So kommen Sie stressfrei durch den Stau

Es dürfte an diesem Wochenende voll werden auf den deutschen Autobahnen. Denn für zwei Tage befinden sich alle Bundesländer in den Ferien. Das Stauniveau der Sommerreisezeit vor der Pandemie dürfte wohl nicht erreicht werden. Der ADAC gibt Tipps, wie man stressfrei durch den Stau und ans Reiseziel kommt.

Wichtig gerade für Familien mit Kindern ist eine gute Reiseplanung. Mit ausreichend Pausen kann Stress durch Behinderungen und Staus vermieden werden. Auf einer längeren Urlaubsfahrt sollten vor allem ausreichend Getränke und kleine Snacks im Auto sein, aber auch Beschäftigung für die mitreisenden Kinder. Wer kann, sollte die staureichen Wochenenden meiden und lieber an einem Dienstag oder Mittwoch in den Urlaub starten oder zurückfahren.

Steht man tatsächlich im Stau, heißt es Ruhe bewahren. Aussteigen ist zwar auf der Autobahn verboten, aber bei längeren Störungen reagiert die Polizei mit Nachsicht, wenn es im Fahrzeug zum Beispiel zu heiß wird.

Rechts überholen ist im Stau nur dann erlaubt, wenn der Verkehr auf dem linken Fahrstreifen steht oder mit maximal 60 km/h fährt. An stehendem Verkehr darf man rechts mit maximal 20 km/h vorbeifahren. Auf der Autobahn rückwärts zu fahren oder zu wenden ist hingegen immer verboten – außer die Polizei fordert die Autofahrer, zum Beispiel bei einer Vollsperrung, dazu auf.

Der Standstreifen darf auch im Stau nicht befahren werden, er ist für Pannenfahrzeuge reserviert. Wer sich nicht daran hält und etwa zur nächsten Ausfahrt oder dem nächstgelegenen Rastplatz über den Pannenstreifen fährt, riskiert 75 Euro Bußgeld und einen Punkt.

Telefonieren im Auto ohne Freisprechanlage ist auch im Stau verboten. Nur wenn der Motor abgeschaltet ist, darf der Fahrer das Gerät in die Hand nehmen. Ein Verstoß kostet zwischen 100 bis 200 Euro, bringt zwei Punkte in Flensburg und einen Monat Fahrverbot.

Ganz wichtig: Bereits bevor ein Stau entsteht, also bei stockendem Verkehr, müssen Autofahrer eine Rettungsgasse bilden – immer zwischen dem äußersten linken und den übrigen Fahrstreifen. Die Bußgelder für Autofahrer, die sich hier nicht an die Regeln halten, wurden drastisch erhöht: auf 200 bis 320 Euro.

Andreas Reiners / glp

Urlaubszeit: Flughafen Stuttgart erwartet 25.000 Besucher pro Tag

Zum Start der Sommerferien in Baden-Württemberg stellt sich der Flughafen Stuttgart auf deutlich mehr Betrieb ein. Mit über 25.000 Fluggästen am Tag und bis zu 250 täglichen Starts und Landungen setzt sich der Aufwärtstrend beim Fliegen auch am Landesflughafen fort. Während der Ferien stehen nach aktuellem Stand etwa 9.000 Flüge zu 100 Zielen im Flugplan. Damit erholt sich der Luftverkehr in diesem Zeitraum auf etwa fünfzig Prozent des Vorkrisenniveaus. Besonders gefragt sind die klassischen Sonnenziele im gesamten Mittelmeerraum, wie Palma de Mallorca, Antalya, die griechischen Inseln und die Kanarischen Inseln. Aber auch Städteziele wie Amsterdam, Istanbul, Berlin oder Hamburg werden häufig angeflogen.

„Das Reisen mit dem Flugzeug ist wieder etwas Besonderes geworden“, so Walter Schoefer, Sprecher der Geschäftsführung der Flughafen Stuttgart GmbH. „Weil jetzt wieder mehr Menschen ins Flugzeug steigen, tun wir als Flughafen alles, dass das Fliegen auch in Sachen Infektionsschutz ein sicheres Verkehrsmittel bleibt.“

„Wir sehen, dass die Lust aufs Reisen zurückkommt. Vor allem bei den Urlaubsreisen spüren wir einen großen Nachholbedarf“, sagt Dr. Arina Freitag, Geschäftsführerin der Flughafen Stuttgart GmbH. „Viele Menschen in Baden-Württemberg sind nun geimpft und freuen sich wieder auf einen Sommerurlaub. Trotzdem appellieren wir an alle Reisenden, vorsichtig zu sein und die geltenden Regeln zu beachten. Am aktuellen Beispiel Spanien oder Griechenland sehen wir, wir schnell sich die Bestimmungen ändern können“, so Freitag.

