutschland soll der Stromanteil aus erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2035 auf 60 Prozent steigen. Dazu ist jedoch der Bau zusätzlicher Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen erforderlich. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, sank der Umsatz mit der Produktion von Gütern, Technologien und Dienstleistungen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Jahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 19,0 Prozent auf 19,8 Milliarden Euro. Dieser Rückgang ist fast ausschließlich auf den Umsatzeinbruch in der Windenergiebranche zurückzuführen: Der Umsatz mit der Herstellung, Installation und Wartung von Windkraftanlagen sank gegenüber 2017 um 29,9 Prozent auf 12,7 Milliarden Euro.

Die Windenergiebranche in Deutschland ist auf den Inlandsmarkt ausgerichtet. 71,0 Prozent der Umsätze (9,0 Milliarden Euro) mit Windkraftanlagen (Waren, Bau- und Dienstleistungen) erwirtschafteten die Betriebe des Produzierenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors 2018 mit inländischen Abnehmern.

Im Vergleich zum Jahr 2017 sanken diese Umsätze um 29,8 Prozent. Der Bau von Windkraftanlagen in Deutschland und die damit erzielten Umsätze sind dabei von vielen Faktoren beeinflusst, etwa von Genehmigungsverfahren, Mindestabstandsregeln zwischen Wohnsiedlungen und Windkraftanlagen oder auch der Akzeptanz in der Bevölkerung.

Ralf Loweg