Wirtschaft im Krisen-Modus

Die globalen Handelskonflikte und Krisen machen auch der Wirtschaft zu schaffen. Deshalb erwartet der Internationale Währungsfonds (IWF) 2019 weltweit ein niedrigeres Wirtschaftswachstum. Die Welt befinde sich in einer Phase der “gleichzeitigen Abschwächung”, sagte die neue IWF-Chefin Kristalina Georgiewa.

2019 erwartet der IWF “langsameres Wachstum in fast 90 Prozent der Welt”. Es sei mit dem schwächsten Wachstum seit Beginn des Jahrzehnts zu rechnen, heißt es. Der IWF werde seine offiziellen Prognosen daher nach unten korrigieren.

“Falls sich die globale Wirtschaft stärker abschwächt als erwartet, könnte es eine koordinierte fiskalpolitische Antwort brauchen”, sagt Georgiewa. Deutschland gehöre zu den wenigen Ländern, die schon jetzt anfangen sollten, die Wirtschaft mit höheren Ausgaben anzukurbeln oder diesen Schritt vorzubereiten, so die IWF-Chefin. Vor allem zusätzliche Ausgaben in den Bereichen Infrastruktur und Forschung könnten das Wachstum fördern.

Ralf Loweg

So steht es um die Sterbehilfe

Die Zustimmung der Deutschen zur Sterbehilfe durch Ärzte ist hoch: Immerhin 67 Prozent lehnen den geltenden Strafrechtsparagrafen 217 ab. Dieser sieht unter anderem Strafen von bis zu drei Jahren Haft vor, wenn Ärzte Patienten wiederholt bei der Selbsttötung helfen.

Über diesen Paragrafen 217 StGB entscheidet jetzt das Bundesverfassungsgericht. Das 2015 vom Bundestag beschlossene und schon damals umstrittene Gesetz verbietet die sogenannte geschäftsmäßige Förderung der Selbsttötung. Vor allem Ärzten ist es danach untersagt, wiederholt schwerstkranken Patienten tödlich wirkende Medikamente zur Verfügung zu stellen.

Gegen den Strafrechtsparagrafen haben unter anderem Patienten, Ärzte und Sterbehilfeorganisationen geklagt. Er verletze das verfassungsmäßig garantierte Selbstbestimmungsrecht von Menschen, so das Kernargument der Kläger, heißt es.

Die Umfrage von Report Mainz ergab außerdem: 81 Prozent der Bevölkerung befürworten ausdrücklich, dass es Ärzten erlaubt sein sollte, Schwerstkranke beim Suizid zu unterstützen. Das ist eine Zunahme gegenüber einer früheren Befragung: 2012 hatten diese Frage nur 76 Prozent bejaht.

Ralf Loweg