Die Flughafengesellschaft sorgt mit einem umfassenden Hygienekonzept für einen bestmöglichen Schutz aller Reisenden, appelliert aber auch an deren Eigenverantwortung. So soll ein besonderes Augenmerk auf Hygiene gelegt und, wo immer möglich, auf Abstand geachtet werden. Selbstverständlich ist inzwischen das Tragen einer medizinischen Maske an Bord und in allen Flughafengebäuden.

Dringend empfohlen wird allen Reisenden, sich vorab über die Vorgaben ihrer Airline und ihres Ziellandes zu informieren und diese auch möglichst kurz vor Abflug erneut zu checken. Auch die Regeln der Behörden für Rückkehrende sind zu beachten.

 Neben den sonst üblichen Dokumenten wie Reisepass, Personalausweis und Bordkarte sollten die Fluggäste vom Check-in bis zur Einreise im Zielland und auch beim Rückflug alle zusätzlichen Dokumente, wie Impfnachweis oder Corona-Test, stets griffbereit halten. Weil die Überprüfung der nötigen Dokumente zusätzlich Zeit erfordert, sollten Fluggäste beim Einchecken mit etwas mehr Zeitbedarf als sonst rechnen und Geduld mitbringen. Die Flughafengesellschaft empfiehlt allen Reisenden, mindestens zwei Stunden vor Abflug am Airport zu sein, um möglichst entspannt in die Ferien zu starten.

red

Urlaub mit dem Rad: Das sollten Sie beachten

Wie kann man die Urlaubsreise corona-konform absolvieren? Genau: Mit dem Fahrrad, das viele Deutsche in der Pandemie wiederentdeckt haben. Radreise in Corona-Zeiten könnte sich als optimale Urlaubsvariante entpuppen.

Was es dabei zu beachten gibt: 

Wichtig: Wer erstmals eine Radreise unternimmt, sollte die Strecke vorher gut planen. Dazu gehört, sinnvolle Streckenabschnitte zu wählen und sich dabei nicht zu überschätzen. Wenn der Körper aufgrund der ungewohnten Strapazen schwächelt, sollte man unbedingt einen Tag pausieren.

Auch die Art der Strecke ist nicht unwichtig: Ungeübte Radler sollten sich nur auf ausgeschilderten Radrouten bewegen, wie zum Beispiel auf den Radfernwegen vom europäischen Netzwerk EuroVelo. Und keine eigenen Wege suchen. Wer mit einem E-Bike unterwegs ist, sollte zudem genau schauen, wo es entlang der Route Ladestationen gibt.

Wer eine Radreise plant, benötigt zunächst einmal ein passendes Rad, dessen Rahmen zur Körpergeometrie passt. Darüber hinaus empfehlen Experten den passenden Sattel. Eine echte Radunterhose ohne Nähte sorgt ebenfalls für mehr Sitzkomfort. Ein Lenker mit mehreren Griffmöglichkeiten hilft, einseitige Belastungen von Schultern und Handgelenken zu umgehen. Auch Fahrradhandschuhe sind sinnvoll. Ein Fahrradhelm ist zwar keine Pflicht, aber ebenfalls durchaus ratsam.

Wer mit Smartphone reist, kann auf Radtourenkarten verzichten und Navigations-Apps nutzen, mit denen man sich GPS-Daten der Strecke laden kann. Die lassen sich teilweise sogar offline nutzen. Wer sich auch in puncto Strom unabhängig machen will, kann mit einem Nabendynamo während der Fahrt das Handy laden.

Darüber hinaus sollten ein sicheres Fahrradschloss, ein Ersatzschlauch, Luftpumpe, Flickzeug und passendes Werkzeug nicht fehlen. Wenn Sie für alles mit Ihren Packtaschen nicht auskommen, bietet sich ein Fahrrad-Anhänger an. Alles zu sicherheits- und rechtsrelevanten Aspekten laut StVO und TÜV haben wir hier zusammengetragen.

