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So teuer kommt uns die gescheiterte Pkw-Maut zu stehen

Aus die Maut und weg mit dem Geld. Die gescheiterte Pkw-Maut hat von 2014 bis 2019 Kosten von 53,6 Millionen Euro verursacht, zudem müssen hunderte Planstellen wieder abgebaut werden. Das geht aus einer Vorlage des Bundesverkehrsministeriums für den Verkehrsausschuss des Bundestags hervor, die dem Tagesspiegel vorliegt.

“Ob und eventuell in welcher Höhe Entschädigungszahlungen auf Grund der Kündigung des Betreibervertrages zu leisten ist, ist derzeit rein spekulativ”, heißt es in der Vorlage mit Blick auf Schätzungen von rund 300 Millionen Euro an Entschädigungszahlungen. “Die Vertragsverhältnisse mit dem Betreiber für die Erhebung und dem Auftragnehmer für die automatische Kontrolle der Infrastrukturabgabe wurden mit Schreiben vom 18. Juni 2019 gekündigt”, betont das Ministerium.

Besonders peinlich: Das Bundesverkehrsministerium hatte trotz einer noch ausstehenden Klage Österreichs beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) dem Konzertveranstalter CTS Eventim und seinem österreichischen Partner Kapsch TrafficCom einen rund zwei Milliarden Euro schweren Auftrag zur Organisation der Maut erteilt. Hintergrund: Die Pkw-Maut galt als wahltaktisches Prestige-Objekt der CDU. mid/rlo

Autogipfel im Kanzleramt

Im Kanzleramt rauchten mal wieder die Köpfe. Der nächste Autogipfel in Berlin sollte nun endlich den Weg in die Zukunft weisen. Herausgekommen ist ein “Masterplan”, mit dem Bundesregierung und Autobranche den Ausbau des E-Auto-Ladenetzes vorantreiben wollen, berichtet tagesschau.de.

Der Plan solle alles Erforderliche klären, um die Lade-Infrastruktur so auszubauen, dass bis 2030 sieben bis 10,5 Millionen E-Fahrzeuge auf der Straße sein könnten, sagte dazu der Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Bernhard Mattes. Derzeit gibt es laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) etwa 16.000 Ladepunkte.

Industrie, Gewerkschaften und Politik hätten “einen guten Grundstein” für vernünftige Maßnahmen gelegt, um die Klimaschutzziele zu erreichen, sagte Mattes. An dem etwa dreistündigen Treffen bei Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nahmen unter anderem VW-Chef Herbert Diess und BMW-Chef Harald Krüger teil.

Aktuell fahren in Deutschland nur rund 400.000 E-Autos – trotz Anreizen wie Kaufprämien. Nach Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) sind das 83.000 reine E-Autos und 341.000 Hybrid-Fahrzeuge – bei einem Gesamtbestand von 47,1 Millionen Pkw.

Derzeit entwickeln die deutschen Hersteller eine Vielzahl neuer Modelle. In den nächsten drei Jahren soll das Angebot an E-Autos sich auf mehr als 100 Modelle verdreifachen. mid/rlo

 

Facebook: Gremium gegen Hass-Kommentare

Beleidigungen und Hass-Kommentare sind bei Facebook keine Seltenheit. Aus diesem Grund steht das soziale Netzwerk schon lange am Pranger. Gegner werfen dem Unternehmen vor, zu wenig gegen derartige Posts zu tun. Facebook müsse viel entschiedener dagegen vorgehen, so die einhellige Meinung. Jetzt soll ein Gremium helfen.

Facebook legte in Berlin Details zu seinem geplanten Gremium gegen sogenannte “Hatespeech” vor. 40 Mitglieder, darunter Wissenschaftler, Juristen und Journalisten, sollen transparent über strittige Hatespeech-Fälle beraten, kündigt Facebook-Sprecher Nick Clegg an.

Die Arbeit soll im Sommer 2019 starten, heißt es. Über die Start-Besetzung entscheidet Facebook, Nachfolger sollen die Mitglieder selbst bestimmen. Das alles klingt ein wenig nach Aktionismus. Die klare Linie ist dabei nämlich noch nicht zu erkennen. Und: Hass-Kommentare werden wohl auch in Zukunft im Netz die Runde machen. cid/rlo

Familien geraten wegen falsch geparkten PKW aneinander

Erligheim: Streitigkeiten führten zu handfester Auseinandersetzung

Verbale Streitigkeiten führten am Montag gegen 20:50 Uhr zu einer handfesten Auseinandersetzung in der Mauerackerstraße in Erligheim. Zwei Familien sind dort aneinandergeraten. Auslöser war offenbar ein falsch geparktes Auto, dass die Zufahrt zu einer Garage versperrt hatte. Insgesamt mussten drei Streifenwagenbesatzungen ausrücken, um die Streitigkeiten zu schlichten sowie die Parteien voneinander zu trennen. Vier Männer im Alter von 21, 38, 42 und 45 Jahren waren an der körperlichen Auseinandersetzung beteiligt und einer von ihnen wurde mutmaßlich verletzt. Die polizeilichen Ermittlungen zu den näheren Umständen des Geschehens dauern noch an.

