An der Grenze ist Schluss

So leer wie derzeit waren die Straßen seit Jahrzehnten nicht mehr. Das Ausbleiben von Staus ist allerdings wirklich kein Grund zur Freude. Sind doch Millionen von Menschen in ganz Europa von Mobilitätsbeschränkungen betroffen. Der Automobilclub ACE hat die aktuelle Lage zusammengefasst.

Zunächst einmal sollten vor einem zwingend notwendigen Fahrtantritt Infos über aktuelle Reisebeschränkungen eingeholt werden. So seien die Grenzen zu Österreich, Frankreich, Luxemburg, Dänemark und der Schweiz nur noch in dringenden Fällen passierbar und dies auch nur an bestimmten Übergängen. Auch die Einreise aus diesen Ländern wird auf der deutschen Seite kontrolliert. “Bei Verdacht auf eine Corona-Infektion oder für Reisende aus deklarierten Risikogebieten kann eine Quarantäne angeordnet werden”, so der ACE.

Polen und Tschechien verweigern derzeit die Einreise gänzlich, bis auf sehr wenige und sehr eng begrenzte Ausnahmeregelungen. In Italien werden laut des Clubs zusätzlich zu allen bisher von der Regierung getroffenen, schon sehr umfassenden Maßnahmen jetzt von Betreiberseite aus auch sukzessive die Tankstellen geschlossen. Sämtliche Autobahntankstellen sind bereits außer Betrieb. Eine Einreise nach Italien ist außerdem nur noch in wenigen Ausnahmefällen möglich.

Die Europäische Union hat ein generelles Einreiseverbot verhängt. Alle Grenzen der EU sind derzeit für Nicht-EU-Bürger geschlossen. Ausnahmen gelten für Großbritannien, Norwegen und die Schweiz sowie für medizinisches Personal.

Rudolf Huber

Corona: Vom Trinkwasser droht keine Gefahr

Die weltweite Corona-Epidemie wirft viele Fragen auf. Einige betreffen die Lebensmittelsicherheit. Wasser aus der Leitung kann auch in der aktuellen Corona-Lage bedenkenlos genossen werden, teilt die Regionale Netzstelle Nachhaltigkeitsstrategien (RENN) mit.

Leitungswasser werde in Deutschland laufend streng kontrolliert, sei kostengünstig und jederzeit verfügbar. Wasser in Flaschen zu kaufen und zu lagern lohne sich auch aktuell nicht. Leitungswasser hingegen entlaste den Geldbeutel und vermeide unnötige Transportwege und viel Müll.

Wir verbrauchen mehr Wasser als offensichtlich ist: Der Wasserverbrauch pro Kopf liegt in Deutschland bei rund 120 Litern am Tag, zum Waschen, Putzen und Trinken. Hinzu kommen täglich 3.900 Liter virtuelles Wasser (Stand 2017). Der Großteil davon wird für die Bewässerung von Obst, Gemüse und Getreide benötigt, aber auch zur Kühlung energieintensiver Industrieanlagen.

Lars Wallerang

Corona-Krise: Verbraucherschützer gegen Abzocker

Diese kriminelle Energie macht fassungslos: Betrüger und windige Geschäftemacher nutzen die Verunsicherung durch die Corona-Krise gezielt aus. Sie stehen mit angeblichen Corona-Tests vor der Haustür, versprechen Heilung durch Vitaminpräparate oder nutzen die Krise, um mit gefälschten Mails Passwörter abzugreifen.

Fälle wie diese beobachtet der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Dazu auch ungewöhnliche Preissteigerungen: Mit 999,90 Euro für zehn Atemschutzmasken oder einem halben Liter Desinfektionsmittel zum Preis von 199 Euro versuchen durchtriebene Anbieter, Profit aus der Notlage zu schlagen.

Um die Betrugsmaschen im Markt umfassend unter die Lupe zu nehmen, sie auszuwerten und dagegen vorzugehen, bittet der vzbv, Beschwerden über Abzocke in der Corona-Krise über www.marktwaechter.de/corona zu melden. “Auch Probleme bei der Stornierung gebuchter Reisen, bei ausgefallenen Veranstaltungen oder durch zu geringe Netzkapazitäten gehören zu den beobachteten Problemfeldern”, so die Verbraucherschützer.

