Reiseübelkeit: Diese Tricks helfen

Viele Urlauber zieht es im Sommer in den Süden. Spanien, Italien oder Frankreich sind beliebte Reiseziele. In den meisten Fällen wird das Auto zur Ferien-Fahrt genutzt. Man ist unabhängig, flexibel und kann reichlich Gepäck mitnehmen. Der Haken an der Sache: Nicht jeder verträgt die lange Autofahrt.

Gerade Kindern, aber auch Erwachsenen wird bei einer langen Urlaubsfahrt im Auto häufig schlecht. Woran liegt das? Das passiert, wenn die Augen und das Gleichgewichtsorgan unterschiedliche Sinneseindrücke empfangen. Das Gehirn kann diese nicht gut zusammenfügen, wie das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ erklärt. Um vorzubeugen, nimmt man vor der Fahrt eine leichte Mahlzeit zu sich. Auf kurvigen Straßen sollte man aus dem Fenster schauen und nicht lesen. Wer weiß, dass er oder ein Mitfahrer anfällig ist, kann sich in der Apotheke zu entsprechenden Arzneimitteln beraten lassen. mp/rlo

Diese Politiker sind die größten Umweltsünder

Politiker sind ständig auf Achse. Dabei ist das Flugzeug als Reisemittel oft erste Wahl, so wie jetzt beim G20-Gipfel der wichtigsten Industrienationen im japanischen Osaka. Doch welcher Staatschef hat durch seine bisherigen Flugreisen die größten CO2-Emissionen verursacht? Die Reiseplattform fromAtoB hat in einer aktuellen Analyse alle 259 Auslandsflugreisen der G20-Präsidenten aus dem Jahr 2018 analysiert und die damit verbundenen CO2-Emissionen der verschiedenen Flugzeugmodelle errechnet.

Der japanische Premierminister Shinzo Abe führt die Liste der untersuchten G20-Politiker in den Punkten zurückgelegte Distanz und verursachte CO2-Emissionen an. Seine Boeing 747-400 hat rund 207.000 Kilometer zurückgelegt und dabei 14.500 Tonnen CO2 ausgestoßen. Aus Kostengründen wurde der Jumbo-Jet jetzt durch eine Boeing 777-300ER ersetzt.

Auf Platz zwei der größten CO2-Verschmutzer rangiert US-Präsident Donald Trump mit 11.490 Tonnen. Trump hat mit 131.000 Kilometern zwar nur 60 Prozent der Strecke des erstplatzierten Abe zurückgelegt, kommt allerdings auf 80 Prozent dessen CO2-Ausstoßes. Der Grund: Die Air Force One hat unter allen analysierten Flugzeugen den höchsten CO2-Emissionswert pro Kilometer (88 Kilogramm).

Moon Jae-in aus Südkorea kommt mit 11.461 Tonnen bei 164.000 gereisten Kilometern 2018 auf die drittschlechteste Umweltbilanz.

Auf 36 Staatsreisen im Jahr 2018 legte Angela Merkel 171.000 Kilometer zurück und steht damit auf Platz drei der G20-Staatschefs mit den meisten Reisekilometern. Hierbei kommt die CDU-Politikerin auf 7.325 Tonnen ausgestoßenes CO2 – Platz acht im Emissionen-Ranking. Pro Kilometer bedeutet das für den Airbus A340-300 der Bundeskanzlerin eine Umweltbelastung von durchschnittlich 42 Kilogramm CO2.

Umweltfreundlicher ist Justin Trudeau: Obwohl der kanadische Premierminister die fünftweiteste Strecke zurückgelegt hat, kann der 47-Jährige den viertbesten CO2-Wert vorweisen – lediglich 3.300 Tonnen.

Am klimafreundlichsten reisen die Staatschefs mit den kleineren Maschinen. Besonders vorbildlich taten das Mariano Rajoy und Pedro Sanchéz, die 2018 beide das Amt des spanischen Ministerpräsidenten bekleideten. Obwohl die Spanischen Regierungschefs 40.000 Kilometer mehr reisten als Donald Trump, verursachten sie nur 8,5 Prozent seiner CO2-Verschmutzung und belegen mit 985 Tonnen den letzten Platz des Rankings.

