Familiärer Streit: Männer prügeln auf 31-Jährigen ein

Am Sonntag kam es in Remseck am Neckar vermutlich aus familiären Zwistigkeiten zu einer Prügelei. In der Hauptstraße in Hochberg. wurde ein 31-Jähriger von drei 19, 22 und 52 Jahre alten Männern und mutmaßlich einem weiteren noch Unbekannten auf offener Straße geschlagen und getreten. Auch als das Opfer zu Boden gegangen war, ließen die Tatverdächtigen nicht von ihm ab. Erst als vorbeifahrende Verkehrsteilnehmer zu hupen begonnen, zogen sich die Männer zurück. Schließlich wurden Polizei und Rettungsdienst alarmiert. Der 31-Jährige, der verletzt wurde, musste durch einen Krankenwagen in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Ermittlungen, die der Polizeiposten Remseck am Neckar übernahm, dauern an.

Steelers revanchieren sich: Sieg gegen Bayreuth

Zum Rückspiel gegen die Bayreuth Tigers kam es am gestrigen Sonntag in der EgeTrans Arena. Steelers-Trainer Marc St-Jean musste dabei die Mannschaft im Vergleich zum Freitag ein wenig umbauen, denn neben Dennis Swinnen und Tim Schüle fehlten heute auch erneut Eric Stephan und neu hinzu kam Lukas Laub. Yannick Wenzel rückte dadurch in die Verteidigung, da Chris Owens als überzähliger Kontingentspieler auf die Tribüne musste. Im Tor startete demnach Stephon Williams.

Die Partie vor den 3.278 Zuschauern begann von beiden Teams relativ verhalten. Die Tigers ließen die Steelers durch ihr gutes Forechecking kaum zur Entfaltung kommen. Wenn was durchkam, hielt Brett Jaeger stark. Dies machte er besonders gut gegen Brett Breitkreuz zur Mitte des ersten Abschnitts. Auch die Franken kamen zu Möglichkeiten, doch auch Stephon Williams überzeugte mit guten Taten. So blieb es nach den ersten 20 Minuten beim torlosen Unentschieden.

Zum zweiten Abschnitt kamen die Gäste mit viel Schwung aus der Kabine, doch getroffen haben die Hausherren. Myles Fitzgerald erkämpfte sich in der Ecke die Scheibe zurück und spielte auf Matt McKnight. Der Clever Fit Top Scorer der Schwaben zog trocken und humorlos ab, sein Schuss schlug zum 1:0 im langen Eck ein. Brett Jaeger hatte hier keine Chance. Im Anschluss killten die Ellentaler ein Powerplay der Franken, als Max Prommersberger von den Schiedsrichtern Bastian Haupt und Florian Feistl wegen einer Behinderung auf die Strafbank geschickt wurde. Auch die Schwaben durften sich zweimal in Überzahl beweisen, doch ein Treffer wollte nicht gelingen. Mit der knappen Führung ging es in die zweite Pause.

Im letzten Drittel gaben die Hausherren nochmals Vollgas und wollten die Niederliga vom Freitag endgültig wettmachen. Nach tollem Beginn krönte Freddy Cabana seine gute Leistung mit dem erlösenden 2:0. Nach Vorbereitung von Alex Preibisch und Guillaume Leclerc umkurvte er seine Gegenspieler und traf zum ins lange Eck. Drei Minuten später erhielt der Bayreuther Drew Melanson nach einem Check gegen den Kopf von Benjamin Zientek eine 5+Spieldauerdisziplinarstrafe und musste vorzeitig zum Duschen. Die Überzahl nutzten die Schwaben und legten in der 49. Minute den dritten Treffer nach. Benjamin Hüfner spielte einen tollen Pass auf Norman Hauner und dieser ließ Brett Jaeger keine Chance und traf zum 3:0. Da Stephon Williams kurz darauf eine Strafe wegen Behinderung erhielt, ging es mit vier gegen vier weiter. Den Platz nutzte Brett Breitkreuz aus indem eer sich im eigenen Drittel die Scheibe nach einem Querpass der Tigers schnappte und sich allein auf den Weg machte. Er schüttelte im Laufduell Simon Karlsson ab und blieb vor Jaeger eiskalt und traf zum 4:0. Endgültig den Deckel drauf machte 29 Sekunden vor dem Ende Benjamin Zientek, der nach Vorarbeit von Freddy Cabana und Niki Goc zum Endstand von 5:0 traf. Stephon Williams feierte seinen fünften Shutout der Saison!

