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Trotz Erhöhung: Umweltprämie lässt Autofahrer kalt

Die Mehrheit der Deutschen will kein Elektroauto – der in Kürze erhöhten Umweltprämie zum Trotz. Das geht aus einer YouGov-Analyse im Auftrag des Autoportals mobile.de hervor. 59 Prozent der Befragten sind jedenfalls auch mit staatlicher Unterstützung nicht bereit, ein E-Auto zu kaufen. Allerdings ist die Einstellung zum Kauf eines Stromers auch eine Frage des Alters.

Hintergrund: Im November letzten Jahres hat die Bundesregierung die Erhöhung und Verlängerung der Umweltprämie für E-Autos beschlossen – doch die Umsetzung verzögerte sich. Erst jetzt verkündete Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU): Die EU-Kommission habe grünes Licht gegeben, die Erhöhung auf bis zu 6.000 Euro werde in Kürze umgesetzt. Und: Sie soll rückwirkend für alle Fahrzeuge bezahlt werden, die nach dem 4. November 2019 zugelassen wurden. Um teils massive Strafzahlungen für verfehlte Flottenziele zu vermeiden, hatten einige Hersteller die bisherige Prämie selbst um bis zu 4.000 Euro aufgestockt.

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Allerdings ist die erhöhte Bezuschussung für nur jeden fünften Deutschen überhaupt relevant: Während jeder Dritte (31 Prozent) die Anschaffung eines Stromers grundsätzlich in Erwägung zieht, machen nur 18 Prozent diese Entscheidung tatsächlich von der Erhöhung der staatlichen Unterstützung abhängig. 59 Prozent hingegen sind generell nicht bereit, ein E-Auto zu kaufen.

Die Einstellung zum Thema ist offensichtlich auch eine Frage des Alters: Je älter die Befragten, desto weniger zeigen sie sich bereit, ein batteriebetriebenes Fahrzeug zu kaufen. Für 68 Prozent der über 55-Jährigen kommt der Kauf eines E-Autos nicht in Frage. Bei den 35- bis 44-Jährigen ist hingegen nur noch jeder Zweite (53 Prozent) gegen den Erwerb eines Stromers. Mit 44 Prozent ist die Bereitschaft zum Kauf bei den 25- bis 34-Jährigen am größten.

Die Gründe für den Kauf-Unmut der Deutschen sind vielfältig und keineswegs neu. 36 Prozent derer, die zum aktuellen Zeitpunkt nicht bereit wären, ein E-Auto zu kaufen, ließen sich nur durch eine höhere Reichweite vom Kauf eines Stromers überzeugen. Ein Drittel der E-Auto-Verweigerer (31 Prozent) setzt für eine Kaufentscheidung eine verbesserte Ladeinfrastruktur voraus. Ebenfalls 31 Prozent wünschen sich deutlich günstigere E-Modelle. Nur fünf Prozent könnten sich von weiteren, höheren Rabatten der Hersteller zum Kauf überzeugen lassen.

Lars Wallerang

So funktioniert die Rettungsgasse

Wenn Blaulicht im Rückspiegel auftaucht und das Martinshorn ertönt, sind viele Fahrer unsicher, reagieren hektisch und machen oft genau das Falsche. Dabei kann eine einfache Reaktion Leben retten. Die Debeka klärt über die Mythen rund um die Rettungsgasse auf.

Mythos 1: Eine Rettungsgasse muss nur bei Stau auf der Autobahn gebildet werden

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Ob auf der Autobahn oder in der Stadt, Unfälle ereignen sich überall. Daher sollte es immer möglich sein, eine Rettungsgasse zu bilden. Vorausschauendes Fahren erleichtert die Situation. Stockt der Verkehr oder fährt man außerorts nur Schrittgeschwindigkeit, sollte man die Rettungsgasse immer im Hinterkopf haben und frühzeitig einlenken. Wenn die Autos erst mal stehen, ist es zu eng und zu spät.

Mythos 2: Wenn das Martinshorn ertönt, gibt man noch mal richtig Gas und fährt weg

Gas geben ist falsch, einfach stehenbleiben aber auch. Ist man in der Stadt mit nur einer Fahrspur unterwegs, stellt man das Auto weit nach rechts an den Straßenrand. Falls nötig, kann man auf den Gehweg ausweichen, allerdings muss man dabei auf Fußgänger und Radfahrer achten. Das Fahrzeug möglichst parallel zur Straße ausrichten.

Bei einer roten Ampel darf man ein Stück in die Kreuzung fahren. Hilfreich für die anderen Fahrer ist es, wenn man mit dem Blinker signalisiert, in welche Richtung man ausweicht. Bei Straßen mit zwei oder mehr Spuren fahren die Fahrzeuge auf der linken Spur nach links und alle anderen Spuren nach rechts.

Mythos 3: Auf der Autobahn stellt man sich auf die Standspur oder fährt dort weiter

Die Standspur ist nur liegengebliebenen Fahrzeugen vorbehalten und muss freibleiben. Allerdings gibt es auch Ausnahmen: Wenn die Polizei dazu auffordert, die Standspur zu nutzen, oder wenn aus Platzgründen sonst keine Rettungsgasse gebildet werden kann.

Mythos 4: Motorräder dürfen in der Rettungsgasse fahren

In der Rettungsgasse dürfen nur Polizei- und Hilfsfahrzeuge fahren. Dazu zählen Feuerwehr und Rettungswagen, Arzt und Abschleppdienst. Übrigens ist man laut Straßenverkehrsordnung dazu verpflichtet, eine Rettungsgasse zu bilden. Tut man dies nicht, drohen Bußgelder, Punkte und sogar ein Fahrverbot. Abgesehen davon, dass jemand mit dem Leben ringt, während man selbst die Rettungsgasse zuparkt.

Rudolf Huber / glp