Das Handy immer griffbereit

Mobile Telefongeräte sind klein und handlich. Und sie üben mitunter großen Druck aus. Denn jeder zehnte Mann und jede zehnte Frau in Deutschland erwarten innerhalb von wenigen Minuten Antwort auf eine Handy-Nachricht des Partners. Je nach Alter sind es sogar bis zu 14 Prozent. Das zeigt eine aktuelle Umfrage von Verivox zusammen mit der Online-Partnervermittlung Parship.

Befragte unter 30 Jahren sowie über 70 Jahren sind besonders ungeduldig: 13 beziehungsweise 14 Prozent wünschen eine Reaktion des Partners oder der Partnerin binnen weniger Minuten. Zwischen 30 und 39 Jahren erwarten das nur 7 Prozent – der niedrigste Wert.

29 Prozent aller Befragten genügt eine Antwort innerhalb einer Stunde. 55 Prozent reicht es aus, wenn der Partner sich noch am selben Tag zurückmeldet. Die Antworten von Männern und Frauen weichen in allen Kategorien nicht nennenswert voneinander ab.

Somit erwartet mehr als ein Drittel, dass die Partnerin oder der Partner mindestens einmal pro Stunde am Handy verfügbar ist – und in diesem Zeitraum auch reagiert. Komplementäre Werte finden sich in einer Allensbach-Studie: Darin geben 31 Prozent der Deutschen an, ständig erreichbar sein zu wollen.

Ralf Loweg

So steht es um die Sterbehilfe

Die Zustimmung der Deutschen zur Sterbehilfe durch Ärzte ist hoch: Immerhin 67 Prozent lehnen den geltenden Strafrechtsparagrafen 217 ab. Dieser sieht unter anderem Strafen von bis zu drei Jahren Haft vor, wenn Ärzte Patienten wiederholt bei der Selbsttötung helfen.

Über diesen Paragrafen 217 StGB entscheidet jetzt das Bundesverfassungsgericht. Das 2015 vom Bundestag beschlossene und schon damals umstrittene Gesetz verbietet die sogenannte geschäftsmäßige Förderung der Selbsttötung. Vor allem Ärzten ist es danach untersagt, wiederholt schwerstkranken Patienten tödlich wirkende Medikamente zur Verfügung zu stellen.

Gegen den Strafrechtsparagrafen haben unter anderem Patienten, Ärzte und Sterbehilfeorganisationen geklagt. Er verletze das verfassungsmäßig garantierte Selbstbestimmungsrecht von Menschen, so das Kernargument der Kläger, heißt es.

Die Umfrage von Report Mainz ergab außerdem: 81 Prozent der Bevölkerung befürworten ausdrücklich, dass es Ärzten erlaubt sein sollte, Schwerstkranke beim Suizid zu unterstützen. Das ist eine Zunahme gegenüber einer früheren Befragung: 2012 hatten diese Frage nur 76 Prozent bejaht.

Ralf Loweg