Verrückt: E-Autos für Fahrschulen nicht geeignet

Früh übt sich, was später mal ein umweltbewusster Autofahrer werden will. Das heißt: Junge Menschen können schon in der Fahrschule an das Thema “Elektromobilität” herangeführt werden. Besonders vorteilhaft wäre es, wenn dann auch noch ein Elektroauto für einen nachhaltigen Schnupperkurs bereitstehen würde. Doch daran scheitert es häufig. Aber warum?

Die Antwort klingt fast wie ein April-Scherz: In Deutschland sorgen Mindestmaße für den Sitzplatz des Prüfers dafür, dass derzeit nur drei E-Autos für Schulungsdienste zugelassen sind, berichtet das Fachmagazin Auto Straßenverkehr. Denn der Gesetzgeber hat genau festgelegt, welcher Knie-, Fuß- und Kopffreiraum für den Platz des Prüfers auf dem Rücksitz mindestens eingehalten werden muss. Und selbst die Sitzhöhe ist reglementiert ebenso wie der Platz hinten rechts.

Die bittere Folge: “Von den 25 Topsellern unter den E-Autos erfüllen aktuell nur der VW e-Golf, das Tesla Model S und der Nissan Leaf Zero die lange Liste an Vorgaben”, zitiert Auto Straßenverkehr den Bundesverband der Fahrschulunternehmen. So ist der BMW i3 beispielsweise allein deshalb aus dem Rennen, weil sich die hintere Tür nur bei offener Vordertür öffnen lässt. So haben derzeit nur wenige Fahrschulen mehrheitlich E-Autos in ihren Fuhrparks: ein großes Hindernis für die Förderung von Elektromobilität in Deutschland. mid/rlo

So steht es um die Sterbehilfe

Die Zustimmung der Deutschen zur Sterbehilfe durch Ärzte ist hoch: Immerhin 67 Prozent lehnen den geltenden Strafrechtsparagrafen 217 ab. Dieser sieht unter anderem Strafen von bis zu drei Jahren Haft vor, wenn Ärzte Patienten wiederholt bei der Selbsttötung helfen.

Über diesen Paragrafen 217 StGB entscheidet jetzt das Bundesverfassungsgericht. Das 2015 vom Bundestag beschlossene und schon damals umstrittene Gesetz verbietet die sogenannte geschäftsmäßige Förderung der Selbsttötung. Vor allem Ärzten ist es danach untersagt, wiederholt schwerstkranken Patienten tödlich wirkende Medikamente zur Verfügung zu stellen.

Gegen den Strafrechtsparagrafen haben unter anderem Patienten, Ärzte und Sterbehilfeorganisationen geklagt. Er verletze das verfassungsmäßig garantierte Selbstbestimmungsrecht von Menschen, so das Kernargument der Kläger, heißt es.

Die Umfrage von Report Mainz ergab außerdem: 81 Prozent der Bevölkerung befürworten ausdrücklich, dass es Ärzten erlaubt sein sollte, Schwerstkranke beim Suizid zu unterstützen. Das ist eine Zunahme gegenüber einer früheren Befragung: 2012 hatten diese Frage nur 76 Prozent bejaht.

Ralf Loweg