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Zuschauer peitschen MHP-Riesen zum nächsten Heimsieg

Auch im neunten Heimspiel blieben die Ludwigsburger Basketballer ohne Niederlage: Das Team von Cheftrainer John Patrick bezwang gestern Abend den Tabellensiebten RASTA Vechta dank zweier starker Vierteln mit 85:78 und bleibt somit auf Platz zwei in der Tabelle. Zudem gewannen die Schwaben, in der erneut ausverkauften MHPArena, auch den direkten Vergleich gegen die Mannen aus Niedersachsen.

Im Anschluss an das Gedenken an den am vergangenen Sonntag tragisch verunglückten Kobe Bryant, dessen Tochter Gianna und die sieben ebenfalls verstorbenen Menschen taten sich die MHP RIESEN Ludwigsburg schwer, um ins Spiel zu kommen. Erst nach Distanztreffern von Nick Weiler-Babb und Khadeen Carrington fanden die Hausherren zunehmend ihren Rhythmus (8:7, 3. Spielminute). Wobei „Rhythmus“ in diesem Fall Treffsicherheit von jenseits der 6,75-Meter-Linie meint: Beide Mannschaften erzielten zusammengenommen sieben der ersten zehn Korberfolge aus der Ferndistanz. Ab der fünften Spielminute sollte dann die schwäbische Verteidigungsleistung den Unterscheid machen: Die Hausherren zogen bis auf neun Zähler davon und konsolidierten ihre Führung (23:14, 10.).

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Erst nach der Viertelpause sollte dieser kleine, schwäbische Erfolgslauf sein Ende finden. Die Vechtaer Korbjäger spielten ihre Angriffe konsequenter zu Ende und verkürzten das Defizit, sodass sich John Patrick zur Auszeit gezwungen sah (26:19, 13.). Sie sollte fruchten: Jaleen Smith und Weiler-Babb netzten erneut von Downtown ein und sorgten für einen kleinen 6:0-Lauf. Auch nach der auf dem Fuß folgenden Ansprache von Pedro Calles bleiben die MHP RIESEN am Drücker: Sie zogen weiter davon, ließen ihr Herz auf dem Parkett und rissen die Fans mehrfach mit spektakulären Defensivspielzügen und einer exzellenten Offensivleistung von den Sitzen. (47:28, 20.).

Vechta macht Druck, Ludwigsburg hält stand

Im Stehen sollte auch der Beginn der zweiten Halbzeit erfolgen: Die Ludwigsburger kamen mit viel Feuer zurück aufs Parkett und fanden auch nach dem Gang in die Kabinen schnell ihre Spielfreude wieder. Erst ab der 25. Spielminute fanden die niedersächsischen Gäste, die unter der Woche noch in der Basketball Champions League gegen Athen im Einsatz waren, wieder Zugriff und verkürzten den zwischenzeitlich bis auf 26 Punkte (54:28) angewachsenen Rückstand erfolgreich. Die Vechater zeigten ein Musterbeispiel ihrer Qualitäten und verdeutlichten, dass die Partie noch nicht entschieden war (63:49, 30.).

Entsprechend gingen Calles Schützlinge dann auch im Schlussabschnitt zu Werke: Mit offenem Visier und großem Fokus agierten sie vorerst auf Augenhöhe, kauften den Ludwigsburgern dann sogar den Schneid ab und gestalteten das Geschehen eng. Doch obwohl RASTAs Dreier nun besser fielen und Josh Young und Steve Vasturia viel Verantwortung erfolgreich auf sich nahmen, blieb es beim – nun etwas geringer ausfallenden – Vorsprung. Die MHP RIESEN blieben auch in der Crunchtime standhaft und konnten sich, nach einer spannenden Schlussphase über den 85:78-Heimerfolg und das vorläufige Verteidigen des zweiten Tabellenplatzes freuen. Weiter geht’s für die Schwaben nun erst einmal auf fremdem Parkett: Ludwigsburg tritt, noch vor der Länderspielpause, noch in Hamburg (08. Februar) und Bonn (12. Februar) an. Im Anschluss daran folgen Duelle in Frankfurt (01. März) und Ulm (08. März), ehe am 15. März dann die HAKRO Merlins Crailsheim zum Derby in der MHPArena gastieren.