Mit rund 1.080 Tonnen können die Niederländer die zweitbeste CO2-Reisebilanz vorweisen: Mark Rutten ist 2018 von allen untersuchten Politikern am wenigsten geflogen: Nur 61.000 Kilometern. Auch sein Emissionswert pro Kilometern stellt den zweitbesten Wert dar (17 Kilogramm pro Kilometer). Auf dem drittletzten Platz landet der brasilianische Ex-Präsident Michel Terner mit 1,662 Tonnen (19 Kilogramm pro Kilometer).

Da Australien, Mexiko, Indonesien und die Schweiz die Auskunft zu den Reisedaten verweigert haben, wurden die Flugreisen der übrigen 16 G20-Nationen ausgewertet. Der König und Premierminister Saudi-Arabiens hat zwischen Oktober 2017 und Februar 2019 keine Staatsreisen ins Ausland unternommen und fällt von daher ebenfalls aus dem Ranking heraus. mid/Rio

Mit der Lieblingsmusik in den Urlaub

Viele Reisende wollen im Urlaub nicht abschalten und informiert bleiben. Dank des Internets können Nutzer von fast überall auf der Welt ihr Lieblingsradioprogramm hören.

Kostenlose WLAN-Zugänge, die auch in den meisten Hotels vorhanden sind, sowie der Wegfall der Roaming-Gebühren innerhalb der EU ermöglicht es Nutzern, auch auf Reisen via Internetradio Musik und Nachrichten zu hören. Ohne WLAN sollten Anwender dabei allerdings ihr mobiles Datenvolumen im Blick behalten.

Es stehen diverse Apps zur Verfügung, mit denen Smartphone-Besitzer über 100.000 Radiosender aus aller Welt empfangen können. „Da die Lautsprecher von Smartphones meist keinen sehr guten Klang haben, kann es sich lohnen, sein Handy mit einem Bluetooth-Lautsprecher zu koppeln“, sagt Michael Fuhr vom Online-Portal teltarif.de. Wer allerdings nicht über sein Smartphone oder Tablet seinen Lieblingssender verfolgen will, kann sich stattdessen auch ein kompaktes WLAN-Radio besorgen.

Neben einem bestimmten Sender favorisieren viele Radiohörer auch eine bestimmte Sendung wie beispielsweise die Morning Show. Verfügt der bevorzugte Radiosender nicht über eine Audiothek, sollte, wenn die Reise weiter weg geht, die jeweilige Zeitverschiebung berücksichtigt werden. „Generell gilt, dass deutsche Radiostationen überall dort ohne Einschränkungen zu hören sind, wo es auch Internetzugänge gibt“, so Fuhr.

Viele verbringen ihren Urlaub in Deutschland. In den meisten Regionen kann das kostenlose, terrestrische Digitalradio DAB+ empfangen werden. Der heimische Lieblingssender kann mit in den Ferienort genommen werden, sofern er bundesweit oder überregional verbreitet wird. Kleine Radios mit DAB+, die sich gut für den Urlaub eignen, können Interessierte bereits für unter 30 Euro bekommen. cid/rlo

Billigflieger kassieren ab

Beim schärfer werdenden Preiskampf der Fluggesellschaften bleiben die Passagiere auf der Strecke. Und zwar mit knurrendem Magen. Denn immer mehr Billigflieger streichen kostenlose Snacks in der Economy Class von ihrer ohnehin winzigen „Speisekarte“. Frei nach dem Motto: Wer Hunger hat, soll zahlen. Und das kann teuer werden. In welchem Billigflieger am tiefsten in die Tasche gegriffen werden muss, hat die nun Reiseplattform fromAtoB untersucht. Analysiert wurden die aktuellen Preise für Getränke und Snacks in zehn europäischen Billigfliegern.

Passagiere, die statt Tomatensaft eher Lust auf ein Bier haben, sind am besten in den Billigfliegern aus Deutschland aufgehoben. Bei TUIfly und Eurowings kann die kleine Dose (0,33 l) für drei Euro erstanden werden. Der Liter Bier kostet hochgerechnet 9,09 Euro. Doppelt so viel (18,18 Euro pro Liter) nimmt die britischen Airline easyJet, bei der Fluggäste sechs Euro für eine kleines Bier entrichten müssen. Und die Reisenden der irischen Fluggesellschaft RyanAir müssen immerhin noch 5,50 Euro berappen.