Die Steelers revanchierten sich erfolgreich für die Niederlage vom Freitag und konnten aus den letzten fünf Spielen zehn Punkte holen. Auf Platz 11 hat man nun einen Vorsprung von derzeit acht Punkten (bei einem Spiel mehr), auf Platz 4 beträgt der Rückstand vier Punkte (bei zwei Spielen mehr) – die Liga ist enger und spannender als je zuvor. Am kommenden Freitag geht es nun zum wichtigen Auswärtsspiel nach Landshut und am Sonntag kommen um 17:00 Uhr die Wölfe aus Freiburg ins Ellental.

Verkehrsbericht: Welche Straßen diese Woche gesperrt sind

Verkehrsbericht gültig ab Montag, 27. Januar

Sperrung Bärenwiese

Datum:                            Sperrzeiten:                     Parkfläche:
28.01.2020                       08.00 bis 22.00 Uhr            West
28.01.2020                       07.00 bis 20.00 Uhr            Ost
29.01.2020                       07.00 bis 15.00 Uhr            Ost

Friesenstraße
Hier besteht bis voraussichtlich Ende Januar eine halbseitige Straßensperrung.
 
Heilbadweg
Es besteht eine Vollsperrung zwischen dem Heilbad und der Uferstraße bis circa Ende April. Der Fahrradverkehr wird über die Marbacher Straße umgeleitet.
 
Kallenberg´sches Areal
Die Leonberger Straße ist zwischen der Solitudestraße und dem Zentralen Omnibus-bahnhof (ZOB) für den Individualverkehr gesperrt. Die Solitudestraße ist halbseitig gesperrt – die Verkehrsführung erfolgt stadteinwärts zwischen der Friedrichstraße und der Leonberger Straße. Die Einschränkungen bestehen bis voraussichtlich April 2021.

Lortzingstraße
Es besteht eine Vollsperrung zwischen dem Brahmsweg und der Schumannstraße bis voraussichtlich Ende April 2020.

Osterholzallee
Die Fahrbahnen in der Osterholzallee sind bis voraussichtlich Ende April 2020 zwischen der Schlieffenstraße und der Gänsfußallee halbseitig gesperrt. Es gibt eine Einbahnregelung in Fahrtrichtung Stadtmitte. Eine Umleitung in die Gegenrichtung ist eingerichtet.

Schillerstraße
Die Schillerstraße ist bis voraussichtlich Ende Januar voll gesperrt, entsprechende Umleitungen sind ausgeschildert. Die Ein- und Ausfahrt für Anlieger aus westlicher Richtung (Schillerdurchlass) ist frei. Der Radverkehr bleibt in beide Richtungen aufrecht erhalten. Der Fußgängerverkehr wird über den Gehweg auf der Nordseite geführt.

Schlieffenstraße
Es kommt im Kreuzungsbereich der Schlieffenstraße und Mörikestraße zu Beeinträchtigungen im Baustellenbereich bis voraussichtlich Ende Januar 2020.

Uferwiesen II
Hier besteht eine Vollsperrung der Anlegestelle.

Waldäcker III
Hier sind temporäre Einschränkungen bei der Nutzung des Radwegs entlang der Schwieberdinger Straße möglich.

Was am Wochenende in Ludwigsburg und der Region los war

Hessigheim: Diebe unterwegs

Zwischen Freitag, 17:00 Uhr und Samstag, 11:30 Uhr trieben in Hessigheim Diebe ihr Unwesen. Im Gewann Schweinfurt, in der Nähe der Felsengartenkellerei, wurden zwei Lagerschuppen aufgebrochen. Während aus einem Schuppen eine Motorkettensäge im Wert von ca. 450 Euro entwendet wurde, kann das Diebesgut aus dem zweiten Schuppen noch nicht benannt werden. Außerdem wurde im Gewann Rose, ebenfalls in der Nähe der Kellerei, eine Hallenanlage aufgebrochen. Hier wurde ebenfalls eine Kettensäge sowie weitere Gegenstände in einem Gesamtwert von etwa 1.500 Euro entwendet. Der Polizeiposten in Besigheim, Tel.: 07143/405080, hat die Ermittlungen aufgenommen.

