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Darum ist die Reise-Apotheke so wichtig

Wenn es bei strahlend blauem Himmel endlich in den ersehnten Sommerurlaub geht, denken wir sofort an die Sonnenbrille, Sonnencreme und Badehose. Was aber ist mit der Reise-Apotheke, die sich unter Umständen als Retter in der Not erweisen kann? Anja Klauke, Expertin für Selbstmedikation beim Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI), gibt Tipps.

Die meisten Arzneimittel in Tablettenform benötigen Zimmertemperatur (15 bis 25 Grad Celsius). Wurden sie falsch gelagert oder zu großer Sommerhitze ausgesetzt, sollten Sie sie auf keinen Fall mehr verwenden. “Sie erkennen die Beeinträchtigung daran, dass sich Arzneimittel verfärben, trüb aussehen oder sich aufblähen”, so Expertin Klauke. “Sind Sie auf Arzneimittel angewiesen, die gekühlt werden müssen, brauchen Sie eine Kühltasche.”

Arzneimittel dürfen nach Ablauf des Verfallsdatums nicht mehr eingenommen werden. Über das Ende des Haltbarkeitsdatums sind die Wirkstoffe möglicherweise nicht mehr stabil. “Überprüfen Sie das Datum auf der Originalverpackung, ob Arzneimittel abgelaufen sind und ersetzen sie die Reiseapotheke gegebenenfalls”, so Klauke.

Arzneimittel wie etwa die Antibabypille oder manche Blutdruckmittel müssen immer zu bestimmten Zeiten eingenommen werden. Klauke: “Stellen Sie sich dafür eine Erinnerungsfunktion im Mobiltelefon ein.” Bei Reisen mit Zeitverschiebung wird der Arzneimittelwecker zum Beispiel jeden Tag dann zwei Stunden vor (ostwärts) oder zwei Stunden nach (westwärts) der “üblichen” Einnahmezeit klingeln.”

“In die Reiseapotheke gehören Medikamente gegen typische Reisebeschwerden, etwa Magen-Darm-Infekte oder Erkältungen”, sagt Anja Klauke. “Packen Sie diese je nach Anwendungsgebiet in Päckchen, also für eine Erkältung Nasenspray, Halstabletten und Hustentropfen zusammen, dann haben Sie im Fall der Fälle alles griffbereit.”

In die Reiseapotheke gehören auch Wundversorgungsmittel, Desinfektionsspray oder Jod, Schmerztabletten sowie Fiebersenker, Tabletten gegen Reisekrankheit, Durchfall und Verstopfung, Sonnen- und Insektenschutz sowie Wund- und Heilsalben. mp/rlo

Spanner mit versteckter Kamera auf Bahnhofstoilette

Eine unschöne Begegnung hatte eine 51-Jährige am Sonntag zwischen 14.30 und 14.40 Uhr auf der öffentlichen Bahnhofstoilette in Bietigheim-Bissingen. Die 51-Jährige hatte sich im Bahnhofsgebäude auf die Damentoilette begeben. Als sie die Anlage betreten hatte, war die mittlere von insgesamt drei Toilettenkabinen verschlossen. Da sie zunächst keinerlei Geräusche wahrgenommen hatte, ging sie davon aus, dass die Toilette eventuell defekt war und sich niemand im Raum befand. Anschließend begab sie sich in eine der geöffneten Toilettenkabinen und schloss die Tür ab. Plötzlich hörte sie Geräusche aus der Nachbarkabine und sah auf einmal eine schwarze oder anthrazitfarbene Kompaktkamera, die unter der Trennwand hindurch in Richtung der 51-Jährigen gehalten wurde. Als die Geschädigte dies erkannte, brüllte sie lautstark los. Die Kamera wurde zurückgezogen und die unbekannte Person machte sich aus dem Staub. Die 51-Jährige blieb noch kurz in der Kabine und verließ erst dann die Toilettenanlage, als sie sich sicher war, alleine zu sein. Ob es sich bei dem Täter um eine Frau oder um einen Mann handelt, ist derzeit nicht bekannt. Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können oder Personen die ebenso solche Vorfälle erlebt haben, werden gebeten, sich mit dem Polizeirevier Bietigheim-Bissingen unter der Tel. 07142 405-0 zu melden.