Fahrverbot für Rettungsgassen-Sünder

Dass eine Rettungsgasse Leben retten kann, ist unbestritten. Trotzdem wird mit dieser Beschleunigungsmöglichkeit für Rettungsfahrzeuge immer noch Schindluder getrieben – ob absichtlich oder aus Unkenntnis. Doch die Strafen für solche Vergehen werden jetzt härter.

Wer keine Rettungsgasse bildet, zahlt laut ADAC zwar wie bisher auch 200 Euro Bußgeld und kassiert zwei Punkte in Flensburg. Doch dazu kommt jetzt auch noch ein Monat Fahrverbot. Wer durch die Rettungsgasse fährt oder sich an Einsatzfahrzeuge dranhängt, ist mit mindestens 240 Euro, zwei Punkten und einem Monat Fahrverbot dabei.

Ein ADAC-Sprecher: “Damit die Rettungs- und Einsatzkräfte schnell und ohne Behinderung zum Unfallgeschehen kommen, muss die Rettungsgasse bereits bei stockendem Verkehr gebildet werden.” Dazu weichen die Autofahrer auf Autobahnen und Straßen außerorts mit mehreren Fahrstreifen je Richtung auf der linken Spur nach links aus, alle anderen orientieren sich nach rechts. Da auf die Polizei noch Notarzt, Feuerwehr oder Abschleppdienst folgen können, muss die Rettungsgasse so lange offen bleiben, bis sich der Stau auflöst.

In Österreich gibt es die Pflicht, eine Rettungsgasse zu bilden, auf Autobahnen und Schnellstraßen mit mindestens zwei Fahrspuren je Richtung. In Frankreich müssen Einsatzfahrzeuge die Möglichkeit haben, an den anderen Verkehrsteilnehmern vorbeizufahren.

In der Schweiz muss auf Autobahnen mit zwei Fahrstreifen für Einsatzfahrzeuge eine Rettungsgasse in der Mitte frei bleiben. Bei drei- oder mehrspurigen Fahrbahnen ist die Gasse zwischen dem linken und dem zweiten Fahrstreifen von links zu bilden. In Italien gibt es bisher keine speziellen Vorschriften.

Rudolf Huber

Was in Ludwigsburg und in der Region los was

Kornwestheim: Brand am Containerbahnhof

Feuerwehr und Polizei wurden am Montag gegen 16:55 Uhr verständigt, nachdem ein Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma am Containerbahnhof in Kornwestheim bei einer dortigen Lagerhalle eine Rauchentwicklung festgestellt hatte. Der Brand konnte in einem mit Stahlplatten verschweißten Hohlraum lokalisiert werden. Der Rauch umhüllte bei Eintreffen der Einsatzkräfte die Lagerhalle bereits vollständig, in der sich eine große Anzahl hochwertiger Pkw befanden. Um an die Brandörtlichkeit zu gelangen, musste die Feuerwehr mehrere Stahlträger aufbrechen, weswegen sich die Löscharbeiten bis in den späten Abend zogen. Als mögliche Brandursache könnte ein Funkenflug durch Schweißarbeiten in Betracht kommen, wodurch vor Ort verbaute Querträger aus Holz in Brand gerieten. Eine abschließende Bewertung der Brandursache ist noch nicht möglich. Auch eine genaue Schadenshöhe konnte bislang noch nicht beziffert werden. Die Ermittlungen hierzu dauern noch an. Neben Polizei und Rettungsdienst war die Feuerwehr Kornwestheim mit fünf Fahrzeugen und 22 Einsatzkräften vor Ort.

Remseck am Neckar – Aldingen

Vermutlich beim Ein- oder Ausparken beschädigte ein bislang unbekannter Fahrzeuglenker am Montag gegen 18:40 Uhr in Remseck am Neckar in der Oderstraße einen dort abgestellten Audi. Es wurde ein Sachschaden von circa 2.500 Euro verursacht. Das Polizeirevier Kornwestheim nimmt Zeugenhinweise unter Tel. 07154 1313 0 entgegen.

Vaihingen an der Enz: Einbruch

Ein bislang unbekannter Täter verschaffte sich zwischen Freitag, 9:00 Uhr, und Sonntag, 17:15 Uhr, Zugang zu einem Geräteschuppen auf einem Sportgelände in Vaihingen an der Enz in der Straße “Alter Postweg”. Es wurde augenscheinlich nichts gestohlen, jedoch verursachte der Täter einen Sachschaden von circa 600 Euro. Das Polizeirevier Vaihingen an der Enz nimmt Zeugenhinweise unter Tel. 07042 941 0 entgegen.