Die günstigsten nicht-alkoholischen Erfrischungen gibt es für Passagiere von easyJet, TUIfly, Wizzair und SunExpress. Bei den vier Airlines bezahlt man 2,50 Euro für einen halben Liter Wasser. Air Baltic verlangt den gleichen Preis für 0,33 Liter. Ein Liter Wasser kostet bei der lettischen Fluggesellschaft mit 7,58 Euro also mehr als doppelt so viel wie bei bei easyJet, TUIfly und Co.

Die Preise für Cola und Kaffee bewegen sich in den untersuchten Fluglinien auf einem ähnlichen Niveau. In allen Maschinen bekommt man koffeinhaltigen Getränke für einen Preis zwischen 2,50 und drei Euro. Bei Cola unterscheidet sich allerdings das Preis-Leistungs-Verhältnis in den deutschen Fliegern: Während man bei TUIfly sechs Euro für den Liter hinlegen muss, kostet dieser bei Eurowings zehn.

Sowohl süße als auch salzige Snacks sind in türkischen Flugzeugen von Sunexpress am erschwinglichsten. Hochgerechnet auf 100 Gramm zahlen Passagiere hier zwei Euro für einen Twix-Riegel und fünf Euro für die Portion Chips. Bei Vueling müssen Fluggäste hingegen 6,56 Euro für 100 Gramm Schokolade springen lassen, während Reisende bei Norwegian, Pegasus und Wizz Air 7,50 Euro für 100 Gramm Chips zahlen.

Wer eine vollwertigere Mahlzeit wünscht, ist bei Wizz Air allerdings gut aufgehoben. Unter allen analysierten Airlines bietet das ungarische Unternehmen die günstigsten Sandwiches an. Vier Euro kostet hier das mit Putenbrust belegte Baguette. Norwegian fordert für das Sandwich 2,50 Euro mehr. Auch beim spanischen Unternehmen Vueling zahlt man zwar 6,50 Euro, bekommt hierfür allerdings ein Club Sandwich.

Vergleicht man die Warenkörbe der zehn Billigflieger, bekommen die Reisenden von TUIfly am meisten für ihr Geld. Insgesamt zahlen die Passagiere der Fluggesellschaft mit Hauptsitz in Hannover 35,84 Euro für alle analysierten Artikel. Norwegian Airlines fordert mit 52,09 Euro am meisten für die komplette Snack-Palette. mid/rlo

EU-Roaming: Vorsicht auf der Kreuzfahrt

Da die Europäische Union (EU) nicht gleichbedeutend mit Europa ist, gilt das EU-Roaming nicht überall. Und so lauern bei der Smartphone-Nutzung im Ausland nach wie vor Kostenfallen. Vor allem auf Kreuzfahrtschiffen und in Flugzeugen kann es für Passagiere ein teures Erwachen geben. Denn die Netze sind weltweit unreguliert.

Offiziell dürfen sie zwar erst außerhalb des Hoheitsgebietes eines Landes in Betrieb gehen, dennoch kann bereits ein Hafenspaziergang zum Einbuchen in ein solches Netz führen. „Um hohe Handy-Rechnungen zu vermeiden, sollte eine Reise entsprechend vorbereitet werden“, sagt Henning Gajek vom Onlineportal teltarif.de. Es könne daher ratsam sein, seinen Tarif zu aktualisieren, da bei Alttarifen abweichende Bedingungen gelten können.

Falls erforderlich, sollte vorab die passende Roaming-Option gebucht werden. Zudem kann sich außerhalb der EU der Kauf einer Roaming- oder einen lokalen SIM-Karte lohnen, um Geld zu sparen. Wer auf Nummer sicher gehen will, schaltet sein Smartphone nur im Notfall ein und surft nach Möglichkeit in einem lokalen WLAN. cid/rlo

Das sollten Fluggäste über ihre Rechte wissen

Ab in den Urlaub. Die Werbung zeigt es täglich: reinsetzen in den Flieger und ganz entspannt am Reiseziel ankommen. Doch die Wirklichkeit sieht für viele Fluggäste oft anders aus.

