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Verwirrte Frau wirft in Kornwestheim Gegenstände vom Balkon; Rücksichtsloser Rollerfahrer in Remseck unterwegs

Kornwestheim: 47 Jahre alte Frau in psychischem Ausnahmezustand

Am Montag kam es gegen 22.50 Uhr in der Baurstraße in Kornwestheim zu einem Einsatz von Polizei, Feuerwehr und des Rettungsdienstes, da sich eine 47 Jahre alte Frau mutmaßlich unter dem Eindruck einer psychischen Ausnahmesituation befand. Zunächst hatte sie wohl Gegenstände von ihrem Balkon geworfen und den Nachbarn gegenüber mitgeteilt, dass sie die Polizei benötige. Nachdem die Beamten des Polizeireviers Kornwestheim eingetroffen waren, versuchten diese eine Kommunikation zu der 47-Jährigen durch die geschlossene Wohnungstür aufzubauen. Als das Gespräch abbrach, forderten die Polizisten den Rettungsdienst sowie die Freiwillige Feuerwehr Kornwestheim an. Die Beamten brachen die Tür aufgrund einer möglichen hilflosen Lage der Frau schließlich selbst auf. Der Rettungsdienst kümmerte sich um die Frau, die im weiteren Verlauf in eine psychiatrische Einrichtung gebracht wurde.

Remseck am Neckar-Pattonville: rücksichtsloser Rollerfahrer unterwegs

Das Polizeirevier Kornwestheim, Tel. 07154/1313-0, sucht Zeugen, die am Montagnachmittag einen noch unbekannten Rollerfahrer beobachtet haben, der in rücksichtslos durch Pattonville fuhr. Kurz vor 17.00 Uhr meldeten Anwohner, dass eine Person mit einem orangenen Roller der Marke Peugeot in Pattonville hin und her rasen würde. Die Fahndung, die Beamte des Polizeireviers Kornwestheim anschließend durchführten, blieb jedoch ergebnislos. Gegen 18.15 Uhr traf schließlich ein 51 Jahre alter PKW-Fahrer im New-York-Ring auf vermutlich denselben Rollerlenker. Der 51-Jährige, der im südlichen Teil des New-York-Rings nach links in seine Grundstückeinfahrt einbiegen wollte, bemerkte hierbei, dass ein Roller von hinten mit hoher Geschwindigkeit angefahren kam. Um einen Zusammenstoß mit dem Rollerlenker, der ihn nun überholte, zu verhindern, musste der 51-Jährige seinen Abbiegevorgang abbrechen und bis zum Stillstand abbremsen. Der PKW-Lenker nahm nun die Verfolgung auf und konnte beobachten, dass der unbekannte Rollerfahrer im nördlichen Kreuzungsbereich des New-York-Rings und der John-F.-Kennedy-Allee beim Abbiegen nach rechts einen noch unbekannten PKW-Fahrer die Vorfahrt nahm. Genauso agierte der Zweiradfahrer schließlich als er nach links in die Arkansasstraße abbog und einem ebenfalls unbekannten Entgegenkommenden die Vorfahrt nahm. Im weiteren Verlauf musste der 51-Jährige die Verfolgung abbrechen, da sich der Rollerfahrer auf einem Fußweg in Richtung Ludwigsburg-Grünbühl entfernte. Hierbei beleidigte er seinen Verfolger mittels einer Geste. Der Roller dürfte von einer jüngeren, männlichen Person gelenkt worden sein, die eine Jeans, eine schwarze Jacke und einen Helm trug. Insbesondere bittet die Polizei die beiden Verkehrsteilnehmer, denen der Rollerfahrer die Vorfahrt nahm, sich zu melden.

Quelle: Polizei Ludwigsburg

610.000 Euro für Kaugummientfernungsmaschinen

Stuttgart hat zwei neue Spezialreinigungsmaschinen angeschafft, sogenannte Kaugummientfernungsmaschinen. Sie sollen Flächen von Kaugummiresten und sonstigem Schmutz befreien. Der Technische Bürgermeister, Dirk Thürnau, sowie Mitarbeiter der Abfallwirtschaft Stuttgart haben die neuen Maschinen und ihre Funktionsweise am Mittwoch, 15. Juli, vorgestellt. Sie sind Teil des Konzepts “Sauberes Stuttgart”. Ziel ist es, die Reinigungsleistung in der Stadt deutlich zu erhöhen.

Bürgermeister Thürnau sagte: “Aktuell sind viele Menschen in der Stadt unterwegs und halten sich im Freien auf. Damit geht auch eine Verschmutzung des öffentlichen Raums einher. Auf viel genutzten Flächen wird häufig Kaugummi achtlos weggeworfen. Hin und wieder fällt auch versehentlich eine Pizza auf den Boden oder es wird eine Cola umgestoßen. Dadurch entstehen Flecken.” Für mehr Sauberkeit in Stuttgart investiere die Stadt rund 45 Millionen Euro. Thürnau weiter: “Es ist uns ein Anliegen, uns um die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger zu kümmern. Unsere neuen “Kaugummimaschinen” reinigen unsere Straßen und Plätze mit heißem Wasser und sehr hohem Druck. Uns war wichtig, dass die Reinigung komplett ohne Chemie funktioniert.”

Die Kaugummientfernungsmaschinen sind laut Angaben der Stadt seit März in Betrieb. Bereits gereinigt wurde der Bereich der Königstraße und des Kronprinzplatzes sowie die anschließenden Seitenstraßen. Nun folgen der Marienplatz und weitere Plätze. Insgesamt investiert die Stadt 610.000 Euro.

Für mehr Sauberkeit in Stuttgart investiere die Stadt rund 45 Millionen Euro

Das Reinigungsverfahren basiert auf einer Spülung mit heißem Wasser unter hohem Druck (200 bar und mehr) bzw. mit Dampf. Die Reinigung erfolgt ohne Zugabe von Chemikalien. Das heiße Wasser wird über rotierende Düsen versprüht. Der Reinigungsvorbau berührt dabei nicht den Bodenbelag. Durch eine umlaufende Schürze wird die Umgebung vor Spritzwasser geschützt. Im Anschluss werden Kaugummireste mit Hochdruck entfernt. Das Schmutzwasser wird weggespült.

Konzept “Sauberes Stuttgart”

Um gemeinsam ein sauberes Stuttgart zu schaffen, stellt die Stadt für die Umsetzung des gleichnamigen Konzepts jährlich rund zehn Millionen Euro bereit. Beschlossen wurde das Programm in den Haushaltsberatungen im Dezember 2017, voll wirksam ist es seit 2019. Schwerpunkte sind vermehrte Reinigungen im öffentlichen Raum, Müllprävention, verstärkte Kontrollen und eine breit angelegte Öffentlichkeitskampagne, die zum Mitmachen animiert. 123 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden eingestellt und 45 neue Fahrzeuge angeschafft. Zudem werden 1.000 zusätzliche Papierkörbe aufgestellt.

red

Quelle: Stadt Stuttgart