Ein typischer Anfängerfehler sind zu viele Kleidungsstücke! In der Regel genügt eine Reservegarnitur, sowie ein Satz regen- und winddichte Kleidung. Lieber zwischendurch waschen, das spart Volumen und Gewicht. Wasserfest sollten auch die Packtaschen sein, die hinten links und rechts am Rad angebracht werden. Wer mit Zelt, Schlafsack und Isomatte unterwegs ist, sollte auch diese in entsprechende wasserfeste Packtaschen verstauen.

Für Anfänger bietet es sich an, bereits fest konfigurierte Routen über einen Radreise-Spezialisten zu buchen. Besonders im Ausland hat das den Vorteil, dass meist auch ein Fahrrad, Pedelec oder E-Bike geordert werden und man bei weiteren Strecken bequem mit dem Flugzeug anreisen kann. Man kennt die Route der Tour von Anfang an und hat ein sicheres Bett für die Nacht. Und wer will, kann sein Gepäck von Hotel zu Hotel transportieren lassen.

Andreas Reiners / glp

Urlaubs-Service: So klappt es mit der Maut in diesen Ländern

In vielen der beliebtesten Urlaubsregionen Europas werden auf Autobahnen, Schnellstraßen, auf Brücken oder in Tunneln Gebühren fällig. Wie die Maut zu entrichten ist und wie hoch die jeweilige Gebühr ist, unterscheidet sich von Land zu Land und teils sogar von Straße zu Straße erheblich. Hier ein Überblick:

Frankreich:

Neben zahlreichen Tunneln und Brücken sind mit Ausnahme einiger Abschnitte der Stadtautobahnen und -umfahrungen von Bordeaux, Lyon, Marseille, Paris und Toulouse und im Elsass und Lothringen, der Bretagne und der Auvergne alle Autobahnen in Frankreich mautpflichtig, heißt es beim Automobilclub ACE. Weil die Autobahnen von verschiedenen Gesellschaften betrieben werden, ist auch die Zahlungsweisen nicht einheitlich.

In der Regel wird beim Befahren einer mautpflichtigen Straße ein Ticket gezogen, das beim Verlassen oder Wechseln der Mautstraße für den gefahrenen Abschnitt bezahlt wird. An einigen Abschnitten muss aber auch vorab geblecht werden. Dabei werden neben Bargeld, Mastercard, Visa sowie einigen Tankkarten teilweise auch Bankkarten sowie die American Express- und Dinersclub-Karte akzeptiert.

ACE-Tipps: Immer genügend Kleingeld mitführen. Auf die Symbole achten, um sich in die richtige Maut-Spur einzuordnen. Mit Servicepersonal besetzte Spuren sind mit einem entsprechenden Symbol gekennzeichnet. Die mit einem „t“ gekennzeichneten Spuren sind für das Télépéage-System reserviert: Dabei wird die Bezahlung über einen Chip an der Windschutzscheibe elektronisch abgewickelt, andere Bezahlarten sind auf dieser Spur nicht zulässig.

Italien:

Hier wird beim Befahren einer mautpflichtigen Straße ein Ticket gezogen, für das man beim Verlassen oder Wechseln der Mautstraße bezahlt. Teilweise gibt es auch Autobahnabschnitte mit Vorkasse. Bezahlt werden kann mit Bargeld, allen gängigen internationalen Kreditkarten und teilweise mit der Bankomat-Karte. Alternativ stehen weitere Zahlsysteme wie Viacard und Telepass zur Verfügung, wobei sich das Telepass-System weniger für Touristen eignet. Der Vorteil der Viacard besteht hauptsächlich darin, nicht auf Bargeld angewiesen zu sein.

ACE-Hinweis: Beträge, die das Guthaben einer Viacard übersteigen, können nur an Fahrspuren in bar oder mit Kreditkarte beglichen werden, die mit Servicepersonal besetzt sind. Und Achtung: Zur Mauterhebung auf der A36, der A59 sowie der A60 Nähe Mailand wird das Free Flow System angewandt. Hierfür empfiehlt sich eine Online-Voranmeldung. Innerhalb von 15 Tagen kann alternativ bei der Kundendienststelle „Punto Verde“ oder manchen Tankstellen der Region die Gebühr nachträglich in bar bezahlt werden.

