Orkan Sabine: Dauereinsatz von Polizei und Feuerwehr im Landkreis

Seit gestern Abend 23:00 Uhr registrierte das Polizeipräsidium Ludwigsburg bis 07:45 Uhr rund 150 Unwettereinsätze in den Landkreisen Ludwigsburg und Böblingen. Ganz überwiegend sind es umgestürzte Bäume, Bauzäune, Ampelanlagen und Verkehrszeichen, die die Einsatzkräfte der Feuerwehren, der Straßenmeistereien und der Polizei nach wie vor fordern. In Bietigheim-Bissingen stürzten im Ellental größere Flachdach-Teile auf die Straße. Die Gefahrenstelle befindet sich im Zufahrtsbereich des dortigen Gymnasiums. Da weitere Teile herabzustürzen drohen, wurde der Bereich weiträumig abgesperrt und das Ellental-Gymnasium bleibt heute geschlossen.

Nach den bisherigen Erkenntnissen kamen keine Personen zu Schaden. Derzeit haben wir noch keinen Überblick über entstandene Sachschäden.

Die Polizei rät weiterhin vorsichtig zu sein und mit plötzlichen Hindernissen auf der Fahrbahn sowie mit heftigen Böen zu rechnen.

So wenig Verkehrstote wie noch nie

 Autos werden immer sicherer. Und das lässt sich jetzt auch eindrucksvoll an Zahlen ablesen. Im Jahr 2019 starben laut vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamts (Destatis) 3.059 Menschen im Straßenverkehr. Eines vorweg: Natürlich ist jeder Tote einer zuviel. Aber: Im Vergleich zu 2018 ist das ein Rückgang um deutliche 6,6 Prozent. Das bedeutet: Damit gab es seit der Erfassung von Verkehrsunfällen vor über 60 Jahren nie weniger Verkehrstote in einem Jahr. Auch die Zahl der Verletzten sank um drei Prozent auf 384.000.

“Noch nie mussten so wenige Menschen im Straßenverkehr Ihr Leben lassen. Das ist erfreulich und zeigt, wie wichtig eine gute Präventionsarbeit ist”, sagt Prof. Klaus Bodewig, Präsident der Deutschen Verkehrswacht (DVW).

Rund 2,7 Millionen Unfälle registrierte die Polizei 2019, das entspricht einem Plus von 1,9 Prozent. Damit ereignete sich laut der Statistiker etwa alle zwölf Sekunden ein Unfall auf Deutschlands Straßen. Bodewig merkt daher auch kritisch an: “Die Unfallzahlen sind insgesamt zu hoch. Besonders Radverkehr bleibt eine Herausforderung. Hier dürfen wir nicht nachlassen.”

Ralf Loweg