Richtig trinken bei Hitze

Bei hohen Temperaturen ist es wichtig, für ausreichend Flüssigkeit zu sorgen. Denn wer bei Hitze körperlich aktiv ist, kann bis zu zwei Liter pro Stunde ausschwitzen. Entscheidend ist jedoch nicht nur wie viel, sondern auch was man trinkt.

Mit dem Schweiß gehen Mineralstoffe verloren: neben Kalium und geringen Mengen anderer Mineralstoffe vor allem Natrium. Studien zeigen, dass Getränke mit Natrium für einen schnelleren Ausgleich der Flüssigkeitsbilanz sorgen, da Natrium Wasser im Körper bindet. Gerade bei Hitze sind mineralstoffreiche Mineral- und Heilwässer mit ausreichend Natrium ideal. Sie ersetzen nicht nur Flüssigkeit, sondern auch die ausgeschwitzten Mineralstoffe und sorgen dafür, dass der Wasserhaushalt schnell wieder ins Lot kommt.

Bei großer Hitze oder beim Sport kann man bis zu drei Liter pro Stunde ausschwitzen. Jeder Liter Schweiß enthält etwa ein Gramm Natrium – deshalb schmeckt Schweiß salzig. Löscht man den Durst dann nur mit natriumarmen Getränken, kann es zu einem Natriummangel kommen. Mögliche Folgen sind geringere Leistungsfähigkeit, Muskelkrämpfe, Nieren- und Kreislaufprobleme.

Nicht jeder Mensch reagiert empfindlich auf Salz (Natriumchlorid). Nur etwa 10 bis 20 Prozent der Menschen mit normalem Blutdruck und 30 bis 50 Prozent derer mit erhöhtem Blutdruck gelten als salzempfindlich. So können auch Menschen mit erhöhtem Blutdruck durchaus natriumhaltige Wässer trinken. mp/rlo

Die Schattenseiten der Hitzewelle

Die Hitzewelle hat Deutschland fest im Griff. Vor allem Kinder freuen sich und haben Spaß im Freibad. Doch die Sauna-Temperaturen haben auch ihre Schattenseiten. Vor allem alte und kranke Menschen sollten bei der Hitzewelle auf ihre Gesundheit achten.

Angesichts von hunderten zusätzlichen Toten im Hitzesommer 2018 geben Notärzte nicht nur die üblichen Tipps, mindestens zwei Liter pro Tag zu trinken, sich möglichst nicht in der Sonne aufzuhalten und lockere Kleidung zu tragen: “Wichtig ist für Senioren und Kranke an diesen Hitze-Tagen ganz besonders, sich genau an die Ratschläge des Hausarztes zu halten”, sagt Professor Dr. med. Jan-Thorsten Gräsner, Sprecher des Arbeitskreises Notfallmedizin der “Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin”.

Das könne auch mal bedeuten, dass Medikamente – nach Rücksprache mit dem Arzt – in einer anderen Dosierung eingenommen werden sollten als an kühleren Tagen. Außerdem sollten alte Menschen jetzt ihren Tag noch gründlicher planen, Anstrengungen in die Morgen- oder Abendstunden verlegen.

“Diese Hitze ist für gesunde Leute schon eine große Belastung. Für betagte und kranke Menschen ist sie unter Umständen lebensgefährlich”, erklärt Gräsner. Notärzte und Rettungsdienste rechnen deshalb mit wesentlich mehr Notfalleinsätzen als sonst üblich. mp/rlo

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A81 – Schwerer Verkehrsunfall mit Verletzten

Schwerer Lkw-Unfall auf der A81 bei Ludwigsburg.  Zwei Personen werden verletzt. Langer Stau in Fahrtrichtung Stuttgart.

Auf der Autobahn  A81 bei Ludwigsburg ist es heute Morgen zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen. Dabei wurden zwei Menschen leicht verletzt.

Nach ersten Angaben der Polizei sind die drei Laster auf der Autobahn in Fahrtrichtung Stuttgart zwischen den Anschlussstellen Pleidelsheim und Ludwigsburg-Nord ineinander kollidiert.

Die Feuerwehren aus Pleidelsheim, Freiberg und Marbach sind derzeit im Einsatz. Auch der Notarzt und Rettungsdienst sind vor Ort.

Der Verkehr wird von der Polizei einspurig vorbeigeleitet.

