Weniger Flüge über Deutschland

Erstmals seit 2013 ist die Zahl der Flugbewegungen über Deutschland gesunken. Die Deutsche Flugsicherung registrierte nach eigenen Angaben 3,34 Millionen Flugbewegungen. Das seien 0,4 Prozent weniger als 2018. Vor allem an kleineren Regionalflughäfen sei die Zahl der Starts und Landungen deutlich zurückgegangen.

Für den Flughafenverband ADV sind der steigende Ölpreis und das Startverbot für den Mittelstrecken-Jet Boeing 737 Max Gründe dafür, dass Airlines ihre Kapazitäten nicht ausgebaut haben. Insbesondere der irische Billigflieger Ryanair konnte nicht wie geplant neue Verbindungen auf den Markt bringen. Verkehrsreichster Tag war nach Angaben der Flugsicherung der 4. Juli 2019, an dem 11.012 Flugbewegungen gezählt wurden.

Laut einer Prognose des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) wird sich die Zahl der Flugpassagiere weltweit in den kommenden 20 Jahren mehr als verdoppeln. Die Zahl der Flüge werde zunehmen, ebenso die Zahl der Menschen an Bord der Passagiermaschinen, heißt es dazu auf “tagesschau.de”.

Ralf Loweg

 

Fahrverbot für Rettungsgassen-Sünder

Dass eine Rettungsgasse Leben retten kann, ist unbestritten. Trotzdem wird mit dieser Beschleunigungsmöglichkeit für Rettungsfahrzeuge immer noch Schindluder getrieben – ob absichtlich oder aus Unkenntnis. Doch die Strafen für solche Vergehen werden jetzt härter.

Wer keine Rettungsgasse bildet, zahlt laut ADAC zwar wie bisher auch 200 Euro Bußgeld und kassiert zwei Punkte in Flensburg. Doch dazu kommt jetzt auch noch ein Monat Fahrverbot. Wer durch die Rettungsgasse fährt oder sich an Einsatzfahrzeuge dranhängt, ist mit mindestens 240 Euro, zwei Punkten und einem Monat Fahrverbot dabei.

Ein ADAC-Sprecher: “Damit die Rettungs- und Einsatzkräfte schnell und ohne Behinderung zum Unfallgeschehen kommen, muss die Rettungsgasse bereits bei stockendem Verkehr gebildet werden.” Dazu weichen die Autofahrer auf Autobahnen und Straßen außerorts mit mehreren Fahrstreifen je Richtung auf der linken Spur nach links aus, alle anderen orientieren sich nach rechts. Da auf die Polizei noch Notarzt, Feuerwehr oder Abschleppdienst folgen können, muss die Rettungsgasse so lange offen bleiben, bis sich der Stau auflöst.

In Österreich gibt es die Pflicht, eine Rettungsgasse zu bilden, auf Autobahnen und Schnellstraßen mit mindestens zwei Fahrspuren je Richtung. In Frankreich müssen Einsatzfahrzeuge die Möglichkeit haben, an den anderen Verkehrsteilnehmern vorbeizufahren.

In der Schweiz muss auf Autobahnen mit zwei Fahrstreifen für Einsatzfahrzeuge eine Rettungsgasse in der Mitte frei bleiben. Bei drei- oder mehrspurigen Fahrbahnen ist die Gasse zwischen dem linken und dem zweiten Fahrstreifen von links zu bilden. In Italien gibt es bisher keine speziellen Vorschriften.

Rudolf Huber