54 Azubis starten bei der Ludwigsburger Stadtverwaltung

Insgesamt 54 neue Auszubildende starteten am 1. September in ihr erstes Lehrjahr bei der Stadtverwaltung Ludwigsburg. Kennzeichnend für die Ausbildung bei der Stadt: Die Vielzahl an unterschiedlichen Ausbildungsberufen. So setzt sich der Ausbildungsjahrgang 2021 zusammen aus vier Verwaltungsfachangestellten, drei Verwaltungswirten, zwei Kauffrauen für Büromanagement und vier Bachelor of Arts public management.  Und ganz neu dabei: ein Student im Studienfach digitales Verwaltungsmanagement. Ebenfalls seit 1. September „im Dienst“ sind 36 Azubis in den sozialpädagogischen Berufen, ein Koch, ein Veranstaltungstechniker, eine Geomatikerin und eine Fachangestellte für Medien und Informationsdienste in der Stadtbibliothek.

ANZEIGE

Aufgrund eines umfangreichen Hygienekonzeptes war ein gemeinsamer Starttag aller Azubis in der Innenstadthalle möglich. Gemeinsam mit dem Ausbildungsteam und allen an der Ausbildung Beteiligten, freuen sich die neuen Auszubildenden auf eine spannende, lehrreiche Zeit bei der Stadtverwaltung.

Oberbürgermeister Dr. Matthias Knecht ließ es sich nicht nehmen, die neuen Auszubildenden in den Verwaltungsberufen nach seinem Urlaub gestern persönlich im Rathaus zu begrüßen. Er beglückwünschte die neuen Azubis zu ihrer Entscheidung und betonte: „Sie sind sehr wichtig für uns, denn Sie sind unsere Zukunft! Gemeinsam mit Ihren Kolleginnen und Kollegen können Sie viel bewegen und die Stadt für die Bürgerinnen und Bürger zukunftsfähig gestalten!“

ANZEIGE

„Wir freuen uns sehr, dass wir trotz der herausfordernden Situation auf dem Ausbildungsmarkt unsere Ausbildungsplätze mit so engagierten, motivierten Auszubildenden besetzen konnten“, sind sich auch die Ausbildungsleitungen Pia Schmid-Leißler und Christopher Linke einig.

Auch für 2022 ist die Stadt Ludwigsburg wieder ein Ausbildungsbetrieb mit vielfältigen Angeboten für alle Schularten. Bewerbungsschluss ist der 3. Oktober. Infos zu den Berufen gibt es unter www.lb-bildet-aus.de.

Einkommen verlieren Rennen gegen Mietpreise

Die Entwicklung der Arbeitseinkommen kann mit den Preissteigerung von Wohnungsmieten nicht mehr Schritt halten. Das gilt vor allem für die Situation in Großstädten. Dort ist die Miete für Familien zu einer hohen finanziellen Belastung geworden.

ANZEIGE

Eine Analyse von immowelt zur Mietbelastung einer 4-köpfigen Familie bei Neuvermietung verdeutlicht das: In mehr als jeder zweiten deutschen Großstadt müssen Arbeitnehmer mit anerkanntem Berufsabschluss für eine familientaugliche Wohnung mindestens ein Viertel des Haushaltsnettoeinkommens für die Miete ausgeben.

In 46 von 79 untersuchten Städten müssen der Analyse zufolge Familien, bei denen beide Eltern einen anerkannten Berufsabschluss haben, mehr als ein Viertel des Nettoeinkommens für die Neuanmietung einer Wohnung ausgeben. In 16 Städten liegt der Anteil sogar bei 30 Prozent und mehr.

ANZEIGE

Haben beide Elternteile hingegen keinen Berufsabschluss, ist das Großstadtleben nur sehr schwer zu finanzieren. Dann liegt die monatliche Belastung in 72 Städten über 25 Prozent und in 52 Städten über 30 Prozent. Die Folge: Viele Menschen mit niedrigen Einkommen müssen aus den Städten wegziehen oder sind auf Wohngeld angewiesen.

Am schwierigsten haben es Familien in Städten, in denen die Schere zwischen Mieten und Einkommen immer weiter aufgegangen ist. In München beläuft sich die mittlere Angebotsmiete für eine 80 bis 120 Quadratmeter große Wohnung auf 1.750 Euro plus Nebenkosten. In Berlin sind die Mieten in den vergangenen Jahren so stark gestiegen, dass die Hauptstadt inzwischen auf Platz 3 im Preisranking liegt. Familientaugliche Mietwohnungen kosten aktuell im Median 1.360 Euro.

Im Gehaltsranking liegt Berlin deutschlandweit allerdings nach wie vor am unteren Ende. Da die Mieten viel stärker als die Einkommen gestiegen sind, ist die Schere immer weiter aufgegangen. Die Folge: Eine Familie mit einem Voll- und einem Halbverdiener jeweils ohne Berufsabschluss muss die Hälfte des Einkommens aufwenden, mit einem anerkannten Berufsabschluss sind es 42 Prozent und mit Hochschulabschluss 31 Prozent.

Bezahlbaren Wohnraum finden Familien hingegen im Ruhrgebiet. Mit Berufsabschluss beträgt die Mietbelastung in Duisburg und Herne unter 20 Prozent. Selbst für Elternteile ohne Berufsabschluss sind die Mieten in den Großstädten des Ruhrgebiets noch so günstig, dass die Wohnkostenquote die 25-Prozent-Marke nicht übersteigt.

Lars Wallerang / glp