Spezialkommando nimmt Drogendealer aus Ludwigsburg fest

Wegen unerlaubten Handels mit Betäubungsmittelneit wurde ein 40-jähriger Mann aus Ludwigsburg festgenommen. Seit letzten Herbst führte das Polizeirevier Ludwigsburg in enger Zusammenarbeit mit der Kriminalpolizeidirektion Böblingen umfangreiche Ermittlungen wegen unerlaubten Handels mit Drogen. Am frühen Sonntagmorgen führte dies zur vorläufigen Festnahme eines 40-Jährigen in Ludwigsburg durch ein Spezialeinsatzkommando des Polizeipräsidiums Einsatz. Im Rahmen anschließend durchgeführter Durchsuchungsmaßnahmen konnten unter anderem rund vier Kilogramm Marihuana, sechs Kilogramm Amphetamin, ca. 100 Gramm Kokain, mehrere hundert Ecstasy-Tabletten, eine vierstellige Summe Bargeld sowie eine Schreckschusswaffe und mehrere verbotene Gegenstände beschlagnahmt werden. Der vorläufig festgenommene 40-Jährige wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart am Montag einem Haftrichter vorgeführt. Der Richter erließ einen Haftbefehl gegen den Deutschen, setzte diesen in Vollzug und wies ihn in eine Justizvollzugsanstalt ein.

Fahrverbot für Rettungsgassen-Sünder

Dass eine Rettungsgasse Leben retten kann, ist unbestritten. Trotzdem wird mit dieser Beschleunigungsmöglichkeit für Rettungsfahrzeuge immer noch Schindluder getrieben – ob absichtlich oder aus Unkenntnis. Doch die Strafen für solche Vergehen werden jetzt härter.

Wer keine Rettungsgasse bildet, zahlt laut ADAC zwar wie bisher auch 200 Euro Bußgeld und kassiert zwei Punkte in Flensburg. Doch dazu kommt jetzt auch noch ein Monat Fahrverbot. Wer durch die Rettungsgasse fährt oder sich an Einsatzfahrzeuge dranhängt, ist mit mindestens 240 Euro, zwei Punkten und einem Monat Fahrverbot dabei.

Ein ADAC-Sprecher: “Damit die Rettungs- und Einsatzkräfte schnell und ohne Behinderung zum Unfallgeschehen kommen, muss die Rettungsgasse bereits bei stockendem Verkehr gebildet werden.” Dazu weichen die Autofahrer auf Autobahnen und Straßen außerorts mit mehreren Fahrstreifen je Richtung auf der linken Spur nach links aus, alle anderen orientieren sich nach rechts. Da auf die Polizei noch Notarzt, Feuerwehr oder Abschleppdienst folgen können, muss die Rettungsgasse so lange offen bleiben, bis sich der Stau auflöst.

In Österreich gibt es die Pflicht, eine Rettungsgasse zu bilden, auf Autobahnen und Schnellstraßen mit mindestens zwei Fahrspuren je Richtung. In Frankreich müssen Einsatzfahrzeuge die Möglichkeit haben, an den anderen Verkehrsteilnehmern vorbeizufahren.

In der Schweiz muss auf Autobahnen mit zwei Fahrstreifen für Einsatzfahrzeuge eine Rettungsgasse in der Mitte frei bleiben. Bei drei- oder mehrspurigen Fahrbahnen ist die Gasse zwischen dem linken und dem zweiten Fahrstreifen von links zu bilden. In Italien gibt es bisher keine speziellen Vorschriften.

Rudolf Huber