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Letztes Duell in der Champions-League

MHP Riesen wollen sich anständig verabschieden

Im letzten BCL-Spiel der Saison empfangen die MHP RIESEN Ludwigsburg am Dienstag (05.02.2019, Tip-Off 18:30 Uhr) den BC Nizhny Novgorod. Während die Hausherren sich erhobenen Hauptes von der internationalen Bühne verabschieden möchten, reisen die Russen mit Erfolgsdruck in die MHPArena.

Letztmalig findet, für die MHP RIESEN, am morgigen Dienstag ein Spiel in der Basketball Champions League statt, letztmalig gastiert ein internationaler Gegner in der MHPArena, letztmalig ist der europaweite Fokus auf die Barockstadt gerichtet. Für die Ludwigsburger Basketballer von Headcoach John Patrick steigt morgen Abend das vierzehnte und vorerst letzte Gruppenspiel in der Basketball Champions League. Erstmals in der dreijährigen Geschichte des Wettbewerbs haben die Schwaben die Postseason verpasst – und müssen bereits im Februar die Segel streichen.

Durch das Verpassen der nächsten Runde wird der Fokus frühzeitig auf das „Tagesgeschäft“ easyCredit BBL gerichtet werden. Dies ist auch nötig, denn nach zuletzt ausbaufähigen Ergebnissen sind die MHP RIESEN in der heimischen Liga unter Zugzwang geraten und werden sich in den kommenden Wochen als „Jäger“ versuchen. Die „Gejagten“ sind vorerst aber noch nicht die Teams auf den Plätzen eins bis acht, sondern – zumindest bis morgen Abend – die Gäste aus der fünfgrößten russischen Stadt. Anders als bei den Hausherren ist der Erfolgsdruck beim BC Nizhny Novgorod aber ungleich höher. Denn die Russen, aktuell Tabellenfünfter in Gruppe A, müssen die Partie gewinnen und gleichzeitig auf einen Ausrutscher von Avellino (at Ventspils) und/oder Le Mans (vs. Wloclawek) hoffen, um einen der verbleibenden zwei Playoff-Spots erhaschen zu können.

Perry, Strebkov und Dragicevic führen die Mannschaft an

Neben Point Guard Kendrick Perry, der sich nach mehreren Stationen in Osteuropa in dieser Saison zum Anführer der russischen Überraschungsmannschaft emporgeschwungen hat, ist Ivan Strebkov der wichtigste Akteur im Team von Headcoach Zoran Lukic: Der russische Shooting Guard ist Perrys perfekter Backcourt-Partner und bereits seit einigen Jahren für „NN“ aktiv. Der 27-Jähirge befindet sich zudem aktuell auf einem Höhenflug und markierte in den zehn vergangenen Spielen jeweils eine zweistellige Punkteanzahl. Durchschnittlich kommt Strebkov pro Partie gar auf 13.8 Punkte, 5.4 Assists und 3.3 Rebounds. Den Klub der zweistelligen Scorer komplettieren, neben Strebkov und Perry (14.9 PpS), Vladmir Dragicevic (10.2) und Chris Czerapowicz (10.6). Letzterer wird am Dienstag aber fehlen, da er sich in der Vorwoche eine Schulterverletzung zuzog und mindestens vier Wochen ausfallen wird. Auch ohne den 27-Jährigen funktionierte es zuletzt aber gut: Nizhny Novgorod gewann am Samstagmittag beim Tabellenzwölften Parma Basket Perm 85:80 – und festigte damit seine Playoff-Platzierung in der VTB United League.

Von einer Playoff-Platzierung sind die Ludwigsburger ihrerseits ein gutes Stück entfernt. Mit einer 9:9-Bilanz rangieren sie zwar auf Tabellenplatz neun, doch nach drei konsekutiven Niederlagen (at Vechta, at Würzburg, vs. Bonn) werden sich die Schwaben im restlichen Saisonverlauf erheblich strecken müssen. Vorerst steht aber letztmalig, wie eingangs erwähnt, die Basketball Champions League auf der Agenda. Die MHP RIESEN möchten sich erhobenen Hauptes aus dem Wettbewerb verabschieden – und sich den Applaus und die Unterstützung ihrer Fans wieder verdienen.

„Bring a friend“ vs. Nizhny Novgorod

An dieser Stelle sei auch nochmals an die „Bring a friend“-Aktion für das morgige Spiel hingewiesen. Das Ticket-Angebot, welches einzig und allein von BCL-Dauerkarten-Inhabern wahrgenommen werden kann, ermöglicht das Mitbringen der persönlichen „Starting Five“ für 5,00 Euro pro Person/Ticket (minimal eine Person, maximal fünf Personen). Das Angebot wurde bereits dutzendfach angenommen und ist einer der Gründe, weshalb im letzten BCL-Spiel der Saison rund 1.500 Zuschauer in die MHPArena kommen werden. Es ist weiterhin aus organisatorischen Gründen nur in der RIESEN-Geschäftsstelle einlösbar und läuft noch bis Dienstagmittag 13:00 Uhr.

