Autojahr startet mit Kratzern

Der deutsche Automarkt ist mit einer Delle in das Geschäftsjahr 2020 gefahren. So legte Januar zwar der Gebrauchtwagenmarkt zu, dafür aber wurden wenige Neuwagen verkauft.

In Zahlen heißt das: Im Januar 2020 wechselten rund 633.000 Pkw die Besitzer, das entspricht einem Plus von 5,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Pkw-Neuzulassungen sind im Januar dagegen um 7,3 Prozent auf rund 246.300 Einheiten gegenüber dem Vorjahresmonat gesunken.

Und die Prognose? Für das Jahr 2020 rechnet der Zentralverband des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK) auf dem Gebrauchtwagenmarkt mit etwa 7,1 Millionen Besitzumschreibungen sowie mit rund 3,26 Millionen Pkw-Neuzulassungen:

Ralf Loweg

 

So wenig Verkehrstote wie noch nie

 Autos werden immer sicherer. Und das lässt sich jetzt auch eindrucksvoll an Zahlen ablesen. Im Jahr 2019 starben laut vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamts (Destatis) 3.059 Menschen im Straßenverkehr. Eines vorweg: Natürlich ist jeder Tote einer zuviel. Aber: Im Vergleich zu 2018 ist das ein Rückgang um deutliche 6,6 Prozent. Das bedeutet: Damit gab es seit der Erfassung von Verkehrsunfällen vor über 60 Jahren nie weniger Verkehrstote in einem Jahr. Auch die Zahl der Verletzten sank um drei Prozent auf 384.000.

“Noch nie mussten so wenige Menschen im Straßenverkehr Ihr Leben lassen. Das ist erfreulich und zeigt, wie wichtig eine gute Präventionsarbeit ist”, sagt Prof. Klaus Bodewig, Präsident der Deutschen Verkehrswacht (DVW).

Rund 2,7 Millionen Unfälle registrierte die Polizei 2019, das entspricht einem Plus von 1,9 Prozent. Damit ereignete sich laut der Statistiker etwa alle zwölf Sekunden ein Unfall auf Deutschlands Straßen. Bodewig merkt daher auch kritisch an: “Die Unfallzahlen sind insgesamt zu hoch. Besonders Radverkehr bleibt eine Herausforderung. Hier dürfen wir nicht nachlassen.”

Ralf Loweg