Fluglinien stoßen in der Hauptreisezeit an ihre Grenzen. Urlauber in Warteschlangen, Flugverspätungen und Ausfälle können die Folge sein. Aber in den meisten Fällen können sich Flugreisende wehren, denn viele Klagen vor Gericht haben inzwischen Erfolg und gehen zu Gunsten der Reisenden aus. Und es gibt Geld zurück.

Verspätete Landung: Wenn Flüge mit mehr als drei Stunden Verspätung am Endziel ankommen, gibt es eine Ausgleichszahlung von der Airline. Bei einer Flugstrecke bis 1.500 Kilometer muss die Airline danach 250 Euro an jeden Passagier zahlen, bei Flügen bis 3.500 Kilometer 400 Euro und bei weiteren Flugstrecken sind 600 Euro fällig.

Verspäteter Start: Hier hängen die Ansprüche der Fluggäste von der Länge des gebuchten Fluges und der Abflugverspätung ab. Es gibt keine Entschädigungszahlung. Wenn sich ein Flug von bis zu 1.500 Kilometer um mehr als zwei Stunden verspätet, stehen wartenden Passagieren jedoch Unterstützungsleistungen wie eine angemessene Verpflegung, zwei kostenlose Telefonate, E-Mails oder unter Umständen eine Gratisübernachtung zu.

Flugannullierung: Wenn Flüge gestrichen werden, haben Passagiere die Wahl: Entweder dürfen sie sich einen anderen Flug aussuchen oder sie bekommen den Ticketpreis erstattet. Zudem gibt es die Möglichkeit einer Ausgleichszahlung. Die Höhe hängt von der Länge des Fluges ab. Die Rechts-Experten weisen darauf hin, dass Airlines versuchen, außergewöhnliche Umstände anzuführen, um Entschädigungszahlungen zu vermeiden. Aber weder technische Probleme noch die Erkrankung eines Piloten gehören dazu. Ein Schneechaos hingegen schon. Und auch ein Fluglotsenstreik kann unter Umständen darunter fallen.

Lange Warteschlange beim Check-In: In einem konkreten Fall war die Wartezeit am Check-In-Schalter, wo mehrere Flüge gleichzeitig abgefertigt wurden, so lang, dass eine Familie den Flug in die Türkei verpasste. Die Familie bekam eine Ausgleichszahlung. Allerdings haben die Richter den Reisenden eine Mitschuld angelastet. Sie hätten am Schalter auf sich aufmerksam machen können, als sie merkten, dass die Zeit knapp wurde (Amtsgericht München, Az.: 154 C 2636/18).

Streik: Auch beim Vorliegen von „außergewöhnlichen Umständen“ wie bei einem Streik gibt es Rechte, die wartende Fluggäste einfordern sollten. Bei internationalen Flügen muss die Airline versuchen, einen anderen Flug zum gebuchten Zielort zu beschaffen. Vom Streik betroffene Gäste von innerdeutschen Flügen können auf Züge der Deutschen Bahn umsteigen. Die Tickets müssen dazu am Check-in-Automaten in einen Reisegutschein umgewandelt werden.

Überbuchung: Um teuren Leerstand von Maschinen zu vermeiden, verkaufen Airlines oft mehr Plätze, als an Bord überhaupt zur Verfügung stehen. Oft bieten sie Passagieren dann Gutscheine oder Bargeld für einen späteren Flug an. Experten warnen: Wer dieses Angebot annimmt, kann später keine finanzielle Entschädigung verlangen.

Und noch etwas sollten Reisende wissen: Fluggastrechte bei Verspätungen oder Annullierungen können noch bis zu drei Jahre später geltend gemacht werden. Um diese Rechte gegenüber der Fluggesellschaft durchzusetzen, ist der Gang zum Anwalt oder zu einer öffentlichen Schlichtungsstelle möglich. mid/rlo

Das sind die unpünktlichsten Airlines

Flugverspätungen sind an der Tagesordnung. Die Gründe dafür sind vielfältig. Das ist für alle Passagiere ärgerlich, vor allem, wenn man dadurch wichtige Geschäftstermine verpasst. Doch welche Airline ist eigentlich die Pünktlichste in Deutschland?