“Die Corona-Krise setzt – neben beeindruckender Solidarität – leider auch vielfältige kriminelle Energien und ruchlose Gier frei. Um das zu stoppen, bitten wir, Verdachtsfälle zu melden”, sagt Sven Scharioth vom vzbv. Die Teams der Marktbeobachtung und der Rechtsdurchsetzung im vzbv werten die eingegangen Beobachtungen aus und behalten sich je nach Lage des Falles juristische Schritte vor.

Rudolf Huber

Wirtschaft kann um zehn Prozent einbrechen

Die Corona-Krise wirkt sich auch negativ auf das Bruttoinlandsprodukt (BIP) aus. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln hat Berechnungen für zwei mögliche Szenarien durchgeführt und wagt eine Prognose.

Im glimpflichen Fall gilt der aktuelle Lockdown bis Ende April. Doch auch danach dauert es noch einige Wochen, bis sich die Industrie wieder eingependelt hat. Immerhin müssen gestörte Lieferketten wiederaufgebaut werden und europäische Nachbarländer finden ebenfalls nur langsam den Weg zurück in die Normalität.

Unter diesen Annahmen werde das BIP des Jahres um rund fünf Prozent geringer ausfallen als ohne die Corona-Krise, so das IW. Besonders die Industrie müsse eine schwächere Entwicklung in Kauf nehmen – in dem beschriebenen Positivszenario beläuft sich ihr Minus auf rund zehn Prozent.

Dauert der Lockdown allerdings bis Ende Juni, so wären die Folgen weitaus gravierender: In diesem Fall würde das BIP um zehn Prozent gegenüber einem normalen Jahresverlauf einbrechen. Die Industrie würde es mit einem Minus von 18 Prozent erneut stärker treffen. Bis zum Jahresende könnte die Krise in diesem Fall noch andauern.

Bisher hat die Bundesregierung ein umfangreiches Hilfspaket für die Wirtschaft geschnürt. Doch die Hilfen für die Unternehmen sind oftmals mit Schulden verbunden, die zukünftig Investitionen verhindern. Deshalb sollten auch nicht rückzahlbare Finanzhilfen zur Verfügung stehen, teilt das IW mit. Außerdem sei nun internationale Zusammenarbeit gefragt. “Es gibt im Moment keine gemeinsame Lösung oder eine Außenhandelsstrategie”, sagt IW-Geschäftsführer Hubertus Bardt. Die G20 müssten, wie bereits 2008, einen gemeinsamen Plan ausarbeiten. Nationale Alleingänge und Abschottung seien fehl am Platz.

Ralf Loweg

Hände immer lauwarm waschen

Noch vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie haben sich die Deutschen wohl so häufig und gründlich die Hände gewaschen wie jetzt. “Alles richtig und sogar notwendig”, bestätigt Sven Seißelberg, Apotheker bei der KKH Kaufmännische Krankenkasse. “Doch leider belastet das regelmäßige Waschen der Hände die Haut sehr stark: Sie wird trocken, spröde und rissig. Außerdem neigt sie zu Entzündungen oder der Bildung von Ekzemen.”

Desinfektionsmittel verstärken die Symptome durch die alkoholischen Inhaltsstoffe noch zusätzlich. Dazu setzen die derzeitige Kälte und die trockene Heizungsluft in Wohnungen den Händen zusätzlich zu. Die Folge: Die Haut verliert körpereigene Fettanteile und ihren natürlichen Säureschutzmantel besonders schnell. Um das zu verhindern, rät der Experte zu folgenden Maßnahmen:

Waschen Sie sich die Hände gründlich mit lauwarmen Wasser. Die Behauptung, heißes Wasser reinige besser und keimtötender, ist ein Irrglaube – es schadet der Haut eher.

