Mit kühlem Kopf durch den Stau

Autofahrer müssen angesichts weiterer Hitzewellen und drohender Stau-Gefahr auf Deutschlands Straßen auch in den kommenden Wochen kühlen Kopf bewahren. Wo es besonders heiß hergeht, verrät der ADAC.

Denn wieder sind Autofahrer aller Bundesländer unterwegs. In Berlin und Brandenburg enden an diesem Wochenende die Ferien. Auch in Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und im Saarland rückt das Ferienende näher.

Aus Bayern und Baden-Württemberg rollt die zweite Reisewelle in Richtung Süden und Meer. Die Staus auf den Rückreisespuren sind nun deutlich schlimmer. Wer flexibel ist, weicht auf einen stauärmeren Tag wie Montag oder Dienstag aus.

Auch im benachbarten Ausland sind Autofahrer nicht vor Staus sicher. Zu den Problemstrecken zählen unter anderem Tauern-, Fernpass-, Brenner-, Karawanken- und Gotthard-Route sowie die Fernstraßen zu den italienischen, französischen und kroatischen Küsten.

Auf der österreichischen Inntal-, Brenner- und Tauernautobahn ist zudem wegen der Sperre von Ausweichrouten mit erhöhtem Verkehrsaufkommen zu rechnen.

Und: Wegen des Besucheransturms zum Formel-1-Rennen in Budapest (4. August 2019) wird die Stausituation auf den österreichischen Autobahnen A 1 und A 4 sowie der ungarischen M 1 zusätzlich verschärft.

So hat Reisedurchfall keine Chance

Reisedurchfall ist eine unappetitliche Angelegenheit über die Betroffene nur ungern sprechen. Doch es kann jeden treffen, vor allem im Urlaub. Denn Reisen in subtropische oder tropische Länder können die Darmflora ordentlich durcheinanderbringen.

Fremdes Klima, ungewohnte Speisen und Zubereitungsarten – nicht selten fesselt dann plötzlich auftretender Durchfall einige Touristen die ersten Tage ans Zimmer. Ausgelöst wird dieser meist durch Infektionen. Mit einigen Tipps zur Vorbeugung können Sie vermeiden, dass Reisedurchfall die Urlaubsstimmung trübt.

Der Begriff Probiotika bezeichnet Mikroorganismen (zum Beispiel Laktobazillen und Bifidobakterien), die natürlicherweise den Darm besiedeln und dort für eine gesunde Flora sorgen. Die ist wichtig für das Immunsystem und die Abwehr von fremden Bakterien.

Probiotika kommen zum Beispiel in Joghurt, Kefir und Sauerkraut vor. Allerdings sind in Lebensmitteln oft nicht genügend Bakterien vorhanden, um ausreichend im Darm zu wirken. Deshalb kann es sinnvoll sein, Probiotika in Form von Präparaten einzunehmen. Mehr Infos unter www.vitamindoctor.com/Durchfall.

Der Einsatz von Probiotika wird unter anderem von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin (DEGAM) bei akutem Durchfall empfohlen. Um die Darmflora während und nach der Reise zu unterstützen kann die Einnahme von Probiotika spätestens eine Woche vor Reisebeginn, im Urlaub selbst und bis zu vier Wochen danach sinnvoll sein.

Waschen Sie sich regelmäßig die Hände mit Seife. Besonders vor dem Essen und nach jedem Gang zur Toilette. In vielen Ländern ist Leitungswasser nicht zum Trinken geeignet. Benutzen Sie stattdessen lieber abgepacktes Wasser aus Flaschen und Behältern mit intaktem Schraubverschluss. Gleiches gilt auch beim Zähneputzen.

Bestellen Sie Getränke im Restaurant oder in der Bar lieber ohne Eis, denn auch Eiswürfel werden häufig mit Leitungswasser gemacht. Beim Essen gilt: Essen Sie Fleisch und Fisch nur gut gekocht oder durchgebraten. Obst und Rohkost nur, wenn es geschält oder mit abgepacktem Wasser sorgfältig gewaschen wurde.