Dieser Frage ist jetzt das Fluggasthelfer-Portal, AirHelp nachgegangen und hat die 25 größten Airlines hierzulande zwischen dem 1. Januar und dem 31. Mai 2019 analysiert. Die insgesamt pünktlichste Fluggesellschaft des Landes darf sich demnach der Condor Flugdienst taufen: Zwischen Januar und Juni 2019 waren nur rund 7,3 Prozent aller Flüge der Chartergesellschaft verspätet oder fielen aus. Auch bei Wizz Air (8 Prozent) und der italienischen Lufthansa-Tochter Air Dolomiti (8,6 Prozent) erreichten mehr als 90 Prozent aller durchgeführten Flüge ihr Ziel pünktlich.

Auf besonders viele Flugprobleme mussten sich bislang hingegen Gäste von Turkish Airlines einstellen. Fast die Hälfte aller in Deutschland angesetzten Flüge der teilstaatlichen Fluggesellschaft hoben 2019 nicht wie geplant ab (47,2 Prozent). Das ist der schlechteste Wert aller analysierten Airlines. Davor platzieren sich TAP Portugal (38,3 Prozent) und die ebenfalls türkische Fluggesellschaft Pegasus (30,7 Prozent).

Auch die größte deutsche Airline, die Lufthansa, schneidet in dem Ranking schlecht ab. Rund 26,4 Prozent aller Lufthansa-Flüge waren 2019 mindestens 15 Minuten verspätet oder fielen aus. Das reicht nur für Platz 19 von 25. Besser sieht es für die Lufthansa-Tochter Eurowings aus, die mit 16,3 Prozent unpünktlichen Flügen auf Platz sieben landet.

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair schafft es mit einer Quote von 12,6 Prozent unpünktlichen Flügen sogar auf Platz fünf des Rankings. Bleibt festzuhalten: Bei der Pünktlichkeit gib es bei fast allen Airlines noch viel Luft nach oben. mid/rlo

Tourismus legt kräftig zu

Im April 2019 gab es in den Beherbergungsbetrieben in Deutschland 40,4 Millionen Übernachtungen in- und ausländischer Gäste. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, ist dies ein Plus von elf Prozent gegenüber April 2018. Hierbei ist zu beachten, dass Ostern 2019 in den April, 2018 dagegen teilweise in den März fiel.

Die Übernachtungszahl von Gästen aus dem Ausland stieg um sechs Prozent auf 7,3 Millionen. Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Inland nahm im Vergleich zum Vorjahresmonat um 12,1 Prozent auf 33,1 Millionen zu.

Im Zeitraum Januar bis April 2019 stieg die Zahl der Gästeübernachtungen im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um vier Prozent auf 127,3 Millionen. Davon entfielen 23,8 Millionen Übernachtungen auf Gäste aus dem Ausland (+3,0 Prozent) und 103,5 Millionen auf inländische Gäste (+4,2 Prozent). wid/rlo

Wer Schulferien verlängert macht sich strafbar

Blaumachen ist kein Kavaliersdelikt. Auch wenn die Bundeskanzlerin Klima-Aktivisten lobt, die freitags die Schule schwänzen, ist die Schulpflicht rechtlich streng geregelt. Das gilt auch vor oder nach den Ferien: Eine Verlängerung ist unzulässig. Zu Beginn und Ende der Schulferien macht sich bundesweit ein Phänomen breit, das als „Flunker-Ferien“ oder „schummelfrei“ bekannt ist.

Eltern verlängern eigenmächtig die Ferien ihrer Kinder, meistens um ein günstiges Urlaubsschnäppchen wahrnehmen zu können. Aber nicht überall in Deutschland geht diese Rechnung auf. Denn je nach Bundesland müssen Erziehungsberechtigte manchmal tief in die Tasche greifen, wenn sie bei der unerlaubten Ferienverlängerung erwischt werden.

Und das ist gar nicht so unwahrscheinlich, wie viele Eltern denken: Im vergangenen Jahr kontrollierten Polizisten in Bayern vor Beginn der Pfingstferien Familien mit Kindern und entlarvten in zahlreichen Fällen Eltern, die mit dem Nachwuchs lieber in den Urlaub flogen, als die Kinder in den Unterricht zu schicken. Gegen die Eltern wurde daraufhin bei den zuständigen Landratsämtern Anzeige erstattet. Pünktlich zu Beginn der diesjährigen Sommerferien klären Rechtsexperten, welche Folgen das eigenmächtige Entbinden von der Schulpflicht haben kann.