Verwenden Sie eine Seife oder eine Waschsubstanz mit rückfettenden Inhaltsstoffen wie beispielsweise pflanzlichen Ölen. Sie sollten idealerweise pH-neutral sein oder einen pH-Wert von etwa fünf haben.

Putzen Sie im Haushalt möglichst mit Handschuhen, damit die in Wasch- und Putzmitteln enthaltenen Chemikalien vor allem empfindliche Haut nicht noch zusätzlich angreifen.

Zur Handhygiene gehört auch das gründliche Reinigen der Fingernägel, gegebenenfalls auch mit einer speziellen Nagelbürste. Nägel sollten momentan eher etwas kürzer gehalten werden, damit sich erst gar kein Schmutz und Keime festsetzen können.

Das Wichtigste: Cremen Sie Ihre Hände nach dem Waschen regelmäßig mit einer guten Handcreme ein. Diese sollte vor allem reich an hochwertigen Fetten sein, statt an feuchtigkeitsspendenden Inhalten wie Urea oder Glycerin.

Rudolf Huber

Abzocke per Smartphone: Künftig mehr Schutz

In die Falle ist man schnell getappt: Ein unbedachter Klick hier, eine ungewollte Bestätigung dort, und schon hat man ein Abo an der Backe, das man gar nicht wollte. Die böse Überraschung kam bislang per Handy-Rechnung, denn Mobilfunkanbieter buchen die Beträge für Serviceleistungen von Drittanbietern über die Telefonrechnung ihrer Kunden ab. Doch Hilfe und Schutz sind in Sicht.

Ab 1. Februar gelten für Mobilfunkunternehmen beim Abbuchen von Drittanbieterleistungen neue Regeln. Künftig dürfen Kosten für Abos und Serviceleistungen von Drittfirmen nur noch abgerechnet werden, wenn der Kunde zuvor auf eine von ihrer Mobilfunkfirma bereitgestellte Seite umgeleitet und über den Vorgang (Redirect genannt) informiert wurde oder wenn sich ihr Mobilfunkanbieter verpflichtet, stattdessen mehrere Verbraucherschutzmaßnahmen in einem Kombinationsmodell – unter anderem auch eine Geld-zurück-Garantie – umzusetzen.

“Das Verfahren können Deutsche Telekom, Vodafone, Telefónica oder andere frei wählen. Ziel ist, Handy-Nutzer künftig besser vor Abo-Fallen zu schützen. Dennoch sollten User unliebsamen Firmen weiterhin einen Zutritt zu ihrem Smartphone oder Tablet verwehren”, rät die Verbraucherzentrale NRW.

Was ist das sogenannte Redirect-Verfahren? Es soll ab sofort Handynutzern konkret die Gefahr vor Augen führen, wenn sie im Begriff sind, ungewollt ein Abo per Smartphone abzuschließen. Hierzu werden User während des Bezahlvorgangs von der Drittanbieterseite technisch auf eine Bezahlseite ihres jeweiligen Mobilfunkanbieters umgeleitet.

Erst auf dieser Seite müssen sie ausdrücklich den Vertragsabschluss eines Abonnements und dessen Abbuchungen bestätigen. Die Bundesnetzagentur erlaubt den Mobilfunkunternehmen allerdings auch eine Alternative zum rein technischen Redirect-Verfahren. Hierbei handelt es sich um ein Kombinationsmodell von mehreren Schutzmaßnahmen, in dem übersichtliche Bezahlseiten, Informationsmitteilungen und einfache Sperren zur Anwendung kommen können. In diesem Fall müssen Mobilfunkanbieter dann Kunden zusätzlich auch eine Geld-zurück-Garantie von bis zu 50 Euro geben.

Wer trotz der neuen Regelungen in eine Abo-Falle getappt ist, kann weitere Abbuchungen nur verhindern, wenn der unfreiwillige Abo-Vertrag mit dem dubiosen Drittanbieter so schnell wie möglich gestoppt wird. Betroffene sollten die Rechnung innerhalb von acht Wochen bei ihrem Mobilfunkanbieter und zusätzlich gegenüber dem Drittanbieter per Einwurfeinschreiben beanstanden. Sicher von vornherein und auf Dauer können sich Smartphone- und Tablet-Nutzer auch weiterhin nur vor der perfiden Abo-Abzock-Masche schützen, wenn sie ihre Handynummer für die Abbuchung von Diensten fremder Firmen von ihrem Mobilfunkunternehmen sperren lassen (Drittanbietersperre).

