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Volkswagen tief in den roten Zahlen

Die plötzliche Vollbremsung der Autoindustrie in der Corona-Krise hat deutliche Spuren hinterlassen. Vor allem der Volkswagen-Konzern ist tief in die roten Zahlen gerutscht. Vor Steuern stand im ersten Halbjahr 2020 ein Verlust von 1,4 Milliarden Euro, wie die Wolfsburger mitteilten. Zum Vergleich: 2019 hatte VW im gleichen Zeitraum noch einen Gewinn von 9,6 Milliarden Euro eingefahren.

Weil die Bänder allerdings vor allem im März und April 2020 lange stillstanden und in Europa sowie Nordamerika deshalb kaum Autos abgesetzt werden konnten, sackte der Umsatz um 23 Prozent auf 96 Milliarden Euro ab.

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Die weitere Entwicklung kann derzeit nicht eingeschätzt werden, heißt es. Aus diesem Grund will das Management von Volkswagen den Dividendenvorschlag um 1,70 Euro auf 4,86 Euro je Vorzugsaktie kürzen, um die Kasse zu schonen. Stammaktionäre bekommen jeweils 6,0 Cent weniger.

Beim operativen Ergebnis vor Sondereinflüssen lag Volkswagen mit einem Minus von 0,8 Milliarden Euro leicht besser als von Analysten geschätzt, berichtet “tagesschau.de”. 2019 hatte VW hier aber auch noch 10,0 Milliarden Euro verdient.

Ralf Loweg

Immer mehr Menschen können sich keine Krankenversicherung leisten

Die Zahl der Menschen ohne Krankenversicherung ist in Deutschland in den vergangenen fünf Jahren deutlich gestiegen. 2019 hatten 143.000 Menschen keine Krankenversicherung, 2015 waren es noch rund 79.000. Das geht aus Daten hervor, die das Statistische Bundesamt veröffentlicht hat. In den alten Bundesländern waren es zuletzt 117.000, in den neuen Ländern 26.000 Betroffene. 78,94 Millionen Krankenversicherte gab es demnach 2019, berichtet “tagesschau.de” und die “Saarbrücker Zeitung’ in ihrer Freitagsausgabe.

Die AOK verbuchte im ersten Halbjahr 2020 einen Überschuss. Einem Bericht des “RedaktionsNetzwerks Deutschland” (RND) zufolge erzielten die AOK-Kassen bis Ende Juni ein Plus von 320 Millionen Euro, nach einem Defizit von 435 Millionen im ersten Quartal. Ursache sei ein bisher noch nie dagewesener Einbruch bei der Inanspruchnahme von medizinischen Leistungen nach Beginn der Pandemie.

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So seien im Frühjahr 2020 praktisch alle planbaren Operationen verschoben worden, um Intensivbetten für Corona-Patienten frei zu halten. Aus Angst vor einer Ansteckung hätten zudem viele Versicherte den Arzt-Besuch vermieden. Die Daten der anderen gesetzlichen Kassen fehlen noch. Im Mai hatten die Krankenkassen noch wegen der Corona-Krise mehr Ausgaben und weniger Einnahmen durch Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit erwartet.

Ralf Loweg / wid