Bevor jedoch ein Bußgeldbescheid ins Haus flattert, stehen zunächst eine Verwarnung durch die Schulleitung oder ein Zeugniseintrag auf der Liste der abgestuften Sanktionsmöglichkeiten. Doch setzen sich ferienwütige Eltern darüber hinweg, kann die Schulbehörde Bußgelder verhängen. Dabei ist die Höhe des Ordnungsgeldes je nach Wohnort extrem unterschiedlich. Während Eltern in Erfurt pro zusätzlichem Ferientag lediglich fünf Euro Strafe zahlen müssen, kann das Bußgeld von Münchner Eltern ein echtes Loch in die Haushaltskasse reißen: Denn im Freistaat wird der wirtschaftliche Vorteil der unerlaubten Ferienverlängerung betrachtet und für die Berechnung der individuellen Bußgeldhöhe zugrunde gelegt. Das Strafgeld wird auf beide Erziehungsberechtigten aufgeteilt.

Dabei greift Bayern gleich auf zwei Gesetze zurück – einmal das Ordnungswidrigkeitengesetz (OWiG, § 17) und das Bayerische Gesetz über das Erziehungs- und Unterrichtswesen (BayEUG, Artikel 119). Auch in Bremen wird das gerechte Aufteilen der Bußgelder auf Mama und Papa praktiziert. In der Freien Hansestadt an der Weser werden 25 Euro Verwarngeld bzw. 35 Euro Bußgeld pro Fehltag und Erziehungsberechtigtem angesetzt, und maximal 500 Euro pro Elternteil. Weniger zimperlich sind die Stuttgarter Amtsherren; Eltern aus der Landeshauptstadt müssen 150 Euro pro zusätzlichem Ferientag zahlen. In Düsseldorf zahlt man 80 Euro bzw. 150 Euro in Köln für maximal fünf Tage vor oder nach den Ferien; darüber hinaus ist es eine Einzelfallentscheidung. Die Höchstgrenze liegt bei 1.000 Euro. Hamburg unterscheidet nach Anzahl der Kinder: Für ein Kind werden 200 Euro fällig, bei zwei und mehr Kindern kostet die unzulässige Ferienverlängerung 300 Euro. In Kiel bestraft man vor allem Wiederholungstäter: Während man in der nördlichsten Landeshauptstadt beim ersten Vergehen 100 Euro Bußgeld zahlen muss, verdoppelt sich der Betrag bei erneuten Flunker-Ferien jedes Mal bis zur Höchstgrenze von 1.000 Euro.

Keine konkreten Bußgeldsätze gibt es beispielsweise für Eltern in Dresden und Hannover, dort entscheiden die Behörden je nach Einzelfall. Ob es an großzügigen Klassenlehrern liegt oder aber die Eltern besonders brav sind: In Magdeburg, Schwerin und Mainz sind den Ordnungsämtern keine Fälle von Schulpflichtverletzungen in Verbindung mit nicht genehmigten Ferienverlängerungen bekannt. wid/wal

Pfingsten: Deutschland Reiseziel Nummer 1

Wandertouren im Harz, Entspannung an der Nordsee oder Shopping und Sightseeing in der Hauptstadt: Wie die Tankstellenkette HEM jetzt in einer Studie herausfand, ist Deutschland 2019 das Reiseziel Nummer 1 für den Pfingsturlaub.

Aber klar: Die schönsten Reiseziele müssen nicht immer weit entfernt sein. Ob ein Besuch in der Elbphilharmonie in Hamburg, ein Segeltörn auf dem Bodensee oder Sandburgenbauen auf Sylt: Zwei Drittel der Deutschen legen an den Feiertagen maximal 500 Kilometer zurück und nutzen dafür zu 95 Prozent das Auto.

Während es auf den Flughäfen und an Bahnhöfen nicht ganz so hektisch zugehen wird, sollten sich Reisende auch bei kürzeren Fahrten optimal auf die Fahrt vorbereiten. So können nervenaufreibende Staus und lange Warteschlangen an Tankstellen während der Pfingstfeiertage umgangen werden. Da heißt es dann nur noch: Ab in den Urlaub. wid/rlo

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