Andreas Reiners

Schüler droht in Freiberg am Neckar Amoklauf an

Polizeibeamte wurden am Donnerstagnachmittag an einer Schule in Freiberg am Neckar tätig, nachdem zuvor ein 15-Jähriger einen Amoklauf angedroht hatte. Über Schüler und die Schulleitung wurde der Polizei mitgeteilt, dass der betroffene Schüler sich über soziale Medien und einem Chat-Programm dahingehend äußerte, dass er mit Schusswaffen und Sprengstoff einen Anschlag auf seine Schule plane. Der 15-Jährige wurde durch die verständigte Polizei an seiner Schule in Obhut genommen. Bei einer Durchsuchung seines Zimmers fanden die Beamten neben zahlreichen Militaria-Utensilien auch Softair-Waffen und Feuerwerkskörper. Im Zuge der Ermittlungen wurde der Jugendliche in einer Psychiatrie zur Überprüfung der Eigen- und Fremdgefährdung vorgestellt und verblieb freiwillig in der Einrichtung. Laut Polizei bestand zu keinem Zeitpunkt eine konkrete Gefahrensituation.

Polizeimeldungen aus dem Landkreis

Ludwigsburg: PKW mehrfach beschädigt

Der Polizeiposten Oststadt, Tel. 07141/29920-0, sucht Zeugen, die seit Ende Dezember 2019 etwas Verdächtiges auf dem Parkplatz einer Vereinsgaststätte in der der Poppenweilerstraße in Ludwigsburg beobachtet haben. Ein PKW, der dort regelmäßig zwischen 08.00 Uhr und 23.00 Uhr abgestellt wird, wurde zwischen dem 30.12.2019 und dem 23.01.2020 mehrfach zerkratzt. Es handelt sich teilweise um einfach Kratzer in Linienform, jedoch hinterließ der unbekannte Täter auch das Wort “LOVE” und Zickzacklinien. Der entstandene Sachschaden beläuft sich derzeit auf rund 3.000 Euro.

Sersheim: Zeugen nach Firmeneinbruch gesucht

Zwischen Samstag 09:00 Uhr und Sonntag 12:40 Uhr kam es in der Uhlandstraße in Sersheim zu einem Firmeneinbruch. Die bislang noch unbekannten Täter verschafften sich zunächst Zugang in das Innere einer Firma und entwendeten aus den Büroräumen unter anderem ein Navigationsgerät und mehrere Schlüssel. Weiterhin brachen sie einen Süßwarenautomaten in der Fertigungshalle auf und entnahmen das sich darin befindliche Kleingeld. Mutmaßlich befand sich bei den gestohlenen Schlüsseln auch der Zündschlüssel für einen LKW, der im Firmenhof stand. Mit diesem LKW machten sich die Täter schlussendlich aus dem Staub. Es handelt sich um ein graues Fahrzeug der Marke Mercedes mit Planenverdeck, an dem Ludwigsburger Kennzeichen (LB-) angebracht sind. Der Gesamtwert des Diebesguts kann abschließend noch nicht beziffert werden. Zeugenhinweise nimmt der Polizeiposten Sachsenheim unter der Tel. 07147/27406-0 entgegen.

Vaihingen an der Enz – Ensingen: Einbruch in Lagerhalle

Auf eine Lagerhalle in der Robert-Bosch-Straße in Ensingen hatten es noch unbekannte Täter zwischen Samstag 19.00 Uhr und Sonntag 09.00 Uhr abgesehen. Indem sie eine Tür aufhebelten, gelangten die Täter in die Lagerhalle. Mutmaßlich mittels eines Gabelstaplers transportieren die Unbekannten anschließend rund 20 Paletten mit Kabeltrommeln in ein Fahrzeug und entwendeten diese. Der Wert des Diebesgutes dürfte sich auf eine fünfstellige Summe belaufen. Der verursachte Sachschaden wurde auf circa 2.000 Euro geschätzt. Zeugen werden gebeten, sich beim Polizeirevier Vaihingen an der Enz unter der Tel. 07042 941 0 zu melden.