Als schönes Geschenk „on top“ hat die EVENTSTIFTER GmbH noch 8×2 Karten für das „Die 90er Live Open Air“ (Samstag, 27.07.2019) im Ludwigsburger Residenzschloss, powered by Kreissparkasse Ludwigsburg, zur Verfügung gestellt. Die Tickets werden unter allen Dauerkarten-Inhabern verlost, welche das „Bring a Friend“-Special nutzen/genutzt haben. Die Anzahl der mitgebrachten Freunde spielt dabei keine Rolle.

red

Infos
MHP RIESEN Ludwigsburg vs. BC Nizhny Novgorod
Dienstag, 04.02.2019, Tip-Off 18:30 Uhr
MHPArena Ludwigsburg, Schwieberdinger Straße 30, 71636 Ludwigsburg
Online-Ticket-Shop / Die Partie wird live bei livebasketball.tv sowie auf DAZN übertragen.

Zoll kontrolliert Betriebe und Gewerbe in Ludwigsburg

Heilbronner Zoll überprüfte 179 Betriebe im Gastgewerbe

NGG fordert mehr Zoll-Kontrollen bei Hoteliers und Gastronomen im Landkreis Ludwigsburg

Ludwigsburg; Sie kommen unangemeldet und machen nicht viel Federlesen: Wenn Beamte des Zolls Betrieben im Landkreis Ludwigsburg eine Visite abstatten, kann es für Unternehmer ungemütlich werden – vorausgesetzt, sie nehmen es mit dem Gesetz nicht so genau. Im vergangenen Jahr kontrollierte das zuständige Hauptzollamt Heilbronn in der Region insgesamt 767 Firmen auf Schwarzarbeit, Sozialbetrug und auf die Einhaltung von Mindestlöhnen. Das sind vier Prozent mehr als im Vorjahr. Dabei nahmen die Zöllner genau 179 Betriebe des Gastgewerbes ins Visier (plus 19 Prozent gegenüber 2017). In sieben Fällen deckten sie einen Mindestlohnverstoß auf. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten mit. Die NGG Stuttgart beruft sich hierbei auf eine Auswertung des Bundesfinanzministeriums für die Bundestagsabgeordnete Beate Müller-Gemmeke (Grüne).

„Es kann doch nicht sein, dass es immer noch Chefs gibt, die ihren Beschäftigten das absolute Minimum vorenthalten – den gesetzlichen oder einen höheren Branchen-Mindestlohn. Mindestlohn-Verstöße sind immer noch an der Tagesordnung. Und das, obwohl es den gesetzlichen Mindestlohn schon seit über vier Jahren gibt“, kritisiert NGG-Geschäftsführer Hartmut Zacher. Bei Kellnern, Köchinnen und Hotelangestellten komme es am Monatsende auf jeden Euro an.

Die Tatsache, dass viele Unternehmen es immer noch wagen, gegen geltende Mindestlöhne zu verstoßen, macht, so die NGG Stuttgart, eines deutlich: „Der Zoll muss mehr und intensiver kontrollieren – gerade auch in der Gastronomie. Beim Thema Mindestlohn zeigt sich, dass Vertrauen gut, aber Kontrolle besser ist. Je höher das Risiko für schwarze Schafe ist, bei illegalen Praktiken überführt zu werden, desto seltener setzen sie auf Tricksereien“, betont Zacher. Der Plan von Bundesfinanzminister Olaf Scholz, die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) auf mehr als 10.000 Beamte aufzustocken, sei ein „wichtiger Schritt“. Derzeit sei die FKS von dieser Zielmarke aber noch weit entfernt. Nach Informationen der NGG waren bundesweit zuletzt lediglich 6.600 Planstellen für Kontrolleure besetzt – 126 davon beim Hauptzollamt Heilbronn.

„Damit der Zoll bei seinen Kontrollen aber überhaupt fündig werden kann, müssen die Arbeitszeiten in den Betrieben genau erfasst werden. Bei Schummeleien mit den Stundenzetteln können die Beamten gegen den Arbeitgeber ermitteln – und geprellte Löhne zurückfordern“, erklärt Hartmut Zacher. Nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom Mai müssen Unternehmen die Arbeitszeiten ihrer Mitarbeiter künftig systematisch dokumentieren. Im Gastgewerbe wurde bereits mit dem gesetzlichen Mindestlohn eine Aufzeichnungspflicht der geleisteten Stunden eingeführt. Die NGG hatte sich dafür gegen den Widerstand der Arbeitgeber stark gemacht.