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Das Handy immer griffbereit

Mobile Telefongeräte sind klein und handlich. Und sie üben mitunter großen Druck aus. Denn jeder zehnte Mann und jede zehnte Frau in Deutschland erwarten innerhalb von wenigen Minuten Antwort auf eine Handy-Nachricht des Partners. Je nach Alter sind es sogar bis zu 14 Prozent. Das zeigt eine aktuelle Umfrage von Verivox zusammen mit der Online-Partnervermittlung Parship.

Befragte unter 30 Jahren sowie über 70 Jahren sind besonders ungeduldig: 13 beziehungsweise 14 Prozent wünschen eine Reaktion des Partners oder der Partnerin binnen weniger Minuten. Zwischen 30 und 39 Jahren erwarten das nur 7 Prozent – der niedrigste Wert.

29 Prozent aller Befragten genügt eine Antwort innerhalb einer Stunde. 55 Prozent reicht es aus, wenn der Partner sich noch am selben Tag zurückmeldet. Die Antworten von Männern und Frauen weichen in allen Kategorien nicht nennenswert voneinander ab.

Somit erwartet mehr als ein Drittel, dass die Partnerin oder der Partner mindestens einmal pro Stunde am Handy verfügbar ist – und in diesem Zeitraum auch reagiert. Komplementäre Werte finden sich in einer Allensbach-Studie: Darin geben 31 Prozent der Deutschen an, ständig erreichbar sein zu wollen.

Ralf Loweg

SG BBM Frauen: Erste Heimniederlage in der Champions League

Stark begonnen und leider keine Punkte geholt – die Frauen der SG BBM Bietigheim unterlagen am 2. Spieltag der EHF Champions League dem montenegrinischen Meister ZRK Buducnost vor 1137 Zuschauern in der Ludwigsburger MHPArena mit 23:30 (12:14).

Nach der Auftaktniederlage bei Ramnicu Valcea hatten sich die Bietigheimerinnen für ihren ersten Heimauftritt gegen den zweifachen Champions League-Sieger ZRK Buducnost aus Podgorica viel vorgenommen. Dementsprechend fokussiert starteten die SG-Ladies in ihr zweites Champions League-Match und gingen vor heimischer Kulisse dank eines Doppelpacks von Rechtsaußen Angela Malestein sowie zwei Paraden von Torfrau Dinah Eckerle direkt mit 2:0 gegen den montenegrinischen Meister in Führung. In eigener Unterzahl legte Kapitänin Kim Naidzinavicius unter den Augen von Bundestrainer Henk Groener gleich das 3:1 nach. Buducnost kämpfte sich auf 5:5 heran. Bietigheim legte durch Maren Aardahl und Fie Woller das 7:5 nach. In einem rassigen Spiel glich Montenegros Serienmeister wieder aus. Es blieb zunächst ein spannendes Duell auf Augenhöhe, in dem stark aufspielende Gäste so gut wie jeden Fehler der SG BBM gnadenlos bestrafte. Nach 24 Minuten lag die SG BBM mit 10:12 zurück, Martin Albertsen sah sich veranlasst, seine erste Auszeit zu nehmen. Kim Naidzinavicius besorgte den Anschluss zum 11:12, worauf Buducnost-Coach Dragan Adzic seine Auszeit nahm, dessen Team danach seine Führung hielt. Mit einem 12:14 aus Bietigheimer Sicht ging es in die Halbzeitpause.

Die Anfangsminuten der zweiten Halbzeit gehörten eindeutig den Gästen. Mit einem 3:0-Lauf zum 12:17 legten sie im zweiten Durchgang gleich mächtig los. SG BBM-Cheftrainer Martin Albertsen unterbrach diese Serie mit seiner zweiten Auszeit. Nach 35 Minuten war Bietigheim mit 13:19 ins Hintertreffen geraten. Die SG-Ladies stemmte sich nun gegen die mögliche Vorentscheidung in diesem Match. Bis zur 48. Minute kämpfte sich der Deutsche Meister wieder auf 19:23 heran. Jedoch fand Buducnost im Abwehrverbund der Bietigheimerinnen immer wieder Lücken zum Torerfolg, die ihrerseits in der Offensive am gegnerischen Abwehrbollwerk scheiterten. Es sollte für die SG BBM Bietigheim nicht mehr zum Anschluss reichen. Am Ende setzten sich die Gäste verdient mit 30:23 durch.

SG BBM-Cheftrainer Martin Albertsen: „Wir haben viel vor in der Champions League, deswegen sind wir heute umso mehr über diese Niederlage enttäuscht. Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatten wir nicht sofort das nötige internationale Niveau erreicht und Buducnost hat das gnadenlos ausgenutzt.“

Tore: Malestein 5, Naidzinavicius 5/3, van der Heijden 5, Aardahl 3, Woller 4, Visser 1