Statements und Stats

Pedro Calles | Headcoach Vechta: „Glückwunsch an Ludwigsburg zum verdienten Sieg. Wir wussten, dass es ein schwieriges Spiel werden würde. Ludwigsburg spielt, speziell zu Hause, einen exzellenten Basketball. Niemand hat sie bisher hier geschlagen. Zudem hatten wir drei personelle Engpässe: Robin Christen, Max DiLeo und Jordan David haben gefehlt. Wenn wir dann nicht, wie in den ersten zwanzig Minuten, mit dem nötigen Fokus spielen, wird der Job umso schwerer. In der zweiten Hälfte haben wir unsere beiden Probleme – die Turnover-Anzahl und den Offensiv-Rebound von Ludwigsburg – besser im Griff gehabt. Hierdurch sind wir langsam aber sicher herangekommen. Allerdings hat Ludwigsburg zwölf mehr Würfe genommen und wir hatten gleichzeitig eine schlechte Freiwurfquote. Dennoch: Ich bin unter diesen Bedingungen und nach den ersten zwanzig Minuten zufrieden mit meinem Team. Sie haben sich nicht aufgeben und immer gekämpft. Das ist wichtig in unserem Programm.“

John Patrick | Headcoach Ludwigsburg: „Danke für die Glückwünsche! Es war eine super erste Halbzeit gegen ein wie immer energisch spielendes Team von RASTA Vechta. Wir haben unseren Gameplan in der ersten Halbzeit gut umgesetzt: Vasturia und Young hatten nicht so viele offene Dreier. In der zweiten Halbzeit müssen wir natürlich Respekt an Vechta zollen. Sie kommen immer zurück. Dies erinnert mich ein bisschen an das Spiel der vergangenen Saison, das heute war fast ein Spiegelbild. Zuerst führten wir mit 20 Punkten, am Ende wurde es noch einmal eng. Ohne Tanner Leissner und mit einem angeschlagenen Konsti Konga haben wir einen guten Job gemacht. Auch Cameron Jackson hat eine sehr solide Leistung gebracht. Er hat hart gearbeitet und nun seine zweite Chance genutzt, um im Spiel zu zeigen, was er hat und kann. Es freut mich auch für Jaleen, der eine super Defensive gespielt hat. Aber am Ende können wir auch sagen, dass wir die Coolness behalten haben und uns auch von Vechtas Treffern nicht haben irritieren lassen. Wie Pedro schon gesagt hat: Die Turnover und die Extra-Possessions nach dem Rebound waren entscheidend.“

Für Ludwigsburg spielten: Nick Weiler-Babb 19 Punkte, Khadeen Carrington 17/5 Rebounds/5 Assists, Cameron Jackson 17/6 Rebounds, Jaleen Smith 11, Thomas Wimbush 9/7, Marcos Knight 9/5, Jonas Wohlfarth-Bottermann 3, Konstantin Konga und Hans Brase.

Für Vechta spielten: Josh Young 15 Punkte, Steve Vasturia 13, Philipp Herkenhoff 11, Ishmail Wainright 10, Trevis Simpson 9, Kamari Murphy 9, Michael Kessens 6 und Justin Raffington.

Die aktuellen Corona-Zahlen im Landkreis nach dem Wochenende

Die Lage in Ludwigsburg:

9 bestätigte Neuinfektionen binnen 24 Stunden meldete am Montag das Landratsamt für den Landkreis Ludwigsburg. Die Zahl der Gesamtinfizierten im Kreis stieg am Montag (21.09. 17.00Uhr) somit auf mindestens 2.508. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit COVID-19 verstorben sind, wird vom Landratsamt weiterhin mit 73 (+0) angegeben. Die Zahl der Genesenen wird vom Amt mit ungefähr 2.244 beziffert. In den letzten 7 Tagen wurden 22,5 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner im Landkreis Ludwigsburg erfasst. Der Grenzwert liegt bei 50 Neuerkrankungen.

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Die Lage in Baden-Württemberg:

Am Montag meldete das Landesgesundheitsamt weitere 246 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Damit erhöhte sich die Zahl der Infizierten im Land auf mindestens 47.345, davon sind ungefähr 41.431 Personen wieder genesen. Die Zahl der COVID-19-Todesfälle bleibt unverändert bei 1.871 (Datenstand: 21.9. – 17Uhr).

Die Reproduktionszahl beziehungsweise der 7-Tages-R-Wert wird vom RKI für Baden-Württemberg mit R 1,03 angegeben.

Wichtiger Hinweis:

Basis für die mit dieser Pressemitteilung übermittelten Daten sind die Zahlen, die die Gesundheitsämter der Stadt- und Landkreise dem Landesgesundheitsamt auf dem offiziellen Meldeweg mitgeteilt haben. Es handelt sich dabei um einen vorläufigen Datenstand. Änderungen sind durch Nachmeldungen und Streichungen möglich. Aufgrund des Meldeverzugs zwischen dem Bekanntwerden neuer Fälle vor Ort und der elektronischen Übermittlung an das Landesgesundheitsamt kann es mitunter deutliche Abweichungen zu den von den kommunalen Gesundheitsämtern aktuell herausgegebenen Zahlen geben. Verzögerungen bei der standardisierten Falldatenübermittelung an das LGA können auch dadurch bedingt sein, dass die Gesundheitsämter vor Ort als erste Priorität die notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen einleiten sowie die Kontaktpersonen recherchieren, um Infektionsketten so schnell wie möglich unterbrechen zu können.

red