Kroatien:

Auch in Kroatien ist beim Befahren mautpflichtiger Straßen ein Ticket zu ziehen, das beim Verlassen oder Wechseln der Mautstraße bar, mit einer Kredit- oder Bankkarte bezahlt werden muss. Euro werden akzeptiert. Alternativ kann das Verfahren „Electronic Toll Collect“ (ETC) genutzt werden: Ein Transponder ermöglicht dabei das bargeldlose Bezahlen der Mautgebühren. Er ist über die Autobahngesellschaft HAC erhältlich, kostet 122 Kuna (derzeit etwa 17 Euro), sorgt dann aber für einen Preisvorteil bei der Streckenmaut. Doch Achtung: ETC ist nicht auf allen mautpflichtigen Straßen verwendbar.

Österreich:

Auf Autobahnen und Schnellstraßen in Österreich besteht – abgesehen von einzelnen kurzen Autobahnabschnitten auf der A1, A12 und A14 ab deutscher Grenze – für Motorräder, Pkw und Wohnmobile bis 3,5 Tonnen Vignettenpflicht. Das Pickerl muss bereits bei Auffahrt auf eine Autobahn oder Schnellstraße ordnungsgemäß angebracht oder rechtzeitig vorher online gekauft werden.

Zur Auswahl stehen eine Zehn-Tages-Vignette, die Zwei- Monats-Vignette und die Jahres-Vignette. Erhältlich sind alle als Klebevignette oder digital. Generell gilt: Klebevignetten sind an ein Fahrzeug gebunden. Empfohlen wird die Platzierung im linken oberen Bereich der Scheibe oder hinter dem Rückspiegel. Die digitale Vignette hingegen ist an das Kennzeichen gebunden. Für Anhänger wird keine zusätzliche Vignette benötigt.

Achtung: Auf baulich kostenintensiven Alpenüberquerungen, beispielsweise der Tauernautobahn oder der Europabrücke vor dem Brennerpass, gelten gesonderte Abschnittsmaut-Tarife.

ACE-Hinweis: Für Kfz über 3,5 Tonnen höchstzulässiges Gesamtgewicht gilt ein kilometerabhängiges Mautsystem. Die Tarife werden nach der Achszahl und den Schadstoffemissionen bemessen, wobei bei Bussen und schweren Wohnmobilen die Achszahl der Anhänger nicht mitgezählt wird. Die Bezahlung der Mautgebühr erfolgt dann über die Go-Box.

Schweiz:

„Für Pkw, Kombis, Motorräder, Wohnwagen sowie für Lkw und Anhänger bis 3,5 Tonnen höchstzulässiges Gesamtgewicht muss eine Jahresvignette für 40 Schweizer Franken in der Schweiz oder für 38,50 Euro in Deutschland gekauft und deutlich am Fahrzeug angebracht werden“, so der ACE.

Achtung: Wer mit Anhänger unterwegs ist, benötigt zwei Vignetten – eine für das Zugfahrzeug und eine für den Anhänger. Fahrzeuge und Anhänger über 3,5 Tonnen müssen bereits bei der Einfahrt in die Schweiz beim Zoll die Schwerverkehrsabgabe entrichten. Daneben gibt es gesonderte Tarife für Tunnelstrecken, deren Höhe von der Fahrzeugart abhängt: Fahrräder zahlen in der Regel am wenigsten, gefolgt von Motorrädern, Pkw und Wohnwagen.

Spanien:

Autobahnen (Autopistas) in Spanien sind mautpflichtig, Schnellstraßen (Autovias) hingegen kostenfrei. Zu erkennen sind Autobahnen an einer blauen Tafel mit der weißen Aufschrift „AP“. Beim Befahren einer mautpflichtigen Straße wird ein Ticket gezogen, das beim Verlassen oder Wechseln der Strecke bezahlt werden muss. Die Kosten variieren je nach Wochentag und Tageszeit. Für einige Teilstrecken fällt eine Pauschalgebühr an.

Bezahlt wird mit Bargeld oder an „Vias Automaticas“-Spuren mittels Kreditkarte. Achtung: Spuren, die mit Télépéaje, „T“ oder „VIA-T“ gekennzeichnet sind, sind für Fahrzeuge mit VIA-T-Box reserviert, eine elektronischen Mautbox.

Rudolf Huber / glp

Reise-Frust: Unterkünfte deutlich teurer

Die Lockerung der Corona-Maßnahmen beflügelt die lange unterdrückte Reiselust der Deutschen. Das führt zu einem massiven Nachfrageschub für Hotels und Ferienwohnungen. Und dadurch steigen die Preise zum Teil kräftig – auch innerhalb Deutschlands.