Bei aller Vorbeugung kann es trotzdem passieren, dass es zu Durchfall kommt. Jetzt ist vor allem wichtig, den Flüssigkeits- und Salzverlust auszugleichen. Deshalb sollten Sie ausreichend trinken. Neben Mineralwasser können Kräutertees wie Kamille, Fenchel oder Pfefferminz den Darm beruhigen.

Reisedurchfall dauert meist wenige Tage, danach klingen die Beschwerden oft von selbst wieder ab. Bessert sich der Zustand aber nach mehreren Tagen nicht und tritt zusätzlich Fieber auf, sollten Betroffene zum Arzt gehen.

Hier fliegen Sie am günstigsten

Der Flughafen Frankfurt am Main ist nicht nur Deutschlands größter Airport. Von der Main-Metropole aus fliegen Urlauber oftmals auch am günstigsten ins Ausland. Gleich sieben der 20 beliebtesten Flugziele der Check24-Kunden außerhalb Deutschlands sind am günstigsten von Frankfurt am Main erreichbar. Dazu gehören neben den drei US-Metropolen New York, San Francisco und Los Angeles auch die beiden türkischen Städte Istanbul und Ankara sowie Barcelona und Lissabon.

Düsseldorf bot für immerhin sechs Ziele den durchschnittlich besten Preis. Aus Berlin fliegen Reisende zu vier Zielen am günstigsten. „Der gewählte Abflughafen hat einen enormen Einfluss auf den Flugpreis“, sagt Guido Thurmann, Leiter Flüge bei Check24. „Für Fluggäste kann die Anreise zu einem etwas weiter entfernten Flughafen mit der Bahn insgesamt günstiger sein. Ein Vergleich lohnt sich.“

Je nach Flugziel gibt es enorme Preisunterschiede zwischen den Abflughäfen. Über 460 Euro oder fast 500 Prozent mehr zahlen Urlauber beispielsweise für Flüge nach Wien, wenn sie ab Karlsruhe statt Berlin fliegen. Im Schnitt aller betrachteten Destinationen kosten Flüge zum identischen Ziel vom teuersten Flughafen weit mehr als das Doppelte im Vergleich zum günstigsten Abflughafen.

Preiswert sind vor allem Ziele im europäischen Ausland zu erreichen. Die günstigsten Tickets gab es im Schnitt der 20 größten deutschen Abflughäfen für Flüge nach London (149 Euro). Nur unwesentlich teurer wird es für Fluggäste, die nach Mallorca reisen (158 Euro). Für unter 200 Euro hin und zurück kommen Reisende außerdem nach Barcelona und Wien.

Flughafen-Ranking: Hier lauern Verspätungen

Der Flugverkehr steht derzeit am Pranger. Dabei geht es vor allem um die hitzige Debatte einer möglichen CO2-Steuer. Die Politik will das Fliegen also teurer machen. Dabei sind viele Passagier ohnehin schon verärgert. Sie klagen über Verspätungen und Annullierungen.

Grund genug für das Fluggasthelfer-Portal, AirHelp, einigen drängenden Fragen nachzugehen. Zum Beispiel: An welchem deutschen Flughafen gab es die meisten Verspätungen und Ausfälle? Und so hat das Portal nun den Flugverkehr an 13 der größten deutschen Flughäfen analysiert. Dabei stellte es enorme Unterschiede fest, was die Pünktlichkeit angeht.

Demnach waren 30 Prozent aller Starts in Frankfurt am Main im ersten Halbjahr 2019 verspätet oder fielen ganz aus. Damit verzeichnete der größte Flughafen des Landes die schlechtesten Pünktlichkeitswerte aller analysierten Flughäfen. Dahinter folgt der Flughafen München, an dem 27 Prozent der Flüge nicht nach Plan starteten.

An den analysierten Flughäfen in den neuen Bundesländern kam es hingegen nur selten zu Flugverspätungen und Ausfällen: Der Flughafen Leipzig/Halle schnitt mit 14,5 Prozent unpünktlichen Flügen insgesamt am besten ab. Der Berliner Airport Schönefeld landet mit einer Bilanz von 17,5 Prozent unpünktlichen Flügen auf dem dritten Rang, dahinter platziert sich Dresden mit einem Anteil von 18,7 Prozent unpünktlichen Flügen. Die zweitbesten Werte des Rankings erzielt ein bayerischer Flughafen: In Nürnberg starteten zwischen dem 1. Januar und dem 30. Juni 2019 nur 16,5 Prozent aller Flüge nicht wie geplant.