 

Tödlicher Motorradunfall im Landkreis

Zu einem schweren Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang kam es am Montagabend kurz vor 19.30 Uhr in Tamm. Eine 38-jährige Lenkerin eines VW Golf befuhr die Asperger Straße aus Richtung Asperg kommend in Fahrtrichtung Tamm. An der Einmündung zur Hofäckerstraße wollte sie nach links abbiegen. Hierbei übersah sie einen entgegenkommenden 20-jährigen Lenker eines Yamaha Kraftrades mit seiner 20-jährigen Sozia. Das Motorrad kollidierte mit dem Pkw auf Höhe der B-Säule. Durch den Aufprall wurde der VW Golf auf einen in der Hofäckerstraße wartenden Pkw BMW eines 38-Jährigen geschoben. Trotz sofortigen Rettungsmaßnahmen erlag der 20-jährige Kradlenker noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen. Seine Sozia wurde mit schweren Verletzungen in ein umliegendes Krankenhaus verlegt. Lebensgefahr bestand nicht. Die 38-Jährige kam mit leichten Verletzungen ebenfalls in ein Krankenhaus. Der 38-jährige BMW Lenker blieb unverletzt. Beide Kradlenker trugen zum Unfallzeitpunkt Motorradhelme. Der Gesamtschaden beläuft sich auf 13.000 Euro. Zur Klärung der Unfallursache ordnete die Staatsanwaltschaft Stuttgart ein Unfallgutachten an, hierzu wurden der VW Golf und das Krad sichergestellt. Während der Unfallaufnahme musste die Asperger Straße zwischen Asperg und Tamm für drei Stunden gesperrt werden, eine örtliche Umleitung war eingerichtet. Der Rettungsdienst war mit insgesamt drei Rettungswagen, einem Notarzteinsatzfahrzeug mit einem Notarzt sowie einem Rettungshubschrauber mit einem Notarzt im Einsatz. Die Wehren aus Möglingen, Asperg und Tamm waren mit sechs Fahrzeugen und 23 Einsatzkräften vor Ort. Das Polizeipräsidium Ludwigsburg hatte zur Unfallaufnahme und Verkehrsmaßnahmen fünf Streifenbesatzungen eingesetzt.

Meldungen aus Ludwigsburg

Ludwigsburg: E-Bike entwendet

Am Sonntagnachmittag musste ein 35-Jähriger aus der Moltkestraße in Ludwigsburg den Diebstahl seines E-Bikes feststellen. Dieses hatte er am Mittwochnachmittag mit einem Fahrradschloss an einem Baum in seinem Vorgarten angeschlossen. Der Akku befand sich jedoch nicht am Fahrrad. Der Wert des weißen E-Bikes der Firma Haibike wird auf etwa 3.000 Euro geschätzt. Sachdienliche Hinweise nimmt das Polizeirevier Ludwigsburg unter Telefon 07141/18-5353 entgegen.

Ludwigsburg-Eglosheim: Gaststätte aufgebrochen

Bislang unbekannte Täter machten sich am Sonntag zwischen 22.00 Uhr und 23.10 Uhr an einem Gebäude in der Seeschlossallee in Eglosheim zu schaffen. Sie schlugen eine Fensterscheibe einer Gaststätte ein, wodurch mutmaßlich die Alarmanlage ausgelöst wurde. Die Täter ergriffen daraufhin die Flucht, wohl ohne das Lokal betreten zu haben. Entwendet wurde vermutlich nichts. Der Sachschaden beläuft sich auf etwa 200 Euro. Das Polizeirevier Ludwigsburg, Telefon 07141/18-5353, bittet Zeugen, denen etwas Verdächtiges auffiel, sich zu melden.

Ludwigsburg: Auffahrnfall

Zu einem Verkehrsunfall mit einer leicht verletzten Person kam es am Sonntag gegen 13.55 Uhr in der Talallee in Ludwigsburg. Ein 35-jähriger BMW-Fahrer musste auf Höhe der Arndtstraße in Fahrtrichtung Kurfürstenstraße verkehrsbedingt warten. Ein 16-jähriger Motorradfahrer, der sich hinter dem BMW befand, erkannte dies zu spät, fuhr dem BMW auf und stürzte. Er wurde verletzt und musste durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht werden. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf etwa 3.000 Euro.

Gasleck verursacht durch Bauarbeiten führt zu Verkehrschaos

Bei Bauarbeiten im Bereich der Bundesstraße 27 auf Höhe des Bahnhofs in Bietigheim-Bissingen wurde am Montagmorgen, gegen 09.20 Uhr, eine Gasleitung beschädigt. Die Freiwillige Feuerwehr Bietigheim-Bissingen rückte hierauf mit 25 Einsatzkräften und sechs Fahrzeugen aus. Durch Beamte des Polizeireviers Bieitigheim-Bissingen musste die B 27 in beide Fahrtrichtungen gesperrt werden. Auch der Zugverkehr wurde unterbrochen. Hinzugezogene Mitarbeiter des Energieversorgers konnten das Leck gegen 10.30 Uhr abdichten. Die Feuerwehr führte anschließend Messungen durch. Da im weiteren Verlauf keine Gaskonzentration mehr in der Umgebungsluft messbar war, konnten die B 27 sowie der Schienenverkehr gegen 10.50 Uhr wieder frei gegeben werden.