Wohnungseinbruch in Schwieberdingen

Am Freitag, in der Zeit zwischen 09:00 Uhr und 20:00 Uhr, kam es zu einem Wohnungseinbruch in der Bahnhofstraße in Schwieberdingen. Bislang unbekannte Täterschaft kletterte über eine Terrasse auf einen im ersten Stock liegenden Balkon. Dort hebelten sie ein Fenster und eine Tür auf und gelangten so in den Balkonvorraum. Nun schoben sie mit Gewalt den Rollladen nach oben und hebelten die Tür ins Wohnungsinnere auf. Dort durchsuchten sie einige Räumlichkeiten und Kisten und öffneten sämtliche Schubladen. Entwendet wurde ein Handyladekabel sowie Bargeld im dreistelligen Bereich.

Unfall mit drei Verletzten in Ludwigsburg

Am Samstag, gegen 12:20 Uhr, befuhr ein 19-Jähriger mit seinem Opel Corsa die Straßenäcker in Ludwigsburg in Richtung Favoritepark. Aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit in der dortigen 30er-Zone erkannte er den vor ihm abbremsenden BMW eines 42-Jährigen zu spät und fuhr in dessen Heck. Der 3er-BMW wurde bei dem Aufprall um 180 Grad gedreht und gegen einen geparkten BMW X1 geschleudert. Der Opel wurde durch die Kollision nach rechts abgewiesen und prallte gegen einen geparkten Ford Transit. Der Opel-Fahrer sowie der BMW-Fahrer wurden bei dem Unfall leicht verletzt. Die 41-jährige Beifahrerin im BMW musste vom Rettungsdienst ins Krankenhaus verbracht werden. Auch sie blieb leicht verletzt. Der Opel sowie der 3er-BMW waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Der Sachschaden an allen vier beteiligten Fahrzeugen beläuft sich auf etwa 14.000 Euro.

Verkehrsunfallflucht in Ludwigsburg – Geschädigter flüchtet

Am Samstag, gegen 19:00 Uhr, befuhr ein 29-Jähriger mit seinem VW Golf die Schwieberdinger Straße in Ludwigsburg in Richtung Schwieberdingen. In Höhe der MHP-Arena wechselt er von dem rechten auf den mittleren Fahrstreifen und übersieht einen dort fahrenden Pkw, weshalb es zur Berührung der Fahrzeuge kam. Im Anschluss an die Berührung wird der VW Golf wieder auf den rechten Fahrstreifen abgewiesen und kollidiert mit einem dort fahrenden Mercedes-Benz Sprinter-Pritschenfahrzeug eines 31-Jährigen. Der geschädigte Pkw auf der mittleren Spur fuhr ohne anzuhalten weiter, von ihm fehlt jede Spur. Der VW Golf war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Es entstand Schaden in Höhe von etwa 7000 Euro. Am Mercedes-Benz Sprinter beläuft sich der Schaden auf etwa 2000 Euro.

Unfallflucht in Asperg – ZEUGENAUFRUF

Am Samstag gegen 21:30 Uhr kam es zu einem Verkehrsunfall, bei welchem ein Fußgänger von einem Pkw erfasst und leicht verletzt wurde. Ein stark alkoholisierter 37-Jähriger lief zunächst auf dem Gehweg der Hohenzollernstraße in Richtung Eglosheimer Straße als er unerwartet zwischen zwei ordnungsgemäß parkenden Fahrzeugen hindurch auf die Fahrbahn lief um diese zu überqueren. Hier wurde er, vermutlich vom Außenspiegel eines dunklen Fiat Punto, gestreift und zu Boden geschleudert. Der Fußgänger wurde leicht verletzt und vom Rettungsdienst zur Untersuchung in ein Krankenhaus verbracht. Der Fahrer des Fiat Punto fuhr ohne anzuhalten weiter. Trotz einer sofort eingeleiteten Fahndung konnte der Pkw nicht mehr angetroffen werden. Die Verkehrspolizeiinspektion Ludwigsburg, Tel.: 0711/6869-0, wurde mit der Unfallaufnahme beauftragt und sucht Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben oder Hinweise zum flüchtigen Fiat Punto geben können.

Das sollte man beim Autoverkauf beachten

Ein Autoverkauf ist keine alltägliche Sache, man sollte ihn deshalb penibel vorbereiten. Es gibt zahlreiche Dinge, die Sie beachten sollten, damit es keine böse Überraschung gibt, denn es lauern durchaus Fallen, sowohl juristischen als auch finanzielle. Welche Regeln Sie befolgen sollten, erklären die Experten.