Die Plätze im Mittelfeld des Pünktlichkeits-Rankings belegen die Airports in Düsseldorf (20,4 Prozent), Stuttgart (21,2 Prozent), Bremen (21,6 Prozent) und Hannover (22,3 Prozent). An allen vier Flughäfen mussten Passagiere bei jedem fünften Flug unplanmäßige Änderungen im Flugbetrieb in Kauf nehmen.

Nicht übel: Reisekrankheit ausbremsen

Sie kommen oft schleichend, ehe sie gnadenlos zuschlagen: Die Übelkeit, der Schwindel oder die Kopfschmerzen. Vermeiden lassen sie sich für die meisten Menschen nicht. Denn zwei Drittel leiden an der sogenannten Reisekrankheit, die Autofahrten zu einer Herausforderung macht, vor allem für Familien. Und gerade jetzt wieder in der Urlaubszeit und damit der Reisesaison. Die ZF Friedrichshafen AG arbeitet deshalb gemeinsam mit Neurotechnologen an Lösungen und Wegen, die Symptome in Zukunft früh zu erkennen und ihnen entgegenzuwirken. Damit der Komfort der Insassen zum entscheidenden Faktor für die Mobilität der nächsten Generation wird.

Die Krankheit, fachsprachlich Kinetose, die ungefährlich, dafür aber äußerst unangenehm ist, entsteht durch eine Diskrepanz in der Wahrnehmung: Das im Innenohr liegende Gleichgewichtsorgan fühlt eine Bewegung, die von anderen Sinnesorganen wie den Augen nicht bestätigt wird. Zum Beispiel, wenn man ein Buch liest oder konzentriert auf einen Bildschirm blickt. Man kann die Reaktion des menschlichen Körpers mit einer Vergiftung vergleichen: Die Symptome reichen von leichtem Unwohlsein bis hin zu starker Übelkeit.

Wie geht ZF die Problemlösung an? „Wir stellen den Insassen selbst und sein individuelles Fahrerlebnis in den Mittelpunkt“, sagt Florian Dauth, in der ZF-Vorentwicklung verantwortlich für Aktivitäten im Bereich Human Centered Vehicle Motion Control. „Unser Ziel ist es, die Reisekrankheit individuell zu erkennen und auf den aktuellen Zustand des Passagiers bezogene Maßnahmen zu entwickeln.“ Dabei handelt es sich erst einmal um ein Konzept.

Für die wissenschaftliche Basis untersuchten die Systems Neuroscience & Neurotechnology Unit (SNNU) an der Universität des Saarlandes und der htw saar die körperlichen Reaktionen von Probanden auf verschiedene Fahrsituationen. Dabei kamen bei mehr als zehntausend Fahrkilometern über fünfzigtausend Gigabyte an physiologischen Markern des zentralen und autonomen Nervensystems als Thermografie-, Bild- und Fahrdynamikdaten zusammen.

„Unser Motion Sickness Research Vehicle erlaubt uns, mit Hilfe eines Hochleistungsrechners die Vielzahl an physiologischen Messdaten, Kameradaten sowie auch Fahrdynamik-Messwerte aufzuzeichnen. Gleichzeitig dient das Fahrzeug als Plattform zur Entwicklung und Validierung der Algorithmen“, erklärt Dauth. Die Herausforderung bestehe darin, ein automotive-taugliches System zu entwickeln, das über Evolutionsstufen hinweg eine kontaktfreie Erkennung der Reisekrankheit erlaube, so Dauth: „Wir sehen dies als Schlüsselinformation, um das sehr individuelle Phänomen der Reisekrankheit in den Griff zu bekommen“.

