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Vorfall am Bahnhof? Zeugen gesucht

Nach einem Vorfall, der sich am Montag zwischen 14:00 Uhr und 18:15 Uhr in der Bahnhofstraße in Ludwigsburg ereignet haben soll, sucht die Polizei nach Zeugen.

Was war passiert?

Im Tatzeitraum hielt sich ein 42-Jähriger vermutlich im Eingangsbereich des Bahnhofs auf. Dort soll er nach eigenen Angaben von einem bislang unbekannten Täter angegriffen und mit einer Flasche auf den Kopf geschlagen worden sein. Obendrein soll der Unbekannte noch eine dreistellige Bargeldsumme aus der Hosentasche des 42-Jährigen entwendet haben. Möglicherweise könnte auch ein Sturzgeschehen seitens des 42-Jährigen, der im Tatzeitraum mutmaßlich alkoholisiert war, vorliegen. Eine bislang unbekannte Taxifahrerin habe gegenüber einer eingesetzten Streifenwagenbesatzung geäußert, dass der 42-Jährige in Begleitung von zwei unbekannten Personen war und gestürzt sei. Einer der bislang unbekannten Personen soll anschließend etwas aus der Hosentasche des 42-Jährigen entnommen haben. Da die Personendaten der Taxifahrerin nicht bekannt sind, wird sie gebeten, sich beim Polizeirevier Ludwigsburg, Tel. 07141 18-5353, zu melden. Zudem werden Zeugen gesucht, die nähere Angaben zum Vorfall machen können. Ob der 42-Jährige, der sich gegen 18:15 Uhr selbstständig bei der Polizei gemeldet hatte, verletzt wurde, ist momentan nicht bekannt.

Quelle: Polizei Ludwigsburg

Fachkräftemangel wird zur Gefahr für Baubranche im Kreis Ludwigsburg

Handwerker gesucht: Der Mangel an Fachkräften könnte für Baufirmen im Landkreis Ludwigsburg in den nächsten Jahren zu einem ernsten Problem werden. Davor warnt die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) und verweist auf eine Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Danach gibt es in den Bauberufen immer größere Schwierigkeiten, Personal für offene Stellen zu finden. Laut der Gewerkschaft blieben im vergangenen Jahr im Kreis Ludwigsburg 73 Stellen in der Branche länger als 90 Tage unbesetzt. 2017 waren es 57 Stellen.

„Ob es um den Bau von Wohnungen und Straßen oder die Sanierung von Brücken geht – viele Firmen arbeiten wegen der anziehenden Nachfrage längst am Limit. Und das sogar in Zeiten von Corona. Um die Aufträge zu bewältigen, müssen sie jetzt in die Fachleute von morgen investieren“, sagt Mike Paul, Bezirksvorsitzender der IG BAU Stuttgart. Die Branche müsse jedoch deutlich attraktiver werden. Das fange bei einer besseren Bezahlung an, so Paul. In der laufenden Tarifrunde für das Bauhauptgewerbe fordert die Gewerkschaft ein kräftiges Lohn-Plus. Außerdem soll die lange, bislang meist unbezahlte Fahrerei zur Baustelle entschädigt werden.

„Aktuell erleben wir einen regelrechten Facharbeiter-Schwund. Drei Jahre nach der Ausbildung haben im Schnitt zwei von drei Bauarbeitern ihre Branche verlassen. Der Trend muss unbedingt gestoppt werden“, betont Paul. Neben höheren Löhnen und besseren Arbeitsbedingungen komme es dabei auch auf ein gesundes Betriebsklima an. Beschäftigte vermissten häufig Respekt und Anerkennung für ihre Leistung. „Kein Wunder, dass sich da mancher nach einem anderen Beruf umschaut“, so Paul.

Wie sehr der Fachkräftebedarf in Zukunft anwachsen könnte, zeigt eine Studie der Sozialkassen des Baugewerbes (SOKA-BAU). Danach dürften in den nächsten zehn Jahren bundesweit 150.000 Bau-Beschäftigte in Rente gehen. Das ist jeder sechste Arbeitnehmer in der Branche.

red