Vorab gilt: Sie sollten den Wert ihres Autos ermitteln. Hier bietet die DAT (Deutsche Automobil-Treuhand) einen kostenlosen Bewertungsservice online an. Oder man investiert 10 Euro für eine Auskunft über die allgemein anerkannte Schwacke-Liste. Auch Gutachter wie DEKRA, TÜV und ADAC führen gebührenpflichtige Fahrzeugbewertungen durch.

Klar sollte zudem sein, dass das Fahrzeug optisch einen optimalen Eindruck macht. Heißt: Komplettreinigung und Politur, auch eine Motorwäsche mit einem Hochdruckstrahler kann den optischen Eindruck perfektionieren. Tipp: Vermeiden sollten Sie aufdringliche Duftbäume.

Nach der Reinigung und Politur des Autos sollten Sie eine Serie von Fotos von dem Auto anfertigen, inklusive Innenraum, Felgen, Kofferraum sowie auch Schäden und fragen Sie auch ein anderes Familienmitglied oder Bekannte, welche Fotos das Fahrzeug am vorteilhaftesten darstellen.

Für den Verkauf sollte das Auto ganz generell in den bestmöglichen Zustand versetzt werden. Das bedeutet unter anderem, dass eventuelle Schäden am Auto zuvor behoben werden.

Gut zu wissen: Kfz-Händler bieten Ihnen meist einen Kaufpreis weit unter dem Wert Ihres Autos an – Sie sollten deshalb gewerbliche Autohändler meiden. Autohändler wollen vom Weiterverkauf Ihres Fahrzeuges profitieren und zahlen nie den Höchstpreis, den sie selber vom späteren Käufer verlangen.

Lediglich bei Neukauf eines Fahrzeuges bieten Ihnen auch die Vertragshändler einen angemessenen Ankaufspreis bzw. Eintauschpreis für Ihr Gebrauchtfahrzeug – aber nur, weil sie sich deshalb die Nachlassprozente für einen Neuwagen sparen. Oftmals erzielen Sie eine höhere Ersparnis bei Neuwagenkauf, wenn Sie Ihr Altfahrzeug auf dem Privatmarkt verkaufen.

Setzen Sie generell einen 20 bis 30 Prozent höheren Verkaufspreis als Verhandlungsbasis an, als Sie zu erzielen suchen. So erreichen Sie Ihren Wunschverkaufspreis auch mit einem Nachlass und Sie bieten dem Käufer die Option der Preisverhandlung.

Missachten sie keineswegs, irgendwelche Fehler oder Schäden im Kaufvertrag zu nennen, denn auch als Privatverkäufer sind Sie haftbar für wissentlich nicht genannte Schäden. Sie könnten sich im Zweifelsfall der fahrlässigen Tötung strafbar machen, wenn Sie bekannte technische oder Karosserieschäden nicht beim Verkauf nennen und schriftlich fixieren.

Vergessen Sie nicht die Ab- bzw. Ummeldeformalie für Ihr Fahrzeug einzuhalten. Wichtig ist die sichere Abmeldung des Fahrzeuges, denn solange das Fahrzeug auf Ihre Versicherung läuft, müssen Sie im Zweifelsfall für etwaige Schäden aufkommen.

Auch, wenn der Käufer versichert, er melde das Auto sofort um, so kann diesem ein unvorhergesehenes Ereignis davon abhalten und er fährt mit Ihrer Versicherung (versehentlich oder auch beabsichtigt) weiter. Melden Sie Ihr Auto selber ab und bieten Sie ersatzweise Überführungskennzeichen an oder warten, bis der Käufer mit seinen eigenen Kennzeichen kommt.

Musterkaufverträge für Privatpersonen sind frei im Internet verfügbar. Geben Sie den Kfz-Brief erst nach der kompletten Zahlung aus der Hand: Denn wer den Brief besitzt, gilt als Eigentümer des Autos.

Für eine Probefahrt, die nicht verwehrt werden sollte, können Sie auch einen kurzen Vertrag aufsetzen, dass im Falle eines Unfalles der Kaufinteressent für die Selbstbeteiligungs- und Rückstufungskosten aufkommt. Achten Sie stets darauf, sich den Führerschein und Ausweis des Fahrers zeigen zu lassen und begleiten Sie den etwaigen Käufer bei der Probefahrt: So vermeiden Sie möglichen Ärger.

Andreas Reiners

Windräder als Störenfriede ?

