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Kopfhörer im Straßenverkehr: Ist das erlaubt?

Musik ist ein ständiger Begleiter im Leben vieler Menschen. Klar: Schöne Klänge machen gute Laune oder sie trösten uns, wenn wir traurig sind. Und mit einem Kopfhörer lässt sich der Hörgenuss dann in vollen Zügen genießen. Wenn wir dabei auf dem heimischen Sofa sitzen, ist das auch in Ordnung. Inzwischen sieht man allerdings immer mehr Verkehrsteilnehmer mit Kopfhörern. Da hört der Spaß schließlich auf, denn das ist leichtsinnig und gefährlich – egal, ob als Fußgänger, Radfahrer oder am Steuer eines Autos.

“Für Autofahrer und Radfahrer gilt: Musik mit Kopfhörern zu hören, ist nicht ausdrücklich verboten”, sagt dazu Thorsten Rechtien, Kraftfahrzeugexperte beim TÜV Rheinland. Doch heißt es in der Straßenverkehrsordnung: Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht. “Wer auf der Straße unterwegs ist, muss jederzeit aufmerksam sein. Das bedeutet konkret: Der Lärmpegel bei Kopfhörern darf grundsätzlich nur so hoch sein, dass sich Umgebungsgeräusche wie Hupen oder die Martinshörner von Polizei und Feuerwehr noch wahrnehmen lassen”, erklärt Rechtien. Besser ist es nach Einschätzung von Rechtien, ganz auf Kopfhörer zu verzichten: “Nur so können Verkehrsteilnehmer ihre Umwelt so gut wie möglich wahrnehmen. Und nur so können sie sich auf unseren vielbefahrenen Straßen sicher bewegen.”

Außerdem bieten Kopfhörer immer häufiger eine aktive Unterdrückung von Umgebungsgeräusche. “Noise Cancelling” heißt das im Technikjargon. Dieser Trend ist laut Thorsten Rechtien bedenklich: Eine aktive Geräuschunterdrückung sei für Musikliebhaber hervorragend – doch für die Verkehrsteilnahme denkbar ungeeignet. “Vorsicht können Verkehrsteilnehmer damit nicht gewährleisten”, sagt Rechtien.

Wer Musik mit Kopfhörern hört, ist vom Geschehen auf der Straße abgelenkt – egal, wie gut die Umgebung noch zu hören ist. “Im Straßenverkehr sollte man grundsätzlich auf das Tragen von Kopfhörern oder das Hören von übermäßig lauter Musik verzichten”, empfiehlt Rechtien daher. Das gilt nicht nur im Auto und auf dem Fahrrad, sondern auch für Fußgänger und auf dem E-Scooter.

Ralf Loweg

Steelers unterliegen erst nach Penaltyschiessen

Das dritte Spiel binnen fünf Tagen stand gestern in Bad Nauheim auf dem Programm. Für Stephon Williams rückte Cody Brenner ins Tor, so dass Chris Owens ins Team zurückkehrte, da Marc St-Jean den US-Goalie nicht aufbot. Auf der Bank als Backup saß Youngster Anton Palmer. Mit zwei Siegen im Rücken wollte man auch dieses Spiel positiv gestalten, am Ende sprang ein Punkt heraus.

Das Spiel vor den 1.611 Zuschauern, darunter ca. 80 aus dem Ellental, begann mit einem Schuss von Cody Sylvester, der Cody Brenner jedoch nicht vor große Schwierigkeiten stellte. Nur wenige Augenblicke später spielte Alex Preibisch einen starken Pass auf Guillaume Leclerc, der jedoch am starken Felix Bick scheiterte. Der Goalie der Teufel stand auch in den Folgeminuten eher im Mittelpunkt und machte seine Sache gegen Niki Goc und matt McKnight sehr gut. In der 13. Minute sprachen die Hauptschiedsrichter Eugen Schmidt und Sascha Westrich die erste Sprache des Spiels aus. Es traf Niki Goc wegen Beinstellens. Das Penaltykilling funktionierte gut und es blieb beim torlosen Unentschieden. Die Partie wurde ausgeglichener und auch die Hessen kamen zu ersten guten Möglichkeiten. 39 Sekunden vor der ersten Sirene wurden nach einem Check von Benjamin Zientek gegen Huba Sekesi erste Nettigkeiten ausgetauscht. Der Check wurde nicht geahndet, doch auf Seiten der Steelers mussten wegen übertriebener Härte Lukas Laub und Norman Hauner runter, bei den Nauheimern Cody Sylvester und Marc El-Sayed. Weiteres passierte vor der ersten Pause nicht mehr.

Die Schwaben kamen stark aus der Kabine und setzten das Tor von Felix Bick mächtig unter Druck, doch weder Yannick Wenzel, Lukas Laub oder Benjamin Zientek konnten ihn bezwingen. Die Hausherren konnten sich nur wenig entlasten und hatten in der 27. Minute durch die Andreas Pauli den bis dato ersten Schuss des zweiten Abschnitts, den Cody Brenner sicher hielt. Binnen nicht einmal einer Minute gab es dann zwei Strafen gegen die Nauheimer und 49 Sekunden doppelte Überzahl. Die Scheibe lief zwar gut, doch was Zählbares sprang nicht heraus. Benjamin Zientek hatte mit einem satten Pfostenschuss die beste Möglichkeit. Im Anschluss musste man ebenfalls in Unterzahl ran, überstand dies jedoch schadlos. Niki Goc hatte noch toller Vorarbeit die letzte große Chance des Mittelabschnitts, doch wieder war Felix Bick Endstation. Da Mike Card 50 Sekunden vor Ende eine Strafe erhielt, begann das letzte Drittel mit Überzahl für die Steelers.

In diesem rettete erneut das Gehäuse für Felix Bick, denn der Schuss von Matt McKnight klatschte gegen die Latte. Nach dem Studium des Videobeweises wussten es auch die Schiedsrichter noch genauer. Beide Mannschaften hatten im Powerplay noch die Chance auf die Entscheidung, doch weder Felix Bick, noch Cody Brenner ließen einen durch – es ging in die Overtime.

In dieser gaben die Steelers den Ton an, doch auch hier wollte die Entscheidung nicht fallen, so dass es als „Sahnehäubchen“ noch das Penaltyschießen gab. Hier muss man sagen, dass das Spiel im Gesamten nicht unbedingt ein Leckerbissen war – mit Ausnahme von Torhüter Cody Brenner und Felix Bick.

Im Shootout trafen für die Teufel Mike Card und Huba Sekesi. Für die Steelers netzte lediglich Myles Fitzgerald sehenswert ein, so dass es am Ende „nur“ einen Punkt gab, der aber in der Endabrechnung sehr wichtig sein kann.

Am Freitag geht es für die Schwaben erneut auf Tour, denn man ist zu Gast bei den Bayreuth Tigers, die am Sonntag zum Rückspiel in die EgeTrans Arena kommen werden.