Schweres Los: Stuttgart muss im DFB-Pokal nach Hamburg

Der VfB tritt in der zweiten Hauptrunde des DFB-Pokals beim Ligakonkurrenten Hamburger SV an.

Der VfB gastiert in der zweiten Hauptrunde des DFB-Pokals beim Hamburger SV. Das ergab die Auslosung an diesem Sonntag im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund. Der HSV hatte sich in der ersten Runde mit 6:5 im Elfmeterschießen beim Chemnitzer FC durchgesetzt, während der VfB mit 1:0 beim F.C. Hansa Rostock gewann. Der ehemalige Profi Christoph Metzelder zog die 32 verbleibenden Lose, während der U21-Nationaltrainer Stefan Kuntz als Ziehungsleiter fungierte. Die Paarungen der zweiten Hauptrunde steigen am Dienstag, 29. Oktober 2019 und Mittwoch, 30. Oktober 2019. Bereits wenige Tage zuvor (25. bis 28. Oktober) wird der VfB für sein elftes Saisonspiel in der 2. Bundesliga ebenfalls bei den Hamburgern zu Gast sein. Sowohl die Pokal-Begegnung als auch der elfte Spieltag der 2. Bundesliga sind noch nicht zeitgenau terminiert.

Stimmen zur Auslosung

VfB Sportdirektor Sven Mislintat: “Es ist sicherlich eine außergewöhlniche Konstellation, dass wir wenige Tage nach dem Meisterschaftsspiel erneut beim HSV antreten werden. In Hamburg zu bestehen, ist eine große Herausforderung. Nichtsdestotrotz wollen wir eine Runde weiterkommen.”

VfB Cheftrainer Tim Walter: “Wir hätten sehr gerne ein Heimspiel gehabt und mit unseren Fans im Rücken und der tollen Atmosphäre in der Mercedes-Benz Arena gespielt. Aber wir nehmen es, wie es kommt, und freuen uns auf das Spiel in Hamburg. Und natürlich ist es unser Ziel, die nächste Runde zu erreichen.”

Steelers verlieren in Kaufbeuren

Am 50. Spieltag musste Eishockey Zweitligist Bietigheim Steelers am Sonntagabend zur schweren Auswärtspartie nach Kaufbeuren. Vor Spielbeginn trennten drei Punkte die beiden Teams. Vor 2.434 Zuschauern kassierten die Steelers eine bittere 4:6 (2:0, 1:3, 1:3) Niederlage gegen den Tabellenneunten. Die Bietigheimer tauschten mit Kaufbeuren die Plätze und rutschten auf Platz 9 ab. Am Freitag trifft das Team von Cheftrainer Marc St. Jean im Derby zuhause auf die Heilbronner Falken.

Spielbericht:

Beide Mannschaften drückten von Beginn an aufs Tempo und drängten auf die Führung. Dicke Torchancen konnte beide jedoch nicht herausspielen, wenn was durchkam waren Ilya Sharipov im Tor des ESVK und Stephon Williams bei den Steelers auf dem Posten. In der siebten Minute führte ein klasse Forecheck von Brett Breitkreuz zur Führung. Nach Scheibengewinn spielte Matt McKnight auf Myles Fitzgerald, der zum 1:0 traf. Zwei Minuten später hatte Alex Preibisch den zweiten Treffer auf der Kelle, doch er scheiterte an Sharipov. Stephon Williams hielt stark gegen Valentin Gschmeißner nach 10 Minuten. In der 14. Minute konnte René Schoofs eine springende Scheibe weiter auf Norman Hauner leiten. Der Stürmer blieb vor dem Tor eiskalt und traf zum 2:0 – sein 18. Saisontreffer und großer Jubel bei den ca. 120 mitgereisten Fans. Kurz darauf Schrecksekunde bei den Schwaben. Freddy Cabana kollidierte mit Max Lukes und blieb erst auf dem Eis liegen und ging dann direkt in die Kabine. Ein Fehler in der Defensive nutzte Yannick Wenzel beinahe zum dritten Treffer, Ilya Sharipov machte die Tür zu. Es blieb bei der Zwei-Tore-Führung nach den ersten 20 Minuten.

Der Mittelabschnitt begann mit einer Strafe gegen Matt McKnight. Wegen Haltens schickten die Hauptschiedsrichter Bastian Haupt und Ruben Kapzan den Topscorer der Steelers für zwei Minuten raus. Die Ellentaler verteidigten stark und ließen wenig zu. Nach Unterzahl gab es ein Überzahlspiel, da Max Oswald hinausmusste. Druck war da, doch ein Treffer wollte nicht gelingen. Zur Mitte des zweiten Drittels nahmen die Offensivbemühungen der Joker zu, die Defensive der Steelers stand sicher und ließ wenig zu. Ein Scheibenverlust an der gegnerischen blauen Linie führte dann zum 2:1. Sami Blomqvist schickte Joseph Lewis auf die Reise und dieser traf zum Anschlusstreffer in der 31. Minute. Anschließend musste Brett Breitkreuz wegen eines Ellbogenchecks auf die Strafbank und die Allgäuer nahmen den Schwung mit ins Powerplay, denn Sami Blomqvist traf zum 2:2. Marc St-Jean nahm daraufhin seine Auszeit. Doch es kam anders. Guillaume Leclerc musste wegen Beinstellens in die Kühlboc und Sami Blomqvist schnürte seinen Doppelpack – 2:3 für Kaufbeuren und der achte Treffer des Finnen in den vier Spielen. Als die Schwaben in Überzahl spielten, lag der Ausgleich in der Luft, doch Ilya Sharipov hielt die Führung fest. Die Joker waren kaum wieder komplett, da netzte René Schoofs nach Schuss von Norman Hauner den Abpraller zum 3:3 ein – die Steelers waren wieder im Spiel.

Auch der letzte Abschnitt begann mit einer Strafe gegen die Steelers. Norman Hauner musste wegen eines hohen Stocks nach sieben Sekunden raus. Stephon Williams verhinderte hier zweimal stark den erneuten Rückstand. In der 46. Minute war es dann erneut Sami Blomqvist der Maß nahm und unhaltbar zum 3:4 aus Sicht der Steelers traf – Hattrick des Finnen. Zwei Minuten später mussten Guillaume Leclerc und Florin Ketterer auf die Strafbank. Bei vier gegen vier nutzte Branden Gracel den Platz und traf aus spitzem Winkel zum 3:5. Die Antwort der Steelers ließ nicht lange auf sich warten. Norman Hauner spielte einen starken Pass auf Guillaume Leclerc und der Franzose verkürzte auf 4:5. Es wurde hektischer und erneut gab es Strafen gegen beide Teams, die beide mit einem Mann weniger auskommen mussten. Diesmal fiel kein Treffer und die letzten sieben Minuten versprachen sehr viel Spannung. Myles Fitzgerald hatte den Ausgleich auf dem Stock, doch er konnte die Scheibe nicht im Tor unterbringen. Die Ellentaler machten mächtig Druck, doch die Uhr tickte gnadenlos runter. 70 Sekunden vor dem Ende ging Stephon Williams aus seinem Tor. Es wurde nochmals gefährlich vor dem Tor der Allgäuer, doch in den Schlusssekunden traf Branden Gracel ins leere Bietigheimer Tor zum Endstand von 4:6.