Bietigheim-Bissingen: Unfallflucht mit 4.000 Euro Sachschaden

Auf derzeit ungeklärte Art und Weise beschädigte ein bislang unbekannter Fahrzeuglenker einen Mercedes, der am Samstag zwischen 15:00 und 17:20 Uhr in der Erfurter Straße in Bietigheim am Fahrbahnrand abgestellt war. Ohne sich um den entstandenen Sachschaden von etwa 4.000 Euro zu kümmern, machte sich der Verursacher anschließend aus dem Staub. Sachdienliche Hinweise nimmt das Polizeirevier Bietigheim-Bissingen, Tel. 07142 405-0, entgegen.

B 10 / Vaihingen an der Enz: Auffahrunfall mit drei Beteiligten

Zwei Leichtverletzte und ein Sachschaden von etwa 14.500 Euro forderte ein Verkehrsunfall, der sich am Montag gegen 05.45 Uhr auf der B 10 im Bereich Vaihingen an der Enz ereignete. Bei einer Behelfsbrücke mussten ein 36-jähriger Opel-Lenker und ein 43 Jahre alter Mitsubishi-Lenker an einer roten Ampel anhalten. Ein nachfolgender 30-jähriger Ford-Lenker, der ebenfalls in Richtung Illingen unterwegs war, erkannte die haltenden Fahrzeuge vermutlich zu spät und krachte dem stehenden Mitsubishi ins Heck. Durch die Wucht des Aufpralls schob er das Auto noch auf den Opel auf. Der 36- und der 43-jährige Fahrer erlitten durch den Unfall leichte Verletzungen. Zwei der insgesamt drei Fahrzeuge waren anschließend nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden.

Vaihingen an der Enz-Horrheim: Kaminbrand

In einem Einfamilienhaus im Akazienweg in Vaihingen an der Enz-Horrheim geriet am Sonntag gegen 20.00 Uhr vermutlich Glanzruß in einem Kamin in Brand. Nachdem eine Bewohnerin Brandgeruch und vereinzelte Flammen wahrgenommen hatte, alarmierte sie die Feuerwehr. Daraufhin rückten 42 Wehrleute mit sieben Fahrzeugen der Freiwilligen Feuerwehr Vaihingen an der Enz zum Brandort aus. Die Einsatzkräfte entfernten glühendes Material und ließen im Kamin das Feuer kontrolliert herunterbrennen. Darüber hinaus wird der Kamin erst wieder in Betrieb genommen, wenn eine Inaugenscheinnahme durch einen Schornsteinfeger stattgefunden hat. Bis auf eine beschädigte Tapete ist kein weiterer Sachschaden entstanden. Personen kam auch nicht zu Schaden.

Familiärer Streit: Männer prügeln auf 31-Jährigen ein

Am Sonntag kam es in Remseck am Neckar vermutlich aus familiären Zwistigkeiten zu einer Prügelei. In der Hauptstraße in Hochberg. wurde ein 31-Jähriger von drei 19, 22 und 52 Jahre alten Männern und mutmaßlich einem weiteren noch Unbekannten auf offener Straße geschlagen und getreten. Auch als das Opfer zu Boden gegangen war, ließen die Tatverdächtigen nicht von ihm ab. Erst als vorbeifahrende Verkehrsteilnehmer zu hupen begonnen, zogen sich die Männer zurück. Schließlich wurden Polizei und Rettungsdienst alarmiert. Der 31-Jährige, der verletzt wurde, musste durch einen Krankenwagen in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Ermittlungen, die der Polizeiposten Remseck am Neckar übernahm, dauern an.