Damit erkennt der Fahrer – oder später die Steuerung des automatisierten Fahrzeugs – frühzeitig, wenn beispielsweise einem Kind auf dem Rücksitz unwohl wird, und kann das Fahrverhalten entsprechend anpassen. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Fahrzeugbewegungen und besitzt ein individuelles Empfinden für Fahrkomfort. Diese Tatsache bildet ZF in einem Algorithmus ab, der basierend auf KI-Methoden die Körperreaktionen des Passagiers einlernt und somit ein personalisiertes Profil erstellt. Da somit für jeden Mitfahrer individuelle Daten vorliegen, wären automatisierte Fahrzeuge sogar in der Lage, den bevorzugten Fahrstil jedes Passagiers umzusetzen.

Fluggastrechte: Nicht doppelt abkassieren

Die Rechte für Fluggäste werden auf politischer Ebene seit geraumer Zeit gestärkt. Klar: Verspätungen oder gar Annullierungen sind ein großes Ärgernis, vor allem für Geschäftsreisende. Doch mit Erstattungen sollten es Betroffene nicht übertreiben.

Fluggäste, die gegen ihren Reiseveranstalter Anspruch auf Erstattung ihrer Flugscheinkosten haben, können nicht auch noch vom Luftfahrtunternehmen eine Erstattung verlangen. Eine solche Kumulierung würde zu einem ungerechtfertigten Übermaß an Schutz der Fluggäste zulasten des Luftfahrtunternehmens führen. ARAG-Experten verweisen auf das entsprechende Urteil des Gerichtshofs der Europäischen Union (Az.: C-163/18).

Flixbus treibt Expansion voran

Einst galt Flixbus als Pionier. Dort inzwischen hat sich das Unternehmen über die Grenzen von Deutschland hinaus einen Namen gemacht. Und der Expansionskurs soll jetzt mit Vollgas fortgesetzt werden. So „tankt“ Flixbus nach Informationen der Zeitung „Handelsblatt“ rund 500 Millionen Euro frisches Geld nach.

Die britische Private-Equity-Gesellschaft Permira und der US-Investor TCV steigen als neue Investoren ein. Auch einige der bisherigen Investoren, zu denen unter anderem Holtzbrinck gehört, wollen weiteres Geld nachlegen. Das genaue Volumen nennt Flixbus nicht. Insgesamt wird Flixbus nun mit rund zwei Milliarden Euro bewertet.

Mit dem frischen Geld will Flixbus noch weiter wachsen und mit dem Ableger Flixcar in den Markt der privaten Fahrgemeinschaften einsteigen, heißt es. Damit reagiert das Unternehmen auf die Konkurrenz von Blablacar. Die Franzosen sind mit der Vermittlung von Fahrgemeinschaften groß geworden und expandieren aktuell in den Fernbus-Markt, wo sie auch Flixbus Marktanteile abjagen wollen. mid/rlo

Für unser Klima: Fliegen soll teurer werden

Wenn die Politik im Bemühen um eine saubere Umwelt mit ihrem Latein am Ende ist, muss der Verbraucher die Zeche zahlen. Jüngstes Beispiel: Um den Klimaschutz stärker voranzubringen, will das Bundesumweltministerium das Fliegen teurer machen. Auch der Flugverkehr müsse die Kosten der Klimagasemissionen tragen, sagte die zuständige Ministerin Svenja Schulze (SPD) der Tageszeitung „Rheinischen Post“. Das müsse sich in den Flugpreisen abbilden.

„Es kann nicht sein, dass auf bestimmten Strecken Fliegen weniger kostet als Bahnfahren“, sagt die Ministerin. Sie sprach sich für ein europaweites Vorgehen aus. Bis zu einer Einigung auf EU-Ebene könne Deutschland aber nicht warten. „Ich bin deshalb dafür, dass wir die deutsche Luftverkehrsabgabe in einem ersten Schritt erhöhen. Frankreich geht ja in die gleiche Richtung.“

Frankreich will ab 2020 eine Umweltsteuer auf Flugtickets einführen. Die Abgabe soll zwischen 1,50 Euro und 18 Euro pro Ticket betragen.

