Buben zündeln in der Tiefgarage

Sehr glimpflich ging das Spiel mit dem Feuer für drei neun Jahre alte Buben am Donnerstagnachmittag in einem Tiefgaragenkomplex in der Straße “Beim Hasenkreuz” in Möglingen aus. 

Eine 37 Jahre alte Bewohnerin eines der Mehrfamilienhäuser, die sich über dem Komplex befindet, bemerkte, dass Rauch aus den Lichtschächten nach außen quoll. Unverzüglich begab sie sich hierauf in die Tiefgarage und entdeckte drei Jungs. Diese stritten zunächst ab, gezündelt zu haben, und machten sich anschließend davon. Die 37-Jährige löschte das Feuer hierauf. Die Buben hatten Pappe, Taschentücher und einen mit Papier gefüllten Ordner auf einem der Stellplätze mit einem Feuerzeug angezündet und das Feuer mit Scheibenfrostschutzmittel beschleunigt. Dies führte zu einer starken Rauchentwicklung. Ein weiterer Nachbar alarmierte schließlich die Polizei. Im Zuge ihrer Ermittlungen vor Ort, konnten die Beamte des Polizeireviers Kornwestheim den Tatverdacht gegen zwei Neunjährige erhärten. Der dritte Junge habe sich nicht an der Sachbeschädigung beteiligt. Alle drei Kinder wurden zuhause aufgesucht und im Beisein ihrer Eltern befragt. Der entstandene Sachschaden blieb glücklicherweise gering.

So wenig Verkehrstote wie noch nie

 Autos werden immer sicherer. Und das lässt sich jetzt auch eindrucksvoll an Zahlen ablesen. Im Jahr 2019 starben laut vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamts (Destatis) 3.059 Menschen im Straßenverkehr. Eines vorweg: Natürlich ist jeder Tote einer zuviel. Aber: Im Vergleich zu 2018 ist das ein Rückgang um deutliche 6,6 Prozent. Das bedeutet: Damit gab es seit der Erfassung von Verkehrsunfällen vor über 60 Jahren nie weniger Verkehrstote in einem Jahr. Auch die Zahl der Verletzten sank um drei Prozent auf 384.000.

“Noch nie mussten so wenige Menschen im Straßenverkehr Ihr Leben lassen. Das ist erfreulich und zeigt, wie wichtig eine gute Präventionsarbeit ist”, sagt Prof. Klaus Bodewig, Präsident der Deutschen Verkehrswacht (DVW).

Rund 2,7 Millionen Unfälle registrierte die Polizei 2019, das entspricht einem Plus von 1,9 Prozent. Damit ereignete sich laut der Statistiker etwa alle zwölf Sekunden ein Unfall auf Deutschlands Straßen. Bodewig merkt daher auch kritisch an: “Die Unfallzahlen sind insgesamt zu hoch. Besonders Radverkehr bleibt eine Herausforderung. Hier dürfen wir nicht nachlassen.”

Ralf Loweg