Rasierklingen im Hundemagen gefunden

Eine unfassbar abscheuliche Tat hat sich vergangenen Freitag in Ingersheim im Landkreis Ludwigsburg ereignet.

Eine Hundebesitzerin war am Freitagmorgen zwischen 08.00 Uhr und 08.45 Uhr in einer Parkanlage hinter der Gemeindeverwaltung Ingersheim mit ihrem Hund spazieren gewesen. Einige Stunden später reagierte der Hund auffällig, worauf die Frau einen Tierarzt aufsuchte. Anhand von Röntgenaufnahmen und nach einer weiteren Untersuchung in einer Tierklinik stand fest, dass sich im Magendarmtrakt des Vierbeiners zwei Rasierklingen befinden. Die zuständige Polizei vermutet, dass möglicherweise der Hund diese in Form eines Köders beim Gassigehen aufgenommen hat. Die Hundebesitzerin hatte jedoch nichts entsprechend auffälliges bei ihrem Spaziergang beobachtet.

Das Polizeipräsidiums Ludwigsburg ermittelt derzeit wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz, Zeugen, die Hinweise geben können oder Verdächtiges beobachtet haben, werden gebeten, sich unter Tel. 07142/405-0 bei der Polizei zu melden.

Fahrverbot für Rettungsgassen-Sünder

Dass eine Rettungsgasse Leben retten kann, ist unbestritten. Trotzdem wird mit dieser Beschleunigungsmöglichkeit für Rettungsfahrzeuge immer noch Schindluder getrieben – ob absichtlich oder aus Unkenntnis. Doch die Strafen für solche Vergehen werden jetzt härter.

Wer keine Rettungsgasse bildet, zahlt laut ADAC zwar wie bisher auch 200 Euro Bußgeld und kassiert zwei Punkte in Flensburg. Doch dazu kommt jetzt auch noch ein Monat Fahrverbot. Wer durch die Rettungsgasse fährt oder sich an Einsatzfahrzeuge dranhängt, ist mit mindestens 240 Euro, zwei Punkten und einem Monat Fahrverbot dabei.

Ein ADAC-Sprecher: “Damit die Rettungs- und Einsatzkräfte schnell und ohne Behinderung zum Unfallgeschehen kommen, muss die Rettungsgasse bereits bei stockendem Verkehr gebildet werden.” Dazu weichen die Autofahrer auf Autobahnen und Straßen außerorts mit mehreren Fahrstreifen je Richtung auf der linken Spur nach links aus, alle anderen orientieren sich nach rechts. Da auf die Polizei noch Notarzt, Feuerwehr oder Abschleppdienst folgen können, muss die Rettungsgasse so lange offen bleiben, bis sich der Stau auflöst.

In Österreich gibt es die Pflicht, eine Rettungsgasse zu bilden, auf Autobahnen und Schnellstraßen mit mindestens zwei Fahrspuren je Richtung. In Frankreich müssen Einsatzfahrzeuge die Möglichkeit haben, an den anderen Verkehrsteilnehmern vorbeizufahren.

In der Schweiz muss auf Autobahnen mit zwei Fahrstreifen für Einsatzfahrzeuge eine Rettungsgasse in der Mitte frei bleiben. Bei drei- oder mehrspurigen Fahrbahnen ist die Gasse zwischen dem linken und dem zweiten Fahrstreifen von links zu bilden. In Italien gibt es bisher keine speziellen Vorschriften.

Rudolf Huber