Gürtelrose sofort behandeln

Der “Name” Gürtelrose” klingt zunächst harmlos. Doch wer einmal mit ihr zu tun hatte, sieht das ganz anders. Und auch Mediziner schlagen Alarm und fordern: Eine Gürtelrose muss so schnell wie möglich mit antiviralen und schmerzstillenden Medikamenten behandelt werden.

Im Anfangsstadium sieht man aber oft nur eine Rötung und Schwellung, weshalb die Betroffenen häufig zu spät zum Arzt gehen, wie der Dermatologe Gerd Gross im Gesundheitsmagazin “Apotheken Umschau” sagt. “Oder es kommt zu Fehldiagnosen, denn das typische Hautbild mit Bläschen zeigt sich erst später.” Sehr oft werde die Gürtelrose daher zu spät behandelt.

Außerdem werden dem Experten zufolge die Komplikationen definitiv unterschätzt: “Zoster ist eine Erkrankung, die über die Betroffenen teilweise schlimmes Leid bringen kann. Die Schmerzen können sehr stark werden.” Neben chronischen Nervenschmerzen könne ein Zoster eine Haut- oder in seltenen Fällen sogar auch eine Gehirnhautentzündung auslösen. Das wiederum wirkt sich auf die Gefäße aus und kann schlimmstenfalls einen Schlaganfall provozieren.

Gross unterstützt daher die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko), dass sich Menschen ab 60 Jahren impfen lassen sollten. “Die Zosterimpfung kann in den allermeisten Fällen den Ausbruch verhindern”, sagt er. “Viele Krankenkassen zahlen diese Impfung bereits, auch wenn die Kostenübernahme noch nicht eindeutig geregelt ist.” Selbst wenn man trotz Impfung eine Gürtelrose bekommen sollte, sind die Symptome laut Gross meist wesentlich leichter. mp/rlo

Demenzbegleiter: Landkreis zertifiziert 40 Ehrenamtliche

Ehrenamtliches Engagement für Menschen mit Demenz hat viele gute Aspekte: Es entlastet die Pflegenden, sorgt für Abwechslung im Alltag der Menschen mit Demenz – und bereichert auch diejenigen, die sich engagieren. Erste Grundlagen zu dem Krankheitsbild, zu den Auswirkungen und zu den Kommunikationsmöglichkeiten haben die Teilnehmenden der sechsteiligen Schulungsreihe „Auf gute Nachbarschaft – Demenzbegleiter“ der Altenhilfe-Fachberatung des Landratsamts erworben. Mit 40 Teilnehmenden sind so viele Interessierte wie nie zuvor in einer Schulungsreihe qualifiziert worden. Ihre Zertifikate konnten sie jetzt entgegennehmen.

Im Mittelpunkt stand bei allen Kursbausteinen der Mensch mit seiner individuellen Biografie, seinen Fähigkeiten und Ressourcen. Ziel der Schulungsreihe ist, gelingende Beziehungen in einem sich verändernden Alltag zu gestalten.

„Bürgerschaftliches Engagement ist ein zentrales Element, um den demografischen und gesellschaftlichen Wandel zu gestalten. Die Herausforderungen der Zukunft können nur zusammen geschultert werden. Umso erfreulicher ist die große Nachfrage nach dem Schulungsangebot unserer Altenhilfe-Fachberatung“, sagt Landrat Dr. Rainer Haas.

Neben dem Zertifikat haben die Teilnehmenden mit dem Kurs zusätzlich die Demenz-Partner-Urkunde der Deutschen Alzheimer Gesellschaft erworben und tragen damit den Gedanken einer demenzfreundlichen Kommune in den Landkreis.