So zahlten Kunden im August 2019 für eine Hotelübernachtung in Deutschland durchschnittlich 91 Euro. Im August 2021 liegen die Übernachtungskosten im Schnitt bei 115 Euro – 26 Prozent mehr. Ein weiterer Aspekt: Wer in Coronazeiten auf Nummer sicher gehen will, reist mit dem eigenen Auto in ein Ferienhaus und wahrt so Abstand zu anderen Urlaubern. Die Folge: Bei Ferienwohnungen in Deutschland sind die Preise im Schnitt um 14 Prozent gestiegen, von 96 Euro pro Nacht im August 2019 auf 110 Euro pro Nacht 2021.

„Die Preise für Hotels und Ferienwohnungen sind zur Hauptreisezeit im Sommer generell höher“, sagt Dr. Jan Kuklinski, Geschäftsführer Hotel bei Check24. „Die Coronapandemie und der Wunsch, den verpassten Urlaub 2020 nachzuholen, verstärken diesen Effekt. Wer Angebote vergleicht, kann aber auch jetzt noch günstige Unterkünfte finden.“

Im Schnitt der zehn beliebtesten europäischen Ziele sind übrigens die Preise für Hotels im Vergleich zu 2019 um 30 Prozent gestiegen, für Ferienwohnungen um 24 Prozent.

Rudolf Huber / glp

Urlaubsflüge deutlich teurer

Mit den gesunkenen Inzidenzzahlen kehrt auch die Lust auf Urlaub immer mehr zurück. Viele Menschen reisen trotz der Corona-Pandemie auch wieder mit dem Flugzeug. Und das wirkt sich auf die Preise aus. Im Schnitt der zehn am häufigsten gebuchten Ziele ist das Preisniveau für einen Hin- und Rückflug aktuell 29 Prozent höher als im gleichen Zeitraum 2019. Zum Vergleich: Im Mai lag das durchschnittliche Preisniveau 16 Prozent höher als vor der Corona-Pandemie.

„Die zunehmende Nachfrage treibt die Flugpreise nach oben“, sagt Sebastian Sager, Geschäftsführer Flüge bei Check24. „Wer noch einen Urlaub für den Spätsommer oder Herbst plant, sollte sich bald um die Flüge kümmern, bevor die Preise weiter steigen oder die bevorzugte Verbindung ausgebucht ist. Da die Fluggesellschaften aufgrund der Corona-Pandemie vorsichtiger geplant haben, stehen generell weniger Kapazitäten zur Verfügung.“

Die Zahl der Flugreisen in die Türkei hat besonders zugenommen – das Urlaubsziel wurde zuletzt mehr als doppelt so häufig gebucht wie im Vergleichszeitraum 2019. Auch nach Griechenland gehen fast doppelt so viele Flüge.

Waren die Flugpreise in diese beiden Länder im vorigen Monat noch stabil oder sogar günstiger, sind sie inzwischen jeweils acht Prozent höher als 2019. Stärker sind die Preise für Spanien gestiegen – für einen Hin- und Rückflug in den Sommermonaten werden aktuell 34 Prozent mehr fällig als vor der Corona-Pandemie.

Andreas Reiners / glp

Was zu tun ist, wenn es kracht

Wenn für die Fahrt in den Urlaub das Auto genutzt wird, fährt auch immer das Risiko eines Unfalls mit. Was im Fall der Fälle zu tun ist, erläutern Versicherungsexperten

Werden bei dem Unfall Menschen verletzt, sollte die Polizei und wenn nötig auch der Krankenwagen informiert werden. Noch bevor die Polizei eintrifft, gilt es erste Hilfe zu leisten und die Unfallstelle zu sichern.

Wie das funktioniert? Zunächst soll die eigene Warnblinkanlage eingeschaltet und die Warnweste angezogen werden. Danach wird das Warndreieck aufgestellt: Innerorts sollte es 50 Meter und auf Landstraßen mindestens 100 Meter entfernt zur Unfallstelle stehen. Auf Autobahnen beträgt die Distanz zwischen Warndreieck und Schadenort mindestens 200 Meter. Liegt die Unfallstelle in einer Kurve oder hinter einer Kuppe, wird das Warndreieck davor aufgestellt. Wichtig ist, dass das Warndreieck so steht, dass andere Verkehrsteilnehmer rechtzeitig und deutlich sichtbar auf die Gefahrenstelle aufmerksam werden.