Das Thema Nachhaltigkeit spielt im Bereich Energie eine immer größere Rolle. Vor allem die Windkraft macht einen bedeutenden Teil der regenerativen Energien aus. Doch wie stehen die Deutschen zu Windkraftanlagen und Windrädern, und wie unterscheiden sich die Meinungen in den verschiedenen Altersgruppen?

74 Prozent der Befragten geben an, dass sie Windräder als Lieferanten erneuerbarer Energien befürworten, 16 Prozent wiederum lehnen sie ab. Die Befürwortung von Windkraftanlagen schlägt sich auch im Verständnis der Befragten für den Bau neuer Windräder nieder: 73 Prozent halten Neubauten für wichtig, 17 Prozent indes für unwichtig.

20 Prozent der Deutschen im Alter von 55 Jahren und älter lehnt Windräder ab. Von den jungen Befragten zwischen 18 und 24 Jahren haben 9,0 Prozent eine ablehnende Haltung zu Windrädern. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage der internationalen Data and Analytics Group YouGov.

Ralf Loweg

Galerie

3 Verletzte und Vollsperrung auf B10: 75-Jährige missachtet Vorfahrt

Am Sonntagnachmittag gegen 15Uhr kam es auf der B10, höhe der Abzweigung Hochdorf, zu einem Verkehrsunfall mit insgesamt drei Verletzten.

Eine 75-jährige Mercedes-Fahrerin fuhr von Hochdorf kommend auf die B10 auf um die Fahrt in Richtung Vaihingen fortzusetzen. Dabei missachtete sie die Vorfahrt einer auf der B10 aus Vaihingen kommenden 30-jährigen BMW-Fahrerin. Beide Fahrerinnen wurden bei dem Verkehrsunfall schwer verletzt. Ein im BMW befindliches sechsjähriges Kind wurde zudem leicht verletzt. Alle drei Insassen wurden durch den Rettungsdienst in umliegende Krankenhäuser verbracht. Beide Fahrzeuge waren infolge des Verkehrsunfalls nicht mehr fahrbereit und wurden durch Abschleppunternehmen von der Unfallstelle entfernt. Die B10 wurde für den Zeitraum der Unfallaufnahme in beide Fahrtrichtungen gesperrt. Die Sperrung dauert derzeit noch an.

15-Jähriger auf Bauernhof getötet: Vater und Bruder schwer verletzt

Noch ist unklar, was sich in der Nacht auf Samstag in einem Wohnhaus auf einem Aussiedlerhof bei Güglingen im Landkreis Heilbronn zugetragen hat. Kurz nach ein Uhr wurde die Polizei per Notruf darüber informiert, dass es in dem Haus zu einer Auseinandersetzung gekommen war und es mehrere Verletzte gibt. Vor Ort konnte die Einsatzkräfte feststellen, dass sich drei schwerstverletzte männliche Personen in dem Haus befanden. Eine Person, ein 15-jähriger Junge, verstarb noch am Tatort an seinen Verletzungen. Ein 17-jähriger Jugendlicher sowie ein 54-jähriger Mann wurden mit schweren Verletzungen in Krankenhäuser gebracht. Ersten Erkenntnissen zufolge handelt es sich bei den drei Personen um einen Vater und dessen Söhne. Die Kriminalpolizei Heilbronn arbeitet aktuell mit Hochdruck daran, herauszufinden wie es zu den Verletzungen gekommen ist und wie der Tathergang war.

Höhere Strafen: Verkehrsrowdys geht es an den Kragen

Im Februar 2020 stehen Neuerungen der Straßenverkehrsordnung (StVO) an, damit es auf den Straßen sicherer, klimafreundlicher und gerechter zugeht. Die ARAG-Experten stellen die Änderungen vor. Vorab und kurz gesagt: Es wird teurer, sich nicht an die Verkehrsregeln zu halten. Teilweise extrem teurer. Im Fokus: die Themen Radfahrer, Rettungsgasse und Gaffer.

Wer Radfahrer missachtet, für den wird es teuer. Das Bußgeld steigt von 20 auf 80 Euro, wenn durch unzulässiges Halten in zweiter Reihe ein Radfahrer gefährdet wird. Dazu kommt ein Punkt in Flensburg. Wird der Radler durch das Parken eines Pkw auf dem Radweg behindert, kostet es den Autofahrer 70 statt 30 Euro und einen Punkt. Kommt es zu einem Unfall, weil ein Fahrzeug auf dem Schutzstreifen für Radfahrer hält, kostet das nun 100 statt 35 Euro plus einen Punkt.

