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Harald Glööckler live im Kunsthaus Watzl

Von Patricia Leßnerkraus

Damit hatte eigentlich niemand gerechnet. Modedesigner Harald Glööckler kam völlig überraschend für einen Blitzbesuch nach Ludwigsburg. Sein Ziel war das Kunsthaus Watzl. Dort hängen seit dem 23. Juli erstmals zwanzig hochwertige Drucke des kreativen Multitalents, die er im abstrakten Stil mit den Glööckler typischen barocken Elementen eigens dafür geschaffen hat.

Eigentlich hatte der „Prince of Pompöös“ noch vor einer Woche im Interview mit Ludwigsburg24 gesagt, dass er wegen Corona nicht nach Ludwigsburg kommen werde. Nun hat er es sich doch anders überlegt und sich spontan ins Ländle chauffieren lassen. „Irgendwie müssen wir ja langsam wieder etwas Normalität in unser Leben lassen“, begründete er seinen Überraschungsbesuch. Und der hat sich für den Meister auch gelohnt. Begeistert ließ sich der trotz großer Hitze ganz in schwarz gekleidete Glööckler zu seinen handsignierten Bildern bringen, die zuvor in gewohnter Qualität von Barbara und Peter Watzl gerahmt und aufgehängt wurden. „Sie sind wunderschön und sehr unterschiedlich in ihrer Art“, freut sich der Meister, der sich die Mühe machte und sogar die verschiedenen Motive eingehend erklärte. „Wenn man drauf schaut, meint man, es sind Aquarelle“.

Dass Harald Glööckler nicht nur als Designer gefragt ist, durften die Watzls seit Beginn der Kunsttage (vom 23.-26.7.) in ihrer Galerie erfreut feststellen. Einige der FineArtprints, die es jeweils in einer Auflage von nur 200 Stück zu kaufen gibt, haben bereits ihre Besitzer gefunden. Wie viele es sind, darüber schweigt sich Barbara Watzl grundsätzlich aus. Doch ihre leuchtenden Augen sprechen Bände.

Immer mehr Menschen können sich keine Krankenversicherung leisten

Die Zahl der Menschen ohne Krankenversicherung ist in Deutschland in den vergangenen fünf Jahren deutlich gestiegen. 2019 hatten 143.000 Menschen keine Krankenversicherung, 2015 waren es noch rund 79.000. Das geht aus Daten hervor, die das Statistische Bundesamt veröffentlicht hat. In den alten Bundesländern waren es zuletzt 117.000, in den neuen Ländern 26.000 Betroffene. 78,94 Millionen Krankenversicherte gab es demnach 2019, berichtet “tagesschau.de” und die “Saarbrücker Zeitung’ in ihrer Freitagsausgabe.

Die AOK verbuchte im ersten Halbjahr 2020 einen Überschuss. Einem Bericht des “RedaktionsNetzwerks Deutschland” (RND) zufolge erzielten die AOK-Kassen bis Ende Juni ein Plus von 320 Millionen Euro, nach einem Defizit von 435 Millionen im ersten Quartal. Ursache sei ein bisher noch nie dagewesener Einbruch bei der Inanspruchnahme von medizinischen Leistungen nach Beginn der Pandemie.

So seien im Frühjahr 2020 praktisch alle planbaren Operationen verschoben worden, um Intensivbetten für Corona-Patienten frei zu halten. Aus Angst vor einer Ansteckung hätten zudem viele Versicherte den Arzt-Besuch vermieden. Die Daten der anderen gesetzlichen Kassen fehlen noch. Im Mai hatten die Krankenkassen noch wegen der Corona-Krise mehr Ausgaben und weniger Einnahmen durch Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit erwartet.

Ralf Loweg / wid