Steelers revanchieren sich: Sieg gegen Bayreuth

Zum Rückspiel gegen die Bayreuth Tigers kam es am gestrigen Sonntag in der EgeTrans Arena. Steelers-Trainer Marc St-Jean musste dabei die Mannschaft im Vergleich zum Freitag ein wenig umbauen, denn neben Dennis Swinnen und Tim Schüle fehlten heute auch erneut Eric Stephan und neu hinzu kam Lukas Laub. Yannick Wenzel rückte dadurch in die Verteidigung, da Chris Owens als überzähliger Kontingentspieler auf die Tribüne musste. Im Tor startete demnach Stephon Williams.

Die Partie vor den 3.278 Zuschauern begann von beiden Teams relativ verhalten. Die Tigers ließen die Steelers durch ihr gutes Forechecking kaum zur Entfaltung kommen. Wenn was durchkam, hielt Brett Jaeger stark. Dies machte er besonders gut gegen Brett Breitkreuz zur Mitte des ersten Abschnitts. Auch die Franken kamen zu Möglichkeiten, doch auch Stephon Williams überzeugte mit guten Taten. So blieb es nach den ersten 20 Minuten beim torlosen Unentschieden.

Zum zweiten Abschnitt kamen die Gäste mit viel Schwung aus der Kabine, doch getroffen haben die Hausherren. Myles Fitzgerald erkämpfte sich in der Ecke die Scheibe zurück und spielte auf Matt McKnight. Der Clever Fit Top Scorer der Schwaben zog trocken und humorlos ab, sein Schuss schlug zum 1:0 im langen Eck ein. Brett Jaeger hatte hier keine Chance. Im Anschluss killten die Ellentaler ein Powerplay der Franken, als Max Prommersberger von den Schiedsrichtern Bastian Haupt und Florian Feistl wegen einer Behinderung auf die Strafbank geschickt wurde. Auch die Schwaben durften sich zweimal in Überzahl beweisen, doch ein Treffer wollte nicht gelingen. Mit der knappen Führung ging es in die zweite Pause.

Im letzten Drittel gaben die Hausherren nochmals Vollgas und wollten die Niederliga vom Freitag endgültig wettmachen. Nach tollem Beginn krönte Freddy Cabana seine gute Leistung mit dem erlösenden 2:0. Nach Vorbereitung von Alex Preibisch und Guillaume Leclerc umkurvte er seine Gegenspieler und traf zum ins lange Eck. Drei Minuten später erhielt der Bayreuther Drew Melanson nach einem Check gegen den Kopf von Benjamin Zientek eine 5+Spieldauerdisziplinarstrafe und musste vorzeitig zum Duschen. Die Überzahl nutzten die Schwaben und legten in der 49. Minute den dritten Treffer nach. Benjamin Hüfner spielte einen tollen Pass auf Norman Hauner und dieser ließ Brett Jaeger keine Chance und traf zum 3:0. Da Stephon Williams kurz darauf eine Strafe wegen Behinderung erhielt, ging es mit vier gegen vier weiter. Den Platz nutzte Brett Breitkreuz aus indem eer sich im eigenen Drittel die Scheibe nach einem Querpass der Tigers schnappte und sich allein auf den Weg machte. Er schüttelte im Laufduell Simon Karlsson ab und blieb vor Jaeger eiskalt und traf zum 4:0. Endgültig den Deckel drauf machte 29 Sekunden vor dem Ende Benjamin Zientek, der nach Vorarbeit von Freddy Cabana und Niki Goc zum Endstand von 5:0 traf. Stephon Williams feierte seinen fünften Shutout der Saison!

Die Steelers revanchierten sich erfolgreich für die Niederlage vom Freitag und konnten aus den letzten fünf Spielen zehn Punkte holen. Auf Platz 11 hat man nun einen Vorsprung von derzeit acht Punkten (bei einem Spiel mehr), auf Platz 4 beträgt der Rückstand vier Punkte (bei zwei Spielen mehr) – die Liga ist enger und spannender als je zuvor. Am kommenden Freitag geht es nun zum wichtigen Auswärtsspiel nach Landshut und am Sonntag kommen um 17:00 Uhr die Wölfe aus Freiburg ins Ellental.