Strom und Gas werden teurer

Das hören Verbraucher gar nicht gerne: Für Februar, März und April 2019 erhöhen 97 örtliche Versorger die Strompreise. Der Strompreis erreicht in Deutschland damit ein Rekordwert. Auch bei den Gaspreisen zählen die Energieexperten von Verivox 64 Preiserhöhungen.

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Im bundesdeutschen Durchschnitt sind die Strompreise bereits von Dezember 2018 auf Januar 2019 um rund 2,0 Prozent angestiegen. Für einen Drei-Personen-Haushalt mit einem jährlichen Verbrauch von 4.000 Kilowattstunden (kWh) kletterten die Stromkosten damit auf durchschnittlich 1.153 Euro und erreichten ein Allzeithoch.

Dieser Wert wird in den kommenden Monaten noch deutlich übertroffen werden: Für Februar, März und April haben aktuell 97 örtliche Grundversorger Preiserhöhungen von durchschnittlich 6,0 Prozent angekündigt. Bei 4.000 kWh Jahresverbrauch entspricht das rund 75 Euro zusätzlicher Kosten.

Die Entwicklung bei den Gaspreisen verläuft ähnlich. Die durchschnittlichen Gaskosten in Deutschland sind von Dezember 2018 auf Januar 2019 um über 2,0 Prozent gestiegen. Ein Haushalt mit einem jährlichen Gasverbrauch von 20.000 kWh startete mit Durchschnittskosten von 1.197 Euro ins neue Jahr.

Die Gaspreise werden weiter anziehen. Für Februar, März und April haben derzeit 64 örtliche Gasversorger Preiserhöhungen von durchschnittlich 10,0 Prozent angekündigt. Die Mehrkosten betragen laut Experten rund 130 Euro pro Jahr. wid/rlo

Appell zu Nikolaus: Entwicklungsminister Müller ruft zum Kauf von fairer Schokolade auf

Berlin – Der geschäftsführende Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat an die Konsumenten appelliert, zu Nikolaus und Weihnachten fair produzierte und gehandelte Schokolade zu kaufen. „Zum Nikolaus sollten wir ein Signal für faire Schokolade setzen – denn nur ein fairer Nikolaus ist ein guter Nikolaus“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Samstagausgaben) . Zum zweiten Mal falle die Adventszeit nun in die Pandemie.

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„Mehr als sonst sollten wir jetzt auf Fairness auch gegenüber den Menschen achten, die unsere Produkte herstellen“, mahnte der CSU-Politiker. 1,5 Millionen Kinder müssten in den Kakao-Anbaugebieten von Ghana und der Elfenbeinküste mit anpacken, weil der Lohn der Eltern nicht für das Überleben der Familie reiche. „Durch Corona hat sich die Lage dramatisch verschlechtert: Studien zeigen einen Anstieg der Kinderarbeit um ein Fünftel während des Lockdowns 2020 in den kakaoanbauenden Gebieten in Elfenbeinküste“, sagte Müller.

Ein Fünftel der Schokolade in Deutschland ist nach Angaben Müllers mittlerweile Fairtrade-zertifiziert. „Das ist gut, doch die Zustände vor Ort zeigen, dass es noch weit mehr werden müssen“, forderte er. Ohne ein komplettes Umsteuern in der Wirtschaftsweise und dem Konsumverhalten werde man aber den Kampf gegen Kinderarbeit nicht gewinnen.

„Wir müssen endlich verstehen, dass ein Teil unseres Wohlstands auch auf Ausbeutung beruht“, so Müller. Das beschlossene Lieferkettengesetz sei ein erster, wichtiger Schritt. „Auch Sie als Verbraucher können etwas tun: Kaufen Sie fair gehandelte Schokolade und faire Produkte, schenken Sie fair gehandelten Schmuck, achten Sie auf nachhaltige Textilien mit Siegeln wie dem Grünen Knopf“, bat Müller.

„Ich wünsche mir, dass immer mehr Unternehmer und Verbraucher sagen: Ich produziere fair, ich kaufe fair“, fügte der scheidende Minister hinzu.

red / dts Nachrichtenagentur