Auch der Mindestabstand beim Überholen von Radlern, aber auch Fußgängern und Elektro-Kleinstfahrzeugen wie etwa E-Roller, ist nun klar definiert: Innerorts muss ein Seitenabstand von 1,5 Metern eingehalten werden, außerorts zwei Meter.

Auch das Thema Abbiegeunfälle, bei denen Radler insbesondere von Lkw schlichtweg übersehen werden, gehören zu den besonders häufigen Radfahrunfällen mit schwerwiegenden Folgen für die Zweiradfahrer. Daher schreibt die Novelle Lkw beim Rechtsabbiegen innerorts nun eine Schrittgeschwindigkeit von sieben bis elf km/h vor. Sanktioniert wird ein Vergehen mit 70 Euro und einem Punkt im Fahreignungsregister.

Darüber hinaus ist es für Autos und Lkw künftig verboten, Radfahrer und andere einspurige Fahrzeuge an bestimmten Stellen zu überholen, wenn es dort zu eng und damit zu gefährlich für den Radler wird. Dafür wird ein neues Verkehrszeichen eingeführt.

Wer unerlaubt in zweiter Reihe, auf Schutzstreifen oder auf Geh- und Radwegen hält, zahlt statt bisher ab 15 Euro künftig eine Geldbuße von bis zu 100 Euro. So kostet beispielsweise das Parken auf einem Behindertenparkplatz nicht mehr 35, sondern 55 Euro. Wer unberechtigt auf einem E-Auto-Stellplatz parkt, hatte bislang nichts zu fürchten. Die Neuregelung sieht hier nun ebenfalls 55 Euro vor.

Das ewige Thema Rettungsgasse wird künftig strenger gehandhabt: So kann das unerlaubte Nutzen einer Rettungsgasse genauso verfolgt und geahndet werden wie das Nichtbilden. Zwischen 200 und 320 Euro müssen Ignoranten berappen und es drohen ein Monat Fahrverbot sowie zwei Punkte in Flensburg.

Auch Schaulustige, die lieber Fotos und Filme machen, und dadurch den Rettungseinsatz erschweren, werden mit höhere Geldstrafen belegt. Wer Unfallopfer ablichtet und angezeigt wird, muss mit bis zu zwei Jahren Freiheitsentzug rechnen.

Weitere Neuerung: Pkw, in denen mindestens drei Personen sitzen, dürfen künftig die Busfahrstreifen nutzen. Die ARAG-Experten weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass elektrisch betriebene Fahrzeuge bereits seit 2015 die Bussonderstreifen nutzen dürfen, wenn die zuständige Straßenbehörde entsprechende Zusatzzeichen aufgestellt hat. Auch Carsharing wird gefördert: Wer einen entsprechenden Ausweis zur Kennzeichnung des Carsharing-Fahrzeugs gut sichtbar hinter die Windschutzscheibe legt, hat Vorrecht beim Parken auf ausgewiesenen Plätzen.

Andreas Reiners

Teure Verschuldung: Immer mehr Deutsche nutzen Dispokredit

Verbraucher können ein Lied davon singen: Zum Jahreswechsel kommen nicht nur gute Vorsätze auf den Tisch. Auch viele Rechnungen etwa für die KFZ-Versicherung und Kfz-Steuer treffen dann ein. Und bei vielen steht die Buchung des Sommerurlaubs an.

Um diese Rechnungen bezahlen und laufende Ausgaben stemmen zu können, nutzen 5,5 Millionen Deutsche ihren Dispokredit. Weitere 13,4 Millionen Deutsche sind noch nicht im Minus, halten es aber für mehr oder weniger wahrscheinlich, dass sie in den nächsten drei Monaten in den Dispo rutschen. Das zeigt eine aktuelle repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag des Kreditportals smava.

Der Dispo kostet im Schnitt knapp 10,0 Prozent Zinsen. Das ist teuer und riskant. Denn jeder zweite Disponehmer (44 Prozent) rechnet damit, dass sich die Rückzahlung verzögern kann. Es droht eine teure und langfristige Verschuldung, die sich mit etwas Vorsicht vermeiden lässt.

“Man sollte immer nur das Geld ausgeben, das man hat. Wer sich dennoch Geld leiht, sollte nicht den bequemsten, sondern den günstigsten Kredit wählen. In der Regel ist das nicht der Dispo”, sagt Alexander Artope, Geschäftsführer des Kreditportals smava.

Ralf Loweg