Da das Aufstellen des Warndreiecks auf Landstraßen und Autobahnen nicht ungefährlich ist, sollte man ganz weit rechts am äußersten Fahrbahnrand – oder noch besser – hinter der Leitplanke laufen. Wer das Warndreieck aufgeklappt vor sich her trägt, verbessert zusätzlich seine Sichtbarkeit.

Die Polizei hält alle Unfall-Fakten in einem Protokoll fest. Bleiben die Kontrahenten unter sich, füllt man am besten einen europäischen Unfallbericht aus. Der sollte griffbereit im Handschuhfach liegen. Wer alle Fragen nach Personalien, Versicherung und Unfallhergang beantwortet sowie ein Foto vom Unfallgeschehen macht, hat eine solide Basis für die Schadenregulierung gelegt. Gibt es Zeugen, werden natürlich deren Personalien notiert.

Stehen die Fakten fest, ist der Unfallverursacher am Zug, denn er muss seiner Versicherung den Schaden zeitnah melden. Und selbst wenn die Haftung klar zu sein scheint, sollte der Geschädigte das Gespräch mit der gegnerischen Kfz-Haftpflichtversicherung suchen.

Auch Unfälle zwischen Ausländern und Deutschen sind keine Seltenheit. Verschuldet ein Ausländer einen Unfall, kann sich der deutsche Geschädigte mit seinen Ansprüchen an das „Deutsche Grüne Karte Büro“ wenden (Telefon 30/2020 5757; Telefax 030/2020 6757; dbgk@gruene-karte.de). In der Regel überträgt das die Schadenregulierung an einen inländischen Kfz-Haftpflichtversicherer. Der Schaden des deutschen Unfallopfers wird also reguliert, als hätte ein deutscher Verkehrsteilnehmer den Unfall verschuldet.

Andreas Reiners / glp

Flughafen Stuttgart bietet Impfungen für Reisende an

Noch schnell eine Impfung vor dem Abflug gefällig? Auf dem Flughafen-Messe-Campus startet am Mittwoch, 14. Juli 2021, ein offenes Impfangebot für alle, die bald eine Flugreise antreten wollen. Fluggäste ab Stuttgart können sich gegen Vorlage ihres Tickets oder anderen Buchungsnachweises spontan und ohne Voranmeldung im Impfzentrum auf der Landesmesse, das vom Landkreis Esslingen in Kooperation mit den Maltesern betrieben wird, immunisieren lassen. Vorgesehen für die Aktion sind die mRNA-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna. Es sind Erst- und Zweitimpfungen möglich. Das gab das Sozialministerium am Montag bekannt.

Gesundheitsminister Manne Lucha: „Um die Impfkampagne weiter voranzubringen, müssen wir alle Kräfte bündeln und niederschwellige Angebote machen. Gemeinsam mit dem Landkreis Esslingen, der das Kreisimpfzentrum Messe Stuttgart betreibt, und dem Flughafen Stuttgart bieten wir daher allen Bürgerinnen und Bürgern, die von Stuttgart abfliegen, die Möglichkeit, sich spontan impfen zu lassen.“

Passagierinnen und Passagiere, die sich am Tag ihres Abflugs ihren Piks abholen möchten, sollten ausreichend Zeit dafür einplanen, da es ohne Terminvereinbarung zu Wartezeiten kommen kann. Wer vor Check-In und Sicherheitskontrolle zum Impfen geht, sollte vier Stunden vor Abflug einkalkulieren, so das Ministerium. Grundsätzlich gilt für alle Passagiere, mindestens zwei Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein, damit auch genügend Zeit für die derzeit erforderlichen Prozesse und Dokumentenchecks bleibt.

Zu beachten ist: Gepäck darf nicht ins Impfzentrum mitgenommen werden und kann in den Schließfächern neben Terminal 1 deponiert werden. Wer mit dem Auto kommt, kann während der Impfung das Parkangebot auf dem Parkplatz des Impfzentrums in Anspruch nehmen.

