Ludwigsburger Integrationsrat mit neuem Sprecherteam

Am vergangenen Wochenende kam der neue Ludwigsburger Integrationsrat zu seiner ersten Klausurtagung in Steinheim zusammen. Neben dem Kennenlernen stand vor allem die Festlegung erster Themenschwerpunkte sowie die Wahl eines Sprecherteams im Vordergrund. Die arbeitsintensive, eineinhalbtägige Klausurtagung zeigte das große Engagement und die hohe fachliche Kompetenz der Mitglieder und deren Stellvertreterinnen und Stellvertreter. Unterstützt wurden diese von Stadträtinnen und Stadträte, die ebenfalls Teil des Gremiums sind.

„Wir wünschen uns ein engagiertes und proaktives Gremium mit viel Ausdauer für die Arbeit im Integrationsrat. Die erarbeiteten Vorschläge und Themenschwerpunkte zeigen die große inhaltliche Kompetenz der Sachkundigen und viel Bereitschaft zu persönlichem Engagement. Die Klausurtagung war ein  wichtiger Schritt in die erfolgreiche Arbeit dieses neuen Gremiums“, so Konrad Seigfried, Erster Bürgermeister und Vorsitzender des Integrationsrats.

Zum neu gewählten Sprecherteam gehören Stefan Jeuk, Bouchra Kaplan, Ruhiye Mutlu, Ibrahim Türk und Carolina Safe de Schrem (Stellvertretung). Sie werden gemeinsam mit der Integrationsbeauftragten Anne Kathrin Müller die Sitzungen vor- und nachbereiten. Zudem wird das Team gemeinsam mit Erstem Bürgermeister Konrad Seigfried den nach Rat vertreten.

Der Integrationsrat besteht aus zehn sachkundigen Einwohnerinnen und Einwohnern, zehn stellvertretenden Sachkundigen sowie sieben Mitgliedern des Gemeinderats. Den Vorsitz hat Erster Bürgermeister Konrad Seigfried inne. Die Geschäftsführung liegt bei der Integrationsbeauftragten Anne Kathrin Müller.

Fahrverbot für Rettungsgassen-Sünder

Dass eine Rettungsgasse Leben retten kann, ist unbestritten. Trotzdem wird mit dieser Beschleunigungsmöglichkeit für Rettungsfahrzeuge immer noch Schindluder getrieben – ob absichtlich oder aus Unkenntnis. Doch die Strafen für solche Vergehen werden jetzt härter.

Wer keine Rettungsgasse bildet, zahlt laut ADAC zwar wie bisher auch 200 Euro Bußgeld und kassiert zwei Punkte in Flensburg. Doch dazu kommt jetzt auch noch ein Monat Fahrverbot. Wer durch die Rettungsgasse fährt oder sich an Einsatzfahrzeuge dranhängt, ist mit mindestens 240 Euro, zwei Punkten und einem Monat Fahrverbot dabei.

Ein ADAC-Sprecher: “Damit die Rettungs- und Einsatzkräfte schnell und ohne Behinderung zum Unfallgeschehen kommen, muss die Rettungsgasse bereits bei stockendem Verkehr gebildet werden.” Dazu weichen die Autofahrer auf Autobahnen und Straßen außerorts mit mehreren Fahrstreifen je Richtung auf der linken Spur nach links aus, alle anderen orientieren sich nach rechts. Da auf die Polizei noch Notarzt, Feuerwehr oder Abschleppdienst folgen können, muss die Rettungsgasse so lange offen bleiben, bis sich der Stau auflöst.

In Österreich gibt es die Pflicht, eine Rettungsgasse zu bilden, auf Autobahnen und Schnellstraßen mit mindestens zwei Fahrspuren je Richtung. In Frankreich müssen Einsatzfahrzeuge die Möglichkeit haben, an den anderen Verkehrsteilnehmern vorbeizufahren.

In der Schweiz muss auf Autobahnen mit zwei Fahrstreifen für Einsatzfahrzeuge eine Rettungsgasse in der Mitte frei bleiben. Bei drei- oder mehrspurigen Fahrbahnen ist die Gasse zwischen dem linken und dem zweiten Fahrstreifen von links zu bilden. In Italien gibt es bisher keine speziellen Vorschriften.

Rudolf Huber