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Warum der Online-Handel seine Waren vernichtet

 Im deutschen Online- und Versandhandel werden knapp vier Prozent der zurückgesandten Ware vernichtet. Das sind etwa 20 Millionen Artikel pro Jahr entspricht. Warum? Das wollte Dr. Björn Asdecker, Leiter der Forschungsgruppe Retouren-Management der Universität Bamberg, in einer aktuellen Umfrage wissen. “Mit dieser Studie liegen jetzt erstmals detaillierte Erkenntnisse über die Hintergründe der Retourenentsorgung vor”, erklärt Asdecker. “Dies ist wichtig, um daraus auf der politischen Ebene die richtigen Schlüsse ziehen zu können.”

Nach der Umfrage kann Asdecker die Ursachen benennen: “Eine Entsorgung ist oftmals alternativlos. So ist bei etwas über der Hälfte der entsorgten Artikel eine Wiederaufbereitung nicht möglich, weil sie beispielsweise defekt sind.” Eine weitere Ursache sei aus Nachhaltigkeitssicht besonders bedenklich: Die Händler müssen etwa eine Million Produkte vernichten, weil Marken- und Patentinhaber ihnen das vorgeben. “Da sich diese Artikel meist in einem sehr guten Zustand befinden, handelt es sich hierbei um eine offensichtliche Ressourcenverschwendung”, sagt Asdecker.

In immerhin knapp 40 Prozent der Fälle wäre es zumindest theoretisch möglich, dass Händler die Ware spenden, sofern sich ein Empfänger dafür findet. Das betrifft 7,5 Millionen Artikel pro Jahr. Warum werden diese Artikel nicht gespendet? Das liegt in erster Linie an steuerlichen Gründen, etwa daran, dass die zu bezahlende Umsatzsteuer die Entsorgungskosten übersteigt. Außerdem geben vor allem kleine Händler an, dass es zu aufwendig wäre, eine geeignete Spendenorganisation auszuwählen.

Ralf Loweg

Bargeld bleibt Trumpf

Kontaktloses Bezahlen ist für viele Menschen in der Corona-Krise das Zauberwort. Trotzdem bleibt Bargeld vor allem im Urlaub die Nummer eins. So geben 53,7 Prozent in einer aktuellen Umfrage der Norisbank an, noch immer am liebsten bar zu zahlen.

Überraschend: Vor allem bei jungen Menschen ist Bargeld weiterhin überdurchschnittlich beliebt, bei Frauen noch mehr als bei Männern. Dennoch: Die Kartennutzung, und hierbei speziell die Nutzung der Kreditkarte, gewinnt an Beliebtheit.

Da nach Ansicht der Befragten Kartenzahlungen in manchen Ländern nicht flächendeckend möglich sind, nutzen viele die Kreditkarte vorrangig nur für die Auszahlung von Bargeld vor Ort. Die Kreditkarte kommt dagegen am Urlaubsort hauptsächlich für größere Ausgaben, wie Ausflüge, Kleidung oder Mietwagen zum Einsatz.

Aber immerhin: 46,0 Prozent aller Befragten haben sich sogar extra zu Reisezwecken eine Kreditkarte zugelegt oder besitzen bereits eine. Weitere 18,1 Prozent könnten sich vorstellen, eine Kreditkarte zu beantragen. Dabei sind Männer in Summe mit 69,0 Prozent Kreditkarten-affiner als Frauen mit 59,1 Prozent.

Ralf Loweg