Schlag gegen Cyber-Kriminelle

Im Internet tummeln sich auch jede Menge zwielichtige Gestalten. Und zwar auf der dunklen Seite der Macht, die in der digitalen Welt “Darknet” genannt wird. Dort gehen sie zumeist unerkannt und anonym ihren finsteren Absichten nach. Jetzt aber ist dem rheinland-pfälzischen Landeskriminalamt (LKA) ein Schlag gegen international agierende Cyber-Kriminelle gelungen. Sieben Tatverdächtige wurden festgenommen, berichtet “SWR aktuell”.

Bei der Aktion seien mehrere hundert Einsatzkräfte beteiligt gewesen, teilte das LKA mit. Unter den Festgenommenen waren auch die Betreiber eines illegal betriebenen Rechenzentrums. Ein betriebener Server sei vom Netz genommen und sichergestellt worden. Von dort sei unter anderem vor drei Jahren ein Angriff auf Router der Telekom erfolgt, heißt es.

Nach Angaben eines LKA-Sprechers werde gegen die Festgenommenen wegen Waffenhandels, Kinderpornografie und Drogenhandels ermittelt. “Alles, was man sich im Darknet so vorstellen kann”, betonte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Trier. Es seien mehrjährige Ermittlungen des LKA und anderer Behörden vorhergegangen.

Ralf Loweg

So wenig Verkehrstote wie noch nie

 Autos werden immer sicherer. Und das lässt sich jetzt auch eindrucksvoll an Zahlen ablesen. Im Jahr 2019 starben laut vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamts (Destatis) 3.059 Menschen im Straßenverkehr. Eines vorweg: Natürlich ist jeder Tote einer zuviel. Aber: Im Vergleich zu 2018 ist das ein Rückgang um deutliche 6,6 Prozent. Das bedeutet: Damit gab es seit der Erfassung von Verkehrsunfällen vor über 60 Jahren nie weniger Verkehrstote in einem Jahr. Auch die Zahl der Verletzten sank um drei Prozent auf 384.000.

“Noch nie mussten so wenige Menschen im Straßenverkehr Ihr Leben lassen. Das ist erfreulich und zeigt, wie wichtig eine gute Präventionsarbeit ist”, sagt Prof. Klaus Bodewig, Präsident der Deutschen Verkehrswacht (DVW).

Rund 2,7 Millionen Unfälle registrierte die Polizei 2019, das entspricht einem Plus von 1,9 Prozent. Damit ereignete sich laut der Statistiker etwa alle zwölf Sekunden ein Unfall auf Deutschlands Straßen. Bodewig merkt daher auch kritisch an: “Die Unfallzahlen sind insgesamt zu hoch. Besonders Radverkehr bleibt eine Herausforderung. Hier dürfen wir nicht nachlassen.”

Ralf Loweg