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Im Gewerbegebiet schläft das Internet

Dass Deutschland in Sachen schnelles Internet kein Primus ist, hat sich längst herumgesprochen. Und trotz aller Beteuerungen geht es vermutlich auch künftig nur im Schneckentempo voran. Besonders schlimm sieht es in Gewerbegebieten aus. Denn dort haben rund 35 Prozent keinen Anschluss an schnelles Internet. Das geht jetzt aus der Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Anfrage der FDP hervor, schreibt die “Neue Osnabrücker Zeitung”.

Demnach gelten von bundesweit 62.074 Gewerbegebieten 21.745 und damit 35 Prozent als unterversorgt. Die maximale Internetgeschwindigkeit ist hier schlechter als 50 Mbit/s.

Der Auflistung des Ministeriums zufolge ist die digitale Versorgung in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern besonders verheerend. Dort gelten 57 Prozent der Gewerbegebiete als unterversorgt. Am besten ist die Versorgungslage in den drei Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen. cid/rlo

Spanner mit versteckter Kamera auf Bahnhofstoilette

Eine unschöne Begegnung hatte eine 51-Jährige am Sonntag zwischen 14.30 und 14.40 Uhr auf der öffentlichen Bahnhofstoilette in Bietigheim-Bissingen. Die 51-Jährige hatte sich im Bahnhofsgebäude auf die Damentoilette begeben. Als sie die Anlage betreten hatte, war die mittlere von insgesamt drei Toilettenkabinen verschlossen. Da sie zunächst keinerlei Geräusche wahrgenommen hatte, ging sie davon aus, dass die Toilette eventuell defekt war und sich niemand im Raum befand. Anschließend begab sie sich in eine der geöffneten Toilettenkabinen und schloss die Tür ab. Plötzlich hörte sie Geräusche aus der Nachbarkabine und sah auf einmal eine schwarze oder anthrazitfarbene Kompaktkamera, die unter der Trennwand hindurch in Richtung der 51-Jährigen gehalten wurde. Als die Geschädigte dies erkannte, brüllte sie lautstark los. Die Kamera wurde zurückgezogen und die unbekannte Person machte sich aus dem Staub. Die 51-Jährige blieb noch kurz in der Kabine und verließ erst dann die Toilettenanlage, als sie sich sicher war, alleine zu sein. Ob es sich bei dem Täter um eine Frau oder um einen Mann handelt, ist derzeit nicht bekannt. Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können oder Personen die ebenso solche Vorfälle erlebt haben, werden gebeten, sich mit dem Polizeirevier Bietigheim-Bissingen unter der Tel. 07142 405-0 zu melden.