Eine Lektion aus den vergangenen Jahren sei laut der Umweltministerin, „dass wir uns beim Klimaschutz ehrlich machen müssen“. Mit „Schönrechnereien“ habe sich die Regierung schon viele Probleme gemacht, so Schulze. Das Paket, das die Bundesregierung im September 2019 beschließen will, solle Deutschland „beim Klimaschutz wieder auf Kurs“ bringen. mid/rlo

ADAC warnt vor heißem Stau-Wochenende

Jetzt kommt es für die Autofahrer knüppeldick. Ihnen steht laut ADAC „eines der schlimmsten Reisewochenenden“ des Jahres bevor. Denn mit Ausnahme von Baden-Württemberg und Bayern sind ab dem 12. Juli 2019 alle Bundesländer in Ferien.

Aber nicht nur die Urlauber aus Nordrhein-Westfalen und aus dem Norden der Niederlande gehen dann in Scharen auf Tour. Auch Bremen, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie der Süden der Niederlande macht sich urlaubsfertig.

„Wer flexibel ist, sollte über ruhigere Alternativrouten oder auf einen anderen Reisetag, zum Beispiel Montag oder Dienstag, ausweichen“, rät der Automobilclub und warnt: „Auch die Spuren in Richtung Heimat füllen sich inzwischen wieder.“

Besonders belastet sind die Fernstraßen zur Nord- und Ostsee und außerdem:
A 1/A 3/A 4 Kölner Ring
A 1 Bremen – Hamburg – Puttgarden
A 2 Oberhausen – Hannover – Berlin
A 3 Köln – Frankfurt – Nürnberg
A 4 Erfurt – Dresden – Görlitz
A 5 Hattenbacher Dreieck – Frankfurt – Karlsruhe – Basel
A 6 Metz/Saarbrücken – Kaiserslautern – Mannheim
A 7 Hamburg – Flensburg
A 7 Hamburg – Hannover – Kassel – Würzburg – Ulm – Füssen/Reutte
A 8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
A 9 Berlin – Nürnberg – München
A 61 Mönchengladbach – Koblenz – Ludwigshafen
A 93 Inntaldreieck – Kufstein
A 95/B 2 München – Garmisch-Partenkirchen
A 99 Umfahrung München

Lange Zwangsstopps sind laut ADAC auch im benachbarten Ausland zu befürchten, also etwa auf der Tauern-, Fernpass-, Brenner- und Gotthard-Route und auf den Fernstraßen zu den italienischen, französischen und kroatischen Küsten. Bei der Einreise nach Deutschland besteht akute Staugefahr an den Autobahngrenzübergängen Suben (A 3 Linz – Passau), Walserberg (A 8 Salzburg – München) und Kiefersfelden (A 93 Kufstein – Rosenheim). mid/rhu

300.000 Deutsche leben im Wohnwagen

So ein Wohnmobil oder ein Caravan kann sehr gemütlich sein. Manche Deutsche finden es dort so wohnlich, dass sie ganz dort leben. Schätzungen gehen davon aus, dass rund 300.000 Menschen in Deutschland vorwiegend oder dauerhaft auf dem Campingplatz wohnen.

Sie haben oft keinen anderen Wohnsitz mehr; das Mietverhältnis mit den Betreibern des Campingplatzes ist auf Dauer angelegt. Seit Jahrzehnten wird dieses Dauerwohnen in Wohnmobilen oder Wohnwagen von vielen Kommunen toleriert. So klären viele Gemeinden die Situation, indem sie einen Pro-forma-Wohnsitz als erste Adresse akzeptieren und der Campingplatz als Zweitwohnsitz fungiert.

Zahlreiche Dauercamper haben sogar ihren Erstwohnsitz auf einem Campingplatz angemeldet. Stellt sich die Frage, ob das rechtlich zulässig ist. Nach Einschätzung von Experten des Versicherers ARAG kann jeder nach den bestehenden Vorschriften des Melderechts seinen Hauptwohnsitz auf dem Gebiet eines Campingplatzes anmelden.

Allerdings kollidieren die Vorschriften des Melderechts mit den baurechtlichen Vorgaben. Zum einen verstoße das Wohnen auf Campingplätzen unter Umständen gegen das Baurecht, da die Plätze in Erholungsgebieten liegen, in denen eben das nicht gestattet ist. Zum anderen würden die kleinen Parzellen der Bewohner oft nicht gegen geltenden Brandschutzbestimmungen genügen. mid/wal

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