Wer Wartezeiten vermeiden will, kann sich vorab online im Impfzentrum Landesmesse anmelden. Aktuell gibt es dort ausreichend freie Termine.

red

Sommerferien: Es wird voll auf den Autobahnen

Die Urlaubszeit ist im vollen Gange, mehr als ein Drittel Deutschlands hat Sommerferien. Deshalb sollten Autofahrer aufpassen: Volle Straßen gibt es am zweiten Juliwochenende vor allem durch starken Reiseverkehr. Gereist wird viel mit dem Auto und viel im eigenen Land. Hinzu kommen viele Spontan-Urlauber und Tagesausflügler, die für zusätzliche Staugefahr sorgen. Achtung: Auch die Züge werden voll. Der Automobilclub ACE rät dringend dazu, Bahnfahrten rechtzeitig zu buchen und die Sitzplatzreservierung nicht zu vergessen.

Beginnend mit dem frühen Freitagnachmittag werden die Straßen sehr schnell voll und bis in die Abendstunden muss auf Autobahnen, Bundes- und Ausfallstraßen der Ballungsgebiete bundesweit mit Verzögerungen und Staus durch Pendler und Reiseverkehr gerechnet werden.

Am Samstag ist dann ganztags vor allem in den Großräumen des Rhein-Ruhr-Gebietes, rund um die Flughäfen, auf den Fernstraßen Richtung Niederlande, Richtung Süden und auch auf den Strecken Richtung deutsche Küsten mit viel Verkehr zu rechnen. Zudem beginnen im nördlichen Holland die Schulferien, wodurch noch mehr Verkehr auf die Straßen kommt. Und in Frankreich beginnt ebenfalls die große Sommerpause. Dort ist auf den Strecken Richtung Süden das Staupotential hoch, gerade am Samstag.

Bis in den Spätnachmittag muss teilweise auch mit längeren Staus gerechnet werden. Es empfiehlt sich wieder, eher antizyklisch zu reisen: Das heißt unter der Woche oder zumindest den Reiseantritt auf die frühen Morgen- oder späteren Nachmittagsstunden zu legen. Auch kann bereits ein Reiseantritt am Sonntag von Vorteil sein. Ausgeschlossen sind Verzögerungen durch Rückreiseverkehr, vor allem am Nachmittag, jedoch nicht.

Am Sonntag ist mit weniger Reiseverkehr zu rechnen als an den Vortagen. In den Nachmittagsstunden kommt es dann aber doch wieder zu Verzögerungen durch einsetzenden Rückreiseverkehr – vor allem aus den Naherholungsgebieten.

Andreas Reiners / glp

Gut versichert in den Camping-Urlaub

In der Corona-Krise sind Fernreisen für viele Urlauber ein Tabu-Thema. Das Risiko einer Infektion ist ihnen zu groß. Ganz auf die wohlverdienten Ferien wollen die Deutschen aber nicht verzichten. Und so boomt der Urlaub in der Heimat. Vor allem ein paar schöne Tage auf dem Campingplatz stehen hoch im Kurs.

Doch Vorsicht: Was ist, wenn in Wohnwagen oder Zelt etwas kaputt geht oder es zu einem Einbruch kommt? Die Folgekosten können hoch sein, warnt die R+V Versicherung – und rät zu einer speziellen Absicherung.

Von der Kaffeemaschine bis zum Fernseher: Wer Urlaub auf dem Campingplatz macht, will auf so manchen liebgewonnenen Komfort nicht verzichten. „Deshalb gibt es spezielle Campingversicherungen“, sagt Maria Lewitzki, Expertin Transportversicherungen bei der R+V-Tochter KRAVAG. Diese schließt in der Regel das Campingzubehör, Gegenstände des persönlichen Bedarfs und bewegliches Inventar ein. „Je nach Police können Urlauber auch Fahrräder, Computer, Mobilfunktechnik, Foto- und Filmapparate bis zu bestimmten Summen mitversichern.“

Ob der Schaden im Campingwagen, im Zelt oder im Vorzelt auftritt, spielt meistens keine Rolle. „Wichtig ist, dass das Inventar sicher im verschlossenen Wohnwagen oder Zelt aufbewahrt wird“, sagt Lewitzki.

Doch es gibt Ausnahmen, beispielsweise für besonders diebstahlgefährdete Güter. So sind Mobilfunktechnik, Schmuck und Fotoapparate nur dann versichert, wenn sie zusätzlich in einem gesicherten Behältnis wie beispielsweise in einem abgeschlossenen Schrank aufbewahrt werden.

Auch der Standort des Campingwagens wirkt sich auf den Versicherungsschutz aus. Denn dieser greift in der Regel nur dann, wenn Urlauber einen offiziellen Campingplatz angemietet haben – und nicht, wenn sie auf dem freien Feld kampieren.

Ralf Loweg / glp

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