Wohnungsbrand in Ludwigsburger Hochhaus – Rettungskräfte verhindern größeres Unglück

Aus bislang ungeklärter Ursache kam es am Samstag gegen 20.00 Uhr zu einem Wohnungsbrand in der zweiten Etage eines 12-stöckigen Mehrfamilienhaus. Da die Bewohner zum Zeitpunkt des Brandausbruches nicht in ihrer Wohnung waren, gab es unter den Bewohnern keine Verletzten. Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnte ein Übergreifen des Brandes auf weitere Wohnungen verhindert werden. Um 20.31 Uhr war der Brand gelöscht.

Die Feuerwehren aus Ludwigsburg, Freiberg am Neckar sowie Besigheim waren mit insgesamt zwölf Fahrzeugen und 53 Einsatzkräften zur Brandbekämpfung ausgerückt und der stellvertretende Kreisbrandmeister Feyerabend war ebenfalls vor Ort.

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Der Rettungsdienst hatte einen Notarzt sowie zwei Rettungsfahrzeuge entsandt und wurde vom Ehrenamt des DRK mit vier Fahrzeugen unterstützt, welche die evakuierten Hausbewohner mit betreuten. Hierzu war auf einem nahegelegenen Spielfeld eine Sammelstelle eingerichtet worden. Da sich auch freiwillig Personen aus den angrenzenden Wohnhäusern dorthin begaben, waren dies rund 120 Personen. Eine ältere und auf ihren Rollator angewiesene Hausbewohnerin musste bei der Evakuierung durch vier Polizeibeamte aus ihrer Wohnung getragen werden.

Vom Polizeirevier Ludwigsburg sowie Marbach am Neckar waren insgesamt vier Streifenwagenbesatzungen im Einsatz. Unter den Einsatzkräften der Feuerwehr gab es eine leicht verletzte Person.

Während der Löscharbeiten kehrten die Bewohner der betroffenen Wohnung zurück. Da ihre Wohnung komplett ausgebrannt war, mussten sie bei Freunden unterkommen. Die Wohnung im Stock darunter war aufgrund des Löschwassers so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass auch diese nicht mehr bewohnbar war. Die Bewohner mussten sich daher in einem Hotel einquartieren.

Nachdem die Feuerwehr das Mehrfamilienhaus gelüftet hatte, konnten die restlichen Bewohner wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Der Sachschaden beläuft sich nach ersten Einschätzungen auf etwa 200.000 Euro.

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg

Veganer sollten sich umfassend informieren

Eine vegane Ernährung ist zwar gesund, aber auch nur dann, wenn sie abwechslungsreich und aus frischen vollwertigen Lebensmitteln zusammengestellt wird. Anhänger der puren Pflanzenkost sollten sich deshalb umfassend informieren. Denn wer auf Fleisch, Fisch, Eier und Milch verzichtet, reduziert gleichzeitig auch Mineralstoffe wie Kalzium und Spurenelemente wie Eisen, Jod, Zink oder Selen.

In einer aktuellen Studie des Bundesinstituts für Risikobewertung war über die Hälfte der Teilnehmenden knapp mit Jod versorgt, die vegane Fraktion war fast komplett betroffen. „Mit einem optimierten Speiseplan lässt sich der Bedarf an den meisten Nährstoffen decken, es ist aber eine Herausforderung“, sagt Anja Kroke, Professorin für Epidemiologie an der Hochschule Fulda, im Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“.

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Vitamin B12, das nur in tierischen Lebensmitteln vorkommt, gilt bei fleischloser Ernährung als Sorgenkind. Doch folgten laut Kroke, die an den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) für Veganerinnen und Veganer mitgewirkt hat, heute viele der dringenden Empfehlung, Vitamin B12 in Tropfen- oder Kapselform zuzuführen. Zahncreme mit Vitamin B12 kann ebenfalls helfen, einen Mangel zu vermeiden.

Besondere Vorsicht ist bei Babys, Kinder und Jugendliche im Wachstum geboten. Auch Schwangere und Stillende haben einen überdurchschnittlich hohen Nährstoffbedarf. Allein mit pflanzlichen Lebensmitteln lässt dieser sich kaum decken. Auch besteht hier noch viel Forschungsbedarf. Daher empfiehlt die DGE eine vegane Ernährung für sogenannte sensible Bevölkerungsgruppen weiterhin nicht ausdrücklich. Ein guter Kompromiss: Deutlich mehr Pflanzliches auf die Teller bringen, kombiniert mit einem geringen Anteil an tierischen Lebensmitteln. Davon profitieren mit Sicherheit alle.

Andreas Reiners / glp